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Cholesteatom

uxmmlxina


Das hatte ich auch pelle. Ich denke das dürfte bei ihm normal sein.

Genau, berichte mal was der HNO gesagt hat.

Meine Nase ist eigentlich frei, die läuft sehr gut.

SlirPakti


Hallo Leute,

bin neu hier und heute morgen(24.4.12) operiert worden.

Möchte nur solange ich im KH bin, (Diagnose Cholesteatom) jeden Tag einen kurzen Beitrag

geben, wie es mir hier so ergeht. Da ich Euch erst heute Abend gefunden habe, werde ich morgen früh mehr schreiben.

Habe im mom.leider noch zu viele schmerzen. Und spät ist es auch schon... zzz

Viele Grüße,Pati

u*mmliPna


Na dann gute Besserung.

Was wurde denn genau bei dir gemacht?

Wurde viel entfernt, Implantat sogar ??? ??

Hatte auch furchtbare Schmerzen gehabt. Andere wiederum nicht.

Bis dann

SeirAPati


Danke für die Grüße.

Also bei mir war das echt komisch. War letztes Jahr in der Türkei im Urlaub. Hab mir da im Pool am dritten Tag schon eine Pilzinfektion im linken Ohr eingefangen. Diese Infektion wurde in Deutschland weiterbehandelt. Sage und schreibe 8.Monate bis die weg war. Zwischendurch sagte mein HNO, er wolle endlich mal sehen was hinter dem Ohr so passiert.Es war ja bis dahin äußerlich ständig geschwollen. Bis es dann mal oK war, ist er ran. Ich wunderte mich immer wieder, warum schnüffelt der Doc immer an meinem Ohr rum? Ich hatte bis dahin ja keine Ahnung. Und beim HNO war ich alle Jahrzehnte mal wegen üblichen Sachen. Bis er dann wußte, es ist ein Cholesteatum. Er wisse aber nicht wie groß es hintendran schon wuchert. Zu meinem HNO habe ich großes vertrauen, der hat schon meinen kleinsten (4 Jahre) im Okt.2011 operiert. Mandel-OP! Und mich wollte er ständig wegen der Pilz Infektion wieder sehen. Der war echt saumäßig hartnäckig. Einmal habe ich meinen Termin verpasst. Ich wurde 2 Std.später angerufen und gefragt was los ist. Mußte dann gleich am nächsten Tag hin. Echt Klasse.

Auf jeden Fall schickte er mich nicht wie ich dachte in seine Klinik in der er auch als OP-Arzt tätig ist, sondern nach Ludwigshafen Klinikum in die Hände von Hr. Prof.Dr.Delank. Operiert wurde ich aber von Hr. Dr. Scheuermann gestern früh (24.4.2012). Heute morgen durfte ich mit dem Doc. sprechen wie alles so verlaufen ist. Er sagte folgendes: Die OP ging 90 Minuten. Das Cholesteum war größer als gedacht. Der Hammer war umringt von der Wucherung und mußte entfernt und durch Titan ersetzt werden. Ebenso das Gehörknöchelschen.

Jetzt liege ich im Bett und mach mir so meine Gedanken. Schmerzen sind nach der fast schlaflosen ersten Nacht gut erträglich. Fühlen sich stündlich mäßiger an.

Aber weiter zu meinen Gedanken. Woher kommt diese Wucherrung? Vom Pilz im Ohr? Oder war das Cholesteatum vorher schon da? Falls ja, warum hatte ich weder ein nasses Gefühl im Ohr, oder noch an Hörgefühl gelitten? Da war nix,null! Das ist es ja was es so schlimm macht. Woher weiß ich ,das mich dieser Scheiß nicht auch am anderen Ohr erwischt? Oder auch wieder am selben. Hab echt schon genug Schicksale hier gelesen. Echt der Horror. Ich muß feststellen (wieder mal), erst wenn es einen selbst betrifft, macht man sich schlauer. Ich jedenfalls rate meinen Kids (ich habe 2 Jungs, 15J und 5J) 1 mal mind. im Jahr ab zum HNO. Nur schauen lassen. Kostet nix und allemal besser als OP's ohne Ende.

Was mich Interessiert. Hat jemand erfahrung mit Wasser am oder im Ohr. Ich möchte gerne im Sommer mal wieder in den Pool springen dürfen. Oder auch mal im Meer schnorcheln. Darf ich das dann überhaupt noch? Falls ich das nicht mehr darf und ich es trotzdem tue, gibt es einen bestimmten guten Ohrschutz, der "dicht" hält? Wäre super wenn ich gute Tips bekommen könnte.

