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Wie geht es Euch nach Facialisparese?

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Liebe Forumsleser und Schreiber,

zunächst einmal DANKE! an Alle, die hier Beiträge verfasst haben und damit anderen Betroffenen wertvolle Tipps gegeben haben. Gute Besserung an alle, die es hinter sich haben und die besten Wünsche an die, die noch regenerieren.

Mich hat es Anfang Januar 2009 erwischt. Hatte nach Bergwanderung den typischen Druck hinter dem Ohr. Hab gedacht: Das wird schon wieder. Am nächsten Morgen war der Schmerz weg. 4 Tage später bin ich morgens um 4 Uhr aufgewacht weil mein Ohr übelst weh getan hat. Bin zum Ohrenarzt: Alles in Ordnung, keine Mittelohrentzündung, kein Trommelfellriß. Ich bekam Voltaren gegen die Schmerzen verschrieben. Dann hat mein Auge angefangen zu tränen und ich bin zur Augenärztin. Die schaut mich an und sagt: "Ihr Gesicht ist ja schief. Sie haben eine Gesichtslähmung." Von ihr bekam ich zwei Dinge verschrieben, die ich JEDEM EMPFEHLEN kann: Ortholux Uhrglasverbände :)^ fürs Auge (Sieht aus wie eine mit Loykoplast aufgeklebte halbe Rennfahrerbrille) und eine nicht-rezeptpflichtige Vitamin-A-Augencreme "Vit-A-POS" :)^. Außerdem sagte sie: "Ab zum Neurologen". Gesagt getan. Die Neurologin nannte das dann periphere Facialisparese und diagnostizierte damit die Lähmung des Fazialisnervs.

Der Fascialisnerv kommt hinter dem Ohr aus durch ein enges Loch aus dem Schädel, gliedert sich dann in drei Äste auf, von denen einer in den Unterkiefer geht, einer ans Auge und einer an die Stirn. Betroffen sind alle drei Äste, da der Fascialisnerv an der Stelle an der er aus dem Schädel kommt gereizt ist, dadurch angeschwollen ist und sich dadurch quasi selbst abschnürt. Das hat zur Folge,

- dass der Mundwinkel runter hängt und das Lachen nicht funktioniert,

- dass das Augenlied nicht das Auge schließen kann, Blinzeln nicht möglich ist und somit das Auge offen steht.

-dass man keine Stirnfalten auf der betroffenen Seite machen kann

Natürlich ist man da erstmal geschockt. Das kann jeder Betroffene bestätigen.

Die Neurologin hat die Ursache(n) ergründet und Kandidaten wie Schlaganfall via Kernspintomographie ausgeschlossen. Durch ein Blutbild wurde Herpes Zoster Befall ausgeschlossen, durch Sono Doppler irgendwelche Schwierigkeiten der Halsschlagadern. Multiple Sklerose schied auch aus. Da war ich erst mal froh. Übrig blieb die schon vermutete Verkühlung beim Wandern.

Habe noch ein paar Tage weitergearbeitet (Bildschirmarbeit - das bedeutet: Das Auge wird nach ca. 1 Std. rot, tränt wie ein Wasserfall und tut beängstigend weh). Das war ein Fehler. Tipp an alle SOFORT krank schreiben lassen. {:(

Inzwischen - nach 2 Wochen nach dem Krankschreiben, drei Wochen nach der Diagnose, ca. 4 Wochen nach dem ersten Druck hinterm Ohr zeigt sich die erste große Besserung: Ich kann wieder ganz leicht mit der betroffenen Seite lächeln - JUHU!!! ;-D Zwischen durch ging das Augenlied zunehmend besser zu (Dank Krankengymnastik)

Für alle Leidenden: Hier ist, was ich getan habe und von was ich glaube, dass es geholfen hat. Im eigenen Interesse SOFORT mit allem anfangen:

1. GESICHTSÜBUNGEN !!!!! diszipliniert, regelmäßig. Wie Bodybuilding. Ich habe 6x am Tag 20 Minuten "trainiert" - Wer sie nicht kennt: [[http://www.neuro24.de/hirnnerven_facialis.htm hier]] ([[http://www.neuro24.de/hirnnerven_facialis.htm)]] (unten auf der Seite) kann man sie finden. Wer solche Übungen nicht macht ist dumm.

