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Pap-Test: Kann mir jemand Mut machen & den Kopf geraderücken?

d.eni7se2;233 hat die Diskussion gestartet


Hallo :-)

Ich bin neu hier und hoffe auf Antworten von Frauen, die Erfahrung mit dem Thema haben.

Ich war vor 3 Monaten bei meiner FA. Da ich erst 30 bin, war das meine erste Vorsorgeuntersuchung. Der Schock: Eine Woche später kam ein Anruf. Ich solle mir keine Sorgen machen, es sei kein Krebs, aber ich solle in 6 Monaten zur Pap-Test-Kontrolle kommen.

Auf meine Frage hin, wie mein Wert sei, bat die Ärztin mich, dass sie ihn für sich behalten dürfe, da ich sonst nur googlen würde und aufgrund der geänderten Nomenklatur viel Mist im Internet stehe. Ich solle ihr vertrauen, es bestünde kein HPV-Verdacht und wenn es etwas Ernstes wäre, würde sie mich nie so lange warten lassen.

Nun habe ich beschlossen, ihr tatsächlich zu vertrauen, aber dann habe ich doch irgendwann angefangen zu googlen und bin auf jede Menge Horrorgeschichte gestoßen. Hätte ich mal auf die FA gehört ;-)

Und jetzt habe ich irgendwie Angst, dass ich binnen der 6 Monate todkrank werde. Was, wenn mein Pap-Wert schon länger nicht okay ist und jetzt in der Zwischenzeit zu tödlichem oder streuendem Krebs wird? Kann das so schnell gehen? Im Netz findet man so viel angst machendes Zeug, dass die Frauenärzte dauernd was übersehen und die Frauen immer plötzlich eine ganz schlimme Diagnose haben und einen Total-OP brauchen ... Aber eigentlich wächst Gebärmutterhalskrebs doch ganz langsam, oder? Und wenn bei meiner Untersuchung schon irgendwas da gewesen wäre, müsste sie es doch ertastet oder gesehen haben, oder?

Ich drehe gerade am Rad und würde mich über mutmachende, aber ehrliche Worte sehr freuen!

Danke sehr und liebe Grüße,

Denise

Antworten
I0ndaxy


Ich hatte vor einem Jahr auch eine Kontrolle und musste nach 6 Monaten wieder hin. Habe mir natürlich auch Gedanken gemacht und gegoogelt (und gelesen, dass das häufig vorkommt und nichts zu bedeuten hat). Bei der nächsten Kontrolle war dann auch alles unauffällig.

Mach dir keine Gedanken, wenn es wirklich auffällig wäre, würde man keine 6 Monate warten. Und Krebs entwicklelt sich so schnell auch nicht :)_

yPuku.mu


Du hast einen Anspruch darauf, das man dir den Wert mitteilt.

Erst wenn du den Wert kennst, kannst du eine Entscheidung treffen, wie du vorgehen willst.

Zur Not, wenn dir der Wert grenzwertig erscheint und du deswegen keine Ruhe findest, kannst ja noch einen Test machen lassen, vielleicht dann auf eigene Kosten, falls die Krankenkasse keinen 2. Test vor Ablauf der 6 Monate bezahlen will.

Diesen kannst du dann auch gleich bei einer anderen Frauenärztin machen lassen.

Dann hättest du gleich auch eine zweite Meinung dazu.

k9ath%arinGa-die-grxoße


Huhu,

wenn der Wert wirklich besorgniserregend gewesen wäre, hätte deine Ärztin dich nicht erst in 6 Monaten wieder zur Kontrolle bestellt. Gebärmutterhalskrebs entsteht in der Regel über mehrere Jahre, die Gefahr, dass du also in 6 Monaten Krebs hast, ist ausgesprochen gering. Oder andersrum: Hättest du bereits Krebs, hättest du ihn schon länger und dann wären die Werte auch entsprechend ausgefallen. Da die Werte nicht für Krebs sprechen, ist das Abwarten ok.

Ich bin ungefähr 3 Jahre lang alle 3-6 Monate wegen auffälliger Werte zur Kontrolle gegangen. Nach ca. 2 Jahren wurde eine Stanzprobe gemacht und Gewebe entfernt. Das hatte nur kurzfristigen Erfolg. Nach etwa einem weiteren Jahr mit mehreren Kontrollen war der Abstrich aber nicht nur wieder schlecht, sondern sogar noch schlechter als zuvor. Diesmal wurde eine Konisation gemacht und ich habe noch eine HPV Impfung bekommen. Danach war der letzte Wert dann auch endlich mal unauffällig. Im August habe ich noch eine Kontrolle. Die Arzthelferin war zwar ein bisschen pampig am Telefon, ob der Arzt mir nicht gesagt hätte, dass ich nur noch einmal im Jahr kommen muss, aber nachdem der Arzt zu mir tatsächlich sagte, dass ich auch nach 6 Monaten kommen könnte, ist mir das lieber so. Sind dann etwa 9 Monate nach der letzten Kontrolle vergangen. Ich hoffe die ist wieder unauffällig. Angst hatte ich in der ganzen Zeit eigentlich keine. Aber wie du siehst, die Entwicklung ist nicht rasend schnell.

