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Bitte zuerst lesen: Faq-Liste zum Thema Hiv und Aids

22.04.05  11:23

Sexuelle Übertragung

Eine Ansteckung ist möglich über Blut - auch Menstruationsblut -, Sperma, Scheidenflüssigkeit und Muttermilch, die das Virus in hoher Konzentration enthalten können.

Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen.

· Analverkehr: Die Darmschleimhaut ist äußerst empfindlich und kann HIV direkt aufnehmen. Das Virus kann aber auch über winzige, nicht sichtbare Verletzungen am Penis oder an der Eichel aufgenommen werden.

· Vaginalverkehr: Durch kleine, nicht spürbare Verletzungen der Scheide oder Reizungen der Gebärmutter (z.B. durch die Spirale oder durch Pilze und andere sexuell übertragbare Erreger) kann HIV aus infektiösem Sperma in die Blutbahn der Frau gelangen. Umgekehrt können Scheidenflüssigkeit und Menstruationsblut durch winzige Hautrisse am Penis auch zur Ansteckung des Mannes führen. HIV wird jedoch leichter vom Mann auf die Frau übertragen als umgekehrt. Während der Periode ist das Infektionsrisiko für die Frau wie für den Mann erhöht.

· Oralverkehr: "Blasen", "Lecken" oder "Lutschen" birgt ein Risiko, wenn Sperma oder Menstruationsblut in den Mund der Partnerin/des Partners gelangt. Bei der Aufnahme von Vaginalflüssigkeit (ohne Blut) reicht die Viruskonzentration für eine Ansteckung nicht aus, da nur eine kleine Menge in den Mund gelangt und diese außerdem durch den Speichel "verdünnt" wird.

Das Risiko, sich und andere mit HIV anzustecken, ist erhöht, wenn man eine sexuell übertragbare Krankheit wie Syphilis oder Tripper hat. Auch deshalb ist es wichtig, solche Krankheiten bei sich und seinem Partner oder seiner Partnerin rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln - und bis zum erfolgreichen Abschluss der Behandlung auf Sex zu verzichten. Wer häufig mit wechselnden Partner (inne) n Sex hat, sollte sich regelmäßig - z.B. alle halbe Jahre - daraufhin untersuchen lassen.

Übertragung beim Drogengebrauch

Menschen, die sich Drogen spritzen ("fixen"), haben ein sehr hohes Infektionsrisiko, wenn sie ein bereits von einer anderen Person benutztes Spritzbesteck verwenden. Hierbei kann nämlich infiziertes Blut - über kleine Blutreste im Spritzbesteck - direkt in die Blutbahn eindringen. In diesen Blutresten hält sich das Virus unter Umständen mehrere Tage! Ein Infektionsrisiko besteht auch beim Aufteilen der Droge mittels gebrauchter Spritzbestecke und beim Verwenden gebrauchten Zubehörs (Löffel, Filter, Tupfer). Außerdem kann man sich dabei sehr leicht mit Hepatitis infizieren.

Mutter-Kind-Übertragung

Kinder von HIV-positiven Frauen können während der Schwangerschaft und beim Stillen, vor allem aber während der Geburt angesteckt werden. Das Übertragungsrisiko hängt dabei wesentlich vom Gesundheitszustand der Mutter sowie von vorbeugenden Maßnahmen ab. Unter optimalen Bedingungen kann die Übertragungsrate von etwa 20-40 Prozent auf unter 2 Prozent gesenkt werden: einerseits durch einen Kaiserschnitt vor Einsetzen der Wehen, die gezielte Einnahme von Medikamenten gegen HIV in den letzten Wochen der Schwangerschaft und den Verzicht auf das Stillen, andererseits durch eine vorsorgliche zwei- bis sechswöchige antiretrovirale Behandlung des Babys.

