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Ass-Intoleranz

C=arslxoK


Hallo,

auch ich bin neu hier, habe diesen thread aber schon eine ganze Zeit verfolgt. Meine Leidensgeschichte ist die gleiche, wie bei den meisten hier, incl. mehrerer Operationen. Eine ASS - Desaktivierung habe ich auch in Erwägung gezogen, bin auch in der Bonner Uni-Klinik vorstellig geworden. Dort wollte man mir dann, nach einer 1-wöchigen Desaktivierung in der Klinik, die tägliche Gabe von 900 mg ASS bis auf weiteres verordnen. Ich habe dann zunächst einmal abgewunken und einen Termin in Freising gemacht. Zuvor habe ich aber bereits über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten hochdosiert Omega 3 zu mir genommen und hatte den Eindruck, dass mit der Zeit meine Beschwerden nachließen. Gleichwohl habe ich weiterhin Nasonex gesprüht. Seit dem Termin in Freising nehme ich zusätzlich Leinöl hochdosiert zu mir. Das alles mache ich, um meinen Fettsäurestoffwechsel wieder in das Gleichgewicht zu bringen. Zusätzlich achte ich auf meine Ernährung, trinke keinen Alkohol mehr und mache weitestgehend um alle Fertigprodukte einen Bogen. Wobei ich kein Asket bin.

Was soll ich sagen: es geht mir wesentlich besser. Keine Kopfschmerzen mehr. Kein Fließschnupfen, gesteigerte Riechfähigkeit, nachlassendes Ohrenrauschen. Insgesamt besseres körperliches Befinden, gesteigerte Leistungsfähigkeit. Übrigens: Nasonex habe ich mittlerweile abgesetzt!!!! Ich nehme also keine Medikamente mehr.

Ich hoffe, dass dieser Zustand noch lange erhalten bleibt und wünsche uns, dass dies vielleicht ein Weg aus unserem gemeinsamen Teufelskreis sein kann. Ich jedenfalls wollte euch über meine Besserung nicht in Unkenntnis lassen und damit vielleicht auch ein wenig Hoffnung vermitteln. Mir jedenfalls geht es wesentlich besser.

Kampf dem Riechkolben,

CarloK

CEaro2la68


Hallo CarloK,

mir ist das mit dem Omega 3 nicht ganz klar weil auch in der Broschüre (hast Du die auch?) steht, dass das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 stimmen muss. Warum bekommt man nur Omega 3?

Ich glaube, wenn man damit anfängt, ist es tatsächlich besser, wenn man noch nicht desaktiviert ist. Omega 3 macht noch dünneres Blut als man es vom Aspirin sowieso schon hat. Konntest Du denn bisher Alkohol trinken? Ich habe - wie die meisten - auch eine Alkoholintoleranz, die ja meist mit der ASS-Intoleranz einher geht.

Bei Vielen ist es ja so, dass die Beschwerden besser werden wenn man auf salicylathaltige Nahrungsmittel verzichtet. Bei mir war es leider nicht so. Ich habe vor der Desaktivierung keine Gewürze mehr gegessen, fast kein Obst und Gemüse mehr, Alkohol sowieso schon seit Jahren nicht mehr und es hat nichts genützt. Fertigprodukte habe ich noch nie gegessen. Nasonex vertrage ich leider nicht, daher nehme ich noch immer Cortisontabletten aber ganz niedrig dosiert.

Ich hole heute den Rest der Dinge, die mir in Freising verschrieben worden sind, bin aber skeptisch, zumal ich schon desaktiviert bin.

Noch eine Frage zu Bonn: warum ausgerechnet 900 mg und nicht gleich 1000 ? Hättest Du dann 3 x 300 mg (protect?) nehmen sollen? Haben die irgendwas dazu gesagt, ob es egal ist, ob man die normalen Aspirin oder die protect nimmt? Hattest Du den Eindruck, dass die sich wirklich auskennen? Ich frage deshalb, weil ich nicht nachbetreut werde und niemanden kenne, der sich auskennt.