Melde mich heute Abend, oder spätestens morgen früh nach der Visite wieder. Es gibt gleich essen :p>

Viele Grüße, Patrick

u^mm1linxa


Ah ok. Also ich denke mal, das Cholesteatom war vorher schon da. Hattest du mit Mittelohrentzündungen früher mal zu tun? Bei mir war das so, hatte auch als Kind Paukenröhrchen bekommen usw. Da ist wohl das Loch nicht zu gegangen. Wasser hatte ich immer hinter dem Ohr. Besonders wenn ich verschnupft war. Das Cholesteatom ist ja so, man merkt es erst nicht.

Ich habe auch nichts gemerkt und bin auch aus einem anderen Grund zum HNO. Der stellte dann fest, ich habe eins im rechten Ohr. Natürlich merkte ich eine leichte Hörminderung, denn ich ich habe immer besser mit dem Linken gehört. Der Körper gewöhnt sich ja an alles. Ich hatte auch kein Ohrenlaufen oder sonstige Anzeichen dafür. Das war also auch eher zufällig.

Ich war auch lange vorher nicht in Behandlung, wegen der schlechten Kindheitserfahrung.

bei mir wurde auch viel entfernt und habe auch Titan im Ohr. habe aber super Hörleistung im Moment.

Ob du dann wieder Tauchen kannst, besser mit dem Arzt klären. Was es da so gibt weiß ich nicht, vielleicht jemand hier. 3 Monate sollte man ja nicht Fliegen und auch so aufpassen.

Soll bei dir noch ein Second Look stattfinden?

klar können sich deine Kinder untersuchen lassen. Hinterher ist man eh immer schlauer.

S+ir]Paxti


oK bin wieder hier. Ca.34 Std. nach der OP habe ich zu meinem Leidwesen "wieder angefangen zu rauchen"...

Aber morgen geb ich es auf ich schwörs!!! ;-D

Ihr merkt es wird immer besser mit den schmerzen. Heute mittag war der Prof. hier. Ich fragte ob ich irgendwann mal wieder tauchen darf, oder zumindest mit dem Kopf unter Wasser. Er meint ich könnte das ganz gewiss tun, nur sollte ich mir keine weiteren Horrorgeschichten reingoogeln. Er sagte jeder Patient wird im laufe der Zeit selbst herausfinden was im gut tut. Nur Tiefseetauchen soll ich wohl den Rest des Lebens lieber sein lassen. Dann mach ich das halt auch nicht, hatte ich eh nie vor :=o

Das mit dem Titanabstossen hab ich ihm auch gesagt, er mußte nur lächeln und sagte ich solle mir darum keine Gedanken machen und nannte mir einige"seriöse Seiten" zum nachlesen von Cholesteatom. Da ich mir aber so vieles merken mußte, sind die leider wieder aus meinem Gedächtnis verschwunden. Aber ich frag ihn morgen nochmal und werde diese Seiten hier erwähnen. Auf jeden Fall hat er gesagt, wenn alles oK ist, muß ich auf keinen Fall eine so genannte Second-Look OP mehr über mich ergehen lassen. Wieso weiß ich nicht. Wollte nicht mehr fragen, habe ihm eh schon viel Zeit gekostet mit meiner Fragerei. Seine Antwort war ja auch schon sehr beruhigend für mich.

Um Deine Frage zu beantworten: Ich glaube ich hatte irgendwann mal eine Mittelohrentzündung. Als Kind. Aber hat sowas nicht jeder schon mal gehabt. Mein kleinster hatte sie vor der Mandel OP auch schon gehabt. Mehrmals sogar.

Und das mit der Hörverminderung ist halt auch eben so ne Sache. Wenn die schleichend kommt merkst Du das einfach nicht. Und wenn's dann Deinem Partner auffällt das er sich ständig wiederholen muß, dann wird das eben ganz schnell mal auf dein Alter geschoben. Und so zieht sich das.

Ach ja...ich hab den Prof. gefragt ob er mir sagen kann ab wann sich mein Cholesteatom gebildet hat. Das konnte er nicht sagen. Ich dachte nur, anhand der Größe von dem Teil könnte man das. Einer anderer HNO-Arzt hier im Haus, meinte sogar, ich solle froh sein das ich mir den Ohrpilz zugezogen habe, sonst hätte man das Cholesteatom vielleicht bis heute nicht endeckt. Hart oder?

