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"Unklare genitale Missempfindungen"

wihitef8iqre1g60'4 hat die Diskussion gestartet


Liebe Forumteilnehmer!

Heute schreibe ich hier, weil ich mir keinen anderen Rat derzeit weiss.

Zuerst muss ich sagen, dass ich seit 1,5 Jahren an einer massiven Angststörung leide.

Die Angst bezieht sich auf meine Gesundheit, ich habe die Befürchtung, an einem Glioblastom zu leiden;

dazu an vielen anderen Karzinomen in sämtlichen Organen, dazu eine ausgeprägte Cardiphobie und Angst vor

MS, Parkinson und ALS.

Außerdem habe ich eine Sozialphobie (Angst vor fremden Menschen).

Symptome sind folgende vorhanden:

- Benommenheitsschwindel, diffus, nicht recht zu beschreiben

- Kopfdruck, Sehstörungen, Gangunsicherheit

- Herzstolpern (mittlerweile schmerzhaft), Herzrasen, Herzaussetzer...

Also das volle Programm.

Ausserdem bin ich von Kopf bis Fuss verspannt, habe heftige Blockaden, besonders an der HWS und im gesamten

Rücken. Daher kommen wohl viele meiner Beschwerden.

ADs lehne ich ab, da ich vor Jahren abhängig war von Kokain und Speed. Ich habe keine Lust auf einen weiteren

Drogenentzug.

Am 02. August 2015 habe ich (nach 15 Jahren mit Unterbrechung) mit dem Rauchen aufgehört.

Ich bin 41 und habe zwei erwachsene Kinder (24 und 20 Jahre).

Ich bin seit knapp 2 Jahren aufgrund der o. g. Symptomatik krankgeschrieben, bin letztens aus dem Krankengeldbezug

ausgesteuert worden und bekomme nun lediglich ein paar Euro Hartz4, was mich zusätzlich stark belastet.

Leider bin ich auch nur gesetzlich versichert ohne Zusatzversicherung. Kann ich mir leider nicht leisten.

Ich wohne (wieder) bei meinen Eltern im Haus (wegen Geldmangel).

Seit nunmehr fast 4 Wochen plagen mich sonderbare Symptome im gesamten Intimbereich.

Diese äußern sich wie folgt:

Es kitzelt, prickelt, kribbelt und brennt, wie bei einer Blasenentzündung.

Betroffen ist, so wie ich das einschätzen kann, besonders die Harnröhre. Ich habe auch einen permanenten Harndrang.

Der gesamte Unterleib ist druckempfindlich, leichtes Drücken bewirkt eine Reizung und der Harndrang wird schlimmer.

Teilweise kitzelt es von der Harnröhre den Rücken hinauf, bis zum Hals. Ein widerliches und unangenehmes Gefühl.

Nach dem pullern wird es nur für einige Minuten besser, dann geht der Spuk von vorne los.

Es ist, bis auf nachts, permanent vorhanden, mal besser, mal schlimmer, aber halt permanent.

Eine halbe Stunde nach dem Aufstehen geht es dann los.

Mittlerweile bin ich so überreizt und genervt, dass ich mich aufgedunsen fühle, ich kann kaum noch etwas essen.

Mit jedem Bissen habe ich das Gefühl, dass meine Oberschenkel an Umfang gewinnen, es reibt und scheuert ja jetzt

schon, was das kribbeln und prickeln verstärkt.

Ich kann auch keine Unterhosen mehr anziehen, alles kneift und scheuert, ich trage nur noch eine weite Jogginghose

von meinem Sohn, aber selbst damit fühle ich mich eingeengt und würde mir am liebsten alles vom Leib reissen.

Oft zupfe ich an der Kleidung rum, weil mich das alles stört, was ich im Bereich des Unterleibes anhabe, besonders am

Bauch, dem Genitalbereich und den Oberschenkeln...Ich bin oft den Tränen nahe. Verzweifelt halt.

Ich war in den letzten 4 Wochen bei meiner Gynäkologin, weil ich einen Scheidenpilz vermutete.

Sie hat nur kurz mit Ultraschall geschaut. "Sie haben nix." Einen Abstrich hat sie wohl nicht gemacht, sonst hätte ich

wohl davon erfahren müssen?

Sie hat mein Problem, wie viele es ja gerne machen, auf die Psyche geschoben. "Das ist nervlich bei Ihnen!" Toll.