Dir einen schönen Tag

Carola

kYl.schw6est~erx33


Hallo CarloK,

das was Carola68 gefragt hat, würde mich auch interessieren.

Es wäre echt zu schön um wahr zu sein, wenn man ohne Medikamente leben und diese ASS-Intoleranz in den Griff kriegen könnte! Bis dahin ist aber sicher noch ein langer Weg.

Nur zu schade, dass man den als Betroffener fast alleine gehen muss, weil sich niemand so richtig mit dem Thema auskennt.

Ich bin schon gespannt auf Deine Antwort.

Viele Grüße

CrarloxK


Hallo Carola68,

du hast Post.

@ kl.schwester33:

du hast recht, ein langer Weg, aber vielleicht einen Versuch wert.

Zu euren Fragen:

Die Broschüre ist mir bekannt. Die darin beschriebenen Fallentwicklungen klingen nahezu fabelhaft und es bestehen bei mir auch Zweifel, ob des Erfolgs der Methode. Aber was vergibt es mir, wenn ich einen Selbstversuch der Behandlungsmethode vornehme. Immerhin geht es im wesentlichen um den Ausgleich eines deregulierten Fettstoffsäurewechsels mit Nahrungsergänzungsmitteln. Und diese haben wesentlich weniger Nebenwirkungen als das, was wir täglich an Medikamenten in uns hineinpumpen.

Warum nun Omega 3? Nun, laienhaft erklärt, ist dies die essentielle Fettsäure, die in unserer Nahrungsaufnahme zu kurz kommt. Deswegen kommt es zu einem Missverhältnis im Fettsäurestoffwechsel, der bei unserem Krankheitsbild nach der oben vertretenen Theorie eine Rolle spielt. Durch die einseitige, hochdosierte Aufnahme von Omega 3- Fettsäuren soll nun dieses Missverhältnis im Fettsäurestatus reguliert werden. Hierfür muss zunächst der individuelle Fettsäurestatus laborbefundlich erhoben werden. Daraufhin wird eine individuelle Behandlungskonzeption erstellt. Insgesamt ein langwieriger Prozess.

In der Tat wurde mir mitgeteilt, dass die Behandlung mit dieser Methode nach erfolgter Desaktivierung schwieriger sei. Zu den Hintergründen kann ich an dieser Stelle nichts sagen.

Die Alkoholintoleranz habe ich auch. Deswegen verzichte ich mittlerweile vollständig. Dies aber auch nur, weil ich weiß, dass einmaliger Konsum zu wochenlangen Problemen mit dem Riechkolben führen kann. Man nennt das Lernen durch Einsicht.

Zur festen Nahrung nur soviel: Ich kenne die Listen zum Salizylat-Anteil in den Lebensmitteln. Diese sind nach meiner Ansicht oftmals widersprüchlich und von daher keine Referenzvermeidungsstrategie.

Allen Listen gemein ist aber, dass bestimmte Lebensmittel, stellvertretend sei hier das Gewürz Curry genannt, einen sehr hohen Salizylat - Anteil haben. Von daher versuche ich diese Lebensmittel zu meiden. Ansonsten gilt bei mir: ich bin selbst mein bester Verträglichkeitssensor. D.h. über die langwierige Leidensgeschichte habe ich auch bei der Nahrungsaufnahme ermittelt, was ich vertrage und was nicht. Für mich gilt: alles was stark gewürzt ist, also Soßen, mitunter auch Fertigprodukte, abgepackter und stark geschmacksverstärkter Aufschnitt wird von mir gemieden. Eine gezielte Salizylat - Diät kommt für mich aber nicht in Betracht - Stichwort Lebensqualität.

Zur Bonner Klinik: Hätte ich die Desaktivierung dort gemacht, wäre diese nach einem sogenannten Bonner Schema erfolgt. Dieses sähe bei mir nach erfolgter einwöchiger stationärer Einstufung, zunächst die tägliche Einnahme von 900 mg Aspirin protect vor. Später 600, ggf. noch später 300 (nach einem Jahr). Ich habe den zuständigen Professor leider nur zwischen Tür und Angel sprechen können. Mehr ließ die "Organisation" der Klinik nicht zu.