Blut und Blutprodukte

Menschen mit Hämophilie (Bluter) sind heute nicht mehr durch das für sie lebenswichtige Blutplasmakonzentrat HIV-gefährdet. Durch bestimmte Herstellungsverfahren und durch Tests wird weitestgehend sichergestellt, dass Blutprodukte kein HIV enthalten. Um eine Übertragung von HIV bei Bluttransfusionen zu verhindern, werden in der Bundesrepublik seit 1985 alle Blutspenden in Routineverfahren auf HIV untersucht. Dabei besteht allerdings ein (äußerst geringes) Restrisiko wegen der "diagnostischen Lücke", also dem Zeitraum zwischen der eventuellen Ansteckung des Spenders/der Spenderin und der Nachweisbarkeit von Antikörpern oder Virusbestandteilen.

Quelle: Aidshife.de

lKebaar3oxn

22.04.05  11:24

2. Wie kann HIV nicht übertragen werden

HIV gehört zu den schwer übertragbaren Krankheitserregern. Das Virus ist sehr empfindlich und außerhalb des menschlichen Körpers unter Alltagsbedingungen nicht "lebensfähig". Die üblichen Hygienemaßnahmen im Haushalt und im Krankenhaus reichen aus, um es unschädlich zu machen.

In Blutresten in gebrauchten Spritzen allerdings kann sich das Virus über mehrere Tage halten!

HIV wurde zwar auch in Urin, Kot, Speichel, Schweiß und Tränenflüssigkeit nachgewiesen, jedoch nur in sehr geringer Menge, die für eine Ansteckung in der Regel nicht ausreicht.

Deshalb besteht keine Ansteckungsgefahr bei · Händedruck, Umarmen, Streicheln · Anhusten oder Anniesen · Benutzen derselben Teller, Gläser und Bestecke · Benutzen von Toiletten, Bädern oder Saunen · Zusammenarbeiten und -wohnen mit Menschen mit HIV/Aids · Betreuen und Pflegen von Menschen mit HIV/Aids.

Auch beim Küssen kann HIV nicht übertragen werden, solange sich am Mund und im Mundraum keine Wunden befinden.

Quelle: Aidshilfe.de

lkeb9aron

22.04.05  12:15

3. Wie sicher ist das Testergebnis

Ein HIV-Test ist prinzipiell nur dann sinnvoll, wenn tatsächlich ein Infektionsrisiko bestanden hat, d.h. in erster Linie (im Hinblick auf sexuelle Risiken) nach einem ungeschützten Anal- oder Vaginalverkehr mit einer Person, von der nicht bekannt ist, ob sie HIV-infiziert ist oder von der bekannt ist, dass sie HIV-infiziert ist. Oralverkehr beinhaltet ein geringeres, aber nicht völlig auszuschließendes Übertragungsrisiko, in erster Linie wenn es zur Aufnahme von Sperma oder Vaginalsekret in den Mund kommt. Falls eine HIV-Infektion übertragen wird, fällt der Nachweis von Antikörpern nach 4 Wochen in ca. 60-65% der Fälle positiv aus, nach 6 Wochen sind ca. 80% der Infektionen nachweisbar, nach 8 Wochen etwa 90% und nach 12 Wochen etwa 95%. Wo zeitlich die Grenze für ein sicheres Testergebnis gezogen wird, ist in gewisser Weise willkürlich. Nach unserer Erfahrung ist es extrem selten, dass eine Infektion erst später als 12 Wochen nach dem möglichen Infektionsereignis nachweisbar wird und es ist durchaus denkbar, dass im einen oder anderen Fall, in dem längere Zeiten berichtet werden, es zwischenzeitlich doch noch ein neues Risiko gab, welches nicht angegeben wurde.

Quelle: RKI.de

Anmerkung des Autors : ... nach 12 Wochen 95%... Das RKI (Arbeitskreis Blut) selbst schreibt in seinem Merkblatt über HIV, dass bei verspäteter AK Bildung der Nachweis nach 8 Wochen gelingt. Um Sicherheit zu haben, wegen "Ausreißern" wurden die 12 Wochen eingeführt. Die 95% heißen nicht, dass nach 12 Wochen 5 v. Hundert Infizierten nicht erkannt werden sondern diese Prozentzahl stellt lediglich die obere Vertrauensgrenze der statistischen Wahrscheinlichkeit dar. Zu sehen ist das auch schon an der Entwicklung der Prozentzahlen... nach 8 Wochen 90%... nach 12 Wochen 95%. 100% werden nicht erreicht (Laborfehler etc.). Das CDC in Amerika (so was wie BZGA) hat 2 strittige Fälle einer Serokonversion nach 13 Wochen... !

