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Wie oft zur Krebsvorsorge nach Hysterektiomie?

c.razy(angexls hat die Diskussion gestartet


Guten Abend,

habe letztes Jahr meinen FA gewechselt. Die neue rät nun trotz unauffälligem Befund zur halbjährlichen Krebsvorsorge. Jede 2. Kontrolle müsste als IGEL von mir selbst bezahlt werden.

Ich frage mich nun, muss das sein oder ist das eher als ärztliche Abzocke zu verstehen.

Wie gesagt, der Vorbefund war immer gänzlich unauffällig. Allgemein wird ja zu einer Krebsvorsorge pro Jahr geraten. Bin ein bisschen unsicher.

Nicht dass ich mir die Untersuchung nicht "gönnen" will. Aber ich will eben auch nicht das Geld unnötig zum Fenster rausschmeißen. ???

Antworten
cerazyayng8els


Noch eine Anmerkung: Die Hysterektomie liegt inzwischen über 8 Jahre zurück. Ich hatte davor und danach NIE Probleme mit irgendwelchen auffälligen Krebsabstrichen, die es notwendig machen würden, deshalb häufigere Kontrollen vorzunehmen. Sonst wären es ja auch keine IGEL. :-/

S}unflo_wer#_73


Entweder es besteht eine medizinische Indikation - oder die jährliche Kontrolle reicht. Krebsvorsorge als IGeL-Leistung finde ich eine Sauerei. Ich habe selber eine Gyn-Vorgeschichte und bekommen problemlos Ultraschall (vaginal, Brust) bezahlt von der Kasse. 2x im Jahr.

cwrazyoangels


Ultraschall hatte ich zuletzt als Nachsorge der Hysterektomie. Seither nicht mehr. Wurde mir auch nur als IGeL angeboten.

Leider bekommt man die IGeL-Angebote bei Fachärzten ja häufig förmlich aufgedrängt. Und wenn man die ablehnt, ist man als Patient unten durch. Ging mir ganz deutlich beim Augenarzt so. :|N

KNle<ine9HBexe21


Darf ich fragen warum du deinen Arzt gewechselt hast? Mir scheint, dass der neue nicht so kompetent ist, wenn er IGEL Leistungen aufschwatzen will?

cQrazy5anCgelxs


Nun ja, der alte labert seine Patienten voll, welche Fortbildungen er besucht habe, wie hoch die Verdopplungsrate bei Krebsknoten sei usw. Auch dort bin ich zur 2. Krebsvorsorge im Jahr fast gedrängt worden. Er riet mir auch zu Ultraschall-Untersuchungen, die ich hätte selbst zahlen müssen. Diese hab ich jedoch abgelehnt.

Da ich mich dann generell nicht mehr wohl gefühlt habe und ich den Eindruck hatte, dass die Untersuchungen nur pseudo-genau und teilweise schmerzhaft abliefen, war es an der Zeit für mich, zu wechseln. Außerdem hing im Wartezimmer ein Schild (ich hatte leider versäumt, das abzufotografieren), dass Patienten, die nicht zu IGeL-Leistungen bereit seien, nicht korrekt gynäkologisch behandeln werden könnten, da dies mit den Leistungen der gesetzlichen Kassen nicht mehr möglich sei. :-o ":/

Im Grunde bin ich von der neuen FA zwar recht angetan, nur dieses IGeL-Angebot hat mich halt verunsichert.

Ich bin versucht, dieses nun einfach mal abzulehnen und dann sehen, wie ich in Zukunft behandelt werde. Wenn es Grund zu Klage für mich gibt, werde ich eben wieder auf die Suche gehen.

Diese IGeL bekommt man leider von nahezu jedem Facharzt aufgeschwätzt. Ich war mal beim Neurologen, dort wurde mir auch irgendeine IGel-Untersuchung angeboten zur Früherkennung eines Schlaganfall-Risikos. Beim Augenarzt ist man drittklassiger Patient, wenn man die IGeL-Vorsorge zur Glaukom-Früherkennung ablehnt und ebenso mein Mann beim Urologen, nachdem er diese IGeL-Prostata-Untersuchung nicht (mehr) wollte.

Für eine lapidare Rückfrage beim Hausarzt wurde mir eine IGeL-Untersuchung meines Vitamin-D Status angeboten. Kosten: Ca 40 €. Hab ich machen lassen, Ergebnis: Alles bestens (ich nehme im Winter hochdosiert Vitamin D ein - das hab ich dem Arzt aber gesagt).

KdleiOneHaexe2x1


Also das beim Augenarzt kenne ich. Da wurde ich auch schon angepampt, weil ich diese Untersuchung nicht wollte. Dann wurden mir noch Horrorgeschichten erzählt...woraufhin ich nur gemeint hab, danke für die Aufklärung, ich werde mir nochmal Studien dazu ansehen.

Das beim Frauenarzt kenne ich so gar nicht ":/ . Das finde ich allerdings auch echt heftig. Ich würde ablehnen an deiner Stelle. Und parallel mal bei der Krankenkasse anrufen und fragen, ob sie das nicht halbjährlich zahlen. Meistens können die Kassen auch sehr gut begründen, warum es überflüssig ist, das öfters machen zu lassen und weshalb sie das dann auch nicht öfters zahlen. Diese Argumente kannst du dann beim Arzt auch anwenden ;-). Im Notfall wieder wechseln. Vielleicht kennst du ja auch Freundinnen, die nicht zu solchen Selbstzahleruntersuchungen gedrängt werden und kannst deren Arzt mal probieren?

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