Vielleicht noch etwas Interessantes für euch. Bei meiner Aufnahme sprach der Ambulanzarzt davon, dass in letzter Zeit sehr viele mit der Verdachtslage ASS-Intoleranz zu ihnen überwiesen würden. O-Ton: "Uns wird die Bude eingerannt".

So, ich hoffe eure Fragen beantwortet zu haben.

Entscheident ist für mich, dass ich glaube, im Augenblick meine Krankheit beherrschen zu können, dass ich damit leben kann. Oftmals ist eine Linderung der Symptomatik ja bereits ein großer Schritt nach vorne. Bei mir ist jedenfalls wieder ein Stück Lebensfreude zurück gekehrt. Und genau das wünsche ich euch auch. Von daher möchte ich euch Mut machen, nicht aufzugeben, denn ich glaube es tut sich etwas.

Gruß,

CarloK

F!rangcismxo


Hallo alle zusammen *:) ,

ich bin seit geraumer Zeit in diversen Foren unterwegs. Nun bin ich hier beigetreten, um mich mit euch über unser Leiden auszutauschen.

Kurz vorab:

Nachdem ich (wie ihr alle) ärztetechnisch ne ganze Weile umhergetappt bin, fand letztendlich auch ich einen guten Internisten, der mir zielsicher die Diagnose "Samter-Trias" mit nach Hause gab. Die rasch wiederkehrenden Polypen nach einer OP 02/2008 und die festgestellte ASS-Intoleranz ließen auch keinen Zweifel zu.

Noch habe ich kein Asthma, aber es wird mich wohl in den nächsten Jahren treffen, so der Arzt...dann ist auch das Trio komplett.

Eine Desensibilisierung habe ich auf Anraten des Internisten im März 2009 begonnen, übrigens daheim, ohne Klinkaufenthalt oder ähnlichem. Schnell stellte sich Besserung ein, ich konnte einige Wochen später wieder riechen und schmecken. Aber wir kennen ja alle die Nebenwirkungen von der stetigen Medikamentenzufuhr. Auch die Einnahme von ASS-Protect verhindern diese natürlich nicht, allenfalls magenbezogen. Mit dem Gedanken ein leben lang dieses Zeug einzuwerfen, konnte (kann) ich mich einfach nicht anfreunden.

Ich habe dann etwas experimentiert und meine Dosis von 500mg auf 300mg gesenkt. Dann noch weiter bis auf 100mg. Zwischendurch hab ich es ganz abgesetzt, musste nach ca. 4 (sehr guten) Wochen aber einsehen, dass es auf Dauer ohne leider nicht geht.

Dann hab ich auch die akse-Website entdeckt (glaube dank Carola68 :)^ ) und das Prospekt meinem Internisten vorgelegt. Er fand den Ansatz interessant und empfahl mir, meinen Fettsäurestatus untersuchen zu lassen (Kosten: 75 €). Da ich ziemlich sicher ein schlechtes Omega 3 : 6 - Verhältnis hatte, sparte ich mir das Geld und versuchte es auf eigene Faust.

Seitdem nehme ich täglich 200mg ASS-Protect (100 morgens und 100 abends) und je einen Esslöffel Leinöl zu mir.

Ich bin gespannt wie sich mein Zustand in Zukunft entwickelt, denn mit ausschließlich 300mg ASS verschlechterte dieser sich in letzter Zeit langsam aber doch merklich, so dass ich wieder kaum noch riechen konnte.

In den letzten Tagen ging es wieder etwas besser. Ich hoffe das es an der Öleinnahme liegt.

Übrigens habe ich damals schon recht schnell die verdammten Sprays und Cortisontabletten in die Tonne geworfen. Einzig das Spray "Livocab direkt" nehme ich hin und wieder, aber nur wenn der wässerige Schnupfen nicht aufhören will. Das hilft echt gut.

Werde meine Erfahrungen gerne mit euch teilen, sofern Interesse besteht.

Kopf hoch Leute, es gibt echt schlimmeres...obwohl es ganz schön nervt!!!

Bis dann...

