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Morbus Menière

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kleiner Nachtrag von wob48 - wen es interessiert - zum Thema MM und Mondphase

mein Beitrag Seite 10, 02.04.2008, 14:16

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Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich habe "Morbus Menière" in aller Heftigkeit erlebt. Die hier angepriesenen "Mittelchen" , ich darf mal aufzählen:Mondphasen, Steine egal welcher Herkunft, Reaktionen von Hunden auf "MM" Anfälle, und noch vieles mehr...!

Ein wirklich Betroffener dieser Krankheit, wird sich wenig unterstützt fühlen von diesen "sachkundigen" Beiträgen.

Wenn ein MM-Kranker "umherschwindelt", dürfte er/sie wenig Sinn danach verspüren, irgendwelche Steinchen zu suchen und einzukaufen. Den hier vermeintlichen "MM-Kranken" sollte mal eine richtige Schwindelattacke befallen, danach schreibt man garantiert nicht mehr solche Beiträge!

Ich würde mir Beiträge wünschen, die für wirklich Betroffene hilfreich sind! In diesem Sinne wünsche ich allen LeidensgenossInnen eine gute Besserung und keinen Schwindel mehr!

Jürgen

:(v :(v :(v

SPusizu`ki


Hallo Jürgen!

Sag mal, willst du mir jetzt klarmachen, dass ich nie einen "wirklichen" Schwindelanfall hatte ???

Weißt du, wie oft ich in den letzten Jahren gebetet habe, so etwas nie, nie mehr erleben zu müssen ???

Ich habe die Hölle erlebt!!! ]:D ]:D ]:D

Ich war am Ende und stand ein paar Tage nach einem erneuten Anfall auf, wie aus dem Reich der Toten. Manchmal, sehr oft, habe ich mir gedacht, dass das alles nur ein böser Traum ist, aus dem ich lediglich erwachen muss. Aber nichts da, dem war nicht so.

Kannst du dir vorstellen wie das war, mit einem dicken schwangeren Bauch einen Schwindelanfall zu kriegen? Nicht einen, nein 12 Anfälle in den 9 Monaten. Einer schlimmer als der andere. Zum Schluss war ich drei Stunden am Stück am Brechen bis nur noch Blut kam und der Notarztwagen. Solange drehte sich auch die Welt um mich. Die Anfälle befielen mich überall. Auf der Arbeit, beim Besuch von Freunden, sogar beim Spaziergang im Wald. Ich habe drei Stunden im Gebüsch gelegen (allein!!!) bis das ich wieder nach Hause gehen konnte!!!

Über drei Jahre habe ich intensiv unter Meniere gelitten und über 30 Anfälle gehabt!

Was heißt hier vermeintliche MM-Kranke ??? >:(

Wenn ich auf der Straße jemanden treffe, dem ich sage, dass ich Tinnitus habe, höre ich immer wieder, dass dieser auch Tinnitus hat. Und dann kommt der scheiß Spruch:

"Du junges Frauenzimmer, kannst keinen schlimmen Tinnitus haben. Ich habe ihn schlimm!"

So Sprüche machen einfach nur sauer!!! :(v

Deine Aussage:

Den hier vermeintlichen "MM-Kranken" sollte mal eine richtige Schwindelattacke befallen, danach schreibt man garantiert nicht mehr solche Beiträge!

Dein Spruch ist absolut heftig!!! :(v :(v :(v

Nie im Leben würde ich das jemanden wünschen! Nicht dem dollsten Feind!!!

Ich habe Morbus Meniere auf beiden Ohren und es ist momentan so laut in meinem Schädel, als ob hier in meinem Zimmer der Staubsauger an ist. Gestern Abend wackelte der Boden unter meinen Füßen. Ja, dass ist alles was nach 13 Jahren Morbus Meniere noch von dem Mist übrig geblieben ist. Das, und das noch etliches anderes. Zum Beispiel laufen meine Innenohren immer wieder zu, sodass ich alles wie unter Wasser, oder gar nicht mehr höre. Ein Hörgerät hilft mir auch nicht in diesem Fall. Also ist dann für einen Tag ENDE mit hören. Ist halt so, und kein Arzt kann was dagegen unternehmen!!! :°(

Ich habe nach Mitteln und Wege gesucht mich von MM zu befreien, dass habe ich nicht gemacht wenn ich am Brechen und Schwindeln war, sondern vorher und nachher.

