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Nasenpolypen und Ass-Intoleranz

StolundKbearf77


Hallo, habe das eben gefunden. Soweit ich weiß habe ich keine Polypen, eher eine schiefe Nasenscheidewand. Mein Problem ist die Intoleranz selbst, weil ich seit längerem ungeklärt Magen-Darm-Probleme habe. Quasi völlig grundlos, bisher wenig nachvollziehbar. Ich habe gemerkt, dass ich zB auf Salicyl in Duschgels etc. reagiere und da Ausschlag bekomme. Auch bei Hornhautcremes mit Salycil-Säure.

Letzte Woche habe ich mir eine ASS eingeworfen und habe irgendwie später krasse Magenkrämpfe bekommen und Durchfall. Ich denke aber eher, dass hier die Kombi aus Eisen+ASS nicht gut war. Sonst hatte ich mit ASS nie Probleme. Wie passt denn das zusammen?

Kennt jemand sowas?

OLzAbWdulqlah


Hallo,

Seit dem 16. Lebensjahr leide ich unter rezidivierenden chronischen polypösen Pansinusitis (Pansinusitis heißt alle vier Nasennebenhöhlen sind betroffen) und multiple Allergien :°( .Innerhalb der letzten fünf Jahren wurde ich deshalb schon vier mal operiert und ich bin erst 24 :-X . Aber zum Glück muss man heuzutage das Gesicht nicht aufschlitzen und die Op durch die Nase durchzuführen ist, sonst wäre das ja furchtbar ":/

Bei mir wurde noch zusätzlich ein Asthma diagnostiziert, weshalb es sehr wahrscheinlich ist, dass ich auch noch ASS-Intoleranz habe und deshalb Off-Label auf Aspirin eingestellt werden muss :|N (übrigens man nennt dieses Phänomen, wenn man das volle Programm hat, also NNB-Entzündung, Asthma und ASS-Intoleranz, Samter-Trias).

Nächsten Sonntag werde ich stationär aufgenommen und auf Aspirin eingestellt. Dies ist meine letzte Hoffnung @:) .

Wer unter rezidivierenden Polypen leidet und häufige Atmwegsinfekte hat, muss eventuell an Mukoviszidose denken und beim nächsten Arztbesuch den Arzt darauf ansprechen, denn oft ist es so, dass sich die Ärzte nur auf aktuell bestehende Beschwerden fokussieren und denen beheben wollen als an mögliche Grunderkrankung zu denken.

Viele Grüße

OAzAbdZul3lah


12.03.15 17:55

Hallo,

Seit dem 16. Lebensjahr leide ich unter rezidivierenden chronischen polypösen Pansinusitis (Pansinusitis heißt alle vier Nasennebenhöhlen sind betroffen) und multiple Allergien :°( .Innerhalb der letzten fünf Jahren wurde ich deshalb schon vier mal operiert und ich bin erst 24 :-X . Aber zum Glück muss man heuzutage das Gesicht nicht aufschlitzen und die Op durch die Nase durchzuführen ist, sonst wäre das ja furchtbar ":/

Bei mir wurde noch zusätzlich ein Asthma diagnostiziert, weshalb es sehr wahrscheinlich ist, dass ich auch noch ASS-Intoleranz habe und deshalb Off-Label auf Aspirin eingestellt werden muss :|N (übrigens man nennt dieses Phänomen, wenn man das volle Programm hat, also NNB-Entzündung, Asthma und ASS-Intoleranz, Samter-Trias).

Nächsten Sonntag werde ich stationär aufgenommen und auf Aspirin eingestellt. Dies ist meine letzte Hoffnung @:) .

Wer unter rezidivierenden Polypen leidet und häufige Atmwegsinfekte hat, muss eventuell an Mukoviszidose denken und beim nächsten Arztbesuch den Arzt darauf ansprechen, denn oft ist es so, dass sich die Ärzte nur auf aktuell bestehende Beschwerden fokussieren und denen beheben wollen als an mögliche Grunderkrankung zu denken.

Viele Grüße

L|agwa^gonbexr


Ich klinke mich mal hier ein zum Thema, verusche mich kurz zu fassen.

Zu meiner Person, männlich 29 Jahre alt, 186m groß, 79 Kilo schwer.

Astmatiker und Allergiker von Geburt an, in den ersten 2 Lebensjahren haben mir Cortison Zäpfen 2 Mal das Leben gerettet, laut meiner Mutter.

Diese sagte mir auch immer, wenn ich unterwegs war, dass ich Aspirin und Penicillin Tabletten ablehnen solle, weil diese für mich tödlich sein könnten.