...Francismo

k6l.scrhwest4er33


Hallo Francismo! *:)

Schön, dass Du Dich hier her "verirrt" hast und uns Deine Erfahrungen schilderst.

Was mich wundert ist, dass Du bei einem Internisten gelandet bist. Vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren... Denn mit den diversen HNO’s und Lungenfachärzten komme ich irgendwie nicht weiter.

Das Schlimme ist einfach, dass die Behandlungsmethoden noch in den Kinderschuhen zu stecken scheinen und die meisten Ärzte, die man mit dieser Diagnose konfrontiert, nicht wirklich etwas damit anzufangen wissen. So jedenfalls ist meine Erfahrung.

Auch ich habe kein Asthma!! Worüber ich mich natürlich freue! Aber es ist nicht gesagt, dass es früher oder später noch dazu kommen kann - das hat mir der Lungenfacharzt auch schon prophezeit.

Ich habe "nur" damals (vor gut einem Jahr das erste Mal) bei meiner ersten Reaktion auf Aspirin mit asthmatischem Husten, sehr starker Nasenschleimhautschwellung und Atemnot reagiert. Ansonsten ist meine Lungenfunktion tadellos.

Hast Du denn aktuell auch Polypen? Und wenn ja, sind die durch das ASS zurückgegangen?

Ich nehme nun seit 3 Monaten 500 mg Aspirin und verspüre NULL Besserung! Im Gegenteil: Ich habe das Gefühl, dass sich die Polypen darüber sogar noch gefreut und sich vermehrt haben. :°( Hört sich lustig an, ist es aber ganz und gar nicht. Es ist eher zum Heulen, wie elend man sich an manchen Tagen fühlt, weil man bedingt durch die behinderte bzw. unmögliche Nasenatmung wieder mal die halbe Nacht durchwacht hat.

Mal ganz abgesehen von den ganzen Erklärungsversuchen seinen Mitmenschen gegenüber, was denn ASS-Intoleranz ist und warum einem die Polypen usw. so zu schaffen machen, warum man nix mehr riechen und schmecken kann usw. usw.

Dein Versuch mit dem Leinöl ist sicher nicht schlecht. Und wenn Du das Gefühl hast, dass es Dir auch noch hilft, umso besser. Der Glaube versetzt ja bekanntlich Berge. Aber vielleicht solltest Du doch mal die 75 Euro investieren, um auch zu sehen, ob und wie "Deine" Therapie so anschlägt. Ob sich tatsächlich durch das Leinöl im Körper etwas verändert.

Wie Du schon sagst, es gibt Schlimmeres, aber für uns Betroffene hier ist das auch schon schlimm genug. Die beste Krankheit taugt nix!!

Darum ist es gut, dass es solche Foren gibt, wo man sich austauschen kann. Mir gibt es das Gefühl, dass ich mit meinen Sorgen und Nöten nicht alleine bin. :)*

Alles Liebe und bis bald,

FVr%ancxismo


Hi kl.schwester33

Ich bin damals von meinem HNO-Arzt zu dem Internisten geschickt worden, da er mal vom Samter Trias in einem Vortrag von eben diesem Internisten gehört hatte. Der Internist wiederum hat damals seine Doktorarbeit über den Trias geschrieben, wenn ich mich richtig erinnere. Er sagte mir mal, dass dieses Krankheitsbild bereits seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bekannt sei. Unglaublich, oder? Viel unglaublicher ist aber - da geb ich allen hier Recht - dass die HNO´s keine Ahnung von diesem Krankheitsbild haben (und Hausärzte bzw. Allgemeinmediziner schon gar nicht).

Aktuell habe ich sicherlich Polypen, aber sie schaffen es nicht mehr mir die Nasenatmung zu nehmen. Geruchssinn ist mal da, häufig aber nicht. Bin aber schon mit einer relativ freien Nase ganz gut zufrieden.

Ca. 9 Monate nach meiner OP war damals schon wieder alles (wirklich alles) dicht. Die CT-Bilder waren echt beeindruckend...im negativen Sinne natürlich!