So für heute mach ich mal Schluss. Muß noch meine Abendration Tabletten nehmen (Antibiotika und Schmerzmittel)

Und ich muß mir auch noch ein paar Fragen ausdenken für den Prof. morgen... ;-D

Ähhmmm...was meintest Du eigentlich mit Paukenröhrchen? Was ist das?

SBirPEa=txi


Ähhmmm...was ich vergessen habe zu schreiben.

Neben mir liegt jemand. Den haben sie den Kehlkopf rausgeschnipselt.

Der muß sich am Tag etliche mal durch ein Loch im Hals selbst absaugen.

Und sprechen kann er nur durch betätigen eines Knopfes am Hals (Roboterstimme).

Wenn Du das erlebst, dann vergehen Dir alle Sorgen.

Byyeee...

u$mHmliOnxa


Also es ist bei jedem anders. Da hat der Professor schon recht.

Naja in Kiel wollen sie generell immer eine Second Look OP machen. Ich war da zur Kontrolle und meine Hörleistung war super und auch so sah alles gut aus. Darum habe ich mich spontan dagegen entschieden. Warum unnötig wieder rumschneiden. Sollte irgendwas auffällig sein, kann ich mich immer noch operieren lassen.

Paukenröhrechen ist, wenn man Wasser hinterm Trommelfell hat, bekommt man ein Röhrchen gelegt, welches das Wasser abfließen lässt. Das hatte ich als Kind zweimal durch.

Bei mir wäre es auch nicht endeckt worden, wenn ich nicht auf Grund anderer Gesundheitsprobleme zum HNO gegangen wäre.

Wie sind deine Schmerzen heute? Wann soll deine Tamponade raus?

Das ist nicht schön was dein Zimmergenosse hat. Und sicher ist man dann Dankbar, das es einen nur "so" getroffen hat.

Schönen Tag noch

A#ngel0t29x04


@ SirPati

erstmal willkommen hier. Ich habe noch nicht alles gelesen. Aber kann deine Frage glaube ich schon beantworten. Ich hatte kein ausgeprägtes Cholesteatom also ein grosses. Bekam Trommelfell repariert und mein Amboss war nicht mehr vorhanden zerfressen von Bakterien. Bekam Titan dann Pilzinfektion und Pseudomonas Bakterien sehr gefährlich.

So wegen der Pilzinfektion die ich halt im Ohr hatte und die sehr hartnäckig war darf mein Ohr nicht schwitzen. Ich darf keine Ohrstöpsel die man beim Hörgeräteakkustiker anfertigen lassen kann zum schwimmen tragen da dass Ohr dann schwitzten könnte die Gefahr nochmal einen Pilz zu bekommen ist zu gross. Sollte ich mal schwimmen wollen dann darf ich mir mit Babyöl getränkte Watte ins Ohr stopfen. Also Tauchen oder Wild planschen ist nicht drin. Mein Ohr wird nicht nass gesäubert vom HNO weil absolut kein Wasser rein darf. Wenn mal Wasser reinkommen sollte ungewollt so kann man dann mit einem Fön nachhelfen und trockenfönen. Auch heute 17 Monate nach meiner dritten OP am Ohr darf ich kein Wasser ins Ohr bekommen muss alle halbe Jahre zum HNO zur Kontrolle und dass wird mich wohl ein Lebenlang begleiten.

so liebe Grüsse

glg Angel

SHirfPatxi


Danke an alle die mir hier Rat geben.Toll...

Heute ist der 2 Tag nach der OP. Der Prof. hatte heute keine Zeit für Visite.

Hab ihn aber im Flur kurz angesprochen wegen den Internet-Tips die ich gestern

vergessen habe. Habe sie bekommen.

[[www.bess.de]] und awmf-leitlinien.

Hab kurz mal reingeschaut.

Muß aber vom ersten Eindruck her etwas mehr Zeit mitbringen.

Heute sind die Schmerzen wieder leicht zurückgegangen. Nur diese Nächte. Eine echte Katastrophe ist das.

Rechts ne Infusion in der Hand, wegen dem Antibiotikum.

Links das operierte Ohr.

Rücken tut weh vom vielen rumliegen.

Bauch schmerzt auch wegen den Trombosen-Spritzen.

Also schlafen...geht kaum.

Nachdem ich jetzt die Zeilen von Dir Angel2904 gelesen habe über diese Bakterien, muß ich gleich mal wenn ich zuhause bin, meinen HNO fragen welchen Namen meine Pilz- Infektion hatte, die ich mir in der Türkei letztes Jahr vom Pool eingefangen habe. Die hat mich mind. 8 Moante Behandlung gekostet. Wahnsinn...