Ausgenommen von den 12 Wochen sind möglich Infektionen bei IV Drogengebrauchern, Patienten mit Chemotherapie oder Organtransplantationen, Personen mit Autoimmunerkrankungen und welche die nach einem Infektionsrisiko einen PEP erhalten haben (vorbeugende Behandlung). Ausgenommen sind auch mögl. Infektionen durch Spritzen etc.

Ein PCR Nachweis wird als Diagnosemittel nicht empfohlen (falsch positive Ergebnisse möglich). Ein AK-Test nach 12 Wochen ist trotzdem erforderlich.

l\eJbarkon

22.04.05  12:16

4. Wie lange überlebt HIV ausserhalb des Körpers

HIV kann, je nach Umgebungsbedingungen, auch ausserhalb des Körpers seine Infektiosität noch tagelang behalten. Für die Frage der Ansteckungsmöglichkeiten ist dies im Alltag aber meist wenig relevant, da in der Regel keine geeignete Eintrittspforte für das Virus mehr besteht. Dies gilt auch für Blut oder Sperma an Gegenständen. Sobald potentiell infektiöse Körperflüssigkeiten angetrocknet sind, besteht in der Regel keine Möglichkeit einer Infektionsübertragung mehr. Wenn Ejakulat allerdings in Scheide, Darm oder Mund aufgenommen wird, kann darin enthaltenes Virus natürlich eine Infektion verursachen. Auch wenn angetrocknetes Blut wieder in Lösung gebracht wird (z.B. bei Wiederverwendung einer gebrauchten Spritze) und aktiv in den Körper eingebracht (z.B. injiziert) wird, besteht ein Infektionsrisiko. Der blosse Hautkontakt, auch der flüchtige Kontakt mit verletzter Haut, erlaubt kein Eindringen des Virus in den Körper. Die Botschaft, dass HIV ausserhalb des Körpers schnell "abstirbt" ist also eine der Realität nicht ganz gerecht werdende Vereinfachung eines etwas komplizierteren Sachverhaltes, zumal Viren ja keine Lebewesen mit eigenem Stoffwechsel sind. Viren "sterben" daher nicht, sondern können höchstens inaktiviert werden bzw. ihre Infektionsfähigkeit verlieren.

Quelle: www.rki.de/nn_334076/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/FAQ/faq__node.html__nnn=true

l-ebaro<n

22.04.05  12:19

5. Was ist Safer Sex

Vaginalverkehr

· Zum Risiko der Frau: Über die empfindlichen Scheidenwände kann HIV leicht in die Blutbahn eindringen. Das Risiko, sich anzustecken, ist besonders groß, wenn im Genitalbereich schon eine andere Infektion vorliegt, ebenso während der Monatsblutung. · Zum Risiko des Mannes: Infektiöse Scheidenflüssigkeit kann über die Schleimhäute des Penis zur Ansteckung führen; diese haben häufig sehr kleine, nicht spürbare Verletzungen. Während der Monatsblutung ist das Infektionsrisiko wegen des Kontakts mit Blut größer. HIV ist leichter vom Mann auf die Frau übertragbar als umgekehrt. Für beide besteht aber ein Risiko.

Schutz beim Vaginalverkehr bieten Kondome, ggf. zusammen mit fettfreiem Gleitmittel. Das Herausziehen des Penis kurz vor dem Samenerguss ist keine geeignete Methode, um sich vor HIV zu schützen.

