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Morbus Menière

Sach<lumpf2M001


hallo tom,

ja, es ist immer noch fußball. und morgen spielt deutschland gegen spanien.

das erschwerte atmen macht mir schwer zu schaffen. ich denke immer, dass ich ersticken muss.

paukenröhrchen? ist das eine große sache. muss man da in die klinik oder wird das auch ambulant gemacht.

ab nächste woche geht wieder ein neues quartal los, so dass ich mir eine überweisung für einen anderen hno besorgen kann. hoffe, dass er mir dann helfen kann.

die diagnose mm hat eine uniklinik erstellt, nachdem ich mit notarzt und allem drum und dran in die klinik eingeliefert wurde. da wurde auch ein schwindeltest gemacht. da war es eindeutig.

später war ich in der schwindelambulanz. nur als sie da einen schwindeltest gemacht hatte, kam kaum was raus.

zur zeit geht es mir wieder gut. habe nur ganz mikrigkleine anfälle

wegen dem erschwerten atmen hat mir vor drei tagen der hausarzt in die ohren geschaut.

seine meinung war nur, dass bei mir das rechte ohr anders ausschaut wie gewöhnlich. es ist anatomisch anders. was das heißt, weiß ich nicht. ???

vielleicht habe ich deswegen die schwindelanfälle und das schlechte antmen. ???

ich habe jetzt farhverbot bekommen! ist das üblich, das man 1 jahr nicht mehr autofahren darf? ich bin mehr als verärgert über das fahrverbot.

wie geht es euch damit?

gruß

schlumpf2001 :p>

thom-Jmuxc7


Hallo Schlumpf,

wo steckt eigentlich Schwindi? 8-)

Also, die Diagnose ist eindeutig? Wenn Du während (!) eines akuten Anfalls in der Uni-Klinik gelandet bist, ist das eigentlich das Beste, was passieren kann. Vor/nach den Anfällen war bei mir auch nichts festzustellen, auch nur 1 Std. danach nicht. Das wäre ein Hinweis auf was anderes gewesen.

Anatomische Besonderheiten würden mich erstmal nicht beunruhigen. Wenn es Dich stört, kann ich Dir einen guten Chirurgen empfehlen, der macht gleich noch die Nase mit! ;-D Frag mal den HNO. Als Auslöser für MM kenne ich das nicht. Das sitzt alles innen und ist von außen nicht zu sehen. ==> MRT vom Kopf, wenn die Doc's unsicher sind.

Aber zum Thema: Welche Behandlung bekommst Du jetzt ?!?!? Sag bitte nicht, keine - dann kriege ich die Krise. :-o Wenn Du weiter kleinere Anfälle hast, gehört das unbedingt behandelt. Bei einem einmaligen würde man (wie bei mir), warten bis das Theater wieder los geht. Ging es dann auch.

Das Atmen ist seltsam. Hört sich fast an, wie eine Nebenwirkung von Betahistin? Das nehme ich inzwischen in so einer Dosierung, daß ich schon fast drauf warte. Gott sei Dank bisher nicht. Oder andere Medikamente?

Ein "Fahrverbot" ??? Man hat mir empfohlen, nicht Auto zu fahren. Das ist für mich nur ärgerlich, mehr nicht, da Autofahren als Büroangestellter in einer Großstadt sowieso Unfug ist. Immerhin, viel gespart - zuletzt getankt habe ich am 9. Februar... Wenn Du cool genug (?) bist, merkst Du ja, wenn ein Anfall kommt und hast noch Zeit zu reagieren. Reagierst Du panisch, wie ich zu Anfang, natürlich auf keinen Fall !! Außerdem - wieso für ein Jahr? Das ist Quatsch! Entweder, die Behandlung schlägt an, dann muß man ein paar Wochen/Monate abwarten, wie stabil das ist - oder :(v

Die entscheidende Frage ist aber: Was gedenken die Halbgötter in weiß zu tun? Welche Behandlung empfiehlt man Dir (bei anhaltenden Schwindelattacken) ??? Das ist wichtig, da die verschiedenen Kliniken jeweils nicht alle Methoden machen.