Da ich danach nicht mehr operiert worden bin, kann ich mit absoluter Sicherheit sagen das die ASS-Geschichte bei mir hilft. Aber wie gesagt...ich will nicht mein Leben lang ASS nehmen - no way!!! Manchmal habe ich das Gefühl schon jetzt ein wenig unter dem berühmten Medikamentenkopfschmerz zu leiden. Nicht schlimm bisher, aber eben auch beunruhigend nach den paar Monaten.

Von dem Leinöl-Versuch verspreche ich mir eine ganze Menge. Die akse-Theorie klingt für mich nachvollziehbar und auch mein Internist als klassischer Mediziner konnte nichts dagegen sagen, wie bereits erwähnt. Das überzeugt mich noch mehr. Werde den Versuch jetzt einige Monate durchziehen...und das Beste hoffen.

Die Untersuchung meines Fettsäurestatus sollte ich in Zukunft aber tatsächlich mal machen lassen, macht sicherlich Sinn.

Das bei dir die ASS-Desaktivierung nach 3 Monaten noch keine positive Wirkung erzielt hat wundert mich.

Bist du denn richtig auf die Unverträglichkeit getestet worden, oder wurde die Diagnose wegen dem einen Erlebnis gestellt?

Übrigens habe ich irgendwann aufgehört meine Krankheit und deren Auswirkungen zu erklären, versteht eh kaum jemand. :)z :|N :=o

Versuche statt dessen in die Offensive zu gehen und diesem Trias mit seinen Polypenfreunden ordentlich auf den Pelz zu rücken.

Freue mich auf weiteren Austausch...

Liebe Grüße...

kCl.schLwes`ter3x3


Hallo Francismo!

Wie es scheint, hast Du Glück gehabt, dass Du - sicherlich auch nach einem längeren Weg - nun bei diesem Internisten gelandet bist. Ich wünschte, die Fachärzte würden es sich eingestehen, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind und im Sinne des Patienten handeln, indem sie einen an kompetente Stellen weiterleiten bzw. versuchen, hierfür kompetente Ansprechpartner ausfindig zu machen.

Gestern erst habe ich wieder einmal versucht, jemand in meinem persönlichen Umfeld zu erklären, was das für eine Krankheit ist und wie sie sich auswirkt... habe aber schnell gemerkt, dass diejenige Person damit überfordert war/ist bzw. gar nicht richtig zugehört hat. Wenn Du sagst, Du hast Rheuma oder "Rücken", das versteht jeder, aber chron. NNH-Entzündung, Polypen (... die kann man doch weg machen...) oder gar ASS-Intoleranz - na, da hört’s dann aber auf. Fazit: Auch ich gebe es nun auf! Werde in Zukunft sagen, dass es eine chronische Sache ist. Fertig.

Auch ich kann und werde mich so schnell NICHT damit abfinden, dass ich längere Zeit oder gar ein Lebenlang Aspirin nehmen soll (das wollte ich Dir schon in meiner ersten Antwort schreiben - Du sprichst mir da aus der Seele!). Zumal ich ja das Gefühl habe, dass es bei mir nichts bringt, außer zunehmend Magenprobleme!

Ich zweifle immer noch an dieser Diagnose bei mir. Nein, so richtig auf diese Unverträglichkeit untersucht wurde ich nicht. Wahrscheinlich genügte den Ärzten meine Schilderung der Symptomatik nach der Aspirineinnahme bzw. nachdem ich ein halbes Jahr später eine Diclofenac-Spritze bekommen hatte, um hier eine ASS-Intoleranz zu diagnostizieren.

Als ich im Juli zur ASS-Desaktivierung in der Lungenfachklinik war, hatte ich darauf gewartet, dass das irgendwie getestet wird. Der Assistenzarzt (!) erklärte mir aber, dass es hierfür keinen Test in dem Sinn gibt, sondern die Desaktivierung sozusagen der Test ist. Es begann mit einer Dosis von 6 mg ASS und wurde innerhalb von 2,5 Tagen auf 500 mg gesteigert. Seitdem nehme ich täglich 500 mg. Ich habe während dieser Dosissteigerungen weder mit erhöhtem Puls noch mit Nasenschleimhautschwellung oder Asthma oder sonstiges reagiert. Ist ja einerseits gut, dass es so reibungslos gelaufen ist, will aber trotzdem nicht in meinen Schädel, warum ich dann vorher so krass reagiert hab?!!? Eine einleuchtende Erklärung dafür habe ich bisher von niemanden erhalten.