Analverkehr

Hier ist das Risiko besonders groß, sich mit HIV und anderen Krankheitserregern anzustecken. Der After ist stark durchblutet, seine Schleimhäute sind sehr leicht verwundbar. Auch der "aktive" Partner - also derjenige, der seinen Penis einführt - kann angesteckt werden: Die empfindliche Eichel und der Harnröhrenausgang können mit Erregern in Kontakt kommen.

Kondome, zusammen mit einem fettfreien Gleitmittel, bieten beim Analverkehr guten Schutz.

Oralverkehr

· Zum "Blasen": Das Stimulieren des Penis mit Mund oder Zunge gilt als risikoarm, solange kein Blut im Spiel ist. Wichtig ist: kein Sperma in den Mund, auf Wunden, auf die Schleimhäute oder in die Augen gelangen lassen. Wenn dennoch Sperma in den Mund gelangt, nicht schlucken, sondern möglichst schnell ausspucken und Mund ausspülen, am besten mit Alkohol. Ist Sperma in die Augen gelangt, diese möglichst schnell mit Wasser ausspülen. Wer ganz sichergehen will, benutzt beim Blasen ein Kondom. Es schützt außerdem vor Mund-Tripper. · Zum Lecken der weiblichen Geschlechtsorgane: Gilt ebenfalls als risikoarm, außer während der Menstruation. Wer auf "Nummer Sicher" setzt, benutzt beim Lecken ein "Dental dam", ein Latextuch, das zwischen Mund und Scheide gelegt wird; den gleichen Zweck erfüllt auch ein aufgeschnittenes Kondom oder Frischhaltefolie. Dental dams gibt's z.B. in Apotheken.

Eindringen mit den Fingern...

... in die Vagina oder den After ist risikoarm, auch bei nicht intakter Haut (auf kurzgeschnittene Fingernägel achten!). Während der Menstruation empfiehlt es sich, Fingerlinge, Kondome oder Gummihandschuhe zu verwenden.

Fisting

Bei dieser Praktik - ob anal oder vaginal - ist das Risiko gering, solange es nicht zum Blut-Blut- oder Blut-Schleimhautkontakt kommt. Schutz bieten Latexhandschuhe (auf kurzgeschnittene Fingernägel achten!). Wenn man fetthaltige Gleitmittel (z.B. Crisco) verwendet, ist Anal- oder Vaginalverkehr nach dem Fisten riskant ist, weil Fett die üblichen Kondome beschädigt, sodass sie nicht mehr schützen.

S/M (Sado-Maso)

Was HIV angeht, ist S/M risikolos - vorausgesetzt, es gibt keine Wunden, in die Blut oder Sperma gelangen kann, und Blut oder Sperma gelangen nicht in die Augen, auf Schleimhäute oder in den Mund. Auch die "Werkzeuge" sind sicher, solange kein Blut im Spiel ist. Werden sie auch bei/von anderen benutzt, sollten sie vor dem Weiterreichen gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden.

Sex mit Sexspielzeugen

Was HIV angeht, sind Dildos, Vibratoren und andere Toys sicher, wenn sie nur von/bei derselben Person benutzt werden. Werden sie von/bei anderen verwendet, zieht man ihnen zuvor jeweils ein neues Kondom über oder wäscht sie sorgfältig mit Wasser und Seife. Frauen sollten Sex-Toys bei sich nicht zuerst anal und dann vaginal benutzen. Dadurch können Bakterien aus dem After in die Scheide gelangen, was mitunter zu unangenehmen Infektionen führt.

Andere Praktiken

Praktiken mit Urin ("Golden Shower") und Kot (Scat) wie auch das Lecken des Anus (Rimming) sind unbedenklich, was HIV angeht (solange kein Blut im Spiel ist). Man kann sich dabei allerdings mit anderen Krankheitserregern anstecken, z.B. Hepatitis-Viren. Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen.

Küssen - auch tief und ausgiebig -, gegenseitige Masturbation und Massage, sich aneinander reiben und dergleichen: Diese Praktiken bergen kein HIV-Risiko, solange kein Blut oder Sperma in den Mund, die Augen, auf Schleimhäute oder auf Wunden gelangt.