Alles Gute

d,en\ise223x3


Huhu ihr Lieben,

und danke für eure schnellen Antworten! Puh, die beruhigen mich schon mal ein wenig. Dann ist die Geschichte vom rasend schnell wachsenden Gebärmutterhalskrebs, der dann nicht mehr zu heilen ist, wohl wirklich nur ein Ammenmärchen, was?

Darüber, mir eine zweite Meinung einzuholen, habe ich schon nachgedacht. Aber ganz ehrlich: Ich bin so ein Schisser, der schon sein ganzes Leben dauernd zu Ärzten rennt, um sich abzusichern, das alles okay ist. Ich denke manchmal, das ist schon krankhaft. Und ich möchte diese Ängste nicht "füttern", indem ich immer nach ihnen handle. Mit meinem Leben spielen will ich natürlich auch nicht, aber es scheint ja, binnen dieser 6 Monate könne so oder so nicht viel passieren :-) Ich habe auch gar keine Symptome oder so was. Ich hatte auch nicht viele Partner, rauche nicht, nehme nicht die Pille ... Ach ja, ich hatte kurz vor dem schlechten PAP einige Gelbkörperzysten. Wisst ihr, ob es dan einen Zusammenhang geben kann?

Danke <3

bueetlMejui/ce2x1


Meine FÄ macht sogar routinemäßig bei allen Frauen unter der Pille alle 6 Monate einen abstrich

N)annxi77


Ich war vor 3 Monaten bei meiner FA. Da ich erst 30 bin, war das meine erste Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorge Untersuchung wird doch ab 20 gemacht und nicht erst ab 30.

Wenn du regelmäßig dort warst wird das auch gemacht worden sein, aber bisher eben immer unauffällig.

dXe5ni!se2x233


Ich musste früher ganz oft hin wegen meiner Zysten. Da war ich dann froh, wenn ich mal eine Weile nicht musste, der Abstrich wurde bei mir darum vor der letzten Untersuchung eine ganze Weile nicht gemacht. Aber das dürfte doch nichts ändern, oder? :-o

SdunfloAw*erg_73


Ich habe vor vielen Jahren (quasi zu Zeiten des langsamen Modem-Internets) auch auffällige Pap-Befunde mit Symptomem gehabt. Ich kenne die Einteilung bis heute nicht, aber ich hatte div. Behandlungen, Operationen - am Ende war eine Konisation geplant. Zu der es nicht mehr kam, weil sich der Befund plötzlich besserte. Damals standen meist monatliche oder 6wöchige Kontrollen an.

Wenn Du in 6 Monaten wiederkommen sollst, ist das ein Zeichen auf kleinste Veränderungen, die man aber nicht aus den Augen verlieren sollte. Wäre es gravierender hätte man JETZT reagiert oder kürzere Abstände bzgl. Untersuchung vorgegeben.

So ist es nur etwas Kleines, was man aber eben nicht ausblenden sollte. Und wo man schneller wiederkommen soll als bei der üblichen "1x im Jahr"-Untersuchung.

Wenn Du trotzdem unruhig bleibst, dann mach einen Termin für in 3 Monaten.

SNapiden9t


Ich solle ihr vertrauen, es bestünde kein HPV-Verdacht und wenn es etwas Ernstes wäre, würde sie mich nie so lange warten lassen.

":/

HPV ist etwas ganz anderes als Gebärmutterhalskrebs und hat mit dem Ergebnis des PAP-Abstrichs erstmal nichts zu tun. HPV steht für Humane Papilloma Viren. Das sind Viren, die im Verdacht stehen Gebärmutterhalsbkrebs zu begünstigen. Aber das Ergebnis des PAP-Abstrich stellt lediglich dar, ob es veränderte Zellen am Gebärmutterhalskrebs gibt oder nicht. Ein PAP-Ergebnis gibt KEINEN Ausschluss darüber, ob HP-Viren vorhanden sind oder nicht. Dazu muss ein HPV-Test gemacht werden. Du wirfst hier Dinge durcheinander.

d"eniMsQe22x33


Danke, Sunflower_73, das macht mir echt Mut :-)

Sapient, die Ärztin hat es so ausgedrückt. Sie meinte, wenn ein HPV-Verdacht bestünde, dann würde man in 3 Monaten kontrollieren. Da sieh eine vergleichweise junge Ärztin ist, von der man nur Gutes hört, hoffe ich einfach mal, dass ihr das klar ist - also dass man HPV aufgrund des PAP-Befundes nicht ausschließen kann. Vielleicht wollte sie mir damit sagen, dass kein Krebsverdacht besteht?

ysukumxu


Wenn Du in 6 Monaten wiederkommen sollst, ist das ein Zeichen auf kleinste Veränderungen, die man aber nicht aus den Augen verlieren sollte. Wäre es gravierender hätte man JETZT reagiert oder kürzere Abstände bzgl. Untersuchung vorgegeben.

