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Morbus Menière

t om-/muxc7


Hallo Rami,

MM ist immer eine Ausschlußdiagnose, da man es nicht direkt nachweisen kann. Wenn der HNO sich (nich) sicher ist, kann man vorsichtshalber auch noch mal die Neurologen fragen. Meine Standardempfehlung ist:

[[http://www.schwindelambulanz-muenchen.de/]]

Nach allem, was ich lese (und selber kenne), würde ich auch auf MM tippen. Außer Deinem (noch) intakten Gehör spricht alles dafür. Das ist wirklich seltsam, gerade, weil Du bereits mehrere Anfälle hattest. Du solltest jetzt aber nicht in Panik geraten. MM ist sehr belastend, aber im Vergleich zu einem Tumor noch gut behandelbar.

Wenn Dir Betahistin (welches? Hydrochlorid oder Dimesilat?) geholfen hat und Du es verträgst, heißt die erste Devise: Viel und lange!!! Bei Hydrochlorid (nicht bei Dimesilat, das wird anders dosiert!) würde ich die Dosis in Stufen satt hochfahren bis 3x48 mg. Wenn Du beschwerdefrei bist, vier Wochen laufen lassen, dann gaaanz laaaangsam reduzieren. Erst wenn das nichts bringt, solltest Du auf das jeweils andere Betahistin-Salz wechseln - hast Du Hydrochlorid genommen, dann Dimesilat oder umgekehrt. Wenn's hilft, dabei bleiben!

Als "erste Hilfe" kann man auch Diuretika machen. Das belastet den Körper aber stark. Eine symptomatische Behandlung ist auch mit Arlevert möglich. Bei MM gilt vor allem eins: Geduld! Therapiefortschritte siehst Du frühestens nach etwa vier Wochen, teilweise dauert es bis zu sechs Monaten.

Wenn Dein Gehör (noch) intakt ist, rate ich unbedingt (!!!) von einer OP ab. Die OP (welche?) hat meist die Zerstörung des Gleichgewichtsorgans zum Ziel, damit der Schwindel aufhört. Leider geht dabei auch oft das Gehör gleich mit kaputt. Bei MM ist das aber meist egal, weil das sowieso kaputt ist. Alle Spezialisten, die ich empfehlen kann / persönlich kenne, sitzen in München/Oberbayern.

Bei ständigem Schwindel würde ich empfehlen, Arbeit halbe Tage zu versuchen, oder, wenn möglich, Telearbeit zu machen. Gar nichts tun würde mich auch nerven.

Gute Besserung! :)*

R(ami


Hat Jemand von Euch es schon mal mit Hypnose versucht? Ich habe schon öfter gehört das Migränekranke durch Hypnose geheilt wurden könnte doch auch bei MM helfen.

LG

Rami

tBo?m-mucx7


MM ensteht durch eine Entzündung an einem Häutchen im Innenohr, wodurch keine oder nur wenig Resorption der Endolymphe mehr stattfindet, wodurch sich ein Überdruck bildet, der eine Membran zum Platzen bringt, welches die Schwindelanfälle auslöst. Wie bitte soll Hypnose gegen eine Entzündung helfen? Selbst bei einem neurologischen Leiden wie Neuritis Vestibularis halte ich das für ...!

Ich verstehe, daß Du im Moment jeden Weg suchst, MM loszuwerden. Es gibt aber kein Patentrezept und schon gar keine schnelle Lösung. Mein Prof.: "Bei MM denken wir in Monaten und Jahren, nicht in Wochen!". Was ich Dir beschrieben habe, hilft erwiesenermaßen den meisten Patienten und ist bundesweit akzeptiert.

h;eiaz67


@ Rami

Hallo Rami *:),

schön das Du hier bist (natürlich wie immer

eigentlich nicht so schön!), das was Tom schreibt stimmt

völlig mit dem derzeitigenmed. Wissenstand überein und

auch ich würde nicht unbedingt auf Hokuspokus setzen.

Allerdings wenn Du Hoffnung hast es könnte Dir helfen,

spricht wohl nichts dagegen es zu versuchen.

@ Tom

wie läuft es, verändert sich was wesentlich an Deinem Befinden?

Du hast mal geschrieben es wär eine Virus-Infektion, ist es auch möglich,

dass die Infektion bakterieller ]:D Herkunft sein könnte?

