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Zyklusbedingtes Gefühlschaos - ich hasse es eine Frau zu sein!

BTonnie $BenFnetxt hat die Diskussion gestartet


Ich mach's mal chronologisch:

Zu Beginn des Zyklusses, also wenn ich meine Tage bekomme, bin ich stark depressiv, manchmal krieg ich sogar Suizidgedanken.

Dann wird es laaangsam besser.

Normalzustand.

Zum Eisprung hin bin ich super glücklich, richtig euphorisch, was aber schnell vorbei ist, weil ich dann, immer an der gleichen Stelle, im rechten Unterbauch, seit 1,5 Jahren (Darmspiegelung und Ultraschall wurde gemacht, Blinddarm und Eierstickzyste werden ausgeschlossen) ziemlich starke Schmerzen bekomme.

Ist der Eisprung dann vermeintlich vorbei (die Schmerzen aber noch da), stellt sich ein äußerst gereizter, empfindlicher Zustand ein, der dann langsam wieder fließend übergeht in den Normalzustand bzw. dann in den Depressiven, wenn ich schließlich unter mittelstarken Schmerzen (beginnen eine Woche vorher) wieder meine Periode bekomme. Und die ist auch noch stark, weil ich seit 1 Jahr eine Kupferspirale hab...

Ich mag so echt nicht mehr!

Hab mal für 3 Monate die Minipille probiert, da hatte ich zwar keine Periode, war aber auch zu keinen besonders positiven Gefühlen in der Lage. Zwar auch nicht super negativ, aber naja, irgendwie gedämpft halt.

Bin übrigens bald 30, kein Kinderwunsch mehr.

Was könnt ich denn noch ausprobieren um da mehr Gleichgewicht reinzukriegen?

Wenn es keine Nebenwirkungen hätte, würd ich mich am liebsten, bös gesagt, da unten "komplett ausräumen lassen"...

Antworten
S<prin)gchild


Hallo Bonnie,

vielleicht kann man da ernährungstechnisch oder mit Heilkräutern schon zum Erfolg kommen. Ein wenig googeln nach Stimmungsstabilisierern. Leider muss man da bißchen durchprobieren, was das Richtige für einen persönlich ist, was die ganze Sache langwierig macht.

Stimmungsschwankungen können außerdem von Eisenmangel oder von der Schilddrüse kommen, wurde das mal untersucht?

Dass man nicht unbedingt superglücklich ist, wenn man Schmerzen hat, finde ich normal. Was machst Du denn normalerweise dagegen?

Als letzten Notnagel vielleicht ein mildes Antidepressivum, wenn alles andere versagt, aber da befragst Du dann besser einen Arzt.

_8SuBrfexrin


Bist du dir sicher, dass dein Leben samt deinen Stimmungen komplett von der Periode abhängt anstatt von deinen Erlebnissen? Erlebnisse steuern bei mir die Laune, nichts anderes.

sblowgAan


Es klingt nach PMDS, prämenstruelles dysphorische Syndrom. Vielleicht kanst Du darüber ja mal was im Netz suchen. Meine Freundin schlägt sich auch damit rum.

Soweit ich weiss, würde es Dir auch nicht bringen, sich da ausräumen zu lassen, da Du ja dann auch mit Hormonen sublimentieren müsstest. Es werden entweder Gestagene (aber Du hast ja auch schon eine Spirale und die Minipille versucht) oder niedrig dosierte Antidepressiva bei der Symphotomatik eingesetzt. Freie Mittel wären noch Mönchspfeffer oder L-Tryptophan. Wie bei jeder (leicht )depressiven Symphtomatik wird auch erhöhte Bewegung bzw Zucker- und Fettreduzierte Kost, besonders an den kritischen Tagen empfohlen. Nicht hauen, ich weiss, darauf hat man gerade keine Lust, wenn es einem nicht gut geht. ;-) @:) Bei meiner Freundin hilft es etwas. Sie hat gerade in der Zeit immer besonders Lust auf ungesundes Essen, aber wenn es gelingt, dem nicht nachzugeben, geht es ihr etwas besser.

