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Richtig peinlicher Besuch bei der Frauenärztin

D1orotKhexa85 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hatte vor einiger Zeit ein total peinlich-doofes Erlebnis und ich hab beschlossen, dass ich das loswerden muss. Ich hab keine konkrete Frage an euch. Ich will nur drüber reden, aber natürlich bin ich dankbar für eure Meinung.

Ich bin vor 6 Monaten umgezogen und hab mir natürlich auch ne neue FÄ suchen müssen. Im Herbst bin ich das erste mal hin. An dem Tag war noch ein Meeting und das hat natürlich wesentlich länger gedauert wie geplant. Und weil ich neu in dem Job bin, konnte ich nicht einfach wegrennen, das hätt sich nicht wirklich nicht gut gemacht. Also saß ich ewig da und als ich endlich rauskam war praktisch keine Zeit mehr vor dem Termin.

Natürlich war auch noch Stau, ich war 20 Minuten zu spät dran, wollte dort noch auf die Toilette, aber auch das ging schief weil die Empfangsdame mich direkt rein geschickt hat, nicht ohne einen kleinen Seitenhieb, so von der Art: wenn sie immer so spät kommen suchen sie sich besser einen anderen Arzt. Gut, es war nicht ganz so direkt, aber ich hab es so interpretiert.

Ich hätt wirklich nochmal auf Toilette müssen, aus irgendeinem Grund hab ich mich nicht durchgesetzt, wahrscheinlich wegen ihrem ruppigen Ton. Auf jeden Fall hab ich mich an der Stelle schon furchtbar gefühlt. Ich saß den ganzen Tag in diesem Meeting und fühlte mich nicht gerade, naja, frisch. Aber so richtig schlimm wurde es als ich mich ausgezogen hab. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, aber es war wirklich einer der Tage an denen es alles andere als frisch war. Ich hab versucht mit meiner Unterwäsche noch das schlimmste abzuwischen, aber das ging ohne Wasser auch nicht wirklich. Also bin ich halt raus. Alles in allem war das eine der beschissensten Situationen seit ich überhaupt jemals zu Ärzten geh.

Als ich mich auf den Stuhl gesetzt hab, hab ich erst mal irgendein ziemlich nutzloses Gespräch angefangen, nur um noch n Moment sitzen bleiben zu können und die Beine zusammen zu lassen. Es war mir auch klar, dass das nix bringt, aber es war mir einfach nur noch alles peinlich und das gleich beim ersten Besuch.

Ok und dann ist was passiert, was ich nie für möglich gehalten hab. Ich hab keine Ahnung warum, meine Gedanken waren irgendwie total in Rage und warum auch immer war ich nun total auf meinen Schambereich konzentriert. Es war wie beim Rot werden, alles war total stark durchblutet und empfindlich. Ich konnte es nicht aufhalten und je mehr ich es gespürt habe, umso schlimmer wurde es. Die Untersuchung tat dann ihr übriges. Es war wie eine Spirale...und so ein Durcheinander in meinem Kopf...ich hätt versinken können vor Scham, aber es war eindeutig, dass ich feucht geworden bin. Ich konnte es nicht aufhalten. Ich hatte null sexuelle Gedanken, wie man sich vorstellen kann, aber mein Körper war total empfindlich und erregt.

Die Ärztin hat sich bei der Untersuchung nichts anmerken lassen und war natürlich professionell. Aber sie KANN das nicht übersehen haben. Mit jeder Sekunde die sie beschäftigt war und mit jeder Berührung wurde alles noch schlimmer, ich hab versucht mich abzulenken, aber das ging nicht. Dazu kam dieser furchtbare Druck auf meiner Blase. Wahrscheinlich waren das nur 5 Minuten, aber sie waren grauenvoll.

Gut irgendwann wars vorbei, ich bin da raus so schnell wie möglich, und ich denk ich werd wohl nie wieder hingehn. Schade eigentlich, die Ärztin war eigentlich recht nett und angenehm.

Wie ich am Anfang schon gesagt hab, ich hab keine eigentliche Frage an euch. Ich hab das irgendwie mal erzählen müssen, weil mich das immer noch ziemlich beschäftigt. Ich hätt das nie für möglich gehalten, dass mir so was passiert und ich hoffe, dass daraus jetzt kein Teufelskreis wird...

Danke fürs Zuhören!

Antworten
DSacke0lloxve


Hallo,

für dich war das natürlich eine sehr unangenehme Situation, aber Du kannst sicher und beruhigt sein, dass die Ärztin schon ganz andere Dinge gesehen und erlebt hat, die für sie viel schlimmer und irittierender waren !

Die Ärztin hat sich sicher nichts dabei gedacht und wenn Du sie nett und angenehm fandest kannst du ganz beruhigt wieder hingehen, die Ärztin hat sicher kein Problem oder hatte während der Untersuchung eins !

Alles Liebe !

BZerber'itCze1


Also dass mit der sexuellen Erregung kann bei Untersuchungen beiden Geschlechtern schon mal passieren. Damit sollten Ärzte umgehen können. Dass Du Dich nicht mehr frisch gefühlt hast, hat dich wahrscheinlich seelisch unter Druck gesetzt. Das beste wäre gewesen, Du hättest das offen angesprochen, dann wäre vielleicht noch etwas zu retten gewesen. Wenn die Ärztin Dir sympathisch und kompetent erschien würde ich nicht wechseln. Vielleicht sprichst Du es sogar offen an, den Kopf wird man Dir nicht abreißen.