Dachdem ich nämlich eine Mittelohrentzündung hatte und diese mit

Antibiotika behandelt wurde, muß ich im Nachhinein sagen, dass sich

mein Befinden seit dem grundsätzlich wieder gebessert hat :)^.

Was meinst Du, ist das möglich?

Grüße Uwe

seit

Rlami


Hallo,

hast Du auch Schwindel zwischen den Anfällen? Ich hatte Dienstag meinen letzten grossen Anfall und seit dem kann ich kaum mehr gerade laufen, daher denke ich über eine Möglichkeit nach das mir zumindest zwischen den Anfällen der Schwindel genommen wird. Die Anfälle sitze ich dann aus aber wenn ich wie im Moment gar nicht mehr in der Lage bin gerade zu laufen das kann ich nicht aussitzen ...

t)omn-muxc7


Sorry - nur kurz, muß um 4 Uhr raus...

@ heiz67

Die Entzündung gilt als gesichert. Virus ist eine Vermutung vom Prof. Vor meinem ersten schweren Anfall ohne Vorwarnung hatte ich einen schweren Infekt mit 10 Tagen Einnahme Doxycylin. Da das Zeug eine ganze Menge tötet, glaube ich eher nicht an Bakterien, sondern mehr an einen Virus. Welches Antibiotikum hattest Du?

Lage ist praktisch unverändert. Ab und zu wackelt es mal wieder. Ist aber auch nicht schlimmer geworden! toc-toc-toc...

@ Rami

Das hatte ich letzes Jahr auch. Ich nehme an, daß sich die Reißnersche Membran bei Dir nach dem Anfall nicht mehr ganz geschlossen hat. Evtl. hilft Cocculus, z.B. als D12 oder eben Vomex und viel Schonung. Zwei Wochen Pause wären eine gute Idee. Mein Rat: Vollgas mit Betahistin! Das mindert den Druck und verbessert die Heilungschancen - dauert mind. zwei Wochen.

Der (von Ärzten!) meist gemachte Fehler bei Betahistin ist übrigens eine zu geringe Dosierung! Prof. hat sich da sehr aufgeregt...

TQJwW


@ Rami

Hallo, Rami!

Ich weiß genau wie es Dir geht. 6-8 Stunden stärksten Drehschwindel jeden zweiten Tag, musste im Rollstuhl zur Toilette gebracht werden, weil ich zu nichts mehr fähig war. Ich wollte aufgeben, weil ich mir ein Leben so nicht vorstellen konnte.

Auch ich war im Krankenhaus und als alle von MM sprachen habe ich dem Prof erklärt, dass er das falls verstehe und dass ich hier sei, damit MM ausgeschlossen werde.

Dann habe ich im Internet recherchiert: Es gibt ein Fachklinik in Bad Arolsen, dort war ich 9 Wochen und habe den Ärzten und Therapeuten sehr viel zu verdanken .

Erstens: Dort hat man die medizinischen Möglichkeiten, die richtige Diagnose zu stellen.Bei mir leider wirklich MM.

Zweitens: Auch psychologisch beste Betreuung, denn es hat mir total den Boden unter den Füßen weggezogen und ich bekam tiefe Depressionen.

Was mir allerdings wirklich geholfen hat, war mein HNO Arzt hier in bobingen bei Augsburg: Ich nehme Picrotoxin Zäpfchen alle 3 Tage und bin seitdem ( Juli 2008) Anfall frei, nicht ganz ohne Beschwerden, aber doch so, dass ich ein fast normales Leben führe und auch Auto fahre, wenn ich mich gut genug fühle.

Wenn Du Interesse hast, melde Dich - muss jetzt leider weg!

Lass den Kopf nicht hängen, es gibt wirklich Hilfe!

Tamara

ttom-mGu)c7


Einer der beiden Inhaltsstoffe von Picrotoxin ist Cocculus (=meine Empfehlung), den anderen kenne ich nicht. Das kann schon helfen / Erleichterung bringen.