Meine Nase war mein Leben nie wirklich frei, aber es störte mich nur, wenn es auf die Ohren schlug, dann half immer eine 2-3 wöchige Cortison Therapie (5-6 mal in den letzten 3 Jahren)

Konnte auch immer gut Sport machen, bis vor 2 Jahren (Fußball, Tennis, Tischtennis), sogar ein Halbmarathon war dabei. Aber leider haben meine Sprunggelenke, das nicht mehr mitgemacht.

Die Schmerzen an den Nebenhöhlen, die ständigen Halsschmerzen, hab ich gar nicht mehr wahrgenommen.

Im letzten Jahr, spitze sich doch alles zu, beide Nasenlöcher vermehrt zu, dieses Jahr im April dann die ersten Asthmaanfälle Nachts seit 20 Jahren.

Tagsüber war meist noch ein Nasenloch frei, was mir reichte, Nachts allerdings habe ich sehr viel Schleim angesammelt und ich fragte mich Morgens immer, dass ein Mensch allein doch gar nicht so viel Sekret produzieren kann :-D

Daraufhin konsultiere ich eine Lungenfachärztin und abermals die HNO Ärztin. Mein Hausarzt verschrieb immer nur, was die Kasse vorgab für mein Asthma, daher wollte ich es mal gezielt angehen.

Die Lungenärztin stellte mich von BudiAir und Salbuhexal (Morgens/Abends) auf ein mal Relvar Ellipta um.

Der Allergietest ergab, die Höchststufe für Haussstaubmilben-Allergie. Um mein Bett hatte sich immer meine Mutter gekümmert, bis ich mit 25 auszog. Mir war nie bewusst, wie schlimm die Allergie eigentlich für mich ist.

Dafür bekam ich sämtliche Bezüge für's Bett verordnet.

Die HNO Ärztin sagte mir, sie könne mich auf Cortison dauerhaft einstellen, würde mir aber dringend zu einer OP raten.

Diese OP war jetzt am 17.07 und ist einfach toll verlaufen. Die Untersuchung vorab ergab folgende Diagnose:

* Chronisch-polypöse Pansinutitis

*Septumdeviation

*Verschattung aller Nebenhöhlen

Nachdem die erste Tamponade gezogen wurde, bekam ich schon besser Luft als zuvor.

Das Ziehen der zweiten Tamponade war eine absolute Befreiung.

Im Abschlussgespräch wurde mir direkt ein Termin für eine ASS-Desaktivierung gegeben, 3 Tage stationär. Da ich hier gefühlt keine Mitsprache hatte, hab ich mir nur gedacht, dass es doch sehr ernst zu sein scheint. Da die ärztliche Versorgung im Klinikum Heidberg in Hamburg, sehr sehr professionell war, habe ich hier vollstes Vertrauen in die Ärzte.

Ansonsten sieht die Nachbehandlung wie folgt aus:

* Cortison Tabletten beginnend mit 75 mg ausschleichend über 3 Wochen (Heute bei 30mg)

*Nasenemulsion bis gestern

*Ab Heute Nasonex 2 mal 2 Hub pro Nasenloch täglich

* 3 Nasenspülungen pro Tag

* Ab 31.8. 3 Tage ASS Desaktivierung

Heute beim Lungenarzt , ergab der Lungenfunktionstest, eine Steigerung von 75% Lungenfunktion auf 83% innerhalb von 3 Monaten.

Zur weiteren Verbesserung verschrieb Sie mir für Abends noch MontelAir.

Das einzige was mir Sorge macht ist, dass die Medikation nach der ASS-Desaktivierung wie folgt aussehen wird (ist schon nicht wenig, finde ich):

Morgens:

*Relvar Ellipta

*Nasonex

*Aspirin

Abends:

*MontelAir

*Nasonex

Heute, 10 Tage nach der OP atme ich wunderbar durch beide Nasenlöcher, dieses Gefühl ist ein Traum. Ich fühle mich glücklich und total entspannt und frage ich mich, wie ich auf die Frage, wie es mir ginge, immer mit gut antworten konnte.

Wenn das so anhält, ist es fast wie ein neues Leben. Manchmal liege ich im Bett, atme durch die Nase und weine vor Glück :)

Die einzige Sorge die bleibt, das aufgrund von Asthma, Allergien und ASS-Intolleranz diese scheiss Dinger wieder kommen und wahrscheinlich den Moment nutzen werden, wenn ich mal schludrig mit den Medikamenten umgehe :D

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