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Morbus Menière

j@ürgegn4x4


Hallo Susizuki,

jeder verantwortliche HNO-Arzt klärt einem MM-Patienten auf, dass er mit dieser Krankheit untauglich ist, am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen! Insofern halte ich Deine Einstellung für mehr als bedenklich, ja sogar gefährlich für andere Verkehrsteilnehmer oder Passanten!

Wie heisst es immer wieder in Presseberichten: Die Fahrerin kam aus unerklärlichen Gründen in den Gegenverkehr und verursachte den Tod zweier Menschen!!! :(v :(v :(v

Jürgen

S>usi_zuki


Jürgen, müssen es denn gleich so viele Daumen nach unten sein?

Auch hast du vergessen der Userin tani2k2 das Reiten madig zu machen.

Im Ernst – ich kann sehr gut einschätzen, in wie weit meine Unternehmungen und Hobbys für mich und vor allem für andere Menschen als gefährlich einzustufen sind. So fahre ich nur an Tagen, wo ich mich zu 100% sicher fühle. Aber das wird dich jetzt nicht abhalten den Kopf weiterhin über meine Einstellung zu schütteln.

Vielleicht kann man nicht alle Meniere-Patienten über einen Kamm scheren. Für die einen ist es mit Sicherheit richtig, nie mehr Auto zu fahren – die anderen versuchen (bei mir nach 14 schwindelanfallfreien Jahren!) das Motorradfahren und Reiten wieder, und merken, dass das sehr wohl geht! Auch ist es ein Unterschied ob man sich mit 80 km rennfahrermäßig in die Kurve schmeißt oder eben (wie ich das mache) gemütlich über Landstraßen dahin choppert und das Leben genießt, das man sich Stückchenweise wieder erobert hat.

Und – klar ist das richtig von den HNO-Ärzten ihren Meniere Patienten zu sagen, dass das Autofahren mit der Krankheit eigentlich zu gefährlich ist. Aber Symptome bestehen nicht immer und man wird wieder sicherer.

Man kann doch nicht pauschal sagen, dass man dieses und jenes im Leben mit MM nicht mehr machen kann oder darf.

j)ürge`nx44


Hallo Susizuki,

natürlich waren das einige Daumen zuviel, aber nicht unbedingt gegen Dich gerichtet! Was ich ausdrücken wollte und da renne ich sicher Bei Dir als "MM"-Betroffene offene Türen ein, immer das Krankheitsbild vor Augen haben!!!

Die Krankheit ist ja nicht abwesent, sie schlummert irgendwo, immer bereit wieder zuzuschlagen, und dann nach "Murphie! in dem Moment, wo es den größten Schaden anrichtet.

Liebe Susizuki, wenn hier von mir etwas "schief" rübergekommen ist, bitte ich dafür um Entschuldigung!

Alle Gute

Jürgen

MWorb-KUS69


Hallo Ihr Meniere Mitstreiter, *:)

zunächst einmal vielen Dank für diesen sehr anregenden Thread. Ich habe in gerade von vorne bis hinten gelesen und sehr viele Anregungen für mein weiteres Leben mit MM gewonnen.

Besonders herzlichen Dank an Thomas für die guten Hintergrundinfos, ausserdem für das gute Vorbild trotz des Menieres voll im Beruf weiterzupowern und an Schwindi für die Warmherzigkeit und Kämpfermentalität. Sehr ermutigend. Natürlich auch dank an all die anderen, Jörn, Susizuki, Jürgen et al...

Doch bevor ich die Sache aus meiner Sicht zusammenfasse, möchte ich kurz meine erst 12 Tage alte Leidensgeschichte schildern. Ich wohne und arbeite zur Zeit in den USA. Am 1. April hatte ich ein komisches Gefühl am linken Ohr. Leider kein Aprilscherz.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte hatte ich zudem einen leichten Schwindel. Es war der Tag an dem ich einen Flug nach Frankfurt gebucht hatte. Mein Ohr war zu, doch ich dachte mir, dass es vielleicht im Flug vielleicht wieder aufgehe. Muss dazu sagen, dass ich Vielflieger bin.