Trotzdem habe ich auf einen Urintest bestanden. Kam nix bei raus.

Dann wurde der eingeschickt (nach gut einer Woche Problematik); die Aussage der Sprechstundenhilfe war schwammig.

Eine "Mischkultur", was immer das bedeutet, erklärt hat es mir niemand. Ich sollte nochmal Urin abgeben, als ich den

Becher in der Praxis holen wollte wurde ich kurzerhand abgespeist mit den Worten: "Da ist alles in Ordnung, gehen Sie zu

einem Psychiater mit Ihrem Problem!" Danke.

Auf Fragen wurde nicht mehr reagiert. Es ist nix und raus.... :(v

Ich bin dann ein paar Tage zu meiner Hausärztin. Auch da war der Urin in Ordnung, aber die Symptome noch da.

Ich sollte eine Scheidenpilzsalbe benutzen. Hat nix geholfen.

Dann war es für eine Woche nicht weg, aber besser.

Und seit dem letzten WE so schlimm wie nie.

Es brennt, prickelt und kribbelt unaufhörlich da unten. Permanenter Harndrang, in der Harnröhre kitzelt es. Ekelhaft....

Am Dienstag war ich nun im KH in der urologischen Aufnahme. Ich wusste nicht mehr, wohin.

Dort wurde Katheterurin genommen, aber auch da kam nix bei raus....

Auch Ultraschall der Blase und der Nieren war ok.

Ich sollte dann nochmal in der neurologischen Notaufnahme vorsprechen, aber da saßen mindestens 40 Leute.

Man sagte mir, ich sollte mit mehreren Stunden Wartezeit rechnen (bis 22:00 - 23:00, um 13:00 war ich dort...)

Mit meiner Sozialphobie ein reiner Albtraum. Ging nicht. Ich musste da schnellstens raus.

Nun habe ich schon viel recherchiert und es kommen ja mehrere Sachen in Frage, was das sein kann.

Am meisten geschockt hat mich das hier:

[[http://regs.aktiv-forum.com/t1-was-ist-das-restless-genital-syndrom]]

Die Symptome passen nur bedingt. RLS habe ich nicht, und mit der Blase hatte ich sonst auch keine Probleme.

Ich bin auch nicht erregt oder habe den Drang zur Selbstbefriedigung.

Aber die Schilderung über das kribbeln und prickeln passt schon. Damit will und werde ich nicht leben, wenn es das sein sollte.

Ist ja nicht heilbar.....

Kann das auch eine BS sein, ohne dass Bakterien gefunden werden? Östrogenmangel?

Ich plane jetzt, mich am Montag stationär aufnehmen zu lassen. Habe bereits mit dem Klinikum telefoniert.

Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich unter einer Sozialphobie leide und nicht mit mehreren Menschen in einem

Raum sein kann über längere Zeit. Selbst im Wartezimmer bei Ärzten kann ich nicht sitzen. Ich muss dann immer in

einen gesonderten Raum.

Die Sekretärin im KH meinte aber, dass es kein Problem sein soll, in einem solchen Falle ein Zweibettzimmer zu

organisieren, auch ohne Zuzahlung. Kann ich ja auch gar nicht mit den paar Euro Hartz4... Zweibettzimmer wird

zwar auch nicht leicht für mich, aber besser als mit 6 oder 8 Menschen in einem Raum. Das würde ja auch überhaupt

gar nicht gehen...

Wer hat ähnliche Erfahrungen und was kann ich alles untersuchen lassen?

Ich denke da speziell an Harnröhrenabstrich, MRT der LWS, HWS und dem gesamten Unterleib. Vielleicht ist da ja

auch ein Nerv abgeklemmt? Die sollen auch im KH nach den berüchtigten Tarlov - Zysten schauen, die für das REGS

verantwortlich sein können....

Oder sind Beckenbodenverspannungen verantwortlich? Ich bin ja eh schon im gesamten Körper bretthart durch meine

Angststörung....

Mich würden eure Meinungen und Anregungen freuen, wenn ich die Strapazen eines Krankenhausaufenthalts schon

auf mich nehme, soll es im Endeffekt auch was bringen ]:D

Gruss, Nancy

Antworten
EEl4afReymich?0815


Zuerst muss ich sagen, dass ich seit 1,5 Jahren an einer massiven Angststörung leide. Die Angst bezieht sich auf meine Gesundheit, ich habe die Befürchtung, an einem Glioblastom zu leiden; dazu an vielen anderen Karzinomen in sämtlichen Organen, dazu eine ausgeprägte Cardiphobie und Angst vor MS, Parkinson und ALS. Außerdem habe ich eine Sozialphobie (Angst vor fremden Menschen).