Gruß, die Berberitze

L1ucyI4x711


@ Dorothea85

ich würde wieder zu dieser Ärztin gehen, wenn die Chemie stimmt. Als Notfall-Päckchen: frische Unterwäsche mit nehmen und Feucht-Tücher, kann ja alles wieder mal passieren oder vorkommen.

:°_

DDoDroth0eaO8x5


Ja, das nächste Mal bin ich besser vorbereitet, bestimmt! Und ich werde mich dann auch bemühen, es früher hin zu schaffen! Guter Tipp mit den Tüchern - wobei man die ja eigentlich nur dann braucht, wenn man eben den Fehler macht, den ich gemacht habe...

Das Problem ist ja, dass man in solchen Situationen nur sich selbst sieht. Mir ist es eigentlich egal, ob Andere noch ungewaschener, kranker, peinlicher sind. Es ist der Anspruch an sich selbst, den man hat. Und eben die Schwierigkeit, es vor sich selbst einzugestehen, dass es schief gegangen ist.

Danke für Eure aufbauenden Worte!

Aber ich glaube, so oft kommt das dann doch nicht vor, man versucht es sich nur immer schön zu reden :)

M}obuZlxa


Oh, First-World-Problems. ]:D :)_

Prioritäten: bessere Prioritäten bei Meeting vs. Autofahrt vs. Arzttermin. Arzttermin geht vor, auch in der Probezeit. In einer noch fremden Stadt: halt die Fahrzeit großzügig planen.

Kinderstube: Entschuldigen bei Verspätungen

Prioritäten: eigener Toilettengang ist wichtiger als böser Blick von der Sprechstundenhilfe.

Kinderstube: unbehagliche Dinge gleich in der Situation ansprechen. Sonst bei der nächsten Gelegenheit - und immer unter 4 Augen. Kurz drüber reden hilft gleich noch in der Situation.

Gelassenheit: Genitalien haben schon mal ihr Eigenleben. Ist bei Männern nicht anders.

DSoro.th"ea8x5


Ja, sehr schlau gesprochen...ich hab ja geschrieben, dass ich weiß, was schief gelaufen ist...trotzdem war's blöd. Und manchmal hat man eben nicht mumm genug um eine unangenehme Situation lösen zu können. Klar wäre es besser gewesen, sie nochmal drauf anzusprechen und mir Zeit zu nehmen. Und natürlich habe ich mich entschuldigt! Aber ich verstehe auch, dass Entschuldigungen nicht immer angenommen werden im hektischen Praxisalltag.

Blen|itZaxB.


Dein Problem ist, hier noch wochenlang drüber zu grübeln und das Ganze immer weiter aufzubauschen im Geiste.

So eine Ärztin hat schon alles gesehen, vielleicht nicht in ihrer Praxis, aber in ihre Zeit in der Klinik.

Frauen, die sich wirklich seit Tagen oder Wochen nicht gewaschen haben, weil es ihnen nicht drauf ankommt, alte Frauen, die sich auch eine Altershygiene angeeignet haben, nämlich keine. Hängende Schamlippen, verkramtes Spielzeug in der Scheide, dort vergammelte Tampons und und und....

Ich wette mit Dir, die FÄ hat nicht einen Gedanken an Deinen Anblick oder Deinen Geruch verschwendet. Das ist Dein ureigenes Kopfkino. Während sie schon in Gedanken bei der nächsten Patientin war und auch des Nachts sicherlich keine Alpträume von Dir hatte.

Die einzige, die immer noch auf dem angeblichen Problem rumreitet und es hätschelt und pflegt, bist Du....

Dioro]thea8x5


Nein, ich grüble nicht wochenlang, auch wenn es wochenlang her ist. So ist es nicht. Aber kennst Du das nicht, wenn Du aus Deinen Gedanken nicht richtig raus kannst? Ist ein Luxusproblem, weiß ich. Ich krieg das auch hin. Schritt 1 war jetzt, es mal erzählt zu haben.

Eadge oVf x17


Mir ist ähnliches passiert, zwar mit einem anderen Hintergrund, aber ich habe beim nächsten Besuch offen mit meiner Ärztin darüber gesprochen. Hintergrund war bei mir, dass ich nach sexuellem Missbrauch traumatisiert war und meinen ersten FA-Besuch erst im Alter von 30 Jahren hinter mich gebracht habe. Zuvor gab es einen reinen Gesprächstermin, in dem ich schilderte, wie unangenehm mir die Vorstellung ist, untersucht zu werden und dann bei der Untersuchung spielte mein Körper total verrückt. Ich war auch alles andere als erregt, aber ja, ich wurde auch feucht in dieser extremen Stresssituation und das war schon sehr irritierend und peinlich für mich in dem Moment, nach der ganzen Vorgeschichte.

Beim nächsten Termin habe ich dann all meinen Mut zusammen genommen und es thematisiert. Sie meinte dann, dass sie es gar nicht gemerkt hat (keine Ahnung, ob das ehrlich von ihr war oder meiner Beruhigung dienen sollte). Jedenfalls sei es aber nichts ungewöhnliches und schon gar nichts, wofür ich mich schämen bräuchte. Eine reine Schutzfunktion des Körpers, die sich nicht steuern lässt.

Heute bin ich sehr froh, dass ich es angesprochen habe und dadurch wirklich ein ausgesprochen gutes Vertrauensverhältnis zu meiner Frauenärztin aufbauen konnte.

BYaterT W.


Blau oder rot? ]:D

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