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Darmbakterien in der Scheide

aGgnxes


de Bakterien in der Scheide

und die Schmerzen am Eingang müssen ja nicht zusammenhängen. Letzteres liest sich eher wie Vestibulovaginitis, die nicht infektiös ist.

Unabhngig davon: Welchen Keim hast Du denn? Enterococcus? Den kann man umbringen.

Und sieh Dich mit der Pilzidee vor. Pilze im Darm sind normal, laß Dich nicht aus die Pilzjagd und deren psychologische Folgen ein, wenn bei Dir in der Scheide Pilz nicht das Problem ist.

LRila1


@ agnes:

Du hast recht, auch ich glaube nicht das ein Scheidenpilz mein Problem ist!!! Meine Frauenärztin konnte sich wie gesagt meine Schmerzen am Scheideneingang nicht erklären! Sie dachte anfangs, dass wegen der ganzen Medikamente die ich gegen die Blasenentzündungen schlucken musste meine Scheidenflora zerstört wurde! Habe dann ne Östrogensalbe angewendet, Joghurt-Tampons verwendet und VagiC-Zäpfen benutzt! Meine Scheidenflora ist aber nun völlig in Ordnung, mit einem ph-wert von 4,0! Der Schmerz allerdings ist noch der gleiche! Natürlich hat die FÄ auch mehrere Abstriche gemacht, alles was dabei heraus kam war, dass bei mir Darmbakterien in die Scheide gelangt sind! Ich dachte mir auch, das so was eigentlich keine derartigen Schmerzen auslöst!

Kannst Du mir mehr zu dieser Vestibulovaginitis erzählen ???

a:gnexs


das ist

eine Überempfindlichkeit der Nervenendigungen am Scheideneingang, die Schmerzen beim GV und wenn man Pech hat auch ohne Reizung hervorruft. Die Schmerzen sind meist brennend. Das Krankheitsbild ist im englischen Sprachraum gut bekannt, bei Euch aber wohl nicht so. Ich habe den Verdacht, daß viele von den Mädels, die in anderen Threads mit "Pilzen" u.ä. herumdoktorn, dieses Problem haben. Die Ursache ist nicht bekannt. Es kann spontan irgenwann besser werden. Es ist keine psychologische Macke.

Behandlungsmöglichkeiten sind : Antihistaminika, z.B. Loratatin oder Cetirizin regelmäßig +/- ein lokal Antihistamingel beim Sex und zwischendurch. Wenn das nicht genug wirkt, tun es fast immer Trizyklika, z.B. Amitriptylin in geringen Dosen. Laß Dich nicht schrecken, die wurden ursprünglichals Antidepressiva entwickelt, werden jetzt aber auch viel für Nervenschmerzen angewandt. Daß sie auf diese Schmerzen wirken, hat nichts mit Depression zu tun. Man muß sie aber regelmäßig nehmen und die Wirkung tritt meist erst nach einigen Wochen ein. Es gibt außerdem eine Biofeedback-Methode, bei der eine Metallsonde in die Scheide eingeführt wird, darüber kann ich Dir aber nicht viel sagen.

Viel Erfolg bei der Auflärung Deiner FÄ!

aMgmnexs


Nachsatz

das Krankheitsbild kann mit einem anderen verbunden sein, "interstitieller Zystitis", einer nichtinfektiösen chronischen oder rezidivierenden Blasenentzündung.

L#ixla1


Vielen Dank liebe Agnes für deine ausführliche Beschreibung, ich glaube Du könntest recht haben mit deiner Vermutung! Kann so eine Überempfindlichkeit der Nervenenden am Scheideneingang mit dem Alter auftreten? Ich habe die Schwierigkeiten nämlich erst knapp 2 Jahre (was heißt erst, es war für mich schon ein vieeeel zu langer Leidensweg)!!!

Das mit der interstitielleren Zystitis hat mein Urologe schon ausgeschlossen, da ich anfangs dachte ich hätte interstitielle Zystitis und Vulvodynie!

Woher hast du all Deine Kenntnisse ??? Alle Medikamente die du in deinem Beitrag erwähnt hast sind verschreibungspflichtig, oder?

Sei ganz lieb gegrüsst,

Lila1

abgnexs


das kann

jederzeit im gebärfähigen Alter auftreten und meist dauert es ewig bis zur Diagnose.

Vulvodynie ist ja einfach "Schmerz in der Vulva" ohne offensichtlichen Grund, VV gehört also dazu.

Fenistil-Gel kannst Du kaufen, Antihistaminpillen bestimmt auch (ich bin nicht in Deutschland), Amtriptylin ist auf Rzept, auch gut so.

Meine Kenntnisse habe ich aus Medizinstudium, Berufspraxis und eigener Erfahrung.

Gruß und viel Glück!

L@iSlAa1


Nochmal vielen Dank für deine wertvollen Tipps liebe agnes!!! Gehe heute zum FÄ und werde ihr alles schildern, mal sehen was sie sagt! Werde Dir davon berichten!

LSilax1


So jetzt bin ich total verzweifelt und traurig!!! Ich halte es einfach nicht mehr aus...die FÄ untersuchte die Scheide nochmal gründlich und stellte nun fest, dass weder Pilze noch sonstige gefährlichen Bakterien in meiner Scheide sind, nur das mir Döderleinbakterien fehlen!!! Das mit der Vulvavestibulitis sei nur mit Entzündungen in Zusammenhang zu bringen und da ich keine habe, sei dies ausgeschlossen sagt sie! Ich flippe wirklich bald aus!

aNgnexs


da hat Deine

FÄ vestibuläre Vulvovaginitis nicht verstanden, schade, man sieht da überhaupt nichts, auch kaum was, wenn man eine Biopsie macht,

die Antihistaminika kriegst Du ja auch so, und ein Hausarzt kann Amitriptylin verschreiben - falls D nicht die FÄ wechseln willst, aber wie gesagt, das Krankheitsbild ist bei Euch wenig bekannt.

Wäre sie einer Literaturstelle zugänglich?

es hat etliche Namen

[[http://bmj.bmjjournals.com/cgi/content/full/328/7450/1214h]]

dies ist eine Selbsthilfeseite, hoffentlich kommst Du sprachlich damit klar

ttp://www.vul-pain.dircon.co.uk/

L(ilxa1


Ich hatte den Eindruck das sie das ganze für Quatsch hält und ich glaube sie denkt ich bilde mir alles nur ein! Cetirizin und Fenestil Gel habe ich mich jetzt schon mal besorgt!

a^gnnes


dann ist sie etwas hinterher

guck mal auf die websites, gib dem Gel und dem Cetirizin ein paar Wochen - und Sex hilft (ich weiß, kaum zu glauben)

LQilxa1


Ich werde das jetzt ausprobieren und glaube fest daran, dass es mir hilft!:-x

JOuliy-Hope


Vielleicht ein Pillenwechsel?

Hallo Lila1,

auch, wenn es wohl kaum die totale Lösung ist, vielleicht solltest Du mal überlegen Deine Pille zu wechseln. Ich habe lange die Leios genommen und hatte irgendwie so das Gefühl: 1. immer so etwas depressiv zu sein und 2. keine Lust mehr auf Sex zu habe.

Jetzt nehme ich die Microgynon und mir geht es besser. Pillen können sich auch auf die Scheidenflora bzw. die Feuchtigkeit der Scheide auswirken, das könnte vielleicht auch die Beschwerden beeinflussen, wie z.B. das Wundsein und die Schmerzen.

Schöne Grüße,

Juli

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