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Nasenpolypen und Ass-Intoleranz

TKhomPas Mü;llxer hat die Diskussion gestartet


ich werde mich in 14 Tagen nach mittlerweile 4 NNH Operation (Nasenpolypen) einer ASS Deaktivierung in einer Spezialklinik unterziehen.

Ich weiß nicht ob es vielen bewusst ist, aber eine Salicylintoleranz (Aspirin) ist eine häufige Ursache für rezidivierende Polypen. Es handelt sich dabei im klassischen Sinne nicht um eine Allergie sondern um eine Intoleranz. Deshalb ist diese Pseudoallergie auch nicht so einfach nachweisbar. Selbst viele Hausärzte haben davon noch nie etwas gehört.

Die Erfolgsaussichten bei dieser Behandlung sind relativ hoch, wenn die Ursache für die Nasenpolypen wirklich in dieser Intoleranz liegt. Bei mir äußerte es sich vor einigen Jahren ebenfalls in einer Alkoholintoleranz, was aber als Folge der Salicylintoleranz zu sehen ist.

Nach erfolgreicher Deaktivierung müssen die Patienten ein Leben lang ASS in niedriger Dosierung zu sich nehmen (300mg/Tag). Reagiert der Körper nicht mehr allergisch darauf, verschwinden die Polypen von alleine.

Acetylsalicylin ist Bestandteil fast aller Nahrungsmittel, eine Vermeidungsstrategie ist deshalb schwierig wenn nicht sogar unmöglich.

Gibt es bereits User in diesem Forum, die sich dieser behandlung unterzogen haben und wie sind Eure Erfahrungen damit? Auf einen regen Erfahrungsaustausch würde ih mich freuen.

Gruß,

Thomas

Antworten
rkuhrp3ott5-judxy


schon 4 nnh ops?

wie hast du das nur überstanden?

hab am montag meine erste und hoffentlich letzte gehabt

seit heute hab ich nur noch schmerzen, denn der doc hat versucht, die krusten zu entfernen, was ziemlich schmerzhaft war....

T}hComaus Müllxer


die erste war bei mir auch die schlimmste, danach waren die Gänge geweitet und ich hatte eigentlich keine Schmerzen nach den OPs. Die letzte am Mittwoch war eine Laser OP mit örtlicher Betäubung. Es hat weder geblutet noch hatte ich Schmerzen.

Jetzt möchte ich allerdings ursächlich etwas dagegen tun, wie gesagt bei einer Aspirinallergie ist das wie gesagt möglich.

rCuhrp\ott-Kjudy


du armer kerl. tust mir leid. wirklich. mir hat das eine mal gereicht. ich hoffe, das es dir bald besser geht!

M*ikxe38


*:) Thomas

Ich habe auch Probleme mit Polypen!Ich rieche deswegen nix mehr :-(

Ich bin auf der Suche nach einem Arzt, der sie mir mit Laser wegmacht.Kannst Du mir Deine Erfahrungen mit dem Laser mal schildern ???

Wie lange hat man dann in etwa Ruhe? hattest Du auch Riechprobleme? Würde mich über ne Antwort freuen :-o

Mike

TThomeas Miül3ler


Hallo Mike,

eine Laser OP ist sehr schonend im vergleich zu einer radikalen NNH OP. Bei mir hat es so gut wie nicht geblutet, ich war am selben Tag schon wieder Top fit.

Bei einer Laser OP werden die Polypen verbrannt und man hofft, dass durch diese Verbrennungen die kranke Schleimhaut im weiteren Heilungsverlauf abgestoßen wird. Ob es klappt, naja, wir werden es sehen. Nichtsdestotrotz werden die Polypen natürlich wieder nachwachsen.

Ich setze meine ganze Hoffnung auf die ASS Deaktivierung. das ist wahrscheinlich der einzige Weg um das Problem ein für allemal ursächlich zu behandeln.