Dies lindert aber nur die Schwindel-Symptome und Übelkeit, hilft nicht gegen den Überdruck! Ich rate Dir, trotzdem das Betahistin zu nehmen, um den Überdruck zu reduzieren. Eigentlich ist es ein Wunder, daß Du noch keinen Gehörschaden hast!

t`om-xmuc7


Hast Du Dir einmal genau die Ursache und den Wirkmechanismus erklären lassen? Es hat bei mir über ein Jahr gedauert, bis sich dazu jemand Zeit genommen hat und war auch eine satte Stunde. Ich werde ihm dafür ewig dankbar sein!

h+eilz>67


@ tom

was ich für Antibiotika geschluckt habe weiß ich nicht

mehr, ??? aber ich werd mal versuchen es herauszufinden. :)^

Gruß Uwe

tUo@m-mxuc7


@ heiz67

Wär schon interessant. Ich hatte mal eins für eine Entzündung am Fuß und wollte lieber ein anderes haben, was ich kannte. Die Ärztin meinte aber, das habe keinen Sinn, weil dies nicht in das Weichteilgewebe am Fuß eindringen könne. Es scheint da also große Unterschiede zu geben - in den Nebenwirkungen leider auch... {:(

Heute sind es drei Wochen, daß ich das Betahistin reduziert habe. Es ist zwar nicht besser, aber auch (bis jetzt) nicht schlechter geworden: toc-toc-toc. Nächste Woche soll Prof. entscheiden, ob ich nochmal reduziere oder noch warte. Wenn ich nochmal reduziere, ist die Dosis erreicht, trotz (!) der ich 2008 Stammgast in der Notaufnahme war.

bCibix47


Hollo liebe MM's Leidensgenossen,

seit meiner Kindheit leide ich unter Schwindelanfälle, und das ist nun schon lange Zeit!

Hatte als Baby eine eitrige Mittelohrentzündung. Damals gabs noch keine Medikamente wie heute. Aber es könnte auch von 2x ertrinken als 4/5-jährige herkommen!

So lange ich im Flachland wohnte hielt sich der Schwindel in Grenzen.

Aber seit 30 Jahre lebe ich in Oberbayern und dann ging der Zirkus mit den Schwindelanfällen richtig los. Ich erlebte viele "hilflose" Ärzte!!!

Durch Zufall bzw. durch meine kleinen Kinder, kam ich an "meinen HNO" Arzt!!! Ein Segen!

Seit dem nehme ich Vasomotal 16mg ein: z.Zt. nur noch 3x1/2. Auf dem einen Ohr höre ich nichts mehr, das andere zu 60%. Wenn ich Ruhe haben will schlafe ich eben auf dem guten Ohr. Ich nehm's mit Humor.

Bei Anfällen: Vomex 150mg Zäpfchen gegen die Übelkeit, und lasse mir Vertigoheel 1,1ml in die Vene spritzen, nach ca. 15Min. wirds besser!!! Die Umgebung dreht sich nicht mehr um mich. Die Wirkung der Spritze hält ca. 18 Std. an, dann lass ich mich wieder spritzen. 3 Tage lang. Dann noch in den Muskel 2x.

Vertigoheel Lutschtabletten helfen mir, wenn ich "merke", ein Schwindel ist im Anzug!

Die Vorboten eines Anfalls sind bei mir: Heißhunger auf Süßes, oder extrem kalte Füße und dicke Waden und Finger (Wasserhaushalt spinnt); nehme Brennesselextrakt regelmäßig;

Wetterwechsel, also der Druck, oder erster Schneefall, an der Strickmaschine das Hin- und Herbewegen, beim Plätzchenbacken das Ausstechen und Hin zum Blech legen, zu schnell den Berg rauf oder runter fahren, bei Serpentinenfahren als Beifahrer eine festen Punkt ansehen, als Fahrer hab ich es zum Glück nicht.

Am Schreibtisch mit PC vermeide ich das re. u. li. Schauen, vom Blatt zum Monitor nur von unten nach oben nach unten. Ist ja sonst die gleiche Bewegung wie beim HNO Test!!! Die dann den Schwindel auslöst.

Beim Radfahren stecke ich was ins Ohr, damit kein Fahrtwind, das Rauschen, wahrgenommen wird. Bei Wind wie an der See verfahre ich ebenso.

Ich esse auch kein Schweinefleisch mehr, stört bei mir den Wasserhaushalt.

Lege viel die Beine hoch. Lasse kein Wasser in den Gehöhrgang kommen.

Sage "es" vor einer Massage der HWS oder Schulterpartie.

Selbst Stress, egal ob Freude oder Schreck, können der Auslöser sein. Oder bei einer angeregten Unterhaltung und vielem Stimmengewirr kanns kommen. Ich nehme mich zurück und atme ruhig und konzentriert, Autogenes Training.