2. Den bereits erwähnten UHRGLASVERBAND: Jede Nacht einen drauf plus Vitamin A-Creme.

3. Andere Faktoren ausschließen. Ich habe auf der gleichen Seite einen KAPUTTEN ZAHN ENTFERNEN/RICHTEN lassen. Bei einer ähnlichen Krankheit (Trigeminusneuralgie) ist das oft der Auslöser. In dem Zusammenhang habe ich ein Antibiotikum bekommen um den Zahn "sauber" zu bekommen.

4. MASSAGE / KRANKENGYMNASTIK. Habe 10 Sitzungen verschrieben bekommen. Wichtig ist: Man braucht jemanden, der sich damit auskennt. Am besten ein Osteopath, der auf "PNF" spezialisiert ist. Mit dem nicht nur stupide Gesichtsübungen vor dem Spiegel üben, sondern auch den Nerv, den Nacken, etc. direkt manuell bearbeiten lassen.

5. AKUPUNKTUR. Habe mir auf eigene Kosten (zahlt die Krankenkasse nicht) 2-3x pro Woche Akupunktur. Das schlägt nicht sofort an, aber nach 8 oder 9 Sitzungen ging das Augenlied deutlich besser zu.

5. AUTOGENES TRAINING - gönnt es Euch!!! - Die CD kostet bei Amazon.de weniger als 10 Euro (z.B. Gerhard Kirchner- Autogenes Training für Jedermann). 1-2x pro Tag 1 Stunde.

6. Immer einen SCHAL TRAGEN. Keinen Luftzug an den Hals und ans Ohr bekommen wenn man mal aus dem Haus muss.

7. KAPUZEN-T-SHIRT beim Schlafen mit Baumwoll-Watte ausgefüttert (Danke für den Tipp aus diesem Forum). So hat der Nacken und der Kopf keinen Zug. Das kostet 15 Euro fürs billig-Shirt und 80 Cent für den Pack Watte. Die Watte kann man auch mehrere tage verwenden. Unbedingt empfehlenswert.

8. VITAMINE + CALCIUM. Weiss nicht, ob es was gebracht hat, würde aber wieder folgendes nehmen: Calciumbrausetabletten von Sandoz, Vitamin B hochdosiert aus der Apotheke.

9. FRÜH SCHLAFEN GEHEN (spätestens 22 Uhr. Da erholt sich der Körper (zumindest erfahrungsgemäß mein Körper) am besten

10. SCHWARZES TUCH / T-SHIRT beim Schlafen über den Kopf, bzw. über die Augen legen, damit man richtig dunkel hat.

11. KEIN!!!! FERNSEHEN, KEIN Computer.

12. SONNENBRILLE. Habe mir eine Sonnenbrille gekauft, die an den Seiten zu ist, also sehr breite Bügel hat. Das ist beim Autofahren eine gigantische Erleichterung. 8-)

13. LAUTE Geräuschquellen meiden.

und 14. IMMER SCHÖN LÄCHELN - Das trainiert die Gesichtsnerven- und muskeln ;-D

So, das wars, hoffe das hilft jemandem.

Allen Gute Besserung und gute Gesundheit! *:)

F

Efhemaliger aNutzerA (#3:2573x1)


Das was du schreibst ist ja alles gut und schön, aber es kommt stark auf die behandelnde Fachdisziplin an. Ich war damit z.B. beim HNO und nicht beim Neurologen und ich habe z.B. auch keine KG bekommen. Dafür aber knapp 3 Wochen Krankenhausaufenthalt mit jeder Menge Tabletten und Infusionen ;-)

Du siehst, viele Wege führen nach Rom, aber was man tun sollte: dringend damit zum Arzt gehen!