Quelle: Aidshilfe.de

lJebcaroxn

22.04.05  13:17

6. Symptome ???

Auszug aus www.hiv.net/2010/buch/akutinf.htm

Nach einer Inkubationszeit von einigen Tagen bis wenigen Wochen nach der HIV-Exposition manifestiert sich in der Mehrzahl der Fälle eine akute, grippeähnliche Erkrankung. Die akute HIV-1-Infektion ist ein sehr heterogenes Syndrom, und Fälle mit schwerwiegender und lang persistierender Symptomatik während der akuten Infektion sind mit einer schnelleren Progression zu AIDS assoziiert (Vanhems 1998, Vanhems 2000, Sinicco 1993, Pedersen 1989, Keet 1993, Lindback 1994). Die klinischen Symptome der akuten HIV-1-Infektion wurden 1985 zuerst als Mononukleose-ähnliche Erkrankung beschrieben (Cooper 1985). Die häufigsten Symptome (siehe Tabelle 1) sind Fieber, makulopapulärer Hautausschlag, orale Ulzerationen, Lymphadenopathie, Arthralgien, Pharyngitis, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust, aseptische Meningitis und Myalgien (Kahn 1998). In einer Studie von Hecht et al. (2002) zeigten Fieber (80 %) und Abgeschlagenheit (68 %) die höchste Sensitivität für die klinische Diagnose, während Gewichtsverlust (86 %) und orale Ulzerationen (85 %) die höchste Spezifität aufwiesen. In dieser Studie hatten die Symptome Fieber und Hautausschlag (besonders in Kombination), gefolgt von oralen Ulzerationen und Pharyngitis, den höchsten prädiktiven Wert für die Diagnose der akuten HIV-1-Infektion. In einer anderen Studie von Daar et al. (2001) waren Fieber, Hautausschlag, Myalgien, Arthralgien und Nachtschweiß die besten Prädiktoren für eine akute HIV-Infektion.

Tabelle 1: Leitsymptome der akuten HIV-1-Infektion (aus: Hecht 2002)

Symptom

Häufigkeit Odds Ratio (95% CI)

Fieber

80%

5.2 (2.3-11.7)

Hautausschlag

51%

4.8 (2.4-9.8)

Orale Ulzera

37%

3.1 (1.5-6.6)

Arthralgie

54%

2.6 (1.3-5.1)

Pharyngitis

44%

2.6 (1.3-5.1)

Appetitverlust

54%

2.5 (1.2-4.8)

Gewichtsverlust 32%

2.8 (1.3-6.0) > 2.5 kg Allgemeine Abgeschlagenheit 68% 2.2 (1.1-4.5)

Myalgie

49%

2.1 (1.1-4.2)

Fieber und Hautausschlag 46% 8.3 (3.6-19.3)

Die symptomatische Phase der akuten HIV-1-Infektion dauert 7 - 10 Tage, selten länger als 14 Tage. Die unspezifische Natur der Symptome ist eine große Herausforderung für den behandelnden Arzt und unterstreicht die Bedeutung einer detaillierten Risikoanamnese.

ldebar6oxn

23.04.05  15:40

???

Was ist odds Ratio ???

PSf"erde-narre:rinx3

25.04.05  12:21

Odds Ratio

Die Odds Ratio oder relative Odds beschreiben das Verhältnis zweier Odds zueinander. In der Gruppe der Exponierten sind a die Erkrankten und b die Nichterkrankten. In der Gruppe der Nichtexponierten sind c die Erkrankten und d die Nichterkrankten (Vier-Felder-Tafel). Odds für die Exponierten = a/b. Odds für die Nichtexponierten = c/d. Das Verhältnis der zwei Odds zueinander lautet dann a/b/c/d oder a*d/c*b (deshalb heisst die Odds ratio auch "cross-ratio", da in der Vier-Felder-Tafel über Kreuz gerechnet wird). Im Vergleich dazu lautet das Relative Risiko: a/ (a+b) /c/ (c+d).