Bevor ich's vergesse: Das Paukenröhrchen bringt oft schon Erleichterung. Das macht man in der Klnik in lokaler Betäubung (unangenehm, lieber zum Zahnarzt...) und bei einem geübten Operateur ist in einer halben Stunde alles vorbei. Du kannst normalerweise aufstehen und heim gehen. Nebenwirkungen sind mir nicht bekannt. Du darfst kein Wasser ins Ohr bekommen. Nach zwei bis vier Wochen weißt Du, ob es geholfen hat. Bei mir hat es nicht geholfen. Danach kann man ein Meniett-Gerät oder das Enttex P100 ausprobieren (geht beides nur mit Paukenröhrchen!).

An dieser Stelle möchte ich aber meinen Prof. zitieren: "Bei Menière denkt man in Monaten und Jahren". Wahrscheinlich wird man verschiedene Behandlungen ausprobieren, bis man die richtige gefunden hat - Du brauchst Geduld und Ausdauer.

Alles Gute! @:)

SXchluAmpf200x1


hallo tom,

ich hatte betahistin genommen. leider plagten mich die nebenwirkung so doll, dass mein hormonhaushalt explodiert ist und ich eine gyn-op brauchte. :-(

nehme jetzt homöopathische mittelchen. wenn man sich das einbildet, helfen sie ein wenig.

wollte heute zum hausarzt gehen. aber 4 studen wartezeit war mich dann doch zu lange. habe nur die überweisung zum hno bestellt. die ich gleich abholen werde. habe am 10.7. einen termin beim hno. bin ja mal gespannt.

wieso ich über meinen rüsel nicht mehr atmen kann ist seltsam.

ja, ich habe ein jahr fahrverbot bekommen. steht auch noch im entlassbericht. so ne sch...... :-(

ja, ich merke schon einige sekunden vorher, wenn ein anfall kommt.

merkst du auch, bevor du einen anfall bekommst?

gott sei dank habe ich bis dato keinen schweren anfall mehr gehabt. hoffe ich das vergeht wieder. mein neurochirurg sagte mir, dass nun ein für allemal alles vorbei sei. sein wort in gottes ohr. ich glaube das nicht. denn ich habe immer wieder kleine anfälle bekomme.

sag mal tom, gibt es da behinderten-prozente? hast du einen antrag gestellt?

übrigens: die europameisterschaft ist nun zu ende. leider hat deutschland im endspiel verloren, falls du es nicht gehört hast. bin sehr traurig darüber.

werde jetzt zum hausarzt gehen und mir die überweisung abholen.

melde mich später noch mal.

alles gute und bis dann

schlumpf2001 @:)

tOom-Tmucx7


Hallo Schlumpf,

das tut mir leid! Wenn Betahistin nicht in Frage kommt, wären als Medikamente Diuretika (z.B. Furosemid) oder Arlevert als Kombipräparat die Alternativen (sagt mein Prof.). Das macht nicht jeder HNO - frag ihn! Das gleiche gilt für's Paukenröhrchen, was aber nicht immer sinnvoll ist.

Homöopathische Mittelchen haben bei mir anscheinend fast keinen Effekt. Als Informatiker glaube ich nur 0 oder 1! ;-D Cocculus wäre aber (wenn's wirkt) gegen die Übelkeit viel besser als Vomex mit seinen Nebenwirkungen.

Wieso meint der Chirurg, dass

nun ein für allemal alles vorbei sei

??? Hat er Deinen Gleichgewichtsnerv gekappt? :-/ Das wüsste ich doch gern mal genau. Wenn Dein Gleichgewichtsorgan tot ist, dürftest Du keine Anfälle mehr haben. Dann gibt es zunächst einen Dauerschwindel, den Du wegtrainieren must. Abtöten wollten sie bei mir mit Gentamycin auch - bei mir werden aber höchstens Mücken getötet und keine Organe! ;-)

Oder warst Du das, die eine Art "Ventil" bekommen hat? Dann könnte ich mir die kleinen "Anfälle" anders erklären. Das würde mich aber auch interessieren!!

