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Nasen-OP

jHoacvhim3x1 hat die Diskussion gestartet


hallo leute !

habe jetzt meinen termin am 21.1. für die nasenscheidewandbegradigung.

wer hat das schon erlebt und kann mir beschreiben was da auf mich zukommt ?

ciao, joachim

Antworten
M aSrk|u.s Jabxs


Re: Nasen-OP

Hallo Joachim,

die Nasenscheidewandbegradigung ist nun mal ein chirugischer Eingriff mit den ein oder anderen Nebenwirkungen. Ich habe erst vor kurzen eine Begradigung des Nasenseptums in Verbindung mit einer Verkleinerung der Nasenmuschen sowie einer Kiefernhöhlenfensterung durchführen lassen. Ich war in der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe, welche bekannt für HNO-OP´s ist.

Nun zur OP (ich kann hier einiges erzählen, da meine Freundin OP-Schwester ist):

In der Nase wird ein ca. 1 cm langer Schnitt gemacht, durch den der Knorpel entfernt wird. Der Knorpel wird dann extern begradigt (platt geklopft, evtl. überflüssiges abgeschnitten) und anschließend wieder eingebaut. Der Schnitt wird mit 1 bis 2 Fäden vernäht. Die Nasenmuscheln werden je nach Größe herausgeschnitten oder mittels Elektoimpulse verödet (koaguliert). Danach werden rechts und links ca. 7 cm lange Plasikstreifen mit einer eingebauten Röhre eingeschoben und mit einem Stich vernäht. Anschließend werden recht und linke eine Tamponade eingeführt. Die Tamponaden sind in einen Fingerling eingepackt, was das Festkleben verhindert. Dann kommen noch 2 Tupfer unter die Nase, welche auslaufendes Wundsekret und Schleim auffangen. Die Tupfer kannst Du dann nach Belieben selber wechseln.

Die Tamponaden bleiben 2 Tage drin. Das ist etwas unangenehm, die die Nase dann komplett dicht ist,was beim Schlucken stört.

Die Nase ist aufgrund der Tamponaden ziemlich dick. Die Wundschmerzen lassen sich in der Regel aber mit Schmerzmitteln (Parazetamol in Tabletten oder Zäpfen) in Griff bekommen. Nachdem die Tamponaden gezogen wurden (5 Sekunden-Sache)geht das tägliche Inhallieren und Absaugen los. Je nach Schmerzempfindlichkeit ist auch dieses nicht ganz angenehm. 6 Tage nach der OP werden die Kunststoffplättchen gezogen (geht auch ganz fix) und dann geht´s wieder ab nach Hause. Dann noch 1 Woche Nachkontrolle beim HNO-Arzt (alle 2 Tage) incl. Behandlung mit weicher Nasensalbe.

Ich habe 10 Tage nach der OP mit einer Nasendusche (Kochsalz-Wasser) die Nase täglich 2 mal durchgespült und anschließend wieder mit Nasensalbe eingefettet, so kommt auch der letzte Wundschleim raus.

Jetzt, 14 Tage nach der OP, bin ich beschwerdefrei und kann wunderbar durch die Nase atmen. Ich schlafe auch besser und tiefer(Das Schnachen hat sich auch etwas gebessert).

P.S. Noch ein Tipp zum Tamponadenziehen, Plättchenziehen und Absaugen: Immer die Augen aufbehalten, locker bleiben und ganz wichtig: Weiteratmen, sonst kann dir schwarz vor Augen werden.

Ich hoffe ich konnte Dir und auch anderen hiermit etwas weiterhelfen. Wie gesagt, die OP und die Nachbehandlung ist nicht ganz so angenehm, aber das wirst Du bestimmt nicht bereuen.

M.f.G.

Markus

j,oaTch@im31


re

hallo markus !

vielen dank für deine (etwas sehr) detaillierte beschreibung der op. ich scheue seit jahren immer wieder vor der op zurück, habe schon wegen anderen sachen einige op's hinter mir. wovor's mir wirklich graust, ist die sache mit den tamponade und dem schlucken beim trinken und essen !

aber ich komme immer wieder zurück auf die op. schlechte atmung durch die nase, dadurch chronisch geröteter rachen und entzündung, und aßerdem ständigen druck auf den ohren, was aber auch mißempfindung durch den ungleichen luftstrom zurückzuführen sein kann. nun denn, wenn die op da was bringt dann es sich vielleicht. ohne op leide ich ja auch, bzw. muß ständig nasenspülungen machen und emser bzw. islamint lutschen für den rachen.

hoffentlich kann ich im februar sagen: es war gar nicht so schlimm und hat sich gelohnt !

danke nochmal, ciao

joachim

j?oachEimC31


p.s.

sorry, schnell dahingetippt... ich hoffe man kann es trotzdem verstehen...