Da die Odds Ratio ein Verhältnis beschreibt, bedeutet "kein Unterschied" eine Odds Ratio von 1. Ein Wert grösser als 1 beschreibt ein Risiko für ein Ereignis, ein Wert kleiner als 1 beschreibt einen "Schutz" vor einem Ereignis.

Die Odds Ratio liefert nur bei seltenen Ereignissen ähnliche Ergebnisse wie das relative Risiko.

lEebaaron

30.04.05  14:31

re:

odds = 'chance'. ratio = verhaeltnis. odds ratio = relative 'chance'.

Odds Ratio ist ein Weg des Vergleichs, ob die Wahrscheinlichkeit eines "sicheren Ereignisses" in zwei Gruppen dieselbe ist. (eigene uebersetzung)

Quelle: www.cmh.edu/stats/definitions/or.htm

vgl. de.wikipedia.org/wiki/Odds

m- a nr v ix n

17.05.05  10:06

Ist Küssen und Zungenküssen gefährlich?

Das HI-Virus wird nicht übertragen durch Küssen, auch nicht durch Zungenküsse. Kein Übertragungsrisiko besteht beim Streicheln, Kuscheln und bei Petting (gegenseitige Befriedigung mit der Hand).

Das HI-Virus wird auch nicht auf öffentlichen Toiletten übertragen oder durch den gemeinsamen Gebrauch von Haushaltgegenständen (Tassen, Besteck ... ).

Quelle: www.aids.ch/d/fragen/risiko.php

S~chesxsi

31.05.05  16:25

Zur Beruhigung..

www.uni-duesseldorf.de/www/awmf/ll/055-004d.htm

Da steht das Risiko einer Infektion pro Kontakt, dürfte für viele mit einer EIN-maligen (!) Dummheit sehr beruhigend sein. Trotzdem sollte man nach 3 Monaten den Test machen, Auch wenn man keine akuten Symptome hatte, um das Restrisiko von unter einem Prozent auszuschließen.

PS: Nicht verrückt machen, sonst kommen die ganzen Symptome durch eigenen Stress... ;-)

s\pid7e6r-maxn

05.07.05  13:58

Antikörpertest/ PCR Teil I

Grundsätzlich können 2 Formen des Nachweises unterschieden werden: Antikörper- und Virusnachweis. Das Virus kann etwa 11 Tage nach Infektion im Blut über die NAT nachgewiesen werden, in zellgebundener oder in freier Form.

1. Antikörpertest

Zum Nachweis einer HIV-Infektion werden Antikörpersuchtests mit anschließender Bestätigung des Testergebnisses verwendet. Die heute in Deutschland auf dem Markt befindlichen Antikörpersuchteste erkennen Antikörper, die gegen alle bekannten HIV-1 Gruppe M, N und O und HIV-2 gebildet werden. Neben dem ELISA – enzyme linked immunosorbent assay – werden auch Partikelagglutinationsteste verwendet. ELISA-Tests enthalten Antigen von HIV-1 M, vorzugsweise HIV-1 M:B, Gruppe O und HIV-2, wobei die besondere Präferenz auf Bereitstellung von Antigenen aus der konstanten Region von gp120 und vom N-terminalen Abschnitts des gp41 gelegt wird. Herstellerspezifisch finden sich zusätzlich Antigene aus der reversen Transkriptase und aus dem p24-Protein. Abhängig von der Immunantwort und dem Antikörpertiter kann eine Infektion bereits nach 3 Wochen, meist jedoch nach 4–5 Wochen nachgewiesen werden. In bisher 8 Menschen ließen sich trotz jahrelang bestehender Infektion in den USA keine Antikörper nachweisen [50], wobei allerdings unklar ist, ob in den Jahren vor Durchführung der Testung nachweisbare Antikörper vorhanden gewesen sind. Die in dieser Studie verwendeten Tests der 1. und 2. Herstellungsgeneration sind in Deutschland nicht mehr marktfähig.