Wenn Gleichgewichtsorgan tot, kannst Du alle meine Medi-Tips vergessen! Naja, höchstens noch Arlevert, aber so richtig wäre das dann auch nicht.

Ja, es gibt eine Schwerbehinderung wegen MM. Meist kommt man aber nicht auf die mind. 50%, die interessant wären (Kündigungsschutz usw.). Ich habe keinen Antrag gestellt, da ich inzwischen trotz Schwindel wieder voll arbeitsfähig bin und ordentlich Überstunden machen muß. Daher muß ich jetzt auch schnell in die Falle!

Bis bald und alles Gute! :)*

S\chxlump:f20x01


Hallo Tom

nein, bei der kopf-op wurde nicht das gleichgewichtsorgan zerstört.

der neurochirurg ist halt der meinung, dass das nur einmal war. was aber nicht ist.

ich habe ein shuntventil. aber nicht wegen den schwindelanfällen, sondern wegen einen hydrocephalus (wasserkopf).

habe nächste wochen einen termin beim hno. bin ja mal gespannt, was der dazu sagt.

die große kopf-op die ich hatte war eine janetta op. wird angewendet bei trigeminsuneuralgie. was ich auch noch haben muss. bei dieser op wird ganz nahe am ohrnerv operiert. seit dieser op habe ich schwindelanfälle. habe auch immer wieder so ein druck am rechten ohr und ich höre schlechter. in meinem kopf ist es so, als ob ich rote grüze drin hätte. alles wackelt. am liebsten würde ich mir den kopf einbetonieren. damit ich ihn nicht mehr bewegen kann.

und diese schrecklichen kopfschmerzen. zum narrisch werden.

ich bin zur zeit AU geschrieben.

viel spaß noch beim schuften.

wünsche dir ein schönes wochenende

gruß

schlumpf2001 :)*

twom-mvuxc7


Hallo Schlumpf,

jetzt kenne ich mich langsam nicht mehr aus. Du hast auch ganz laut "hier" gerufen, als die komplizierten Krankheiten verteilt wurden? Nach den Symptomen hört es sich schon an wie ein MM und Du bist ja auch mit Betahistin behandelt worden. Wenn man bei der OP den Gleichgewichtsnerv getroffen hat, könnte natürlich auch daher was kommen.

Für die Differenzierung wäre wichtig, ob Du Nystagmen (Augenzucken) hast, am besten mit rotatorischer Komponente. Dann geht man von MM aus. Das merkst Du selbst oft gar nicht.

Mit Medikamenten wäre ich bei Dir vorsichtig. An sich wären Diuretika zum ausprobieren dran. Ob Du die überhaupt darfst, kann ich nicht beurteilen. Ein Paukenröhrchen könnte Dir vielleicht (??) helfen und hat keine weiteren Nebenwirkungen. Das würde ich probieren.

Wie wirst Du aber zur Zeit behandelt?!?!? Aus meiner Sicht bist Du der klassische Fall für eine Schwindelambulanz, weil die Ursache bei Dir vielfältig sein kann. Das mit den Kopfschmerzen spricht übrigens nicht für MM. Bei MM müßte starke Übelkeit da sein. Daher vielleicht: Vestibuläre Migräne? Das ist aber geraten.

Bei mir ist es zur Zeit besser und keiner (= 2 Univ.Prof., 1 Oberarzt, 1 HNO, 2 andere Ärzte) weiß warum. Das Paukenröhrchen wäre eine mögliche Erklärung, aber auch die jahreszeitlich bedingten Schwankungen bei MM.

Wenn es akut ist, hilft mir flach hinlegen. Dann hört der Schwindel auf. Gegen Schwindel und Übelkeit könntest Du Cocculus D12 versuchen. Das ist pflanzlich und relativ gut verträglich. Vomex ist zentral dämpfend. Das würde ich höchstens einen Tag nehmen, weil es groggy und abhängig macht. Weiß auch nicht, ob Du das darfst.