Morbus Meniere ist der Herzinfarkt im Ohr, und das nicht zu knapp!!!

Eine schwindelfreie Zeit für alle, besonders für dich!!!

Susizuki

Sousi*zxuki


Hallo wob48!

Danke für den Hinweis mit den Mondphasen. Dein Beitrag war interessant zu lesen.

Deinen Spruch: :)*

"Sei gut zu Dir selbst, denn Du bist das wertvollste was Du hast!"

- kann ich bestätigen. Denn jedes mal, wenn ich zuviel Stress oder Ärger um die Ohren hatte und diese dann lautstark rebellieren, sage ich mir erneut: :)*

"Das wichtigste im Leben ist, dass es mir gut geht - alles andere findet sich dann!"

Euch alles Gute!

Susizuki

Txrpinxalu


Einen schönen Sonntagnachmittag an alle,

ich habe ja wie gesagt die Diagnose MM noch nicht, aber heftige Schwindelattacken und Tinnitus plagen mich auch.

Ich möchte sagen, dass ich es gut finde, die Erfahrungen anderer zu hören.

Der Austausch an sich ist doch das Wichtigste und macht dieses Forum so interessant und informativ.

Jeder sollte seine Erfahrungen mitteilen können, auch wenn diese nicht "schulmedizinisch" erforscht und deren Wirkungsweise bewiesen ist. Selbst die Krankenkassen haben sich endlich bewegt und übernehmen in bestimmten Fällen die Kosten für Akkupunktur. Das ist vor 10 Jahren undenkbar gewesen.

Wenn es - schulmedizinsch - keine Heilungsmöglichkeit gibt, was bleibt einem Betroffenen dann?

Ohne Selbstmotivation - auf welche Weise auch immer - geht es wohl nicht.

Wie könnte diese Krankheit sonst integriert werden und ein ansatzweise *normales* Leben möglich sein?!

Es heißt doch nicht umsonst: Der Wille versetzt Berge..!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schönen Abend und hoffe Ihr schreibt hier weiter :-) :)z :)z

Liebe Grüße Trinalu @:)

w9ob4x8


Hallo Jürgen,

danke für Deinen Beitrag, zeigt er doch wie MM den Menschen verändern/beeinflussen kann. Diese Krankheit verläuft so unterschiedlich und wird so unterschiedlich empfunden, dass ich es mir nie anmaßen würde einem anderen seine Empfindungen und Erfahrungen abzusprechen.

Ich denke mal, dass sich hier im Forum keiner mit spinnerten Ideen hervortuen möchte, sondern seine persönlichen, ureigensten Erfahrungen mitteilt. Jede/jeder kann ja dann sehen, ob das etwas für sie/ihn ist, von dem man sich Hilfe verspricht. Wir wissen doch auch, dass selbst Plazebos Hilfe bringen können!

In dem Sinne einen schönen Wochenanfang für Euch alle,

gute Besserung und findet Euren Weg.

bCe$gixn1


Hallo,

ich hab Jürgens Beitrag mit Verwunderung gelesen und bin, genau wie vermutlich alle anderen, verärgert. :-/

Es ist doch normal, dass man alles mögliche versucht, diesen Zustand erträglicher zu machen. Egal mit welchen Mittelchen. Es wird alles ausprobiert in der Hoffnung, dass irgendetwas auch bei sich selbst anschlägt.

Dieses "vermeintliche MM-Kranke" ist echt heftig!

Ich wünsch Euch allen eine schöne Woche :)*.

