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Morbus Menière

B|ett0che$n200x5


Hallo Jürgen,

hat die Saccotomie bei Dir funktioniert? Sie soll doch auch den Ohrdruck nehmem und das Zulaufen der Ohren verhindern.

War das so eine richtige Kopf-OP? Ich habe mich im Internet etwas informiert. Bei uns gibt es in der Nähe einen HNO, der sowas macht. Da soll es nicht so viele geben, die das können.

viele Grüsse,

wuobx48


Hallo Jürgen und alle anderen,

bin erst heute wieder im Forum. Jeden Tag kann ich das hier leider nicht lesen. Das hat nichts mit Euch zu tun! Aber seit dem ich seit irre langer Zeit mal wieder hier gelandet bin, ist MM wieder bei mir präsent. Zum Glück nicht mit Anfall und so, aber mit voller Aufmerksamkeit. Ich bin da sehr sensibel und lausche wieder vermehrt in mich hinein.

Jürgen Deine Frage zum GdB. Ich weiß nun nicht, ob das in allen Bundesländern gleich ist? Zum Prozedere:

Du besorgst Dir einen Antrag, bei Deinem Schwerbehindertenobmann auf der Arbeitsstelle oder beim Landesamt für Gesundheit und Soziales - Versorgungsamt - nicht beim Amtsarzt (also hier in meinem Bundesland). Den füllst Du aus und NUR was Du dort schreibst, wird Gegenstand des Gutachtens sein. Hab auch geschrieben, dass ich beim Autofahren unsicher bin, immer mit Blick auf den Straßenrand, wo kann ich notfalls parken (was ich auch öfter machen mußte!), das hat die nicht interessiert, also doch schon, aber nicht für mich zum Nachteil.

Die beurteilen Dich nur nach Aktenlage! Also, wie OFT hast Du Deine Anfälle, wie SCHWER und was hast Du noch? ALLES auflisten! Einzeln!

1. Morbus Meniere

2. Ohrgeräusche (Tinnitus)

3. Hörverlust

4. Psychische Störungen (Verunsicherungen, leicht Depressiv, Ängste usw.)

5. was Du noch so hast, alles was "zählt", z.B. Herz, Lunge, Hüftgelenk ???

- Du mußt Deine behandelnden Ärzte angeben

Die fordern dann von Deinen Ärzten einen Befundbericht an, so hab ich das gemacht. z.B. 1.-4. hat mein HNO geschrieben.

Dann dauert das!!! Bei mir 1/2 Jahr! Die schicken dann einen Bescheid, nennen den Grad der Behinderung (GdB) und die Funktionsbeeinträchtigungen gemäß §69 Abs. 1-3 SGB IX und gut is. Nichts weiter, keine Empfehlung, "Verbot", Einschränkung o.ä.

Wenn Du dann gleich 50% bekommst, bist Du fein raus. Ich hatte nur 40% und habe Widerspruch eingelegt (auf alle Fälle!). Die hatten den Tinnitus vergessen, aber auch so: unter 50% Widerspruch einlegen!!! - Jetzt wurde ich aber zu einer "Ärztlichen Begutachtung" (wieder KEIN Amtsarzt!) bestellt. Das war ein Neurologe und Psychiater, dem hab ich dann wieder alles erzählt und ihm war klar auf Grund des Gespräches, dass ich min. 50% brauche, dem dann auch das Versorgungsamt entsprochen hat. Es dauerte dann wieder einige Wochen und dann kam mein Ausweis!

Also keine Einschränkungen von Seiten des Versorgungsamtes. Eines wird natürlich aktenkundig, dass man eine Schwerbehinderung erhalten hat. Das teilt man ja seiner Arbeitsstelle mit, weil man mehr Urlaub haben möchte, ich meine auch Kündigungsschutz(?) usw., aber man kann seinem Arbeitgeber den Bescheid als Kopie übergeben und die Funktionsbeeinträchtigungen schwärzen, das geht dem Arbeitgeber eigentlich nichts an! Wie es allerdings ist, wenn man Kraftfahrer, Busfahrer oder Pilot ist ??? Das sollte man dann mit einem Juristen abklären. Bei der Steuererklärung ist auch ein Freibetrag drin.

So, ich denke Jürgen, dass Deine Frage hinreichend beantwortet ist und vielleicht auch anderen Mut macht den Antrag zu stellen. Ihr habt eigentlich nur Vorteile. Falls weitere Fragen, ich sehe hier bald wieder rein, versprochen!