Cghr<ixs


hey

ich habeine frage, ich war vor 2 tagen beim hno arzt, weil ich schwer luft bekomme, er hat nachgeschaut, und meinte, meine nasenscheidewandt is krum, und meine muscheln angschwollen, ich habe nun einnspray bekommen(was nicht hilft) und er meinte , wenn das damit nicht besser wiurd, müssen wir operieren!nun meine fragen,d a meine nase auch einen hugel hat, ob ich den gleich mitentfärnen lassen kann, ich mein wenn man schon so einen eingriff macht, kann man das doch auch gleich machen, und noch eine frage, kann ich mir den arzt aussuchen, der das macht ??? ??wäre nett wenn ihr mir antwortet!

chris

M arku@s Jaxbs


Re: hey

Hallo Chris,

ich habe auch einen kleinen Nasenhügel und der Oberarzt im Krankenhaus hat mich auch gefragt, ob sie das mit weg machen sollen (klar, das gibt ja auch mehr Geld), aber ich habe mich nicht dafür entschieden, da meine Brille da ganz gut drauf sitzt. Zu Deiner Frage bezüglich der Arztwahl:

Als Kassenpatient hast Du keine freie Arztwahl, d.h. du weist nicht genau, wer die OP durchführt, aber Du kannst diese Leistung natürlich nachkaufen (zumindestens in dem Krankenhaus in dem ich war.. (siehe oben)). Es gibt aber auch z.B. HNO-Ärzte, die Belegbetten in Krankenhäusern haben und dann auch die OP´s durchführen (Da weis man, was man hat). Frag mal in Deinem Bekanntenkreis nach, wer bei Euch in der Umgebung gut operiert. Ich war erstaunt, wieviele Freunde und Bekannte von mir diese OP schon hinter sich haben und von guten und schlechten Erfahrungen berichtet haben.

Hoffe, ich konnte Dir helfen.

M.f.G.

Markus

KZaDrstTen


Noch Fragen....

Hi Leute,

ich bin hier fleissiger Leser, nur leider habe ich folgendes noch nicht gefunden, bzw. wohl überlesen:

Mein HNO-Arzt hat bei mir auch eine schiefe Nasenscheidewand festgestellt, jedoch hat er diese festgestellt als ich einen dicken Schnupfen hatte, und konnte logischerweise so keine genauen Aussagen darüber machen.

Sollte sich meine Atmung allerdings nicht bessern (ich habe seit etwa 3-4 Wochen Probleme damit, also schon weit vor dem Schnupfen), dann wird er mir wohl auch vorschlagen die Nasenscheidewand zu begradigen.

Nun habe ich zwei Fragen:

Muss immer einen Vollnarkose her ?

Und wie sieht es mit Diazepam (Valium) aus ? Ich bin nämlich starker Angstpatient, und ein paar Tage vor der OP werde ich das auf keinen Fall ohne Valium "überleben".

Da das Diazepam sehr lange wirkt (über 100 Stunden im Extremfall) möchte ich gerne wissen ,ob es die evtl. Vollnarkose (falls keine örtliche Betäubung möglich ist) beeinflusst ??

Und: Kann man im Krankenhaus auch Beruhigungsmittel verlangen ? Man muss doch ca. 4 Tage im Krankenhaus bleiben wenn man daran operiert wurde, oder ?

Und: Warum ist (wenn es so ist) eine örtliche Betäubung nicht möglich ? Als mir die Weisheitszähne gezogen wurden wurde mir auch nicht schlecht oder so, ich fand das sogar interessnat.......

Also: Ist auch eine örtliche Betäubung möglich, wenn man denen nicht vom Tisch springt sobald die einem an der Nase "werkeln" ??

Danke & Grüße

Karsten

jEoqachimx31


örtliche betäubung

hallo karsten !

mein arzt hat mir von vornherein eine vollnarkose vorgeschlagen. habe auch schon 5 vollnarkosen wegen anderen op's hinter mir, und das ist echt nicht schlimm. man bekommt auch vorher schon im krankenhaus eine beruhigungstabelette - da siehst du alles locker ! und vollnarkosen sind lange nicht mehr so schlimm wie früher, heute wird alles weesentlich harmloser dosiert. ich werde bei meiner nasen-op auf jeden fall auch vollnarkose machen.

grüße, joachim

MDalrkus xJabs


Re: örtliche Betäubung

Hallo zusammen,

eine örtliche Betäubung ist bei dieser OP nach meinen Informationen und Erfahrungen nicht möglich.