FWrancGi{cessxi


Hallo zusammen, also meine Parese war im Januar 2008. Ich war 21 und bei mir fing es so an dass ich einen metalischen Geschmack im Mund hatte der einfach nicht mehr weg ging, ich erzählte es meinen Kolleginnen in der Arbeit und die lachente alle und sagten ob ich den eine Straßenlaterne geknutscht habe. Am nächsten Tag dann merkte ich dann beim Zähne putzen dass der Geschmack weg war, allerdings konnte ich nicht mehr gescheit ausspühlen. Von Stunde zu Stunde wurde es dann schlimmer, ich merkte dass das blinzeln auf der linken Seite nicht mehr richtig funktionierte und ich auch kaum mehr trinken konnte. Ich dachte ich hätte eine allergische Reaktion. Dann ging ich (Gott sei dank) sofort zum Arzt der mich zum Neurologen überwiesen hat, der gab mir sofort Cortisontabletten (Neurologen sind zwar echt unfreundlich aber hauptsache sie helfen). Der größte Schock war dann allerdings, dass er mich in eine Klinik schicken wollte wegen eines CT´s vom Kopf ob ich denn einen Schlaganfall hätte. Hat sich aber glücklicherweise nicht bestätigt und auch ein Zeckenbiss wurde ausgeschlossen. Also das aller allerwichtigste ist, merkt man irgendwelche anzeichen, sofort zum Doktor gehen, denn am Besten behandelt man das ganze wenn man in den erst 48 Std. eine Cortisonbehandlung beginnt. Abraten würde ich von Osteopathie, kann ja sein dass manche davon begeistert sind, aber bei mir hat die Osteopathin eigentlich mehr Schmerzen verursacht als das ganze zu lindern. Am meisten haben mir Fangopackungen und Massagen gebracht und Traumeeltabletten. Bei mir merkt man zwar kaum mehr etwas, nur wenn ich müde oder gestresst bin, hängt mein linkes Augenlied und auf Fotos sieht man es leider auch noch etwas. Eigentlich müsste ich froh sein dass nur das übrig geblieben ist, aber mich stört es halt doch ein bisschen. Ich versuche es gerade mit Schüssler Salzen, ich werde euch dann erzählen obs funktioniert.

F7rancAicessxi


Ach ja was mir noch eingefallen ist. Salbe fürs Auge nicht vergessen, sonst trocknet es zu sehr aus weil es ja nicht mehr so richtig zu geht. Also Auto fahren ging auch fast gar nicht, hatte zwar ne Augeklappe (sah total bescheuert aus) aber des kannst einfach nur zuhause benutzen und das Auge zu entlasten.

PKelvixs78


Ich reihe mich hier mal in die Reihe der an Facialisparese erkrankten ein.

Seit zwei Wochen habe ich eine Lähmung der linken Gesichtshälfte (mit den üblichen Symptomen), die wahrscheinlich durch eine Klimaanlage oder Zugluft im Sommerurlaub ausgelöst wurde. Frisch aus dem Urlaub zurück war ich heute beim Neurologen. Sein Tip: Auge schützen, regelmäßig Gesichtsmuskeltraining machen und vieeel Geduld haben. Anscheinend ist das alles, was ich machen kann/soll, da in diesem Stadium der Nerv im Eimer ist und neu wachsen muss. Wen momentan die gleichen Probleme plagen, kann sich gern zum Austausch melden.

Elvis

T]anjjaAbexls


Hallo zusammen,

Ich bin verzweifelt. Ich hatte anfang des Jahres eine rechtsseitige fazialisparese. 10 tage kh mit ct, mrt nervenwasserentnahme etc. Zellzahl war erhöht ging unter kortison aber runter. 10 tage nur tests und kein Ergebnis. Nur der Verdacht auf neurosarkoidose. Nach der Entlassung habe ich weiter kortison genommen und Logopädie.

4 Monate später haben ich eine fazialisparese auf der linken seite... gleich symthome gleicher ablauf. Diesmal bin ich nicht im kh bekomme wieder kortison und valttrex gegen viren.