Vor kurzem hatte ich ein längeres Gespräch mit meinem Apotheker (ist Doktor) über ASS-Intoleranz. Er sagte mir, dass das Aspirin auf bestehende Polypen keinen Einfluss hat. Davon gehen die nicht weg. Seiner Meinung nach, müssten die Wucherungen erst durch eine OP ausgeräumt werden und danach evtl. nochmal eine ASS-Desaktivierung vorgenommen werden. Und ehrlich gesagt, ist das auch schon lange meine laienhafte Meinung.

Die Alternative wäre evtl. eine Dauertherapie mit Cortison, um die Polypen zu reduzieren, aber die Nebenwirkungen sind halt auch nicht ohne!

Da ich ja morgen wieder HNO-Termin habe, werde ich ihn mal darauf ansprechen, was er davon hält, evtl. einen Internisten hinzuziehen. Der Ansatz mit dem Leinöl erscheint mir auch plausibel und auch ich hatte schon - als ich die Broschüre vor zwei Wochen gelesen habe -daran gedacht, ein ähnliches Experiment wie Du zu wagen. Denn, wenn’s nix hilft, schaden kann’s sicher auch nicht. Mit der Zeit klammert man sich schon fast an einen Strohhalm.

Schönen Sonntag und bis bald *:)

Mtr. oEudd


Hallo liebe Nasengeplagten,

schön zu lesen, dass es immer wieder neue Gesichter hier gibt. Ein herzliches Willkommen kl. Schwester33, CarloK und Francismo. Unsere Polypensache oder "Samter-Trias" scheint ja doch sehr verbreitet zu sein. Leider ;-(

Übereinstimmend können wir wohl alle sagen, dass 90 % aller HNO-Ärzte "im trüben fischen".

Was gibt’s bei mir Neues? Ich nehme ja nun seit 9 Monaten tgl. 300 mg und bin vor der Desaktivierung operiert worden. Erst mal das Positive; Polypen sind nicht mehr gewachsen. Geruch und Geschmack waren mal da und auch wieder komplett weg. Was des öfteren noch da ist, ist sog. "Fließschnupfen" – überhaupt keine Ahnung wieso. Da es in den letzten 3 Monaten irgendwie nicht mehr besser wurde, habe ich von mir aus die Dosis ASS um die Hälfte erhöht. Ich nahm somit ca. 450 mg jeden früh. Da es keine andere Größe gibt, breche ich mir die Tabs halt selber. Was ich selber schon gar nicht mehr glauben wollte – es wurde von Tag zu Tag besser. Mein Geschmack und v.a. der Geruch waren auf einmal voll da. Mit dem Magen habe ich überhaupt keine Probleme, bis jetzt! Seit gut 8 Wochen schmecke und rieche ich vom Aufstehen bis zum Bett gehen durchweg. Die Omega 3 (oder 6) habe ich sogleich abgesetzt, so wirklich geholfen haben sie mir glaub ich sowieso nicht.

Mein HNO war erst mal davon nicht begeistert, aber seine Aussage war: "Wenn es besser geht?!" Ist das nicht schlimm!?! So was möchte ich einfach nicht von meinem Doc hören. Er ist der, der es wissen müsste.

@ Kl. Schwester33

Die Umstellung des Körpers, ab dem Zeitpunkt wo Du ASS nimmst kann bis zu einem Jahr dauern. Es dauert wohl so lang, bis sich der Fettsäurehaushalt auf das ASS einstellt. Was mich aber bei Dir "stutzig" macht, ist Dein Test gewesen ??? Und JA es gibt zweierlei Tests, um eine ASS Intoleranz festzustellen!!! Zum einen mit Abnahme von Blut, wird aber ganz selten gemacht und zum anderen, das Herantasten mit steigender Dosis und gleichzeitiger Messung des FEV-Wertes der Lunge. Dies wurde doch bei Dir gemacht, oder?