TNiffanuy-HH


Hallo Steffi und alle anderen,

ich hatte vor ca. 30 Jahren Morbus Menier mit einem akkuten Hörsturz. Es war einfach schrecklich. Selbst nachts wachte ich mit Drehschwindel auf und erst nach dem Erbrechen hatte ich wieder Ruhe. Es wurde bei mir in der Uni-Klinik in Hamburg-Eppendorf eine Stellatumblockade -Therapie veranlasst. Danach ging es mir wieder besser und auch das Hörvermögen war wieder da. Nach längerer Zeit bekam ich abermals diese Anfälle und die Behandlung im Krankenhaus wurde wiederholt. Danach bekam ich nur einen akkuten Hörsturz. Weil der Schwindel nicht dabei war, habe ich einen HNO-Arzt erst einmal nicht aufgesucht, weil ich der Meinung war, es würde sich wieder von allein einrenken. Denkste! Noch heute, ca. 30 Jahre danach, ist das Ohr taub und auch ein leichter Tinitus ist noch vorhanden. Bei sofortiger Behandlung wäre das Ohr heute bestimmt nicht taub. Also, sofortige Behandlung ist bei einem Hörsturz meiner Meinung nach das Wichtigste. Alles Gute

Tiffanhy

b>igmxam


*:) Hallo an alle Schwindelgeplagten

Ich habe in den vergangenen Tagen viele Berichte von jungen als auch älteren Menschen gelesen und bin echt geschockt wie viele doch unter der Menierischen Krankheit leiden. Besonders schlimm finde ich wenn HNO Ärzte Kinder vor sich haben mit diesen Symptomen und über Jahre keine Diagnose stellen können. Ich kann da nur alle auffordern,sich von mindestens 2 Ärzten die Meinungen einzuholen.Besonders Eltern mit solch geplagten Kindern "Bitte verlaßt euch nicht nur auf einen Arzt eure Kinder sind keine Simulanten."

Mich hat es hierher verschlagen weil ich vor ca.8Wochen den Ausdruck " Morbus Meniersche " von meiner HNO Ärztin das erste mal gehört habe. Bei mir begann meine Erkrankung im August 05 mit einem Ohrgeräusch auf dem Rechten Ohr. Weil ich damals gerade mal 3Tage aus dem Krankenhaus heraus war wollte ich nicht schon wieder zum Arzt und habe das so hingenommen, erst als 6Wochen später nichts besser wurde bin ich zum Arzt. Zu spät für eine Cortison Behandlung. Das Geräusch ist ständig da. Anfang 06 hat eine Bekannte mir Gingium zur besseren Durchblutung empfohlen daraufhin wurde das Rauschen tatsächlich leiser ist aber immer da und nie ganz weg, aber das Leben war wieder lebenswert. Dann im Feb 08 eine Schwindelattacke morgens um 5Uhr im liegen direkt aus dem Schlaf heraus, und gleich am nächsten Tag nocheinmal aber dann so schlimm und wärend des ganzen Tages das mein Mann am Abend den Notarzt gerufen hat dieser wies mich sofort ins KRH ein. Dort wurde ich 5Tage mit Infusionen behandelt und trotz wiederkehrender Attacken als Simulant hingestellt. Bereits 3Tage nach meiner Entlassung die nächste Attacke daraufhin Einweisung in eine HNO Klinik, wieder Infusionen und viele Untersuchungen. Seit April bis heute waren es 9Attacken welche immer mehrere Stunden anhalten. Als Medikament bekomme ich Betahistin und gegen das viele erbrechen Vomex nur ist bei den letzten 2malen mein Problem gewesen das die Vomex Zäpfchen nicht mehr gewirkt haben. Ich bin am ende mit meinem Wissen, ziehe mich zurück aus Angst vor dem nächsten mal,schaue kaum Fernsehen oder auch Computer aus Angst das dies einen Anfall auslösen könnte. Leute wenn Ihr die ersten Anzeichen eines Ohrgeräusches habt geht sofort zum Arzt dann gibs noch Hilfe. :)* :)_

j-ür8gVen444


Hallo Susizuki,

keineswegs wollte ich Deine Erkrankung infrage stellen. Wenn mein Beitrag so "rübergekommen ist" bitte ich aufrichtig um Entschuldigung!