In der Tat stellte sich beim Aufsteigen ein Plopp in meinem Ohr ein und alles war wieder frei. Ich nahm noch ein Glässchen Wein und legte mich schlafen. Alles Prima. Leider waren die beiden Nebenplätze frei, sodass ich beschloss, mich hinzulegen. Hatte dabei den Hals etwas komisch verdreht…(Hinweis auf Atlaswirbel ???)

Als ich wieder aufwachte hatte ich bereits meine erste Meniere-Attacke: Schwindel, kalter Schweiß, noch kein Erbrechen. Kurz und gut, nach dem Flug wurde ich von der Notaufnahme direkt in die Uniklinik Frankfurt überwiesen. Der dortige Arzt stellte dann recht zweifelsfrei nach den üblichen Test MM fest. Mir ging es wieder besser sodass ich zunächst dass Angebot einer 3 Tätigen Kortison Kur dankend ablehnte. Ich musste ja schließlich Arbeiten, bin aber generell kein Freund von Kortison intravenös.

Zurück am Airport nahm ich mir einen Mitwagen und machte mich dann auf Richtung Hotel. Nach ca, 1 h Fahrt bekam ich dann erneut einen Schwindel. Es war der Horror… Ich schlich mit 80 über der Autobahn und kam dann noch glücklich am Hotel an. (auf keinen Fall nachmachen, ist lebensgefährlich für einen selbst und für die Mitmenschen).

Als ich am Hotel ausstieg konnte ich nicht mehr gerade ausgehen. Ich wurde in meinem Bett geparkt und hatte dann den Rest der Meniereschen Pallete: Magenentlehrung, mehrere Stunden Drehschwindel, etc. pp.

Nach ein paar Vomex und erstem Betahistin kam ich dann zur Ruh. 2 Tage später hatte ich den nächsten heftigen Anfall... Gleiches Programm... %:|

Ich verbrachte den nächsten Tag im Hotel und informierte mich erst einmal über meine neue Krankheit...

Wie mir schien, gab es nur einen Weg um schnell zumindest den Schwindel zu dämpfen...Die Labyrinth Anästhesie (LA). Habe mich in Frankfurt in der einschlägigen Klinik gemeldet und mir einen Termin für letzte Woche Montag erbettelt. Am Sonntag davor hatte ich dann wieder einen (den Dritten) etwas weniger starken Anfall.

Der Prof hat mittlerweile über 400 Fälle mit der Methode behandelt und sagt er habe eine recht hohe Erfolgsquote (70-80%) zumindest den Schwindel in den Griff zu bekommen. Er sagt, die Methode würde kurz die Verbindung der Gleichgewichtsorgans mit dem vegetativen Nervensystem lahm legen, wodurch danach das vegetative Nervensystem

wieder in der Lage sein soll das Gleichgewicht wieder herzustellen und langsam wieder den Druck im Ohr abbaut. Das Hören sei allerdings nur in 30% der Fälle besser. In meinem konkreten Fall hat er nach den einschlägigen Tests zweifelsfrei die Diagnose MM bestätigt und mir zur LA geraten.

Gesagt getan, am nächsten morgen, also vor nun einer Woche lag ich unter seinem Messer. Der Eingriff war kurz schmerzlos und am nächsten Tag wurde ich weitghend beschwerdefrei entlassen. Der Prof sagte mir, dass ich nun noch ca. 14 Tage mit leichtem Schwindel zu tun habe und dann solle es besser werden. Nun ja er hat recht rund eine Woche später habe ich wieder leichten Schwindel, jedoch kein Vergleich mit den richtigen Attacken. :-/

Mein Gehör ist nach wie vor ca. 25 db schwächer auf dem linken Ohr begleitet von einem Tinitus.

Ich werde nun brav noch 2 Wochen abwarten und hoffe weiter auf Besserung in Bezug auf Schwindel wie erhofft. Dann folgt die Nachuntersuchung nach Ostern beim Prof in Frankfurt.