Trotzdem ein schönes Wochenende

und gute Besserung! @:)

c&ommulnicjatLorx9


Hallo zusammen,

habe nun schon seit fast 20 Jahren immer wieder Schwindelanfälle, ich vermute dass es sich um Morbus Meniere handelt, diese Diagnose wurde bisher aber von keinem Arzt bestätigt.

Den ersten Schwindelanfall hatte ich im Alter von 25 Jahren (akuter Drehschwindel für ein paar Sekunden, das Gefühl ins "Nichts" wegzudiften, als würde einem der Boden unter den Füßen weggezogen und dann Tinnitus auf einem Ohr). Da der Anfall nur sehr kurz war, suchte ich damals keinen Arzt auf, ich hatte aber über Monate hinweg dieses ständige "mulmige" Gefühl der Benommenheit und immer die Angst es könnte jederzeit wieder zu so einem Anfall kommen. Natürlich macht man sich auch seine Gedanken zur Ursache eines solchen Anfalls, was einem auch auf psychischer Ebene noch zusätzlich zu Schaffen macht. Die Symptome klangen über Monate hinweg auch ohne Medikamente immer weiter ab und nach ca. 1 Jahr war alles wieder völlig "normal", auch der Tinnitus war völlig weg. :)^

Nach ca. 8 Jahren (ich arbeitete damals mehrere Jahre in Italien) wieder so ein Anfall, Tags darauf noch einmal 2. Der akute Drehschwindel dauerte zwar auch nur immer wenige Sekunden, aber ich fühlte mich in den Tagen dannach wie "totgeprügelt", begleitet durch Tinnitus, extrem starke Nackenschmerzen (ich musste teilweise den Kopf mit der Hand abstützen, wenn ich nicht gelegen bin), Schlafstörungen, starke Geräuschempfindlichkeit auf beiden Ohren, nachts schreckte ich durch laute Knallgeräusche auf (obwohl es in dem Moment nachweislicht absolut still war). In einen Supermarkt zu gehen war die Hölle, das Gehen durch die Warenregale verwirrte mich völlig und die vielen Menschen lösten regelrechte Panikattacken aus. Ich hatte ständig das Gefühl ohnmächtig zu werden. An arbeiten war nicht im Entferntesten zu denken. Ich fuhr nach Deutschalnd zurück und ging zu meiner Hausärztin, bis auf einen leicht erhöhten Blutdruck alles in Ordnung, nächste Untersuchung beim HNO, der konnte nichts feststellen, weiter zum Neurologen inkl. CT und MRT - auch alles ok, dann noch zur Psychotherapeutin (es könnte ja psychische Ursachen haben), aber auch hier wurde nichts diagnostiziert. Meine Hausärztin meinte nun "vielleicht sind Sie im Job überfordert - Sie sollten sich was anderes suchen)!!! Wieder keine Diagnose, keine Medikamente, ständig dieses komische Gefühl im Kopf und die Angst vor neuen Anfällen, oder dass es doch etwas "Ernstes" ist, was alle übersehen haben. Ich lag nur noch im Bett, das ging so lange gut bis ich keine Krankschreibung mehr vom Hausarzt bekam, und mein Arbeitgeber mir mitteilte, wenn ich nicht zur Arbeit käme müsse er mir kündigen. Ich kam dem zuvor und kündigte selbst. Nach einigen Wochen ging es mir spürbar besser und es war auch wieder an Stellensuche zu denken. Mein Zustand war morgens als mehr oder weniger katastrophal zu beschreiben, was sich aber meist gegen Nachmittag oder Abends erheblich besserte. Es gab auch Tage die fast nicht zu ertragen waren, das einzige was dann geholfen hat war Alkohol. Dies besserte die Schwindelzustände wirklich (macht es aber bitte nicht nach) und man war auch psychisch besser drauf. Meist ging es mir natürlich am Tag darauf dann noch schlechter, weshalb ich bald auf Alkohol völlig verzichtete. Ich fand dann sehr schnell einen neuen Arbeitsplatz mit interessanter Tätigkeit und nach ca. einem Jahr war ich völlig Beschwerdefrei. :-)