Da der ELISA wegen des Nachweises auch geringer Antikörpermengen auf höchste Sensitivität eingestellt ist, kommen falsch positive Resultate vor; vor allem wenn Immunkomplexe im Serum vorhanden sind und wenn Infektionen mit Erregern ablaufen, die gemeinsame Epitope mit HIV haben oder zu einer unspezifischen Stimulierung des Immunsystems führen.

Als Bestätigungstest ist in Deutschland der Westernblot (Immunoblot) eingeführt [51, 52], der heute in der Frühphase der HIV-Infektion eine geringere Sensitivität als der ELISA haben kann. Für die Bewertung des Untersuchungsergebnisses wurden Kriterien entwickelt: Nach Übereinkunft in Deutschland muss für den positiven HIV-1-Antikörpernachweis neben 2 der Glykoproteine gp160, gp120 und gp41 eine Bande aus dem gag- oder pol-Bereich vorhanden sein, bei HIV-2 zwei der Glykoproteine gp130, gp105 und gp36. Normalerweise werden durch die Antikörper in einem HIV-positiven Serum 5–8 Westernblot- Banden angefärbt. In der Frühphase der Infektion werden nur einzelne Banden angefärbt, deren Zahl und Intensität innerhalb von 14 Tagen deutlich zunimmt. Einzelne Hersteller bieten Blotstreifen mit rekombinanten Proteinen an; damit lassen sich HIV-1- und HIV-2-Infektionen gleichzeitig nachweisen bzw. differenzieren. Auf dem Westernblot-Streifen vorhandene Kontrollbanden überwachen die Testdurchführung und erleichtern die Ablesung.

Nur wenn die o. g. Kriterien für einen positiven Westernblot vorliegen, kann ein bestätigt positives Ergebnis dem einsendenden Arzt mitgeteilt werden. Da die Mitteilung eines positiven HIV-Befundes für den Infizierten weit reichende Konsequenzen hat, besteht die Empfehlung, bei einem positiven Resultat in der Erstuntersuchung eine zweite, unabhängig genommene Blutprobe zu untersuchen. Nur wenn auch in dieser Probe HIV-Antikörper nachgewiesen werden, darf ein Spender über den positiven HIV-Status informiert werden. Der positiv identifizierte Spender muss einem erfahrenen Therapeuten zur weiteren Betreuung zugeführt werden [53].

Quelle: www.rki.de/cln_006/nn_226652/DE/Content/Infekt/Blut/AK__Blut/Stellungnahmen/download/stHIV,property=publicationFile.pdf

lMebaVron

05.07.05  14:01

Antikörpertest/ PCR Teil II

P24

Das p24-Protein bildet das innere Kapsid. Pro Viruspartikel sind etwa 2.000 p24-Moleküle vorhanden. Der Nachweis erfolgt mit einer Kombination von polyklonalen bzw. monoklonalen Antikörpern nach dem Prinzip des Sandwich-ELISA und erlaubt, bei einer Sensitivität von 10 pg/ml etwa 105 Partikel zu erkennen.

Etwa 60–80% der Serokonversionen verlaufen ohne nachweisbare p24-Antigenämie . Im Verlauf der Infektion kann p24 frei oder an Partikel gebunden im Plasma vorhanden sein und erreicht bei AIDS-Patienten teilweise hohe Spiegel. Es besteht keine direkte Korrelation zwischen der im Plasma über den Genomnachweis gemessenen Partikelzahl und dem p24-Antigengehalt, da p24 ohne Virus von infizierten Zellen abgeschilfert wird. Für die Bestimmung von p24-Protein stehen singuläre Antigentests und Kombinationstests, zusammen mit der Testung von HIV-Antikörpern, zur Verfügung (sog. 4. Herstellungsgeneration). Auch ein reaktives p24-Antigentestergebnis muss abgeklärt werden. Geeignete Tests sind Blocking/Neutralisationstest oder die NAT. Über die meisten HIV-1-p24-Antigen-Tests wird auch HIV-2-p25-Antigen erkannt, allerdings mit verminderter Sensitivität.