Meine persönliche Strategie ist nun zunächst mal den Schwindel mit der LA im Schach zu halten und mittelfristig an den Ursachen zu doktern. Diesbezüglich finde ich die Anregungen von John of Ohio sehr viel versprechend.

Vornehmlich geht es mir darum mit allen Mitteln weiterarbeiten zu können, was mir als Führungskraft besonders viel Energie abverlangt. Nach dem was ich hier von einigen von Euch gelesen habe, wird das ein spannendes Unterfangen.

Nun aber zu meiner persönlichen vorläufigen Analyse (bin Chemiker, vielleicht deswegen etwas Ursache-Wirkung lastig):

Ich denke man sollte anstelle der Menierschen Krankheit lieber von Menierschen Symptomen sprechen. Die Ursache der Symptome sind vielleicht genauso mannigfaltig wie die zum Teil unterschiedlichen Therapieerfolge und die individuellen Ausprägungen der Symptome. Als Ursache werden gemeinhin von Atlaswirbel und Amalgam, über Herpes Virus und Bakterien bis hin zu allgemeinen autoimmun Schwäche viele Ursachen diskutiert. Für mich selbst werde ich alle diese Hinweise ernst nehmen und nach und nach abklopfen.

Absolut nicht akzeptieren werde ich das lapidare Statement, dass Meniere nicht heilbar ist.

Ich behaupte heute und hier, dass Meniere Symptome heilbar sind, wenn man die Ursache findet und behebt. Nun ist genau dies das Problem. Wie findet man die Ursache?

Nun ich möchte zu denken geben, dass ich die Ursache nicht unzweifelsfrei finden muss, sondern "nur" abstellen muss. Um dabei nicht zuviel Zeit zu verlieren und die Symptome möglichst schnell in den Griff zu bekommen, werde ich die Sache an den vielen Köpfen fassen, die die Krankheit bietet. Konkret: Morgen habe ich einen Termin beim fähigsten Orthopäden/Osteopathen/Akkupunkteur den ich kenne. Der hat mir schon so manchen Knochen wieder an die richtige Stelle gerückt. Danach werde ich wohl noch einen Termin bei meinem Internisten haben, um festzulegen, was wir gegen meine leicht erhöhten Entzündungswerte machen kann. Ich denke an Antibiotika.

Zurück in Boston werde ich mein Amalgam raus schmeissen lassen.

Am meisten motiviert mich aber der Bericht von John of Ohio. Endlich mal jemand der nicht nur an den Symptomen herum doktert, sondern eine Praktikable Anleitung gibt, wie man mit verschiedenen Mittelchen, nach dem Gisskannenprinzip die unterschiedlichen Ursachen und Symptome behandelt. Wenn man seinem Bericht glauben schenken darf, dann hat seine Methode ja schon bei vielen anderen erstaunliche Ergebnisse produziert.

** @ bcc2k

Wie sieht denn Deine Bilanz aus nach 2 weiteren Monaten mit "John of Ohio"?

Ich hoffe weiterhin positiv?!

Euch allen eine Schwindelfrei Zeit

Gruss

M!or<b-US6x9


Hallo allerseits,

kurzes Update...war heute bei meinem Knochenverrenker... %:| Hat mir den Halzwirbel eingerenkt...nicht sicher welcher...ausserdem hat ernoch meinen Kiefer gecheckt (Osteopathisch)...meinet ich sollte mal zum Zahnartz auf saubern Biss kontrollieren lassen...wie dem auch sei: tinitus und leichte Schwindelanfälle sind immer noch da,

ich glaube nicht mehr dass die Halswirbel massgebeblich für meinen Meniere ist (eine potentielle Ursache schon mal abgehakt)...

