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05.03.10 14:08
Wenn nach einer HIV-Infektion Symptome auftreten, treten diese dann alle auf einmal auf? Oder kann es innerhalb der 2-6 Wochen auch sein, dass man z B erst Halsschmerzen und Fieber bekommt, dann ein paar Tage nichts und dann Probleme mit den Lympfknoten, dann wieder alles okay und eine Woche später noch ein Hautausschlag?
Oder, wenn es zu Symptomen kommt, kommen die dann zeitgleich?
05.03.10 14:10
Also, falls die Frage nicht eindeutig war: Ich meine, ob es so sein kann/ist, dass während der 2-6 Wochen die Symptome verteilt austreten können, oder ob es i d R so ist, dass sie akut über einige Tage am Stück auftreten?
05.03.10 14:25
Ich habe ihn mehrmals gelesen, aber keine konkrete Antwort gefunden. Dass Symptome in dieser Zeit auftreten können, ja, aber ob auch verteilt, das habe ich nicht gefunden.
05.03.10 14:29
Doch steht da..
wenn Symptome auftreten treten sie in der Akkutphase auf. Was ist daran unverständlich ?
05.03.10 14:37
Weißt Du, Steve, ich würde Deine gereizte Antwort verstehen, wenn ich mich dumm stellen würde oder ständig ohne Verhütung Sex hätte. Aber ich habe einfach Angst, das ist sicher vorrangig ein psychisches Problem. Trotzdem habe ich mich hier angemeldet (und das war nicht leicht!), weil ich damit einen ersten Schritt gehen wollte. Und für mich ist das Thema HIV und Aids sehr bedrohlich, warum das so ist, weiß ich nicht, liegt bestimmt auch an der Darstellungsweise in den Medien und der allgemeinen Sichtweise der Menschen. Ich habe viel gelesen und möchte mit Sicherheit keine dummen Fragen stellen; ich erwarte auch kein Verständnis von Dir für meine Angst. Es wäre einfach nur nett, wenn ich auf etwas, das ich nicht erfassen kann, ein logische Erklärung bekommen würde. Ich bin nämlich mehr als dankbar, dass es so etwa wie hier gibt!!
05.03.10 15:03
Steht alles in den Leitfäden, jedoch nicht in der Art wie du es gerne hättest (nein, nicht böse gemeint, sondern ganz nett und lässig ausgesprochen).
Hier kann dir keiner sagen, wie eine bzw. ggf. deine akute Phase verläuft, weil, wie hier auch schon öfter genannt, man weder an den "Symptomen" noch an sonstwas den Virus erkennen kann. Hier hilft ein Test.
Lies einfach nochmal den Punkt 5 in den Leitfäden und du wirst erkennen wie schwierig die Sache ist.
Was würde denn geschehen, wenn dir jetzt jemand sagt, dass es nicht so sein kann wie in deinem Fall ?
Würdest du dann sagen, dass es kein HIV ist und du auch nicht zum Test solltest ?
Im Leitfaden stehen doch auch genug Geschichten von Leuten mit einer angeblichen Anfangsphase und einer echten Anfangsphase und man sieht, dass die Unterschiede winzig oder auch nicht vorhanden sind. Die Psyche kann so einiges.
Dein Problem ist, dass du angefangen hast über HIV nachzudenken und jetzt in meinen Augen eh nicht mehr um einen Test rumkommst da du sonst nicht zur Ruhe kommst.
P.S. Was bitte nennst du Hautausschlag ? Habe seit meinem letzten Test, den ich mittlerweile als sicher ansehe auch Ausschlag, so ziemlich dauerhaft. Problem ist nur dass ich meinen letzten Test vor mehr als 5 Monaten gemacht habe und ich nicht glaube dass sich hier noch Symptome der Akutphase einstellen oder der Virus jetzt schon so weit weit sein könnte dass ich solche Probleme bekomme. Ergo, hat es in meinen Augen nichts mit HIV zu tun außer ich bin ein Alien.