Die Begradigung des Nasenseptums und die Verkleinerung der Nasenmuscheln ist ein Eingriff, der u.a. auch mit Blutungen während der OP verbunden ist. Diese Blut läuft u.a. auch in den Rachen und könnte, wenn man nicht intubiert ist, (Schlauch in Luftröhre) aspiriert (eingeatmet) werden. Auserdem möchte ich nicht sehen, wie man mir den Knorpel aus der Nase rausschneidet plattklopft und anschließend wieder einbaut.

Außerdem möchte der Chirug sicherlich ruhig schnippeln können. Deshalb: Vollnarkose!

M.f.G.

Markus

m;ontxy


Joachim 31 Nasenscheidewandbegradigung

Bin am 20. November operiert worden, es wurde die Nasenscheidewand begradigt, die linke Kieferhöhle gefenstert, die Nasenmuscheln verkleinert und was von den Siebbeinzellen entfernt. Ein Tipp: Da ich von vorherigen OP'S wusste, wie ätzend das mit den Tamponaden ist, habe ich darauf bestanden, dass mir Atemröhrchen gelegt werden. Das hat meine Ärztin dann mit kleinen Schläuchen auch gemacht. Leider haben sie sich in der ersten Nacht mit Blut vollgesetzt, aber ich hatte immerhin einen Tag etwas Luft.

Weiterhin habe ich mir bei den beiden letzten OP's die Tamponaden am Tag nach der OP ziehen lassen, das geht nämlich auch. Frag' mal Deinen Arzt!

Ansonsten: Lass es ruhig machen. Es ist sicherlich keine angenehme Sache, aber es gibt wirklich schlimmeres, alles in einem ist es auszuhalten. Toi, toi, toi!

Kvarixn H.


joachim31-Septum-OP

Hallo Joachim,

ich hatte mir am 28.11.02 meine Nasenscheidewand ambulant operieren lassen, unter Vollnarkose. Die OP dauerte eine Dreiviertelstunde und ist prima verlaufen. Den meisten Schiss hatte ich eigentlich vor der Vollnarkose. Es war meine erste. Ich habe dies dem HNO-Arzt und auch dem Anästhesisten vorher gesagt, ebenso dass ich auf Stress, Ärger... relativ schnell mit Übelkeit reagiere. Ich glaube, er hat dies auch bei der Narkose berücksichtigt. Jedenfalls lag ich nach der OP nur eine halbe Stunde im Bett und konnte mich danach bereits wieder aufs Bett setzen u. umherlaufen. Tja und nachdem ich mich weiterhin gut fühlte, nahm mich mein Mann mit nach Hause. Meine Tamponade wurde am nächsten früh 7.30 Uhr gleich entfernt und damit hatte das "Leiden" ein Ende. Ich hatte die ganze Nacht kaum geschlafen, da die Nase ja völlig zu-tamponiert ist, bei jeder Mund-Atmung knackst es auch noch im Ohr. Ich empfand lediglich diese eine Nacht als strapaziös und habe auch nur in dieser Nacht Schmerzmittel benötigt. Der Rest der OP-Nachbehandlung ist kaum erwähnenswert. Ich kann Dir nur raten, besorge Dir ein gutes Buch, welches Du in der eben beschriebenen Nacht lesen kannst. So habe ich es jedenfalls gemacht.Ich habe diese ambulante Operation gewählt, weil ich dann wusste, dass mich mein niedergelassener HNO-Arzt, übrigens mit sehr viel OP-Erfahrung aus seiner Angestellten-Zeit im Uniklinikum, operieren wird. Im Krankenhaus kennst Du als Kassenpatient den Operateur überhaupt nicht. Ich empfand es bei der ambulanten OP als sehr angenehm, dass nicht wie im Krankenhaus Hektik angesagt war, obwohl ich an diesem Tag der 4. Patient war und der OP-Zeitplan vor mir bereits um ca. 30 min überzogen war. Ausserdem trug meiner Meinung nach das häusliche Milieu sehr viel zur schnelleren Genesung bei. Und heute bin ich bereits wieder arbeiten.

Also: Panik vor der OP und dem danach sind bei der Septum-OP absolut nicht angebracht.

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