Die Krankenschwestern meinten heute, man darf im Regelfall erst am 5 Tag nach der OP das KH verlassen.

Das wäre für mich der Sonntag. Aber ev. verhandelbar ;-D

Ansonsten haben Sie heute nur meinen Druckverband ab, und ein groß Pflaster an mein Ohr geklebt.

Und dafür langeweile ich mich hier den ganzen Tag im KH herum.

Melde mich dann morgen nochmal...

byyy...

PS: versuche heute das erste mal ohne Schmerzmittel zu schlafen. Den mein Magen rebelliert auch noch :(v

u7mmnlina


Also ich musste damals Monatg rein, Dienstag Op und Donnerstag durfte ich nach Hause.

Schmerzmittel musste ich allerdings fast 2 Wochen nehmen, also ich hatte wirklich Schmerzen.

Deshalb habe ich ja auch nochmal die zweite Op abgelehnt.

Also mit Schmerzen würde ich mich nicht rumquälen wollen, wenn man eh schon kaum schlafen kann. Das es dir langweilig ist, kann ich mir gut vorstellen.

P>ellex1


ummlina,

beimHNO waren wir nicht mehr, passte alles nicht.

Sein Ohr hat sich auch beruhigt. War wohl doch noch was von der Wunde.

Was macht deine Erkältung?

Angel,

*:)

SirPati,

mein Sohn wurde auch immer am 3. Tag nach der OP entlassen.

Mit dem Pilz ist es wie bei Angel. Nur nichts abdichten. Er bekam zum ersten mal einen Pilz, als er sein Hörgerät trug, obwohl das ein offenes ist.

Schmerzen am Ohr hatte er nie, wohl aber immer im Nacken nach den OP's.

Ich wünsche dir gute Besserung!!!

S/irPa5ti


Danke Pelle 1 für die guten Wünsche,

gestern schon teilweiße und heute komplett habe ich auf Schmezrmittel verzichten können.

Auch auf die Trombosespritzen. Renne im mom. ja viel durch das KH.

Zuhause war ich gestern und heute auch schon. Bietet sich ja auch an bei 26 Grad im Schatten. ;-D

Eigentlich hätte ich das nicht tun dürfen,aber ich brauche mit der Straßenbahn 14 Minuten bis nach Hause.

Mein Zimmergenosse dem sie den Kehlkopf rausgeschnippelt haben ist frustriert. Normalerweiße durfte er heute nach Hause. Es hat sich aber leider seine Wunde leicht entzündet. Grund dafür sein eigener Speichel. Jetzt wird er künstlich ernährt, und darf noch nichtmal was trinken.Und das erstmal für eine Woche. Echt frustrierend, auch für mich. Du bekommst hier alles mit. Würdest gerne Helfen,und kannst nix tun.Schlimm..echt!

Vor dem Krankenhaus habe ich jemanden kennengelernt, Name weiß ich nicht. Ich nenne ihn hier mal "Mike".

Mike hat mein Jahrgang. 1963.

Der wurde zwar heute entlassen, muß aber am Montag in einer Woche zur OP erscheinen.

Diagnose "Kehlkopfkrebs"! Und der muß raus. Brutal...

Ich bin dann erstmal hoch in's Zimmer und hab nach Fassung ringen müssen.

Danach gleich ran an's Laptop und nach Rauchentwöhnungstherapien Ausschau gehalten.

"Mike" hat mir geraten mal nach Raucherentwöhnung mit Mesotherapie (Raucher-Frei-Spritze) zu schauen.

Hat von Euch mal jemand davon gehört?

So das war's erst mal für heute. Ich mach mich mal "Sportschau fertig" ! Muß wissen ob es die Kölner "erwischt" hat.

Morgen soll ich entlassen werden. Komisch...früher wurde nie jemand an einem Sonntag entlassen.

Byyy...

PS: Morgen soll es ca.30 Grad warm werden. 3mal könnt Ihr raten, wo ich dann hingehe!! o:)

uqmmli,nBa


Das ist doch super ohne Schmerztabletten. Daran wäre bei mir nicht zu Denken gewesen.

Witzig, ich wäre auch heim, wenn es nicht zu weit gewesen wäre. bei mir sind es dann so eben einfach mal 1,5 Stunden zur Uni.

So warm bei euch, toll.....hier leider nicht. Nordsee eben. Obwohl ist auch nicht immer so.

Manchmal rufe ich in Franken an, da ist es schlecht und hier bombig schön.

Das mit dem Zimmernachbarn ist auch nicht schön, hoffe auf baldige Besserung.

