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Arilin Zäpfchen und Alkohol-Tropfen??

S$chxami hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich nehme nun seit gestern wegen einer Scheideninfektion Arilin Rapid Vaginalzäpfchen.

Nun habe ich einfach nach Erfahrungen mit diesem Medikament gesucht, und von einer Frau gelesen, welche während der Einnahme der Zäpfchen Cystinol N Lösung genommen hat, also eine pflanzliche Lösung mit einem Alkoholgehalt von 24%. Sie schrieb dadurch wäre wohl eine Alkoholvergiftung aufgetreten, da durch das Metronidazol in den Zäpfchen der Alkohol nicht mehr abgebaut werden kann??

Die hat dann wohl das zweite Zäpfchen nicht mehr genommen.

Nun bin ich etwas beunruhigt, ich habe nämlich heute Iberogast Tropfen gegen Übelkeit genommen, die haben ja auch 30% Alkohol.

Bin nach diesem Erfahrungsbericht nun echt beunruhigt.

Das kann ich mir schlecht vorstellen dass dadurch schon Alkoholvergiftungen auftreten können? Zumal ich bei einem anderen Ärztebeitrag gelesen habe bei den Zäpfchen könne man sogar Alkohol trinken ??? ":/

Antworten
NkannMi77


Was steht dazu in der Packungsbeilage? Wenn da nichts steht gibts auch kein Risiko.

S~chmaImxi


Naja im Beipackzettel steht: Der Genuss von Alkohol ist zu vermeiden, da sonst Unverträglichkeitserscheinungen auftreten können, wie z. B. Hautrötungen im Bereich des Kopfes und Nackens sowie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel.

Hab davon nichts nennenswertes bemerkt außer vielleicht Schwindel und leichte Übelkeit.

Aber waren ja auch nur 20 Tropfen Iberogast.

Nur wundert mich dass diese Frau durch Cystinol Tropfen sowas bekommen haben soll.

KuleinehHexe2x1


die Frau hat ihre subjektives Empfinden beschrieben. Ganz sicher hatte sie keine alkoholvergiftung von ein paar Tropfen. Außer ihr fehlen die Enzyme, um den Alkohol abzubauen.

Es stimmt, dass Metronidazol bestimmte Cyp450 Enzyme in der Leber hemmt. Und zwar genau die, die auch Alkohol verstoffwechseln. Insofern sollte man also - solange man Metronidazol oral einnimmt, zwingend auf Alkoholgenuss verzichten.

Wenn du das Medikament als Zäpfchen nimmst, ist es erstmal schon viel niedriger dosiert weil es ja direkt am Wirkort appliziert wird und nicht erst den Weg über den Darm und die Leber nehmen muss, wo schon viel vom Wirkstoff verloren geht. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch die Enzyme in der Leber nicht so stark gehemmt werden können.

Die Warnung in der Packungsbeilage bezieht sich vermutlich auf den Teil des Wirkstoffes, der dann über die Leber abgebaut wird. Es wird also ein Teil von Metronidazol über die Schleimhäute in den Körper aufgenommen und verstoffwechselt. Das wird ein sehr geringer Teil sein. Aber trotzdem können Menschen (je nachdem, wie schnell ihre Enzyme in der Leber arbeiten, das ist individuell) dann so reagieren, weil der Alkohol einfach durch die Hemmung langsamer abgebaut wird. Ich sehe die Warnung in der Packungsbeilage als Vorsichtsmaßnahme. Diese Reaktionen werden sicher nur bei wenigen Patienten auftreten.

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