Richtig ist, es gibt keine Therapie gegen diese beschi.... Krankheit! Das sollte aber nicht heißen, das man nun nach irgendwelchen "Mittelchen" greift, die teilweise recht "seltsam" anmuten. Es wird von Betroffenen immer wieder berichtet, das das soziale Umfeld wenig Verständnis für die Erkrankten aufbringt. Es ist ja auch schwierig, anders als bei andere Krankheiten, läßt sich Morbus Menière nicht einwandfrei diagnostizieren oder darstellen! Wenn ich aber dann in meiner großen Not noch anfange, nach irgendwelchen "Strohhalmen" zu greifen, dann ist es erst recht mit dem Verständnis der "lieben Mitmenschen" vorbei.

Dies wollte ich noch einmal zum Ausdruck bringen, keineswegs käme es mir in den Sinn, Betroffene lächerlich zu machen!

Ich wünsche allen eine schwindelfreie Zeit

Jürgen

:)^

SNtern, x07


Hallo,

ich bin neu hier im Forum und möchte euch erst einmal begrüßen.

Habe z.Z. wieder große Probleme meine MM in den Griff zu bekommen.

Vor 20 Jahren wurde bei mir MM diagnostiziert. Teilweise heftige Attacken aber auch einige Jahre ohne besondere Vorkommnisse. Im letzten Jahr waren die Anfälle nicht mehr in den Griff zu bekommen, ich war total fertig von dem vielen Erbrechen und ich entschloss mich zu einer Genthamycin Behandlung(wobei ich auch leider mein Gehör fast verloren habe li)

. Hatte dann fast ein halbes Jahr Ruhe und jetzt geht es wieder los. Fast jeden Tag erinnert mich mein Ohr an meine Erkrankung. Ein Anfall jagt den nächsten.

Kann es möglich sein, dass eine Kernspintomographie u. zusätzlicher Hypertonie diese Attacken wieder ausgelöst haben. Wie sind eure Erfahrungen. Welche Medikamente helfen euch? Vomex, Vasomotal, Cortison alles schon versucht und es wirkt nicht mehr.

Natürlich weiß ich, dass man Stress vermeiden sollte, aber wer kann das schon immer im Berufsleben.

Habe z.Z. wieder ein ständiges Dröhnen im Ohr und das Gefühl als wenn das Titanröhrchen schallt. Diese Erkrankung kann einem wirklich die letzte Kraft nehmen.

Gruß Stern

jdürgexn44


Hallo Stern07,

herzlich willkommen in diesem Forum.

Ich bin immer davon ausgegangen, daß die Ausschaltung des Gleichgewichtsorgans mittels Gentamycin eine zwar destruktive, aber umsomehr eine 100%ige Maßnahme wäre, welche wirklich die Schwindelanfälle dauerhaft unterdrücken würde. In der Fachliteratur wird kaum davon berichtet, daß diese Maßnahme nicht erfolgreich wäre. Ich würde Dir raten, nochmals eine gute HNO-Klinik aufzusuchen und überprüfen zu lassen, ob die erfolgte Behandlungsmaßnahme wirklich fachgerecht ausgeführt wurde. Mit geeigneten diagnostischen Verfahren, läßt sich feststellen, ob das entsprechende Gleichgewichtsorgan wirklich restlos ausgeschaltet wurde.

Vielleicht kannst Du ja mal berichten, wie diese Innenohrausschaltung bei Dir durchgeführt wurde.

Ersteinmal alles Gute,

V.G.

Jürgen

???