Das ging nun wieder ca. 8 Jahre gut. Im Februar dieses Jahres 2 ganz leichte Anfälle von Drehschwindel zuhause, einmal am Computer und einmal beim Fernsehen. Am 26. Februar dieses Jahres dann ein extrem schwerer Anfall am Arbeitsplatz. Extremer Drehschwindel, Erbrechen, Orientierungsschwierigkeiten, an selbstständiges Stehen war nicht zu denken. Ich wurde mit dem Notarztwagen ins Klinikum München Schwabing in die Notaufnahme gebracht. Hier hat man bis auf einen leicht erhöhten Blutdruck nichts festgestellt und ich wurde in die HNO-Abteilung gebracht. Dabei war der Drehschwindel immer noch präsent (ging erst nach ca. 4 Tagen langsam wieder weg!) und der Arzt sagte mir, dass es sich um den Ausfall eines meiner Gleichgewichtsorgane handelt (Überprüfung mit der sogenannten Frenzel-Brille). Der Arzt sagte mir, dass dies aus medizinischer Sicht gar nicht so schlimm und leicht behandelbar ist. In der Regel gibt es sich sogar von selbst, das Gehirn müsse nur lernen ohne die Impulse des Gleichgewichtorgans auszukommen und dabei andere Quellen z.B. die Augen mehr benutzen. Man vermutete, dass es sich um eine Entzündung des Gleichgewichtorgans oder um den Nerv zum Gehirn handelt und wollte diese Entzündung mit Kortison behandeln. Ich reagierte darauf aber mit extremer Blutdruckerhöhung und weiterem Erbrechen, wonach diese Behandlung sofort gestoppt wurde. Ich bekam nun nur noch Vomex und eine Vitaminlösung vom Tropf. Um Auszuschliessen, dass es sich nicht doch um eine andere Erkrankung handelt, wurde mit CT, MRT, Augenuntersuchung, Gefäß-Ultraschall usw. in den 3 Wochen, die ich stationär im Krankenhaus verbrachte alles untersucht. Nachdem der akute Drehschwindel nach ca. 4 Tagen im Bett wieder verschwunden war, konnte ich langsam wieder versuchen einigermassen selbstständig zu gehen. Es fühlte sich an, als würde man versuchen auf einem Schiff bei Windstärke 12 ein paar Meter zu gehen. Der "Kopfinhalt" fühlt sich an wie eine Schüssel mit Brei die hin und her schwappt. Die erste akute Phase war begleitet durch Tinnitus mit einem tiefen und einem pfeifendem hohen Ton, eine Minderung des Gehörs konnte nicht festgestellt werden. Mein Zustand besserte sich täglich und wie schon erwähnt wurde ich nach 3 Wochen zur weiteren Behandlung an meinen Hausarzt übergeben. Der verschrieb mir Aequamen 3x24mg täglich und eine "Langzeit Schwindeltherapie" beim Physiotherapeuten. Seit dem Anfall im Februar sind nun fast 5 Monate vergangen und es scheint mal wieder das schlimmste überstanden zu sein. Ich habe zwar immer noch leicht dieses Gefühl der Benommenhheit und manchmal leichten Tinnitus, manchmal auch ein Druckgefühl im Ohr und besonders beim Autofahren auf holprigen, kurvenreichen Straßen leichten Schwindel, aber es bessert sich zusehends. Eine weitere Untersuchung beim HNO ergab, dass auf beiden Ohren keine Hörminderung vorliegt, im hohen Frequenzbereich ist mein Hörvermögen für mein alter sogar weit überdurchschnittlich. Es besteht natürlich immer noch die Angst, es könnte jederzeit wieder zu so einem Anfall kommen, von der eingebüssten Lebensqualität nach so einem Anfall mal ganz abgesehen. Das schlimmste an der ganzen Sache ist für mich und vermutlich auch für andere Betroffene, nicht genau zu wissen, was der genaue Auslöser dieser Anfälle ist und es somit unmöglich ist diesen zu Versuchen zu Vermeiden.