So ist es nur etwas Kleines, was man aber eben nicht ausblenden sollte. Und wo man schneller wiederkommen soll als bei der üblichen "1x im Jahr"-Untersuchung.

Wenn Du trotzdem unruhig bleibst, dann mach einen Termin für in 3 Monaten.

Eben. So ähnlich sehe ich es auch.

Dir Angst zu machen bzw. dir deine ohnehin schon vorhandenen Ängste noch weiter zu verstärken, ist das letzte, was ich wollte.

Nur, Ärzte und Ärztinnen sind auch nur Menschen und oft, sehr oft gehen sie dabei nach statistischen Wahrscheinlichkeiten vor.

Und so wie die Statistik eben ist, meistens behalten sie auch recht. Meistens. Aber eben auch nicht immer.

Das gilt übrigens für die meisten der Fristen, die wir im Bereich der Medizin so vermittelt bekommen (Untersuchungsintervalle etc.)

Meistens decken sie den größten Teil ab.

Den größten. Aber einen kleinen Teil eben auch nicht.

Und sechs Monate sind nun mal sechs Monate.

Die Entscheidung, die du zu treffen hast, ist nicht sehr leicht.

Ruhige und optimistische Naturen würden keinen Gedanken daran verschwenden und sich erst bei dem Termin, den die Ärztin vorgeschlagen hat, wieder vorstellig werden.

Vorsichtigere würden zumindest den Wert erfragen und dann nochmal überlegen.

Ich selber bin nicht in der Situation und es ist immer leicht, als Nicht-Betroffener irgendwas zu sagen.

Ich gehe mal davon aus, dass, wenn man jetzt Fachärzten oder Fachärztinnen die selbe Frage zu diesem Sachverhalt stellen würde, auch nicht immer die gleiche Antwort erhalten würde.

Um einiges schwieriger ist es, wenn man keine Ärztin ist und dann auch noch selber betroffen.

Man schwimmt in Unwissenheit, Unsicherheit und Unentschlossenheit.

Möge das alles bald vorbei sein, so dass du dich anderen Sachen in deinem Leben hingeben kannst!

dSen~ise.223x3


Danke für deine ausführliche Antwort, yukumu :-) Ich denke und hoffe, dass - selbst wenn ich das Pech habe und bei meinem nächsten Termin nicht alles wieder in bester Ordnung ist - es zumindest nicht so schlimm sein wird, dass man mir nicht mehr helfen kann. Sollte ich zu einer Konisation müssen, dann wäre das ja kein Weltuntergang ... Aber ich beginne langsam zu realisieren, dass das, was ich befürchte, also eine todbringende Diagnose, wohl ziemlich unmöglich ist. Ich hoffe einfach mal, dass ich nicht der Ausnahmefall bin, die Eine, die aus sämtlichen Statistiken fällt %-|

S'unflowler_7x3


Wenn es JETZT ernsthafte Befürchtungen gäbe, würde man JETZT mehr veranlassen. Wiedervorstellung in 4 Wochen oder oder oder. Und VOR einer Konisation gibt es andere Möglichkeiten. Bei mir damals chemisches Veröden, dann Elektrokoagulationen (mehrfach). Und ich musste (war damals so Mitte 20; d.h. es ist ca. 20 Jahre her) wirklich alle 4-6 Wochen zum Abstrich und dazwischen immer wieder Behandlung. Und selbst das ist ja wirklich folgenlos geblieben (bis auf die allg. weiterhin bestehende Neigung zu gelegentlichen Kontaktblutungen = diesen sehr empfindlichen Gebärmuttermund). Bin interessanterweise auch so lange bei derselben Ärztin (weil die damals auch selber operierte und auch sehr jung und fit war), so dass wir da den Verlauf auch ohne ständige Arztwechsel gut beurteilen können.

dXenis:e223x3


Oh Mann, da hast du ja einiges hinter dir! Aber ich freue mich sehr für dich, dass nichts Schlimmeres daraus geworden ist! :-)

Ich muss zugeben, dass ich mich bisher nie so ernsthaft mit dem Thema befasst habe (bin 30), da ich keinen Kinderwunsch habe und auch keine ernsten gynäkologischen Erkrankungen in der Familie. Deshalb hat mich der Anruf von der FÄ auch so umgehauen. Und wenn man dann den Fehler macht und zu intensiv googlet, dann findet man viel panikmachendes Zeug.

Aber eure Beiträge vermitteln mir den Eindruck, dass man bei einem leichten PAP-Befund wirklich die Möglichkeit hat, ganz besonnen und in Ruhe zu handeln. Die Gedanken, die ich mir immer mache, von wegen "nicht dass sie was ganz Schlimmes übersehen hat", sind wohl nur meinem nicht ganz funktionstüchtigen Geist geschuldet :-/

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