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Speichelstein im Unterkiefer: Zertrümmerung?

P/lifntBer hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe in der linken Unterkiefer-Speicheldrüse einen Speichelstein. Im Frühjahr hat sich der Stein so gelegt, dass er den Speichelabfluss komplett verhindert hat. Die Speicheldrüse wurde innerhalb von Stunden sehr dick und schmerzhaft. Gegen die eitrige Entzündung bekam ich ein Antibiotikum, das gut geholfen hat. Im Moment zwickt und zwackt die Drüse immer mal wieder, aber der Speichel kann zum Glück noch abfließen.

Zwei HNO-Ärzte stellten fest, dass der Stein im "Drüsenkelch" liegt und dass er wegen dieser schwierigen Lage nicht einfach herausoperiert werden kann. Die Gefahr, benachbarte Nerven zu verletzen, ist zu groß. Obwohl die beiden Mediziner solche Steine routinemäßig heraus holen, wollen sie an meinen Stein nicht heran.

Die Alternative: Die gesamt Drüse muss entfernt werden. Oder: Man versucht eine Zertrümmerung (wie bei Gallen/Nierensteinen usw).

Nach langer (!!!) Suche habe ich im Ruhrgebiet (Bochum) eine HNO-Klinik gefunden, die solche Zertrümmerungen macht. Bei der Voruntersuchung zeigte sich, dass mein Stein hart genug ist, um zertrümmert werden zu können.

Leider gehört so eine Zertrümmerung nicht zu den Regel-Kassenleistungen. Die Zertrümmerung kostet 1800.- € für die drei benötigten Sitzungen, das kann ich nicht selbst bezahlen. Ich habe also bei meiner Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Wie erwartet ... kam eine Ablehnung.

Gestern war ich noch einmal bei meinen HNO-Ärzten. Sie wollen mir nun noch einmal eindringlich bescheinigen, dass sie den Stein nicht wie üblich einfach so heraus operieren können. Und dass eine komplette Entfernung der Drüse auch nicht im Sinne der Krankenkasse sein kann: Diese Operation kostet wesentlich mehr.

Hat jemand hier im Forum vielleicht Erfahrung mit Speichelsteinen? Ich wüsste gern auch etwas über die Zertrümmerung usw.

Über eine Antwort freue ich mich sehr!

Gruß von

Margarete

Antworten
B;obCuxtty


Hallo Margarete,

mir haben sie gerade einen Speichelstein entfernt. Der Stein saß

in einer Tasche in der Speicheldrüse, am Ausgang zum Kanal.

Daher drückgte der Stein den Kanal zu. Der Stein war auch relativ

groß, daher fiel Zertrümmerung von vorne herein aus.

Unter örtlicher Betäubung wurde der Speichelkanal geweitet und

dann aufgeschnitten. Dan wurde der Stein rausgefischt und entfernt. Der Speichelkanal wurde rechts und links mit festgenäht. Mein Stein war ca. 1,5 x 0,8 cm groß.

Von dem Eingriff habe ich eigentlich nichts gemerkt, hinterher hatte ich ca 1 Woche immer leichte schmerzen - klar wegen offener Wunde. Nun ca 1,5 Wochen nach dem Eingriff bin ich Beschwerdefrei. Mir wurde gesagt, dass Speichelsteinbildung veranlagung ist und falls sich wieder ein Stein bildet, die Drüse mit entfernt werden muss. Dies geschieht dann durch einen Schnitt von Aussen.

Meine OP wurde im Krankenhaus Buchholz in der Nordheide gemacht, ich bin sehr zufrieden.

Wenn Du noch Fragen hast, beantworte ich sie dir gerne.

Alles Gute,

Bob

KxlauYs Buxmxm


Speichelsteinzertrümmerung

Sehr geehrte Frau Margarete,

natürlich werden Speichelstein-Zertrümmerungen von der Kasse bezahlt. Allerdings ist es manchmal ein kleiner Kampf. Das wird aber von der Klinik organisiert. Meiner Kenntniss nach gibt es in Deutschland derzeit nur wenige Zentren, die sich auf eine "minimal-invasive" Therapie bei Speichelsteinen spezialisiert haben. In den meisten Kliniken wird auch heute nur die Drüse entfernt.

Falls Sie den Stein noch haben und er bisher nicht entfernt wurde, dann melden Sie sich doch einmal im Speichelstein-Zentrum an der HNO Klinik in Erlangen. Wir behandeln bis zu 5 Patienten mit Speichelsteinen pro Tag.

Für weitere Informationen könne Sie sich auf der Homepage unserer Klinik informieren.

[[http://www.hno.med.uni-erlangen.de/content/index_ger.html]]

Mit besten Grüßen

Dr. Klaus Bumm

PBlinxter


Hallo Herr Dr. Bumm,

ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen!