Nun... natürlich könnten es physische Ursachen geben. Aber inwieweit gibst du dem Gedanken Raum das es wirklich nur deine Psyche ist? Das Beschwerden psychosomatischer Natur sein könnten? Sollte man das nicht auch "abklären" lassen?

Wäre es nicht irgendwo auch beruhigend zu wissen das mit dir im Grunde alles OK ist, du keine Angst vor irgendwelchen Krankheien, Infektionen usw. haben musst. Wenn du wüsstest das du das mit psychologischer Betreuung und Therapien in den Griff bekommen könntest.

D?erFxausxM


Sie hat mein Problem, wie viele es ja gerne machen, auf die Psyche geschoben. "Das ist nervlich bei Ihnen!

Da ist alles in Ordnung, gehen Sie zu einem Psychiater mit Ihrem Problem!

ADs lehne ich ab

Sorry, du kommst mir wie ein Alkoholiker/Suchtkranker vor - man kennt eigentlich das Problem (und eine evtl. Lösung) und will es einfach nicht wahrhaben oder in Angriff nehmen...

In deinem Text lese ich das Problem und die mögliche Lösung die abgelehnt wird...

Manchmal muss man den Teufel einfach mit dem Beelzebub austreiben - das ist für das Leben eben dann das kleinere Übel @:)

wshite firxe1604


Hallo,

danke für die Beiträge.

Wenn alles körperliche abgeklärt ist (was ja noch nicht geschehen ist), dann werde ich sicherlich auch darüber nachdenken, dass mein Problem psychisch sein kann.

Ich ärgere mich, es erwähnt zu haben. Vielleicht hätte ich sonst andere Vorschläge bekommen.

AD sind nicht das Mittel der Wahl.

Ich habe mit diesem Teufelszeug mehr als schlechte Erfahrungen gemacht.

In der Tagesklinik habe ich Menschen daran zugrunde gehen sehen. DAS tu ich mir nicht an. Meine Meinung halt. Kann auch niemand ändern.

Von mir aus kann dann das Thema geschlossen werden - auch hier stehr das Thema Psyche im Vordergrund.

Schade.

DAe`rF$a4uxsM


Ich fühle mich dadurch in meiner Annahme nur bestätigt... ":/

das hilft DIR aber wenig - das hast nur DU in der Hand :[]

S4prin7gchGilxd


Vielleicht hätte ich sonst andere Vorschläge bekommen.

Was für Vorschläge sollen das denn sein? Es gibt im Krankenhaus ja normalerweise keinen bunten Katalog, aus dem man sich selbst Untersuchungen aussuchen kann.

Außerdem hattest Du den Vorschlag, zum Neurologen zu gehen, was bei Missempfindungen ja auch der erste Gang wäre, nachdem eine Infektion ausgeschlossen wurde. Hast Du aber nicht gemacht.

Ich beschäftige mich schon lange mit Gynäkologie und gynäkologischen Problemen, aber von einer solchen Symptomatik habe ich noch nie etwas gehört oder gelesen.

Das RGS passt doch überhaupt nicht zu Deiner Beschreibung. Und Tarlov-Zysten... ich bitte Dich.

Oder sind Beckenbodenverspannungen verantwortlich?

Wohl kaum.

Kann das auch eine BS sein, ohne dass Bakterien gefunden werden? Östrogenmangel?

Eine was? Und nein, das ist kein Östrogenmangel.

Und klar muss man Deine psychische Konstitution auch bedenken. Du bist momentan ziemlichem Stress bzw. großen Veränderungen ausgesetzt, ich finde es liegt auf der Hand, dass das zumindest reinspielt. Dann noch Deine intensive Beschäftigung mit dem Problem - gut, es stört Dich ja verständlicherweise auch. Aber nach sooo weit hergeholten Sachen zu googeln ist dann wieder unverhältnismäßig.

Geh zum Neurologen, das ist die erste Anlaufstelle, der veranlasst dann schon das MRT und was weiß ich wenn er es für nötig hält. Aber dass Du im Krankenhaus eine Wunschliste an Untersuchungen abgibst und die sich dann kümmern kannst Du Dir glaube ich abschminken.

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