Ein schwindelfreies Wochenende Euch allen und alle, alles Gute *:)

j:ürgexn44


Hallo Bettchen2005,

ja kann man sagen es ist eine richtige "Kopfoperation"!{:( Vielleicht ein Auszug aus dem Buch: Morbus Menière: Ein psychosomatisch orientierter Leitfaden: Der Saccus endolymphaticus ist chirurgisch hinter dem Ohr erreichbar. Dazu müssen die Operateure zunächst den sog. Warzenfortsatz (Mastoid) ausräumen, um von dort aus nahe an das Labyrinth heranzukommen. In der hinteren Schädelgrube wird dann die Hirnhaut freigelegt und der Saccus meist vorne gefunden......!

Soweit dies zu Deiner Frage, betr. der Operation.

Es ist also keine "Blindarm-OP", wenn Du beabsichtigst, diesen Eingriff vornehmen zu lassen, suche Dir eine wirklich gute Klinik! Übrigens stellt die Saccotomie heute immer noch die Methode Nr.1 bei vielen HNO-Ärzten dar!

Ich muss mal wieder die Statistik bemühen: Nach diesem Eingriff soll sich bei 72-86 % der Fälle eine Besserung der Beschwerden einstellen.

Ich gehörte zu den restlichen Prozenten, bei mir hat es wenig gebracht!

Ich bin aber nicht das Mass der Dinge, überlege es Dir, ein Versuch ist es allemal wert!

Nochmals, geh zu einer guten Klinik, ich wohne in Hannover und habe es an der Med.Hochschule operieren lassen!

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung,

alles Gute wünscht Dir

Jürgen

jJür9geGn44


Hallo Wob48,

ich bedanke mich herzlich für Deine sehr fundierten und umfassenden Infos, vielen Dank!

Ich weis das die 60% "Hürde" für viele die noch im Berufsleben stehen, ein großes Plus in Hinblick auf Kündigungsschutz und steuerliche Vergünstigungen ist. Bei mir ist dies nicht mehr relevant, meine Behörde hat mich schon im Jahr 2000 in den Vorruhestand "getreten"!

Ich habe mich jahrelang etwas gesträubt, diesen Weg der Anerkennung als körperlich Behinderter zu gehen. Auf der anderen Seite, warum sollte ich die mir vom Gesetz zustehenden Vergünstigungen nicht in Anspruch nehmen?

Ich wollte mir nicht durch diesen Antrag ein Eigentor schiessen, Behörden sind nach meiner Erfahrung da sehr erfinderisch, ]:D ein Anruf beim TÜV, und Du stehst bei den "Geldschneidern" der MPU auf der Matte!>:(

Alles Gute für Dich,

LG

Jürgen

S?usizcuxki


Hallo, liebe Schwindler!

Lest Ihr hier noch gelegentlich mit? ???

Seit Februar diesen Jahres trage ich meine CMD-Aufbissschiene jede Nacht und viele Stunden am Tag. Und es geht meinem Ohren immer besser. :)z

Der Druck in den Innenohren, der am Morgen nach dem Aufwachen immer sehr hoch war, hat sich beruhigt und in der Nacht regeneriert. So kann ich jetzt freier in den Tag starten. Auch dieses Gefühl "der Kopf ist zugelaufen" (kennen sicher einige?) ist entscheidend besser geworden. Aber was mich echt glücklich macht ist, dass der Tinnitus leiser geworden – und mein Hörvermögen sich deutlich gebessert hat.

Alles klingt nicht mehr so wie unter Wasser.

Damit das alles nicht nur subjektiv ist, möchte ich, wenn ich mal ganz viel Lust dazu verspüre, zu meinem Hörakustiker gehen, der mein Hörvermögen mal durchgetestet.

Aber auch so kann ich echt sagen:

Mein BIOGNATHOR hat sich gelohnt! @:)

Über 14 Jahre war ich mit/durch den Morbus Meniere stark hörbehindert – jetzt fühle ich mich immer mehr auf dem Wege der Gesundung. Ich hoffe, dass bleibt so.! :)*

SSusizxuki


Hallo, ich setze nur mal diesen Link hier ab:

[[http://www.meniere.de/]]

Gute Besserung allen Schwindlern! :)*

j,ürgEenx44


Hallo Susizuki,

schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Warum hat eigentlich die Beteiligung an dieser Thematik so nach gelassen?!!! ":/

LG

Jürgen

Sausrizu'k}i


Hallo Jürgen,

schaut so aus, als ob wir beide hier die Stellung halten.