S/usiz]ukxi


Hallo Jürgen,

es ist schön von dir zu hören. :)z

Ja, ich hatte deinen Beitrag so verstanden, dass du nicht glaubst, dass ich drei bis vier Jahre unter massiven Schwindelanfällen litt, weil ich nach solchen "Strohhalmen", wie du es nennst, zu greifen gesucht habe.

Aber was bleibt uns denn, als aus Strohhalmen ein Häuschen zu errichten? ???

Ein, du hast recht, wackliges Gebäude für die gesunde Mitmenschen lediglich ein Kopfschütteln übrig haben. :|N

In den 13 Jahren wo ich mich mit Morbus Meniere rumschlage, habe ich so vieles ausprobiert. Alles, was irgendwie Hilfe versprach, habe ich mindestens ein halbes Jahr getestet. Etliche Euros sind dabei drauf gegangen. Aber meine Familie steht hinter mir. Nun gut, mein Mann, mein Sohn und meine Mutter, allen anderen erzähl ich nicht, was ich alles für Mittelchen austeste. Dafür hätten sie kein Verständnis. Aber das erwarte ich auch nicht von ihnen. Vielleicht erhoffe ich das Verständnis aber von Erkrankten mit MM. Was bleibt uns denn auch anderes, als Augen und Ohren (sofern sie was hören) überallhin offen zu halten?

Mein Ohrenarzt hat gesagt, dass er mir nicht mehr helfen kann. Mein damaliger Hausarzt hat das gleiche gesagt und hinzugefügt, dass ich nicht mehr so oft kommen soll. :(v

Und nun? Nun versuche ich mit all dem Mist klar zu kommen. Vor allen Dingen glaube ich felsenfest (an manchen Tagen nicht) daran, dass ich eines Tages wieder gesund sein werde.

Bei diesem Glauben helfen mir all meine Mittelchen - und wer weiß, vielleicht finde ich auch den universellen Weg aus dem Krankheitsbild Morbus Meniere rauszukommen.

Ärzte, werden diesen Weg nicht finden, weil sie die Krankheit nicht selber haben.

Einen Arzt mit MM habe ich kennengelernt. Er hat sich seine Ohren mit Gentamycin ausschalten lassen, dann war es mit den Anfällen zumindest vorbei. Aber hat er damit einen Weg aus dieser Krankheit gefunden? ??? Meine Mittelchen, die ich ihn damals nannte, hat er vor der MM Gruppe runtergemacht und mich damit bloßgestellt. Ich war drauf und dran den Saal zu verlassen. Am Abend hab ich dann aus lauter Frust einen Anfall bekommen. Das war der Arzt nicht mal wert.

Hallo an die beiden Neuen bigman und Stern!

Stern 07 , vielleicht wurde mit dem Gentamycin das Ohr nicht vollständig ausgeschaltet und es hat sich von der Spritze regeneriert. Wenn man das so nennen darf. Damit wäre es im selben Zustand wie vor der Spritze. Mein Doktor hatte mir mal erzählt, dass, wenn das Ohr auf die Gentamycinspritze wie gewollt anschlägt, es das in einem Schwindelanfall macht, der andersherum als normal geht. Also dreht sich dann alles links weg.

War das damals so bei dir? ???

Vielleicht ist auch dein zweites Ohr an MM erkrankt. ???

Ich wünsch Euch und allen anderen hier eine schwindelfreie Zeit. @:)

Susizuki

jIürgeQn4x4


Hallo Susizuki,

vielleicht darf ich Dir und vielleicht auch den anderen ForumsteilnehmerInnen ganz kurz meine Krankengeschichte erzählen: Nach einem Stadtfest 96'welches naturgemäß mit lauter Musik einhergeht, bemerkte ich am nächsten Morgen auf dem rechten Ohr ein seltsames Druckgefühl, daß dieses Ohr fast taub war habe ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht realisiert. Erst Abends vorm TV merkte ich dies!