Die HNO´s die mich betreuen, raten grundlegend alle dazu, dass man sich vor der Desaktivierung operieren lassen soll. Bereits vorhandene Polypen gehen nur sehr langsam, wenn überhaupt weg. Aber dazu kann Dir Carola68 mehr sagen.

So und wie gehts denn dem Aggi und den anderen eigentlich?

Wie läuft denn die Behandlung bei dem Arzt in Freising, der alternativ an die ganze Sache herangeht?

Wünsch euch noch ein restliches schönes Wochenende

Mr. Edd

kDl.schw}esterx33


Hi Mr. Edd!

Wenn ich auch diese Diagnose "ASS-Intoleranz" immer noch nicht akzeptieren kann/will, so ist es doch ein Hoffnungsschimmer, wenn ich solche Erfahrungsberichte wie von Dir lese. Bei Dir scheint die ASS-Desaktivierung ja zu greifen. Das freut mich für Dich!!

Welcher Zeitraum lag zwischen Deiner OP und der ASS-Desaktivierung?

Wusstest Du vor der OP schon, dass Du ASS intolerant bist?

Ja, bei mir wurde – als ich in der Klinik zur Desaktivierung war – auch der FEV-Wert der Lunge halbstündlich gemessen. Das lief alles durchweg ohne Probleme oder grenzwertige Ergebnisse.

Aber wie gesagt, ein Test, der schwarz auf weiß belegt, dass ich wirklich ASS-Intoleranz habe, wurde bis dato von keiner Stelle gemacht!

Mein Bauchgefühl sagt mir schon seit langem, dass ich mich erst operieren lasse und danach nötigenfalls noch mal einer Desaktivierung unterziehe.

Vielleicht bin ich mit dem jetzigen HNO auf dem richtigen Weg. Ich weiß es noch nicht genau.

Laut seiner gestrigen Aussage soll ich jetzt mit dem Aspirin aufhören, was mir aber trotz allem doch etwas missfällt und ich noch nicht weiß, ob ich das wirklich mache. Ich hab einfach das Gefühl, dass er sich – wie leider so viele Ärzte – mit ASS-Intoleranz wenig, wenn nicht sogar überhaupt nicht, auskennt!

Viele Grüße und bis bald.

ksl.escmhwestxer33


Hey, wo seid Ihr denn alle abgeblieben?

Francismo,

an Dich habe ich die Frage, wie Du das Leinöl einnimmst - pur oder in Speisen oder Getränken? Ich will es evtl. auch mal versuchen.

Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.

In diesem Sinne alles Liebe für alle Leidensgenossen!

n|aseKnbxär63


Hallo alle zusammen,

ich verfolge dies Forum schon zeit ein paar Wochen,denn mir geht es genauso besch......wie den meissten von euch,

ich war im Mai 2009 das erste mal bei Prof,Dr.Klimek in Wiesbaden nachdem die HNO Klinik in Bad Hersfeld (Prof.Issing)

meinte ,sie könne ohne die mithilfe von Prof.Klimek nichts mehr für mich tun,habe sch ca 8 OP's an Nase,Ohren hinter mir,zeit 3 Jahren habe ich die meisten Probleme mit den Ohren,starke Ohrgeräusche,Löcher im Trommelfell usw.mein Asthma habe ich gut im Griff,Schmecken und Rieschen geht auch ganz gut(Nasonex),wie gesagt,nach meinem ersten Besuch bei Prof.Klimek der mich eingehenst untersucht hat,und der eine Blutuntersuchung bei mir vornahm ,die ich natürlich selbst zahlen musste,lies sich nun eine starke ASS Intolleranz nachweissen,am 3.11.09 gehe ich nun mit gemichten Gefühlen zur ASS Desaktivierung ins Klinikum nach Rüsselsheim,hoffe es bringt was und mein Körber lässt das ASS zu,wäre echt schön ,denn die Situation mit meinen Ohren macht mich schon wahnsinnig,immer dieses Pfeiffen und Rauschen und mittlerweile auch das schlechte Hören,

lg und bis bald

Firancxismo


Hallo...