Hoffentlich geht es den anderen Benutzern gut, sodass sie keinen Drang verspüren sich hier auszutauschen. :-/

Gibt es eigentlich autobiographische Bücher von Patienten die Morbus Meniere (wie und mit welcher Methode auch immer) in den Griff bekommen haben? ???

Liebe Grüße,

j#ürgeUn4x4


Hallo Susizuki,

ja, hast wohl recht!

Trotzdem, an alle Schwindelgeplagten und Morbus Menière erkrankten, hilfreich wäre es für andere Betroffene, dass Ihre Eure Erfahrungen, den hier hilfesuchenden mitteilen würdet!

Vielen Dank Jürgen

*:) *:) *:)

b'cc2k


Hallo an Alle :)

Ich hab vor ca. einem Jahr mit einer Therapie angefangen, die im Internet unter "John of Ohio Regiment" bekannt ist. Hier im Forum kann man das auf Seite 35 ganz unten nachlesen.

Nun, nach ca. einem Jahr kann ich sagen, dass es sich für mich auf jeden Fall ausgezahlt hat!

Folgendes hat sich bei mir seit diesem Jahr verbessert:

- Keine Anfälle mehr: Mein letzter richtige Anfall, war noch 2009, kurz nachdem ich mit der Therapie angefangen hatte. Davor hatte ich so alle 5-7 Tage einen starken Anfall.

- Druck im Ohr ist weg.

- Geräuschempfindlichkeit ist wieder normal

- Das Gehör hat sich leicht verbessert.

- Ich hab nur mehr sehr leichte Ohrgeräusche.

Für mich hat es sich jedenfalls ausgezahlt, aber natürlich kann ich nicht versprechen, dass es bei jedem wirkt. Am besten man sieht sich die Therapie mal an und überprüft, dann ob man es ausprobieren möchte oder nicht. Ganz wichtig ist jedenfalls, dass man das alles zuerst mit seinem Arzt abklärt.

Hier ist nochmal der Link zur aktuellen Version der Therapie (in Englisch):

[[http://www.menieresresources.org/Resources/HomePage?action=download&upname=ANewApproachToMenieresDisease-TheJohnOfOhioRegimenJan2010.pdf]]

Liebe Grüße an alle!

jhürgben4x4


Hallo bcc2k,

habe immer ein "offenes" Ohr wenn es um MM-Therapien! Du sprichts (schreibst natürlich) davon, es hätte sich für Dich ausgezahlt. Was zahlt man denn so, für eine solch erfolgversprechende Therapie? :)=

Bitte schnell antworten, möchte sofort davon profitieren. :)z

Jürgen44

b8ccx2k


Hallo Jürgen!

Der Preis hängt natürlich davon ab, wo man diese Präparate herbekommt. Bei uns in Europa ist das leider nicht so einfach und günstig, wie in Amerika. Ich hab einen Onlineshop in England gefunden, bei dem ich alle Tabletten bekommen kann. Das ganze kostet für mich ca. 100€ im Monat. Wie gesagt, in Amerika wäre das alles um ca. 50-60$ zu bekommen.

Für mich selber sind die 100€ im Monat auch viel Geld, aber mir helfen sie wirklich gut.

Ich schätze, wenn man die Therapie ausprobieren möchte, sollte man halt für ca. 3-6 Monate die Tabletten kaufen, da sich (laut John) häufig erst so spät der Erfolg einstellt (vor allem wenn man schon lange unter dieser Krankheit leidet).

t;anix2k2


Hi an alle Meniere-Leidensgenossen,

ich bin 54 Jahre alt und seit September letzten Jahres "bewiesener" Meniere-Patient. Ich hatte anfänglich ca. alle 2 Tage einen jeweils etwa 11-Stunden langen Anfall, mit schwerem Erbrechen und allen, an dieser Stelle ja hinlänglich bekannten Symptomen.

Ausser dem erfrischenden Hinweis, man könne mir ja mein Ohr zerstören, dann hätte ich Ruhe, konnte man mir wenig Hilfreiches anbieten.