Mittlerweile bin ich am ende meiner Kräfte. Ich weiß nicht woher das kommt.

Wie sind eure Erfahrungen? Ging es jemanden auch so?

Lg Tanja

Emhemal5iger 7Nutzer (#32A5731)


Viele Paresen sind ideopatisch, heißt ursache unbekannt. Das ist Pech, kann aber passieren ...

T+an9jaAbelxs


Das mag ja sein aber zwei mal hintereinander erst rechts dann links. Das glaube ich nicht. Ich war noch nie in meinem Leben krank und jetzt schon zweimal in 4 Monaten. :°(

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Urgs, das klingt sehr unschön bei dir. Ich habe seit Ende Februar eine linksseitige Parese, das ist schon schlimm genug. Wenn ich mir vorstelle, dass der Mist jetzt auch noch rechts wäre, oh Gott! Merkst du denn schon eine Verbesserung?

Ich persönlich habe meine eigene Theorie zu den Ursachen, die meisten Ärzte meinen, das sei Schwachsinn, meine eine Ärztin hält das jedoch für gut möglich und will eventuell sogar dran forschen :-D . Leidest du unter Problemen mit der Halswirbelsäule/dem Nacken/dem Kiefer?

ToanjaxAbels


Eigentlich habe ich keine Probleme in der Richtung. Das einzige was ich habe ist eine nasenspraysucht.

Heute ist der fünfte Tag und ich merke keine Besserung. Ich habe von der Lähmung her gerade den Höhepunkt erreicht. Totalausfall

BJebe|l


Hallo Leute, will euch echt keine Angst machen. Aber meine Fazialisparese liegt jetzt schon 1 1/2 Jahre zurück. Hier eine kurze Schilderung meines Krankheitsverlaufs:

Angefangen hat alles mit Geschmacksstörung, dann kam ein hängender Mundwinkel, kein Lidschlag und keine Gesichtsmimik dazu. Letztendlich, nach CT, MRT, Lumbalpunktion wurde eine idiopathische Fazialrisparese diagnostiziert.... Zunächst verschlechterte sich mein Zustand noch, Höhepunkt war nach ca. 3 Tagen erreicht. Bekam Logopädie und machte brav meine Übungen und trug nachts einen Uhrglasverband. Hatte von anfang an große Probleme mit dem Auge, obwohl mittlerweile wieder Lidschlusss vorhanden war, lief mir beim Duschen das Duschgel ins Auge. Also kniff ich das Auge ständig zu, so auch bei Sonne und Wind. Lt. Augenarzt war mein Auge aber ok. Nach ca. 3 Monaten war die FP fast komplett ausgeheilt. Dann hatte ich das Gefühl, dass jetzt die andere Seite betroffen wäre. Neurologe meinte, dass ich mir das nur einbilden würde und die FP doch noch nicht komplett ausgeheilt wäre. Solle nach 4 Wochen nochmal zur Kontrolle vorbeikommen. Dann kam der Schock: Er sagte mir: Ja, es ist so, dass bei Ihnen der Nerv falsch ausgesprosst ist, sowas kommt bei ca. 6% der Patienten vor. An ihrer Mimik wird sich nichts mehr ändern, kann Ihnen ein Antidepressiva verschreiben, damit sie besser damit umgehen können. Als ich dies ablehnte, meinte er dann. Ok, ändern kann man daran nichts mehr, dann brauchen Sie auch nicht mehr zu kommen.