Gruß,

Thomas

CQonnbix14


Hallo Thomas,

habe gestern zum ersten Mal von einem HNO-Arzt erfahren, dass es einen Zusammenhang zw. ASS-Intoleranz und Polypen gibt (habe Polypen seit 15 Jahren, 4 OP´s). Wenn du jetzt in eine Klinik gehst, hast du dich bestimmt schon genau informiert. Kannst du mir ein paar Infos dazu geben, wie so eine Behandlung in der Klinik abläuft, bzw. welche Kliniken das durchführen. Weißt du, ob es bestimmte Lebensmittel gibt, die extrem Ass-lastig sind? Bin dankbar für jede Info, da ich gerne mal wieder was riechen würde...

Vielen Dank Conni

T>hoBmas yMüller


Hallo Conni,

eine Übersicht über den ASS Gehalt von Lebensmitteln findest Du hier: [[http://www.medcom.ch/deutsch/medical/allercom/salicylintolerance.htm]]

Leider ist es so, dass Acetysalicylsäure in so gut wie allen Lebensmitteln mehr oder weniger vorhanden ist. Eine Vermeidungsstrategie ist damit so gut wie unmöglich. Deshalb sollte der Weg bei dieser Gruppe von Patienten auch die Desaktivierung der ASS Intoleranz sein. Leider hat sich diese bei mir im Krankenhaus nicht bestätigt, ich reagierte auf 800mg ASS ohne jegliche Symptome.

Festegestellt wurde allerdings eine massive Erhöhung des IgE im Blut. Dieser Wert deutet im allgemeinen auf eine Allergie oder Befall von Parasiten hin. Letzteres ist bei uns aber eher unwahrscheinlich.

Die ASS Desaktivierung wird nicht vom niedergelassenen Arzt sondern nur in Spezialkliniken durchgeführt, da die Gefahr eines Kollaps sehr groß ist. Es hat in der Vvergangenheit schon Todesfälle nach der Einnahme von Aspirin gegeben. Man beginnt dann mit einer sehr niedrigen Dosis, bei mir waren es 5mg und verdoppelt dann stündlich die Dosis bis auf 500mg. Treten Symptome auf bist Du ASS intolerant. Bei mir war das allerdings nicht der Fall. Anschließend wird der Körper im Verlauf von ca. 1 Woche an das ASS gewöhnt. Das geschieht durch leichte Dosissteigerungen bis Du problemlos 500mg verträgst.

Danach mußt Du ein Leben lang 500mg täglich nehmen. Ganz ungefährlich ist das auch nicht, da viele Personen das Medikament nicht vertragen und eine Gastritis oder sogar ein Magenbluten entwickeln. In der Regel wirst Du deshalb vorab einer gründlichen Voruntersuchung unterzogen. Das kann auch eine Magenspiegelung sein (habe ich abgelehnt)

Gruß,

Thomas

aidenoxide


1,5 Jahre altes Kind.

Diagnose:Adenoide, rezidivierende Atemweginfekte.

Ärztl. Empfehlung: OP.

Wer hat diesbezüglich in diesem Kindesalter Erfahrungen?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Saimone! 1


ASS Desaktivierung

Ich hatte im Dezember04 eine Nasen-OP (Polypen), die ich relativ problemlos überstanden habe. Als dringende Rat der Ärzte wurde mir mit auf den Weg gegeben, wegen meiner ASS Unverträglichkeit eine Desaktivierung ASS an der MHH durchführen zu lassen.

Eingangsuntersuchung im Januar 2005 in Hannover.

Beginn der Desaktivierung am 15.4.05 an der MHH - zunächst

drei Tage mit einer Kartoffel/Reisdiät.

Danach erfolgte die Gabe von 25 mg Aspirin und nach 90 Min. weitere 50 mg Aspirin. Nach ca. 120 Min. starke Atemnot /Reizhusten/Hautjucken pp. - Versuch wurde abgebrochen. Am nächsten Morgen 50 mg problemlos genommen, aber gleiche negative Reaktion wie am Vortag bei der Einnahme von 100 mg Aspirin. So ging es die ganze Woche weiter und ich wurde am Freitag - nach 5 Tagen Einnahme von Aspirin - als geheilt mit 500 mg Asprin Tagesdosis entlassen ! A b e r .... !!