Am darauffolgenden Montag beim HNO, wurde ein "Hörsturz" diagnostiziert. Es erfolgten ambulant die üblichen Infusionen mit dem Wirkstoff Trental. Nach der dritten Infusion stellte sich eine merkbare Besserung des Gehörs ein.

Nach Abschluss der Behandlung war das Gehör fast wie früher (-5dB)!

Nach ca einem halben Jahr, das Gleiche: Schlechtes hören, abermals Infusionsbehandlung, wiederum spontane Besserung des Gehörs, allerdings diesmal sehr viel schlechter als vorher.

Diese vermeintlichen Hörstürze erfolgten in immer kürzeren Intervallen. Dann plötzlich wie aus heiterem Himmel ein Schwindelanfall. Kollegen die dies miterlebten, glaubten an einen Herzinfarkt. Auch die herbeigerufenen Rettungssanitäter gingen von einem Kreislaufproblem aus. Wenige Stunden nach diesem Anfall ging es mir wieder gut. Allerdings wurde ich noch in der Klinik fünf Tage lang untersucht, ohne eine wirkliche Ursache des Schwindelanfalls festgestellt zu haben. Diese Schwindelanfälle wiederholten sich nun immer wieder, in der Folge habe ich auch dann auf ärztlichen Beistand verzichtet, weil ich mittlerweile den Ablauf der Schwindelattacke nachvollziehen konnte: Aus einem ganz normalen Zustand, verschlechterte sich das Gehör, das Ohr wurde fast taub, auch ein Druck, wie "Völlegefühl" im Ohr machte sich bemerkbar. Es dauerte nicht lang und ein Schwindelanfall machte mich für Stunden inaktiv. Nach dem Nachlassen der Symptome, besserte sich das Gehör und alles war fast wie sonst.

Allerdings wurden mit der Zeit die Schwindelanfälle immer heftiger, auch die Anzeichen die ich früher im Vorfeld eines Anfalls bemerkte, blieben aus. Jetzt wurde ich von "jetzt auf gleich" von einem Anfall überrascht.

Bislang konnte ich mit der Krankheit in der Öffentlichkeit einigermaßen gut umgehen: Bis zu dem Tage, wo ich erstmals in der Öffentlichkeit einen schweren Anfall erlitt. Die Kommentare der "lieben Mitmenschen": "Laß die besoffene Sau" doch liegen!

Solche Erlebnisse beflügeln nicht gerade einen MM-Erkrankten, die Öffentlichkeit zu suchen.

Von Erlebnissen ähnlicher Art möchte ich gar nicht weiter berichten.

Silvester 2000 erreichte die Krankheit ihren "Höhepunkt", zwei Tage permanentes Erbrechen. Danach einfach der Gedanke, hoffentlich ist dies alles bald vorbei, so oder so!!!

Es ging aber Gott sei Dank weiter. Ich unterzog mich einer OP, der sogenannten Saccotomie, soll in zwei Drittel aller Fälle helfen, leider war ich beim anderen Drittel, es hat bei mir nicht wirklich geholfen.

Dabei ist allerdings auch noch der letzte Rest des Hörvermögens auf diesem Ohr dahin.

Ich möchte aber zum Schluß meines Beitrages noch eine Info los werden: Es gibt Statistiken, wonach durchschnittlich nach 9-10 Jahren bei 75 % der MM-Erkrankten, die Krankheit "ausgebrannt" ist, soll heißen, durch die unzähligen Schwindelattacken, ist das Gleichgewichtsorgan dermaßen geschädigt, daß es völlig wirkungslos scheint.

Ich wünsche mir für uns alle, daß in diesem Falle einmal die Statistik stimmt.

Euch allen alles Gute

LG

Jürgen

:)z :)z :)z:)

jeür<ge|n44


Hallo Bettchen2005,

ich hätte gern mal etwas über diese Meniett-Studie ??? erfahren. Kannst Du uns im Forum, oder mir mittels PN mal den Ablauf dieses Experimentes erklären.

Vielen Dank im voraus,

Jürgen

:)^

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