Mit der Kehlkopdiagnose auch nicht super. Mit der Spritze habe ich keine Erfahrung/ nix gehört.

Aber versuch doch einfach mal si, aufzuhören. Denk immer daran, was man alles bekommen kann.

Ich habe mal von einer gehört mit Hypnose, soll geholfen haben bei ihr.

Na dann viel Spass morgen.

F+anxkle


Zunaechst meine besten Wuensche an alle Leidensgenossen.

Nachdem ich einige Stories hier gelesen habe musste ich zu dem Schluss kommen, dass ich bisher vom groebsten verschont blieb.

Ich hatte meine Cholesteatom-OP vor 16 Monaten. Eingefangen hatte ich mir den Schlamassel bei einer Mittelohrentzuendung (wie sie mich seit Kindheit alle paar Jahre mal plagt). Es ist vielleicht unfair und ungerecht, aber ich mache einen aegyptischen HN0-Arzt in einer anderweitig vertrauenswuerdigen Klinik dafuer verantwortlich. An dieser Stelle sollte ich vieleicht erwaehnen, dass ich am Persischen Golf lebe. Dieser Arzt verschrieb mir nicht einfach nur antibiotische Ohrentropfen, nein, er machte auch noch eine Spuelung im betroffenen Ohr. Spaeter wachte ich in der Nacht mit starken Schmerzen auf. Und wie ich dann so gegen 3 Uhr vor dem Fernseher sass und Paracetamol einwarf, spuerte ich ploetzlich, wie was warmes aus meinem Ohr lief und schlagartig die Schmerzen nachliesen. Die Mittelohrentzuendung war in ein paar Tagen erledigt. Was blieb war der typische riechende Ausfluss, dem ich ich zunaechst keine Beachtung schenkte, obwohl ich sowas nie vorher hatte. Ich ging bei meinem naechsten Besuch in der Heimat dann doch mal zur HNO-Praxis, weil das Hoervermoegen stark nachgelassen hatte. Ich konnte nicht mehr am rechten Ohr telefonieren oder hatte Probleme den Wecker zu hoeren, wenn ich auf dem gesunden Ohr lag. Die HNO-Aerztin guckte kurz in das Ohr, bemerkte den Geruch und fand ein kleines Loch im Trommelfell: nach 3 Minuten Untersuchung hiess es, ich muesse operiert werden. Ich war sprachlos.

Die OP liess ich auf Empfehlung meiner Aerztin bei Prof. Eßer im Helios in Erfurt machen. Bei der Voruntersuchung beliebte er noch zu scherzen, dass ein HNO-Chirurg irgendwann genug mit Nachoperationen verdiene. Das tueckische am Cholesteatom ist ja, dass man vorher nicht weiss, was man bei der OP findet. Langer Rede kurzer Sinn: die OP wurde minimalinvasiv gemacht.Es wurde also nicht hinter dem Ohr geschnitten und aufgeklappt sondern der Schnitt erfolgte im Ohr. Die Diagnose bestaetigte sich. Gehoerknochelchen wurden teilweise entfernt und ein Implantat eingesetzt. Nach der OP hatte ich keine Schmerzen, so dass ich die Einnahme des Schmerzmittels schon am naechsten Morgen verweigern konnte. Es gab auch keine ausserordentlichen Blutungen. Nach 10 Tagen kam die Tamponage raus. Nach 8 Wochen "durfte" ich wieder zu meinem Arbeitsplatz am Golf zurueckfliegen. Die HNO-Aerztin machte mir vorher noch etwas Panik, weil beim Flug irgendwas von dem rekonstruierten Trommelfell usw. kaputt geheh koennte. Das passierte nicht. Ich habe seither sogar weniger Probleme mit dem Druckausgleich beim fliegen als vor der OP.

Wie sieht es mit dem Gehoer aus? Nicht 100%, vo allem im oberen Frequenzbereich. Ich hatte auch mal eine Phase, da kam es mir so vor als haette ich Wasser im Ohr und ich hoerte das Implantat rasseln, wenn der Schall von aussen zu laut wurde.

Nach einem Jahr hatte sich das Hoervermoegen nur gering verbessert. Es ist nachwievor vermindert, aber Hoergeraetepflicht bestehe noch nicht. Es gibt immer wieder mal Phasen, wo es besser und weniger gut geht. Keine Ahnung warum. Vielleicht ist es auch nur Einbildung. Jetzt hoffe ich, dass es dabei bleibt. Trauen kann man dem Frieden wohl nicht so ohne weiteres.

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