Zum Glück habe ich beim Tanzen, selbst Wiener Walzer, keinerlei Probleme! Freude!!!

Ich bin wohl sehr aufmerksam gegenüber meinem Befinden geworden, weil ein Schwindelanfall einen einfach schrecklich her nimmt!

Jeder muß für sich probieren. Vielleicht war ein Tipp für einen von Euch dabei?!

Meine Medikamente habe ich immer dabei!!! Auch eine Ampulle mit Kanüle.

Viele Grüße von

bibi47

t`om-mxuc7


Hallo Bibi,

willkommen im Club! ;-D

Deine Beschreibung ist sehr interessant, besonders das mit dem Wasserhaushalt. Hast Du schon mal Diuretika (=entwässernde Medikamente) versucht? Das wird bei mir das nächste sein, wenn die anderen Versuche nicht helfen. Mein Prof. sagt, die Wirkung sei sicher nachgewiesen. Das sagen andere Koniferen auch. Ist leider nicht so wirklich gesund...

Falls Dir Vasomotal schon mal geholfen hat, ist die Dosierung jetzt sicher zu niedrig, wenn Du weiter Anfälle / Schwindel hast. Mit 3x48 mg war ich fast völlig beschwerdefrei - trotz Mega-Stress über Wochen privat+beruflich, Kälte, Wasser usw. Leider ging es mir nach einigen Monaten so auf den Kreislauf, daß ich runter mußte. Nach drei Wochen mit 3x36 mg geht seit gestern das ganze Theater wieder los.

Es findet übrigens ein bundesweiter Großversuch mit Dosierungen von 3x48 mg statt, auch im Klinikum Rechts der Isar und in Großhadern. Wenn Du willst, gebe ich Dir gern die Kontaktdaten. Sonst kann ich Dir auch in Oberbayern einen sehr guten Spezialisten empfehlen.

Zur Ursache habe ich hier ja schon mal den Wirkmechanismus erklärt. Ich denke auch, es kommt von Deiner Entzündung damals.

Viele Grüße

b*i%bi4x7


Guten Abend Tom,

20!!!Jahre hab ich die hohe Dosis eingenommen, und bin 4mg-weise über lange Zeit mit der Dosis runter gegangen. Brennesseltabletten nehme ich seit 10 Jahren zur Entwässerung regelmäßig 6 Stck., seit einigen Wochen auch Diuretikum. Spricht nicht so gut an.

Hab nur noch 1 Niere und die schafft es nicht immer; denn ich muss 3l am Tag trinken.

Ich schwöre trotz regelmäßiger Einnahme von Vasomotal beim Anfall auf die Spritzerei mit Vertigoheel!!!

Seit dem ich in Rente bin, komm ich gut klar.

Selten noch einen Anfall, kann ja meinen Alltag einrichten.

Neue weiße Kittel bereiten mir nur wiede Stress!

Aber danke für den Hinweis, hab mich durch die Beiträge durchgelesen.

Die Sache liegt auch in meiner Familie: Mutter und Großmutter litten auch darunter.

Mein HNO-Arzt ist in Prien!

Auf dieses Forum bin ich durch Zufall gestoßen: meine Tochter leidet unter Lagenschwindel.

Macht fleißig die Übungen und es geht ihr besser.

Gute Nacht

h9eUiz6x7


@ tom,

Hallo Tom, *:)

ich habe extra an der Uni-Klinik hier in Tü. nachgefragt

wegen dem Antibiotikum das ich bekommen hab. Leider hat

das niemand festgehalten !:(v

Mein Befinden ist derzeit zwischen hoffen und bange,

ich hab wieder Dauertinnitus, tagsüber leichte Schwindelanflüge,

abends bin ich wieder völlig erledigt, allerdings hatte ich nun seit

fast einem Jahr keinen größeren Anfall mehr.

Ich bin nach wie vor bei 2 x 12 mg. Betahistin (Dimesilat), seit

ca. 1 Monat, eventuell ist es auch aus diesem Grund schlechter,

aber ich wart bis es wärmer wird, dann versuche ich auf 1 x 12mg

zu reduzieren.

Nun zu Dir, anscheinend wirkt die neue Therapie doch nicht.

Ist alles wieder beim alten? ]:D

gruß uwe

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