Nach dieser ganzen Vorgeschichte nun die Frage: Morbus Meniere oder nur "zufällige" Ausfälle des Gleichgewichtorgans? ???

viele Grüße, Hermann

t{om7-muxc7


Hallo Hermann,

hab's leider gerade erst gesehen und kann nicht so ausführlich antworten:

Gegen MM spricht, daß Du anscheinend überhaupt keinen Hörverlust und keinen dauerhaften Tinnitus hast. Sei froh!!! Der Schwindel ist nach Aussage meines Prof. am "leichtesten" zu behandeln... ;-D

Leider muß ich sagen, daß Du in einem Krankenhaus gelandet bist, was für mich nicht unbedingt auf Platz 1 bei solchen Erkrankungen steht. In München gibt es zwei "gute" Adressen für sowas:

[[http://www.schwindelambulanz-muenchen.de/]]

Die behandeln MM vorwiegend mit Tabletten und sind recht fit bei so was, denn bei Dir geht es in erster Linie um die Differentialdiagnose. Die zweite wäre das Rechts der Isar. Da kann ich Dir auch jemand nennen.

Warum dahin? MM und verwandte Krankheiten sind sehr schwierig voneinander abzugrenzen. Für meinen Hausarzt bin ich der zweite in 20 Jahren Praxis. Der Prof. bei dem ich jetzt bin, sagt: "Bei den 150 (!!) MM-Patienten, die ich im Jahr sehe...". Er sieht noch ein paar andere.

Wenn es MM sein sollte, gibt es die Möglichkeit der Einlage eines Paukenröhrchens. Oft bringt das schon was. Dazu läuft im Klinikum Großhadern gerade eine Studie mit einem kleinen Gerät, was darüber ganz leichte Druckimpulse auf das Ohr gibt. Der Vorteil dabei ist, daß Du alle vier Wochen genau untersucht wirst (auf Krankenkasse!). Wenn es kein MM ist, bringt das nichts, schadet aber auch nicht.

In Deinem Fall würde ich nicht auf MM tippen, wegen Gehör und kein Tinnitus. Noch was - wichtig: Ein MM-Anfall ist normalerweise nach einigen Stunden vorbei, hält aber nicht tagelang an. Also doch eher was anderes aus meiner Sicht.

Wenn es wieder schlimm wird und sie Dir wieder Kortison geben wollen: Laß die Sch...Infusionen! Man kann das Kortison auch direkt ins Ohr Spritzen, da wo es hin gehört. Das machen sie in Großhadern nur widerwillig, aber sie machen es in schlimmen Fällen.

Wenn Du einen konkreten Arzt mit Tel. wissen möchstest, bitte per PN!

Alles Gute! @:)

Thomas

SbchWwsi%ndxi


Hallöchen alle zusammen, hallöchen Hermann,

du hast einen langen Weg hinter dir und leider bisher keine Antworten bekommen. Das ist wirklich traurig und frustrierend. Nach dem was du schreibst kann es natürlich MM sein; typische Symptome weist du ja auf. Aber was nicht so passt ist der Alkohol. Ich habe gelesen, Alkohol wäre ein Auslöser für MM. Hast du mal deinen Doc direkt auf MM angesprochen und eine Abklärung verlangt? Wenn nicht, solltest du es mal auf diese Weise probieren ;-D. Oder vielleicht eine Suche nach einem HNO der sich mit MM auskennt.

Bei meiner Untersuchung beim HNO kam erst auch nichts raus; meine Augen sowie mein Gehirn hatten schon gelernt den Schwindel (wenn es kein sehr starker Anfall ist) auszugleichen. Meine HNO hat mich dann zum Neurologen überwiesen und der hat es dann eindeutig diagnostiziert. Meist sieht man bei den Untersuchungen meistens nur im Akutfall etwas. Mein Hörvermögen ist auch gemindert, sowie ich auch einen Tinitus bekomme (diesen aber nicht laufend) - das nennt man dann einen Trias (also 3 Hauptsyptome des MM).

Mein Rat ist: Versuch eine Diagnose zu bekommen; geh halt von Arzt zu Arzt. Auch wenn hier durch die Erfahrungen Vieler die Syptome passend sind, kann man da nicht 100% sagen, es wäre MM oder es wäre dies oder das. Nur ein Arzt kann das herausbekommen, bzw. es wäre das sicherste!!!! Auch kann dir nur ein Arzt was verschreiben, wie z. B. das Betahistin etc.. Gib nur nicht zu schnell auf *lächel*!!!