Nach 2 Klinik-Aufenthalten, einem Besuch im "Schwindel-Mekka" der Uni München und Betahistin-Hochdosis-Therapie kam ich-Gott sei's getrommelt und gepfiffen- in die Hände einer fähigen Homöopathin.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit alternativen Behandlungsmethoden unbedingt zu beeindrucken sind, hatte aber durchaus schon erstaunliche Erfolge beobachtet, sowohl bei mir, als auch im Familienkreis. Also, um es kurz zu machen: nach vier stündiger Anamnese erhielt ich am nächsten Tag eine einmalige Gabe des für mich geeigneten Mittels, daraufhin wurden die Anfälle SOFORT wesentlich leichter, ich mußte nicht mehr erbrechen. Nach der 2.Gabe 6 Wochen später hatte ich, bis heute (2Monate) nie wieder einen Anfall.Ich habe einen deutlichen Hörverlust, einen fetzigen Tinnitus – aber ich fühle mich endlich wieder zurück im Leben!! Ich reite wieder, ich fahre, und bin glücklich. Vielleicht ist dieser Weg nicht der richtige für jeden, aber ich wünsche allen, dass sie ihn versuchen – es ist eine große Chance!! Eure Tani2k2, schwindelfrei.

j{ürLgenY4x4


Hallo tani2k2,

ich freue mich das nach der "Anamese" bei Deinem Heilpraktiker sich sofort bei Dir ein "Heilungserfolg" eingestellt hat.

Ich habe nichts gegen alternative Heilmethoden, aber bei Morbus Menière bin ich da eher skeptisch!

Morbus Minère ist unberechenbar!!! Er überfällt einem von jetzt auf gleich, lässt aber auch einem wochenlang oder gar jahrelang in Ruhe.

Wenn just in dieser Behandlungsphase der "MM" sich nicht bemerkbar macht, glaubt man an einen "Behandlungserfolg", welcher sicher nicht vorhanden ist!

Ich möchte zum wiederholtenmale postulieren: Beim "MM" gibt es keine Heilung, im Sinne von Abwesentheit der Krankheit!

Keinesfalls möchte ich Dir die Hoffnung auf eine Besserung Deiner Beschwerden rauben, aber als "MM"-Erkrankter seit 15 Jahren habe ich so meine Erfahrungen gesammelt!

Mein MM ist mittlerweile "ausgebrannt", soll heissen, Schwindelanfälle ade, um den Preis der Taubheit auf dem betroffenen Ohr.

Alles Gute

Jürgen

S%usiUzuki


Hallo tani2k2 !

Mit Homöopathie habe ich bei meinem Morbus Meniere auch gute Erfahrungen gemacht.

Es ist eben wichtig, dass genau das passende Mittel für einen gefunden wird.

Ich finde es ausgesprochen positiv von dir, dass du den Namen des Mittels hier im Forum nicht erwähnt hast. Vermutlich war es ein einzelnes Mittel (bewusst sage ich nicht MEDIKAMENT) das dir geholfen hat wieder in dein ganz persönliches Lot zu kommen.

Es gibt so viele Methoden den Mobus Meniere zu beruhigen.

Mein Morbus Meniere hält sich jetzt schon seit 12 Jahren im Hintergrund.

Ich weiß, dass er da ist, denn immer wenn ich mich körperlich oder nervlich nicht in der Waage halte, dann spüre ich den Druck in meinen beiden Ohren. Meine Grenzen kenne ich seit ich MM habe sehr genau und versuche diese Grenzen konstant auszuweiten.

Mein HNO-Arzt hatte mir gesagt, dass ich nie wieder auf Bäume steigen könnte (ich bin selbständige Gärtnerin) und das Autofahren sollte ich besser auch ganz lassen. Auf mein Auto habe ich nie verzichten können, weil ich ja zu den verschiedensten Ärzten hinkommen musste. Und für die Ausübung meines Berufes habe ich bis zum es geht nicht mehr gekämpft – und gewonnen. Zwar habe ich noch immer Gleichgewichtsprobleme im Dunklen, aber auf Bäume steige ich ja auch nur bei Tageslicht.

Seit zwei Jahren fahre ich auch wieder Motorrad – das zwar recht vorsichtig und niemals zu schnell in den Kurven – aber selbst das geht.

Alles Gute dir und auch allen anderen Schwindlern hier! :)*

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