Am Sa. Einnahme von 500 mg Aspirin mit Magentablette und nach ca. 4 Std. starke Reaktion mit starker Atemnot. das Gleiche geschah am Sonntag. AmMontag meinen Hausarzt aufgesucht - große Unsicherheit - und sofortige Überweisung an Facharzt für

Lungenkrankheiten. Dort sofortiger Lungenfunktionstest, der

sehr schlecht ausfiel. Kontaktaufnahme mit der MHH. Dortiger Rat war, weiterhin 500 mg Aspirin täglich nehmen. Facharzt gab mir

"Berotex", einzusetzen, wenn ich widerum keine Luft bekomme.

DI 500 mg Aspirin und nach ca. 4 Std. wieder starke Reaktion in Form von akuter Luftnot, die von mir mit einem Stoß Berotex bekämpft wurde. Am MI habe ich die einzunehmende Dosis Aspirin von 500 mg Tagesdosis auf 250 mg Aspirin geändert. Seitdem geht es mir etwas besser. Trotzdem habe ich immer noch eine Reaktion am Tag, die sich in asthmatischen Reizhusten mit Atemnot (in abgeschwächter Form)zeigt. Reaktion nach Einnahme

unterschiedlich entweder nach 4 Std. oder nach ca. 12 Std. .

So geht es schon bis heute SONNTAG, also 4 Tage.

Wer hat Erfahrungen hiermit ? Wer hat gleiche Reaktionen gehabt?

Wer kann mir Rat geben? So weiterleben kann ich nicht.

Entweder ich setze die Einnahme von Aspirin ganz ab - dann ist

der Zeitpunkt der nächsten Nasen-OP schon vorprogrammiert

oder ich erhöhe die Dosis wieder, wovor ich eigentlich Angst habe.

Wer kann helfen bzw. Tipps geben ??

TThomas [MülWler


eine ASS Desaktivierung wird nicht ohne Grund nur in Fachkrankenhäusern durchgeführt. Die Reduktion der Dosis war ein Fehler, ein nachträgliches Anheben der Dosierung kann im schlimmsten Fall zum Tod führen!

Ich kann Dir nur den Rat geben Dich schnellstens wieder ins Krankenhaus zu begeben. Pseudoallergische Reaktionen wie eine ASS Intoleranz sind nur schwer behandelbar, Hausarztpraxen und HNO Ärzte sind nicht die richtigen Anprechpartner.

S^imonQe x1


ASS Desaktivierung

Thomas,

ich habe mich vielleicht etwas zu kurz berichtet, daher jetzt eine Klarstellung:

Ich habe an der MHH am Montag mit der Desaktivierung angefangen und eigentlich jeden Tag schon auf die Einnahme kleinster Dosen ASS reagiert. Am nächsten Tag konnte ich allerdings dann diese Dosis ohne Probleme einnehmen. Am Donnerstag, einen Tag vor meiner Entlassung bekam ich morgens um 09.00 Uhr 150 mg Aspirin (hatte ich am Vortag stark drauf reagiert) und hatte bis 90 Minuten nach der Einnahme keine Reaktion. Daraufhin gab man mir 250 mg Aspirin (10.30 Uhr).

Gegen 12.00 Uhr hatte ich eine leichte Reaktion (leichte Luft-

probleme, Schwitzen). Trotdem gab man mir um 14.00 Uhr weitere

100 mg Aspirin, um rechnerisch an diesem tag auf die Gesamtein-

nahme von 500 mg Aspirin zu kommen. Nach 3 Std. widerum leichte

Reaktionen.

Am Freitag gab man mir jetzt morgens 500 mg Aspirin. Ich hatte

den ganzen Tag k e i n e Reaktion !! Gegen 15.30 Uhr wurde ich

entlassen.