Liebe Grüsse an alle

Schwindi *:)

S]chwJeostkerxK


Hallo, habt Ihr schonmal von einem Morbus Meniere gehört, der ohne Schwindel - und Brechanfälle einhergeht ?

Ich leide seit der Stapedektomie vor einem Jahr unter attackenartigem Tinnitus, einem tiefen, brummenden, dröhnenden Ton auf der operierten Seite.Das einzige, was etwas Linderung verschaffte war bisher immer Cortison i.V.Eine Innenohrtestung ergab nun, dass die Sinneszellen im Innenohr stark geschädigt sind.

Auslöser des letzten Anfalls war im April ein großer Schreck mit verbundenem Stress.Da ging es los.Nach Cortison ca. 3 Wochen Pause, jetzt seit ca. 4 Wochen Duerbrummen zum wahnsinnig werden.War am Freitag in der Klinik.Das Ohrgeräusch ist bei mir auch lageabhängig, verändert sich bei Kopf drehen,<verstärkt sich beim nach vorne beugen; wird durch Geräusch wie ein Fön oder Vibrationen von z.B. der elektrischen Zahnbürste noch verstärkt.Die alles spreche für MM.Hat jemand ähnliche ERfahrungen ?

Nehme jetzt Bethahistin (oder so ähnlich...) und seit 3 Tagen Kortison ( ausschleichend) und es brummt weiter.... :°(

c@ommunnicatxor9


Hallo Thomas, hallo Schwindi,

vielen Dank für eure schnellen Antworten (hätte nicht gedacht, dass sich jemand Sonntag Abend mit solchen "kranken" Geschichten beschäftigt). ;-)

Mir ist nach den Informationen die ich bisher gesichtet habe auch klar, dass das Schwabinger Krankenhaus für diese Art der Erkrankung wohl nicht die beste Adresse ist.

Auch stimme ich zu, dass die Tatsache, dass der Tinnitus nur während des akuten Anfalls vorhanden ist und dann wieder völlig verschwindet eigentlich nicht ganz auf MM hindeutet.

Es ist, nach den Informationen, die ich in Erfahrung bringen konnte äußerst selten, dass ein Gleichgewichtsorgan im Innenohr ausfällt, kann es sein, dass dies bei mir nun schon mindestens 3-4 mal innerhalb von 20 Jahren auftritt? Dies scheint mir doch relativ unwahrscheinlich, das wäre ja mit 4 Lotto sechsern in 20 jahren zu vergleichen (vielleicht sollte ich doch mal Lotto spielen). :-D

Heute war übrigens einer der "guten" Tage (Betroffene wissen was ich meine), an solchen Tagen gibt es Phasen, in denen man sich als "völlig normaler Mensch" fühlt und hofft es könne doch ewig so weitergehen. :)^

Mal sehen wie´s morgen wird. :-/

Ich werde mit Thomas mal über PN Kontakt aufnehmen und mir die Adresse seines Prof. geben lassen, der scheint sich ja bestens auf dem Gebiet MM auszukennen. Ich bin privat Krankenversichert, ist also kein Problem mit der Kostenerstattung. 8-)

viele Grüße, Hermann

t7om}-mucF7


@ schwesterk

habt Ihr schonmal von einem Morbus Meniere gehört, der ohne Schwindel - und Brechanfälle einhergeht ?

Nein, nie! Das geht auch nicht, weil diese Symptome zwangsläufig auftreten müssen!

Stapedektomie

Damit kenne ich mich leider nicht aus. Ein "OP-Schaden"? Hm, andererseits könnte auch eine Infektion während / nach der OP ein Auslöser sein.

Das einzige, was etwas Linderung verschaffte war bisher immer Cortison i.V.

Cortison kann man auch direkt ins Ohr geben, s. o. Das belastet den Körper nicht so.

Auslöser des letzten Anfalls war im April ein großer Schreck mit verbundenem Stress.