05.03.10 15:12
Und meine Frage war einfach nur eine Verständnisfrage. Weil ich zwar verstehe, dass in den ersten zwei bis sechs Wochen Symptome auftreten können usw., aber nicht, ob diese auch verteilt über diesen Zeitraum einzeln auftreten können. Ich will mich hier auch nicht streiten, sondern ernste Antworten bekommen. Manchmal kann man eine Sache hundert mal lesen (oder im Internet hundert verschiedene Sachen) und es wird einem nicht ganz klar, eben weil das Thema ja auch nicht einfach ist und ich keine Medizinerin bin. Und dann tut es doch gut, wenn man seine Frage nochmal so konkret wie möglich stellen kann.
05.03.10 15:22
Verstehe dein Problem vollkommen. Ich würde hier auch nicht schreiben, wenn ich bezüglich HIV nicht auch meine Fragen gehabt hätte.
Du erwartest einfach nur relativ viel. Jetzt mal Hand aufs Herz. Interessiert dich die Sache wirklich einfach nur so oder warst du beim Test und hast noch deine Bedenken weil du fristen nicht eingehalten hast oder immer noch "Symptome" hast ?
Ich kann beides gut nachvollziehen, trotzdem musst du mal anfangen einen Schlussstrich unter die Sache zu setzen. Wenn dein Test den 12 Wochen Zeitraum abdeckt ist alles ok. Mehr ist medizinisch nicht möglich bzw. du kannst vielleicht nocht 1-2% Sicherheit mit mehreren Tests nach Zeitraum X herausholen die du aber nicht brauchst.
Wenn du einen negativen Test hast ist dieser Negativ.
Bezüglich der Symptome kann dir keiner was genaues sagen, sondern sich lediglich auf das verlassen was man liest oder ggf. selbst erfahren hat.
Ich hatte in meiner Panikphase tage lang heftigen Nachtschweiß und alles weitere. Wenn mein Test jetzt positiv angeschlagen hätte, was dann ? War der Nachtschweiß ein Symptom des Virus oder einfach nur psychisch verursacht und hatte nichts mit HIV zu tun ?
In meinen Augen sind nur die Fälle als Beispiel zu gebrauchen, wo sicher ist, dass der Mensch sich nicht mit HIV auseinandergesetzt hat und ein positives Ergebnis vorliegt. Wie viele können das von sich behaupten ?
Wohl die wenigsten, weil die meisten sich ja bewußt für einen Test entscheiden, also auch darüber nachdenken, was wie du selbst merkst, psychologisch der Horror sein kann.
Wie gesagt, mehr Antworten wirst du hier nicht finden, weil sie dir keiner geben kann.
06.03.10 01:26
Was zum geier war an meiner antwort gereizt ? ^^
Ich habe dich nur auf eine Faktensammlung hingewiesen in der deine Fragen beantwortet werden. Die eigentlich ja auch jeder gelesen haben soll der hier postet.
Ich bin die ruhe selbst :)
06.03.10 14:19
Und nochmal, Steve. Ich habe es gelesen, alles und mehrmals. Nur leider ist das Thema HIV und Aids nicht so einfach zu erfassen und zu verstehen wie das Kleine 1x1. Dinge, die für Dich vielleicht logisch erscheinen, sind für andere ein einziges Fragezeichen. Aber wen soll man sonst fragen, außer Leute wie Dich, die offensichtlich Ahnung haben...
06.03.10 14:25
Die leitfäden sind nur dann nicht zu verstehen wenn man Texte unbedingt anders Lesen möchte als sie dort stehen.
HiV ist (wenn man sich einfach der Logik und auf Medizinische Fakten einlässt) eigentlich sehr simpel und einfach. Schwierig wird es nur wenn man versucht jeden Fakt zu hinterfragen und auf variabele möglichkeiten und subjektive unsicherheiten bezogen auf den eigenen (ob nun realen oder eingebildeten) Risikokontakt zu biegen und anzuwenden.
06.03.10 17:43
Und schwierig wird es wenn man selbst sich plötzlich zum Experten macht und mit HIV1 und 2 kommt und allen Subtypen, Testmethoden hinterfragt und so fort und so weiter.
Eigentlich sind die Uebertragungswege von HIV sehr einfach zu verstehen und es ist einfach sich vor HIV zu schützen.