Ansonsten würde ich mal versuchen einen Endokriologen oder einen Gynäkologen mit speziellen Kenntnissen im Bereich Hormone konsultieren.

BYonnie BMennxett


Danke für eure Antworten!

ernährungstechnisch oder mit Heilkräutern

Ja vor einem Jahr ca. hab ich mal Mönchspfeffer probiert, aber vermutlich nicht lang genug. Dann gibt's ja auch noch so Sachen mit Lavendel oder ganz klassisch Johanniskraut - damit werde ich es jetzt tstsächlich noch versuchen, bevor ich zu Antidepressiva greifen möchte.

Ansonsten würd ich schon sagen, dass ich mich recht gesund ernähre.

Zucker- und Fettreduzierte Kost

Darauf zu verzichten fällt mir gar nicht schwer!

Und bewegen tu ich mich auch genug. Wobei ich gern wieder schwimmen gehen möchte, das werd ich jetzt endlich mal in Angriff nehmen!

Stimmungsschwankungen können außerdem von Eisenmangel oder von der Schilddrüse kommen, wurde das mal untersucht?

Ja Blutuntersuchung lasse ich auch regelmäßig machen und ich nehm auch ab und an so Brausetabletten mit Eisen und diversen Vitaminen.

Bist du dir sicher, dass dein Leben samt deinen Stimmungen komplett von der Periode abhängt anstatt von deinen Erlebnissen?

Natürlich nicht zu 100 %, aber durch diese Regelmäßigkeit, immer wieder zum gleichen Zeitpunkt im Zyklus einfach dünnhäutiger zu sein oder im Gegenteil, viel cooler drauf zu sein, hängt meiner Einschätzung nach zum Großteil von meinen Hormonen ab.

Den Tipp mit dem Endokrinologen werd ich noch beherzigen. Bzw so einen Hormonstatus kann ja auch erstmal die Frauenärztin machen?

h3elix Xpomatxia


[[http://www.med1.de/Forum/Gynaekologie/516368/]]

Schau mal da rein, es sind einige Tipps, die bei Stimmungsschwankungen oder Schmerzen helfen können.

L(.va'nPelLt


Mich hat mein Zyklus auch weitestgehend im Griff und ich versuche nun Progesteron. Da als Ursache eine Östrogen-Dominanz angenommen wird - alles deutet auch darauf hin. Seit Jahren.

Die einschlägigen Web-Informationen geben an, dass es wesentlich nebenwirkungsärmer und effektiver als Gestagen ist. Ich nehme es jetzt (wieder) seit 2 Tagen und schätze gerade sehr die entspannende, gelasseinheitsfördernde Wirkung.

Gestern bei meinen Recherchen bin ich auch über den Ansatz gestolpert, dass es als tatsächliches "leichtes" Antidepressivum in der Diskussion ist. Aber das Internet ist geduldig und verbürgen würde ich mich für solche Informationen nicht. Klingt alles auch irgendwie zu gut, um wahr zu sein. :-/

Google mal Östrogen-Dominanz und/oder Progesteron. Dann kannst Du Dir selbst ein Bild machen. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan davon, hormonell in den Körper einzugreifen - aber wenn der Hormonhaushalt nunmal nicht läuft... ":/ Schilddrüsenhormone nehme ich ja aufgrund einer Unterfunktion auch.

B[onniAe BeBnnextt


helix pomatia

Danke für den Link :)^ da sind echt paar klasse Sachen mit dabei, die ich unbedingt ausprobieren will!

BQonnie% Boennxett


L.vanPelt

Klingt auch schlüssig, danke! Danach werd ich meine Frauenärztin mal fragen!

aF.fixsh


@ L.vanPelt

Hast Du das verschrieben bekommen oder nimmst Du das Progesteron in Eigenregie?

LY.van<Pexlt


@ a.fish

Da es in Deutschland verschreibungspflichtig ist, bekomme ich es selbstverständlich verschrieben. Von meinem Frauenarzt. Diagnostik erscheint mir aber auf dem Gebiet schwer bis unmöglich, anders als beispielsweise bei der SU, wo es sich an den Blutwerten ablesen lässt.