Wegen einer größeren Darmoperation und deren Nachwirkungen war ich längere Zeit nicht in diesem Forum. Ich bitte um Nachsicht, dass ich mich erst jetzt wieder melde.

Ich habe mit meiner Krankenkasse leider keinen Erfolg bei der Kostenübernahme. Ich habe eine Klinik hier in der Nähe (Bochum/Ruhrgebiet) gefunden, die die Zertrümmerung machen wollen und der Meinung sind, dass der Stein in Lage und Konsistenz zertrümmerbar ist.

Meine Krankenkasse hat zweimal die Kostenbeteiligung abgelehnt. Und das trotz eindringlicher Gutachten von HNO-Arzt und Klinik. Jetzt bin ich nach längerer Darmerkrankung ziemlich mutlos und glaube, dass ich mich in das Schicksal ergeben muss: Ich werde die Speicheldrüse halt nach der nächsten Entzündung entfernen lassen.

Bisher schaffe ich es noch, mit Speichellockern den Stein soweit zurück zu drängen, dass der Speichel nach Schwellung nach und nach abfließen kann. Mir ist klar, dass es eine Frage der Zeit ist, bis das nicht mehr klappt.

Nach Erlangen werde ich wohl nicht kommen, ich habe einfach zu viel um die Ohren (u.a. einen schwer herzkranken Sohn - rechter Ventrikel) und einen anstrengenden Fulltime-Job.

Ich danke Ihnen trotzdem herzlich für Ihre Hilfe!

@ Bob:

Dir danke ich sehr für deinen Bericht - immerhin überlebt man die Operation offensichtlich ;-)) Ich wünsche dir alles Gute und eine steinlose Zukunft!

Margarete

L0iKFatha8x5


"Re: Speichelstein im Unterkiefer: Zertrümmerung?

Hallo Margarethe,

auch ich leide momentan an Speichelsteinen... Nun soll direkt die ganze Drüse entfernt werden! Von der Möglichkeit die Steine zu zertrümmern erfuhr ich erst aus dem Internet, jedoch von keinem der zahlreichen Ärzte die ich bis jetzt aufsuchte!

Meine Frage: Welche Klinik in Bochum bietet dieses Verfahren denn an? Wohne ganz in der Nähe und einen Versuch wär's doch wert...

Würde mich über eine Antwort wirklich freuen, da ich eine OP mit sechtägigem stationärem Aufenthalt mehr als gern vermeiden würde...

Liebe Grüsse,

LiKatha...

uYlimaxtu


Hallo liebe Leidensgenossen, seit 2 Jahren renne ich von Arzt zu Arzt, man hat mir einen Backenzahn gezogen, man hat mein Rückenmark punktiert, CT gemacht, beim Heilpraktiker habe ich Spritzen in die Ohrspeicheldrüse bekommen, ich habe eine Larynxoskopie hinter mir und Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen. Kein Arzt konnte mir helfen, weil sie nichts gesehen haben. Ich bin schon völlig am Ende, habe abgenommen und ständig das Gefühl, etwas sitzt in meinem Hals. Komischerweise ist die linke Seite aber nie angeschwollen, nur hat sich mittlerweile ein knopfgroßer Knoten in meinem rechten Unterkiefer gebildet, den mein Hausarzt jetzt sonografiert hat. Er meint, ich habe Speichelsteine, und ich kann mich erinnern, in "jungen" Jahren schon mal etwas ähnliches gehabt zu haben, nur hat sich der damalige Stein anscheinend von allein verdrückt. Ich möchte mich aber ungern operieren lassen, wo kann man noch mal eine Zertrümmerung bekommen? Ich möchte nämlich die "Superärzte", bei denen ich gewesen bin (und denen ich auch von meinen Symptomen in früheren Jahren erzählt hatte) nicht wieder aufsuchen. Mein Vertrauen ist dahin.

Ich wohne in Norddeutschland in der Nähe von Oldenburg. Weiß jemand in diesem Umkreis eine Adresse, wo man mir helfen kann?

Vielen Dank für Eure Hilfe.

eine hoffnungsvolle ulimatu

jGandeYrymann


Ulimatu ich fass es nicht genau das gleiche iss bei mir nur im linken unterkiefer es fühlt sich an als würde da halt was sein was da net reingehört...

und wenn ich mein kopf in nacken lege habe ständig das gefühl iwas ist im nacken...Ich schleppe diesen kram seit 6monaten und habe uahc schon so gut wie alle untersuchungen durch..Diese sache allerdings noch nicht.

Kannst du hier oder per pm bitte genaueres zu deinen beschwerden schreiben?

j|an|dermxann


Ulimatu wäre schon wenn du dich melden könntest.

j|an5derxmann


Weiss jemand anderes darüber bescheid?

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