06.03.10 23:47
Ich kenne die Übertragungswege, und ich habe mich geschützt. Dass das Kondom gerissen ist, ist für mich deshalb besonders schlimm. Und gerade deshalb ist meine Angst auch noch zig mal so groß. Und wenn man mit einer so großen Angst belastet ist, ist es doch vielleicht verständlich, dass man Sachen liest und nochmal liest und trotzdem denkt: Habe ich das jetzt richtig verstanden? Ist es so oder doch eher so?
Ich habe soviel im Internet gelesen, auch hier in den Foren, das macht mich einfach wahnsinnig. Erst gestern von einem Fall, wo der Mann weit über acht Jahre positiv war und nichts wusste. Und dann solche Sachen, dass Symptome bei der akuten Infektion auftreten können, aber nicht müssen. Zwischen einer und vier und dann wieder zwischen zwei und sechs Wochen. Dass man lange leben kann, aber eben auch nicht. usw...Hallo? Und dann sagt ihr, das HIV/Aids eine ganz einfache Sache sei? Ich sehe das nicht so. Wenn es so einfach wäre, dann wäre es schon heilbar. Und für Menschen wie mich, die ganz offensichtlich ein Angstproblem speziell mit dieser Krankheit haben (egal, wo die psychischen Ursachen liegen), erscheint das alles noch viel bedrohlicher.
Nun habe ich vorhin meinen Freund getroffen, ich mag ihn, aber ich weiß, dass ich nicht ohne Kondom mit ihm geschlafen hätte, bevor wir einen Test gemacht hätten (dafür sind mir seine Beziehungen und Frauengeschichten zu unklar). Und nun ist die Angst für mich wieder so präsent und dass er tatsächlich krank ist fast schon wahrscheinlich... da hilft es einem wenig wenn jemand sagt: du weißt wie du dich schützen kannst, steht alles in den leitfäden usw. Ja ich weiß es, und ja ich weiß dass nur das Testergebnis am Montag mir Gewissheit verschaffen wird. Trotzdem schreiben doch viele in diesem Forum, weil sie einfach eine tierische Angst haben und ich finde, das sollte man wirklich ernst nehmen, weil es wohl auch eine Art Krankheit ist, die das Thema HIV/Aids "einfach" mit sich gebracht hat. Ich kann jeden, wirklich jeden, der diese Angst hat gut verstehen und auch, dass man "dumme" Fragen stellt, das tut man letztendlich nämlich nur, weil diese Angst einen fertig macht. Weil man zum zehnten Mal an diesem Tag ein Plakat einer Anti-Aidskampagne gesehen hat, im Radio ständig "Knockin' on Heavens Door" läuft, im Fernsehen plötzlich jeder Moderator eine Aidsschleife zu tragen scheint und ständig Leute um einen herum Sachen wie "das ist doch mal ne positive Nachricht" sagen. Das klingt vielleicht manchmal sogar schon lustig, aber für die Betroffenen sind solche Tage die pure Qual. Da kommt man mit logischem Denken oft nicht weit, weil die Angst schon fast zur Gewissheit ("ich bin krank") wird.
Was ich mit all diesen Sachen sagen möchte: diese Angst, die so viele zu haben scheinen, sollte man ernst nehmen und ruhig Verständnis aufbringen, auch wenn solche Leute (ich schließe mich ein) stressig und nervenaufreibend sind. Das sind Menschen mit Depressionen auch und hier ist es sicher auch das verkehrteste, diese als dumm oder nervig zu deklarieren. Bestimmt ist es schwierig, Menschen, die diese Angst in dieser Form nicht haben, das verständlich zu machen. Aber ich habe einige Beiträge hier gelesen, wo es vielen genau so geht und sie sich wertvolle Zeit im Leben kaputt gemacht haben. Und das bestimmt nicht zum Spaß. Keine Frage, dass ein Psychologe oder Gespräche mit anderen Betroffenen die beste Lösung (nach einem negativen Testergebnis) sind. Ich wollte einfach mal versuchen, zu erklären, wie es einem mit dieser Angst geht.
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