Am Samstag nahm ich nun zu Hause morgens 500 mg Aspirin mit

einem Magenschutz ein und hatte dann die starken Reaktionen

wieder. Gleiches wiederholte sich an den nächsten Tagen (siehe

auch meinen Vorbericht). Selbstverständlich habe ich die einzu-

nehmende Menge Aspirin von 500 mg auf 250 mg erst nach

Rücksprache mit meinen Ärzten in Hannover reduziert. Nur kannst

du dir garnicht vorstellen, wie schwer es ist, einen Arzt, der auch

etwas entscheiden darf und kann, ans Telefon zu bekommen.

Vermutlich bin ich z.Zt. der Einzige(hier im Forunm) der schon so eine

ASS-Desaktivierung hinter sich gebracht hat, wenn auch mit einem

nicht sehr positiven Ergebnis.

Sollte noch jemand so etwas schon gemacht haben, bitte ich

um Meldung.

f4ran9zifexger


ASS Intoleranz

Hallo Thomas,

habe gerade Deinen Beitrag gelesen und hoffe, daß ich auch auf solch einen alten Beitrag eventuell eine Antwort erhalte. Deine Krankheitsgeschichte hätte auch meine sein können.

Ich habe jetzt seit fast 17 Jahren das Problem, bin mehrfach operiert worden, habe eine ASS-Sebilisierung in Verbindung mit Cordison an 5 Tagen in der Klinik erhalten - dies ist jetzt 4 Jahre her, habe dann über einen längeren Zeitraum Aspirin genommen, welches mir auch so keine Probleme bereitet hat, ausser daß ich nur noch blaue Flecken hatte. Mittlerweile habe ich schon wieder eine höher dosierte Cortisontabletten-Kur hinter mit - alles letztendlich ohne Erfolg.

Nun stehe ich seit November wieder vor einem nächsten OP-Termin, den ich aber seit der Zeit auf Eis gelegt habe.

Wie geht es Dir - gab es für Dich bis jetzt eine Lösung - was kann ich nur machen ??? ?

Würde mich riesig über eine Antwort freuen.

Lieben Gruß

franzifeger

C*aroEla68


Hallo franzifeger,

warum hast Du mit dem Aspirin aufgehört? Du schreibst, dass Du keine weiteren Probleme damit hattest, sind die Polypen trotzdem wieder gekommen? Wieviel mg ASS hast Du genommen? Leider gibt es ja noch immer keine andere Möglichkeit als die Desaktivierung, wobei bei manchen auch Singulair gegen Polypen hilft, aber die hast Du sicher auch schon probiert, oder?

Viele Grüße

Carola

D#ine0x1


Hallo,

meine Polypen wurden im Sommer 2006 erstmalig entfernt. Wenige Tage nach der OP konnte ich wieder riechen. Der Geruchssinn verschlechterte sich aber wieder innerhalb weniger Monate. Ich konnte nur noch riechen, wenn ich ein Antibiotikum oder Cortisontablette nehmen musste. Nach Absetzen dieser Medikamente verschlechterte sich der Geruch wieder und 7-10 Tage später wieder ganz verschwunden. Eine CT im Sommer 2007 zeigte, dass die Polypen zumindestens teilweise wieder nachgewachsen sind.

Im November 2007 wurde bei mir die ASS-Intoleranz festgestellt und ich auf 500 mg Aspirin angepasst. Obwohl ich vorher einige Wochen schon nicht mehr riechen konnte, stellte sich mein Geruch unter der Einnahme des Aspirins wieder ein. Leider hielt das aber auch nicht dauerhaft an. Als ob ich mich an das Aspirin gewöhnt hätte, blieb der Geruch einge Wochen danach auf der Strecke.

Seitdem nehme ich noch täglich das Aspirin und vertrage es gut. Ich erwäge derzeit eine zweite OP mit anschließender ASS-Desaktivierung, um zu testen, ob die Polypen dann langsamer nachwachsen. Ich möchte endlich wieder riechen können!

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