Bei jeder Bewegung die ich mache, schließt sich das Auge. Mittlerweile vermeide ich das Lachen, weil es da am schlimmsten ist. Durch die ständige Bewegung der Muskulatur, ist diese im Gegensatz zur anderen Gesichtshälfte, total kräftig und verhärtet. Der Mundwinkel zieht nach oben.Die Muskelverhärtung geht bis zum Schlüsselbein. Das heißt, habe schon eine Schonhaltung angenommen und halte mittlerweile den Kopf schief (was diese Muskelverhärtung natürlich noch fördert...). War im Frühjahr diesbezüglich zur Reha, die hat mir sehr geholfen. Bekam 3x die Woche KG, 2x Massage und 5x Logopädie (wobei die Logopädie hauptsächlich auf Gesichtsmassage und Entspannungsübungen ausgerichtet war :)^ ). In der Reha wurde die Aussage des Neurologen soweit besätigt, dass man mir sagte, dass es sich um eine chronische Erkrankung handele und ich lediglich durch Entspannung eine Erleichterung der Syptome erreichen könnte. Jetzt nachdem ich ich wieder 2 Monate arbeite bin ich fast schon wieder soweit wie vor der Reha. Sobald ich mich längere Zeit konzentriere oder müde werde, zieht sich die ganze Geischtshälfte zusammen und das Auge und die Mundwinkel fangen an zu zittern. Außerdem leide ich immer noch an Geschmacksstörungen und bekomme ständig Krokodilstränen (nicht nur beim Essen) und die Nase läuft wie aus heiterem Himmel.

Hat jemand von Euch ähnliche Symptome und kann mir einen Rat geben was ich noch tun könnte. Bekomme zur Zeit 1x pro Woche Physio und gönne mir Osteopathie

Vielen Dank für euer Feedback!

L>ari/farix62


Hallo,

ich war auch betroffen. Ich hatte eine ideopathische Facialisparese, die mittlerweile fast vollständig wieder verschwunden ist. Bei mir hat das Ganze vor ungefähr drei Monaten angefangen, ich konnte mein Gesicht nicht mehr gut bewegen und das Auge stand etwas offen. Hatte die Woche davor eine Erkältung, vielleicht auch eine Infektion (war dafür nicht beim Arzt).

Bin dann auch sofort ins Krankenhaus gefahren (war an einem Sonntag) und dort wurden mir 60 mg Kortison für zehn Tage verschrieben, danach sollte ich es ausschleichen. Allerdings hatte sich die Faszialisparese in den nächsten fünf Tagen so verschlechtert, dass ich noch mal hin bin. Daraufhin wurde dann auf 80 mg erhöht und ich habe auf den Herpes Zoster Verdacht (der aber nie bestätigt wurde) einfach 10 Tage lang Aciclovir bekommen.

Nach drei Wochen war ich dann nochmal auf der neurologischen Station der Klinik, die Ursache wurde immer noch nicht gefunden (mir ging es auch so echt gut), aber da sich der Zustand meines Gesichts besserte, wurde von einer Lumbalpunktion abgesehen.

Ab da ging es dann auch wirklich bergauf. In den letzten Wochen verbesserte sich mein Gesicht wirklich sehr schnell.

Jetzt habe ich noch Druckschmerzen im Gesicht (an die Schulter anlehnen beim Freund klappt immer noch nicht :( ) und ein nervöses Zucken in der Wange. Sonst ist alles wie vorher, worum ich unglaublich froh bin.

Die Gesichtsübungen habe ich nur einen Monat lang gemacht, danach hab ichs gelassen. Man liest auch oft, dass die Gesichtsübungen lediglich dazu dienen, dem Patienten das Gefühl zu geben, das er was tun kann. Ob das jetzt wahr ist, oder nicht, weiß ich natürlich nicht.

Allerdings habe ich gemerkt, dass mein Gesicht sich immer besser anfühlte, nachdem ich Sport gemacht habe. Ich habe dieses High Intensity Intervall Training gemacht. Vielleicht war das aber auch nur Einbildung oder Wunschdenken.

Ich wünsche euch allen, die sich damit noch rumschlagen, gute Besserung!

L,ariYfaTri6x2


Achja: Ich glaube, bei mir lag es stark am Stress und der Erkältung. Das nervöse Zucken taucht jetzt auch immer auf, wenn ich mich gestresst fühle..

D1rehaMl3x6


tja... wie war das bei uns...

Unser Sohn hatte mit 5 Jahren innerhalb von 2 Moanten etwa 15% seines Gewicht verloren , ohne für uns ersichtlichen Grund.