Was hälst Du davon: [[http://www.tinnitus-klinik.de/]]

Das Ohrgeräusch ist bei mir auch lageabhängig, verändert sich bei Kopf drehen,verstärkt sich beim nach vorne beugen;

Das habe ich auch noch nie gehört, aber ich habe eine Vermutung:

Wenn ich das richtig sehe, hat man bei Deiner OP etwas am / in der Nähe des Muskels gemacht. Bei Stress verspannt er sich und löst so über das Implantat das Brummen aus??

Wenn dem so wäre, wird es bei tiefer Entspannung besser. Außerdem könntest Du Magnesium sehr hoch dosiert aus der Apotheke nehmen (am besten abends, macht müde). Bitte nicht das Spielzeug aus der Drogerie! Magnesium Verla volle Ladung, wenn Du das darfst. Extrem muskelentspannend wäre auch Tetrazepam (NUR kurzfristig und NUR vom Doc).

=> Wenn eins von beiden hilft, ist meine Vermutung richtig und Du könntest gezielt ran gehen! Das ist dann aber ein Thema für den HNO und nicht den Neurologen!

Ob Betahistin da was bringt, weiß ich nicht / bezweifle ich. Statt Cortison würde ich (am besten in der akuten Attacke) das Tetrazepam probieren => nur kurzfristig!!!

Alternativ könntest Du es mit Akupunktur / TCM probieren.

Falls Du die ganannten Medis probierst, gib mir bitte mal eine Rückmeldung, ob das was gebracht hat.

Alles Gute! @:)

SGchwe9stexrK


Hallo, der Morbus Meniere besteht aus einem Symptom-Trias-die nicht alle eintreffen müssen.Es könnte sich bei mir auch um einen Hydrops chochleae handeln- schon mal gehört ?Magnesium hochdosiert nehme ich seit Wochen.Bei meiner OP letztes Jahr habe ich aufgrund einer fortschreitenden Otosklerose einen künstlichen Steigbügel aus Titan bekommen.Das ist alles abgeklärt, die Prothese sitzt, der Hörtest ist gut.Eine Innenohrtestung in der Charite ergab eine Schädigung der Sinneszellen im Innenohr und es besteht der Verdacht, dass es zu Verschiebungen der Ionenkonzentration in der Endo- und Perilymphe in Labyrinth oder Schnecke bei mir kommt - wie beim MM.Wie auch immer.Geht es mir morgen nicht besser. lasse ich mich krank schreiben.Seit 4 Wochen mega-Alarm im Kopf, halte ich nicht mehr aus.Danke für die Nachricht !Gruß

t3om-mxuc7


Hallo,

den Hydrops cochleae kannt ich wirklich nicht. Ist aber sehr interessant! Mit dem Magnesium scheine ich ja, ohne es zu wissen, nicht falsch gelegen zu haben. Das andere Zeug, was ich genannt habe, ist ein Hammer, aber angesichts Deiner sehr stark ausgeprägten Symptome halte ich einen Versuch mit Tetrazepam für sinnvoll.

Bei Prof. Scherer in der Charite solltest Du damit eigentlich offene Türen einrennen, denn eine derartige Behandlung hat er selbst vor längerer Zeit mal propagiert! Nach allem was ich weiß, bist Du dort in sehr guten Händen. Laut meiner HNO-Ärztin gibt es in Deutschland nämlich zwei (!) Leute, die sich damit auskennen: Prof. Scherer in Berlin und mein Prof. in München. ;-D

Das mit der Akupunktur war auch ernst gemeint.

Viele Grüße

S=chwesWterK


Hallo Tom-muc, ich bin im Getrauden in Bln. und in der Charite in der Tinnitusambulanz...

Mir geht es heute den ersten Tag nach 4 Wochen besser !!!Hoffe sehr, dass es so bleibt- jetzt bin ich nur noch müde,aber momentan ist es fast still im Kopf.(Nach 3 Tagen Cortison...)

Über welche Anlaufstelle der Charite kommt man zu diesem Professor und auch als Kassenpatient ???

Gruß, :)z

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