Die Untersuchung von Blutspenden auf p24-Protein zusätzlich zu den HIV-Antikörpern ist in Deutschland nicht eingeführt [56].

Quelle: www.rki.de/cln_006/nn_226652/DE/Content/Infekt/Blut/AK__Blut/Stellungnahmen/download/stHIV,property=publicationFile.pdf

lFebqaroxn

05.07.05  14:04

Antikörpertest/ PCR Teil III

NAT (Nukleinsäure-Amplifikations-Technik)

Der Nachweis einer HIV-Infektion kann mittels Nukleinsäure-Amplifikations-Technik (NAT) über den Nachweis der proviralen DNA aus Zellen oder des viralen RNA-Genoms aus Plasma erfolgen. Für Untersuchungen der Virusmenge und von Blutspenden wird die RNA aus dem Viruspartikel des Plasmas isoliert. Der Genomnachweis kann entweder über die direkte Amplifikation von definierten Zielsequenzen oder über den Einsatz von Sonden mit anschließenden Signal-Amplifikationsverfahren erfolgen. Mit der NAT lassen sich je nach Ausgangsmaterial und Ansatz zwischen 5 und 100 Nukleinsäurekopien (bzw.Genomäquivalente) pro ml in der Einzelspende nachweisen [36]. Für die Quantifizierung steht ein WHO-Standard zur Verfügung [57].

Die NAT über kommerziell erhältliche Tests ist mit Primern, die stringent an HIV-1 M:B Nukleinsäure binden, entwickelt worden, deswegen werden Stämme von HIV-1 M:B mit der höchsten Sensitivität nachgewiesen. Je weiter eine Nukleinsäure-Sequenz von HIV-1 M:B abweicht, desto geringer wird die Sensitivität. Je nach Test und Zielsequenz, z.B. gag, werden nur HIV-1 der Gruppe M oder auch z.B. pol-IN HIV-1 der Gruppe M, N und O nachgewiesen [58, 59].

Für das Testen von Blutspenden mit der NAT sind in Deutschland derzeit nur Tests von 2 Herstellern auf dem Markt. In mehreren Blutspendediensten und bei Herstellern von Plasmaderivaten sind seit 1996 eigene Testverfahren zur Amplifikation von HIV entwickelt worden (sog. home made oder in house assays), die, da HIV durch Ultrazentrifugation konzentriert wird, auch für die Pooltestung gut geeignet sind [60]. Für den HIV-2-Nachweis ist kein kommerzieller NAT vorhanden. HIV-2-Infektionen können daher bisher nur über laboreigene Teste abgeklärt werden, z.B. über die PCR (Polymerase-Kettenreaktion), wenn nicht die serologische Analyse dafür ausreichend ist.

Kommerziell verfügbare HIV-NAT für die Analyse von HIV über Nukleinsäure sind derzeit: LCR – ligase chain reaction –, NASBA – nucleic acid sequence based amplification –, PCR – polymerase chain reaction –, TMA – transcription mediated amplification – und b-DNA SAA – branched DNA signal amplification assay.

Quelle: www.rki.de/cln_006/nn_226652/DE/Content/Infekt/Blut/AK__Blut/Stellungnahmen/download/stHIV,property=publicationFile.pdf

l%eba]ron

30.08.05  22:32

Zum Thema Test

Ich kann es auch hier im FAQ-Bereich nur nochmals für alle Verunsicherten bzgl. Testsicherheit erwähnen:

Laut absoluten HIV-Spezialisten Österreichs gilt:

PCR-Test: 3 Wochen nach Risiko sicher

AK-Test: 12 Wochen nach Risiko sicher

Der PCR-Test (PCR = polymerase chain reaction) ist drei Wochen nach dem Risikokontakt genau so sicher wie der Antikörpertest nach 12 Wochen. (Das einzig mögliche - aber äußerst unwahrscheinliche - wäre ein falsch positives Ergebnis - aber mit Sicherheit KEIN falsch negatives Ergebnis!)

15Obe"rkraixner

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