Er hatte absolut keinen Hunger mehr, und völlig lustlos was das Essen anging ( vorher war er ein guter Esser).

Dann ist von einer zur anderen Sekunde auf einmal seine rechte Gesichtshälfte gelähmt gewesen... wir waren mehr als erschrocken und haben den Notruf gewählt. Dort wurde ein Schlaganfall (bei einem 5Järigen!) nicht ausgeschlossen und man wollte uns den Notarzt schicken. Anfahrtszeit 20-25Min., weil der eigentliche Notarzt gerade schon belegt war...

Das war mir dann bei der Diagnosemöglichkeit zu lang, ich hab den Kleinen ins Auto gepackt und auf dem Weg zur Autobahn die Polizei davon informiert (ich hab nicht gefragt ob ich das darf.... ich hab sie einfach nur informiert dass...), dass ich nun via Autobahn mit max. Geschwindigkeit in die Unikinderklinik fahre (40km), sie bitte den restlichen Weg durch die Stadt sichern sollen. Die 120km/h Beschränkung haben wir dann auf Anordnung der Polizei ignorieren dürfen (220km/h war deutlich flotter), auch sollten wir rechts überholen und den Standstreifen nutzen... das letzte Drittel durch die Stadt wurden wir von 2 Polizeiautos eskortiert.... 150km/h in der Stadt... für die 40km haben wir keine 20min gebraucht...d.h. der Notarzt wäre wahrscheinlich noch nicht mal bei uns zuhause angekommen gewesen, in der Uniklinik dann das Ergebnis der bereits wartenden Kinderneurologen : Kein Schlaganfall, nach 2 Tagen kam raus: Neuroborelliose

Nach massiver Antibiotikatherapie war die Gesichtslähmung nach etwa 3 Wochen mit sehr ausgiebiger Hilfe einer spezialisierten Physiotherapeutin wieder weg.... und der Hunger war nach 3 AB-Infusionen auch wieder da...

So... jetzt hab ich euch mit ner halben OffTopic-Story belästigt.. wollte aber auch mal sagen, dass wir damals über die echt unkomplizierte Hilfe der Polizei und das extrem schnelle Behandeln durch die Ärzte uns sehr gefreut haben.

Wir denken auch jetzt ein wenig anders über die Polizei...

c6äci(lia bx.


Liebe LeidensgenossInnen, ich habe die rechtss. Fazialisparese aufgrund von Zoster - Gürtelrosevirus jetzt seit 7 Monaten. Mein Gesicht ist, von außen betrachtet, weitgehend wieder hergestellt. Ich muss aber immer noch mein Auge nachts zukleben und tagsüber einfetten. Muskeln und Nerven gehen noch nicht richtig zusammen und ich fühle mich schief. Meine Zunge fühlt sich rechts taub, geschwollen und pelzig an und im Ohr gibt es häufig ein andauerndes Klackergeräusch. Das und die Nervenschmerzen in Kopf und Ohr wäre alles zu ertragen. Ich komme meistens sogar ohne Schmerzmittel aus. Worüber aber noch niemand geschrieben hat, und das wundert mich echt, sind die Beeinträchtigungen im Kopf! Ich fühle mich total behindert, kann kaum arbeiten, kriege Schweißausbrüche, (sehr kurze) panikartige Zustände, bei lauten Geräuschen wird mir schnell alles zuviel, auf jeder Feier oder Versammlung muss ich mich bald hinlegen und als Ergebnis von allem fühle ich mich komplett wertlos! Manchmal hab ich keine Hoffnung mehr, wieder die "Alte" (ich bin 51 J.) zu werden, die viel und gerne ganz aktiv war. Meine Liebesbeziehung leidet natürlich auch darunter. Hat noch jemand solche Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit? Ich bin seit 7 Monaten krankgeschrieben und schaffe die teilweise Wiedereingliederung nur mäßig. Hab jetzt eine Reha bewilligt bekommen und setze große Hoffnung darauf. Freue mich über Antworten. Cäcilia**

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