Mir hat mit 22 schonmal eine Frauenärztin gesagt, ich hätte wohl "müde Eierstöcke, würde aber erst bei Kinderwunsch relevant werden". Andere Beschwerden: PMS, Verdacht auf Endometriose, PCO sehr wahrscheinlich, usw. usf... von den Ärzten kommt da immer nur die Pille als "Lösung" oder eher als Unterdrücker.

Das Verschreiben von Progesteron geschah entsprechend auf meinen Vorschlag aufgrund eigener Recherchen. Daher von mir auch nur der Hinweis und dass man sich selbst ein Bild machen bzw. mit seinem Arzt besprechen muss.

ax.f;is4h


Danke. Ja, genau die Erfahrung habe ich nämlich auch gemacht - "Nehmen Sie doch die Pille". Ich habe mich da bisher nicht durchsetzen können und pruckel so mit nicht verschreibungspflichtigen Sachen herum.

BGonniHe Be:nnsetxt


"Nehmen Sie doch die Pille"

Ehrlich gesagt schätz ich meine Frauenärztin ganz genauso ein ":/

fhallen_an5gel_x73


uaaah. B.B. - ich reihe mich ein, in die Reihe der PMS-geplagten Frauen.

Gebe aber zu, dass die Intensistät der Ausprägung meiner PM (D!!!) S -Syndroms sehr stressabhängig ist.

Da ist im Moment mehr als genug davon habe, ist es schier unerträglich.

Progesteron (von Dr. Kade) macht mich depressiv und ich krieg Migräne.

Es soll auch naturidentisches Progesteron geben, ist besser, aber mein Gyno will es nicht verschreiben, weil er es nicht einsieht.

Dein Gyno müßte erstmal bestimmen, ob tatsächlich eine Östrogen-dominanz vorliegt.

Genau, das hat mein G. auch gesagt: ihre Eierstöcke sind träge.

Bitte nicht die Pille nehmen! Für mich der reinste Horror.

Dann lieber ein paar Tage schwer leiden, also chronisch depressiv zu sein, oder?

Wg. Endometriose usw. erwäge, ob ich gerade ein Hysterektomie sinnig ist.... :-/

ist ja auch ein Eingriff, der mit evtl Verwachsungen usw. verbunden ist....

Also nicht easy.

Im nächsten Leben (falls es sowas gibt) werde ich auf jeden Fall ein Mann.

Solidarische Grüße!!! @:)

BvonniIe Be-nnetxt


Guten Abend liebe Leidensgenossin *:)

Bitte nicht die Pille nehmen! Für mich der reinste Horror.

Dann lieber ein paar Tage schwer leiden, also chronisch depressiv zu sein, oder?

Ja irgendwie schon. Die 3 Monate mit Minipille haben mir schon gereicht. Noch länger und ich wär wohl echt (wieder) ernsthaft depressiv geworden.

Wenns nur die paar Tage wären...aber insgesamt nehmen die Beschwerden (also Traurigkeit, Gereiztheit, Schmerzen) sicher an die 20 von 30 Tagen ein. Also nur 10 Tage bin ich normal bzw. geht es mir super gut.

Migränegeplagt bin ich im übrigen auch %-| chronisch mit bis zu 19 Migränetagen im Monat bis vor kurzem. Seit 9 Wochen bekomme ich Topiramat. Langsam eingeschlichen, morgens und abends jeweils 25mg. Jetzt nur noch höchstens 1 × wöchentlich Migräne :)^

Achja und ich weiß, dass Topiramat auch derbe Nebenwirkungen in die Richtung Psyche haben kann (hatte es schon mal und da viel zu hoch dosiert), aber mit meiner Periode und dem ganzen, das beobachte ich jetzt schon seit ca. 1,5 Jahren und das hat sich mit dem Topiramat nicht verschlimmert. Eher im Gegenteil gehts mir seither in der Zyklusmitte besser -> Euphorie ;-D

Wie diagnostiziert man eigentlich Endometriose? Daher könnten meine Schmerzen da rechts doch auch kommen oder? Sieht man ja im Ultraschall nicht oder?

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