Ich nehme das Leinöl pur ein. Morgens und abends je einen Esslöffel davon. Ist nicht das schönste Gefühl, aber es geht. Man sollte nur etwas warmes zum nachspülen parat halten...ich empfehle Tee, z.B. Hagebutte. Man gewöhnt sich nach und nach daran!

Es grüßt...

Ddexsl


Ein nettes Hallo mal wieder an alle Aspirin-und Cortisonsüchtigen.

Es werden ja immer mehr.... Leute, Leute. Auch ich kann nun von meiner Desaktivierung nur Gutes berichten. Sie wurde wie bei Tanja in Davos gemacht und endlich konnten mir kompetente Ärzte zum Thema mal Auskunft geben. Die Desaktivierung wurde inhalativ gemacht und bin jetzt auf 500 mg Aspirin. Es ging mir schon nach einer Woche wesentlich besser, habe keinen Schnupfen mehr und rieche nach 4 Jahren endlich wieder. Ich kann nur hoffen es bleibt so. Ich kann nur jedem empfehlen diese Chance wenigstens zu versuchen. Bin jetzt schon ein anderer Mensch und habe wieder Lebensfreude. Was das Aspirin betrifft, habe ich noch keine Magenbeschwerden. Irgentwann werde ich die Dosis vielleicht auch herabsetzten, momentan bin ich über den Zustand ersteinmal glücklich.

Auch ich habe mit der Prozedur der Fettsäuren wieder aufgehört, hat mir nicht viel gebracht, aber was bei mir nicht ist kann bei anderen anders sein.

Würde mich freuen von noch mehr Leuten zuhören, denen die Desaktivierung hilft.

Hier erstmal viele Grüße an alle, machts euch bei dem Wetter auf der Couch gemütlich!

BEelind$aPmu&c


Hallo Zusammen,

ich mus mich erstmal entschuldigen, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Leider habe ich mich in letzter Zeit mit anderen Foren beschäftigen müssen: Mein Vater hat Speiseröhrenkrebs und das hat mich viel Zeit und Nerven gekostet so dass ich aber wenigstens von den Polypen abgelenkt war. Leute sind wir echt froh, dass wir "nur" Polypen haben. Wenistens sterben wir da nicht dran.

Also Themawechsel. Mein 2. Termin bei Dr. Ziss war ja im Juli. Er hat sämtliche Lebensmittel ausgetestet. Er hat dabei eine Lactoseintolleranz festgestellt und ich soll schwefelhaltige Lebensmittel meiden (Knoblauch, Zwiebeln, etc) Außerdem kein Cola mehr und noch einige andere Sachen. Dann nehme ich seit dem 2 Mal täglich eine Omega 3 und dazu noch das Olibanum und Vitamin E.

Ich muss sagen seit dem ging es mir echt besser. Bis auf jetzt wo ich mir eine dicke Erkältung eigefangen hab und die psychische Belastung mit meinem Vater macht sich auch gleich in der Nase bemerkbar. Wie ist das bei Euch?

Ich hatte letzte Woche meinen 3.Termin bei Dr. Ziss. Er hat wieder gestestet und gesagt ich brauche das Vitamin E nun nicht mehr nehmen. Omega 3 und Olibanum aber weiter.

Er hat einen Patienten der hat das Ass jetzt ganz abgesetzt und dem gehts so weit gut. Ich werde in einem halben Jahr auf 100 mg runter gehen schätze ich.

Ich hab jetzt mal so einen Fettsäurestatus machen lassen (kostet ca. 60 Euro) dann werde ich sehen wie das angeshlagen hat bisher und ob mein Verhätlniss der Omega3 und Omega 6 immernoch schlecht ist.

Wie gehts Euch? Wer war noch bei Dr. Ziss? Und wie wars bei Euch? Würd mich freuen von Euch zu hören und halte Euch auf dem Laufenden!

Ganz liebe Grüße, Belinda

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