Morgen werde ich meinen Internisten treffen. Ich werde Ihn mit meiner neuesten Internetrecherche konfrontieren: In USA wurde recht beeindruckende Resultate (sogar Eliminierung des Tinitus) mit Acyclovir oral gefunden:

[[http://www.papadisc.com/Menieres_Efficacy_AntiViral.pdf]]

Die genaue Beschreibung der Methode findet Ihr hier auf Seite 118 (Google sei Dank o:) ):

[[http://books.google.de/books?id=l3fPEPZQqoQC&pg=PA118&lpg=PA118&dq=Acyclovir+800mg+Meniere&source=bl&ots=nDjlxRaOPk&sig=C5lV6tuyyK8k-s9IWUIYD2nAhIE&hl=de&ei=n_6lTePmFsuwhQf3_9XBCQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=4&ved=0CCwQ6AEwAw#v=onepage&q=Morbus&f=false]]

Da ich ca. 1 mal jährlich Lippenherpes (wohl Typ 1) hatte und mir mein Zahnartz auch schon mal gesagt hatte, dass ich im Mund einen Herpes hatte, kann ich mir gut vorstellen dass der Herpes auf das linke Ohr geschlagen ist.

Man hat übrigens bei MM post mortem hohe Spuren von Viren im Ohr gefunden. Dies deutet darauf hin, dass Viren mit im Spiel sind.

Acyclovir ist übrigens der Wirkstoff in Zovirax Creme die man bei Lippenherpes einsetzt. Oral wird es bei z.B. bei Gürtelrose eingesetzt. Angeblich mit geringen Nebenwirkungen.

@ Thomas,

hattest Du nicht was mit Gürtelrose ]:D zu tun? Ist übrigens auch eine Form von Herpes Virus soweit ich gelesen habe...

@ alle

wie sieht es denn bei Euch aus mit einschlägigen Virus Vorerkrankungen? ":/

Werde weiter Posten was der Doc sagt...

Schwindelfreien Gruss zzz

Shusi2zu|kxi


Hallo Morb-US69,

da hast du ja einen scheußlichen April schon hinter dir.

Sei herzlichst gegrüßt, hier in der kleinen Runde der Schwindler.

Gerade eben habe ich mich über die von dir vorgestellte Labyrinth Anästhesie informiert. Das klingt ja wirklich gut. Als ich vor 16 Jahren Meniere bekam, gab es diese Methode vermutlich noch nicht. Damals hieß es nur, entweder Botox spritzen oder unters Messer und den Gleichgewichtsnerv durchtrennen ... :-/

Beides hätte ich bei mir nie im Leben machen lassen – dein LA vermutlich schon. Aber nach vier schlimmen Meniere-Jahren hatte sich die Symptomatik gottlob bei mir beruhigt.

Wenn du meine Berichte hier gelesen hast, dann weist du ja alles, was ich für meine Gesundwerdung angestellt habe. ;-)

Virus-Vorerkrankungen hatte ich keine – zumindest nicht dass ich sie wüsste.

Laut der amerikanischen Frau Doktor H.R.Clark sollen die Lungenentzündungsbakterien an der Entstehung von Tinnits beteildigt sein.

Schwindelfreien Gruß an Dich und Mitlesende :)_

M6orbc-US69


Hallo Susizuki,

Vielen Dank für Deine Antwort. Die LA scheint eine sehr alte Methode zu sein, die aber wohl in letzter Zeit erst wieder in Mode gekommen ist. Schade für Dich, dass es vor 16 Jhren noch kein Internet gab, um dies herauszufinden.

Internet ist der eigentliche Segen in dem Falle. Ich wäre sonst auch nie auf den Herpes Virus gekommen.

Mein Internist war zunächst von der Idee mit Acyclovir nicht sehr begeistert! Hat sich dann aber mit unserem HNO in Verbindung gesetzt. Der wiederum meinte, er würde es nur bei entsprechender Herpes vorgeschichte empfehlen. Da ich diese vorweisen konnte, hat er mir das Acv nun verschrieben.

Seit nunmehr 20 h nehme ich es jetzt zusammen mit L-Lysin 2000mg.

L-Lysin ist die Aminosäure, die John of Ohio als Virostatikum einsetzt. Ist ein Nahrungsergänzungsmittel und als Aminosäure eines, welches der Herpes Virus nicht mag. Es wird auch empfohlen in niedrigen Dosierungen (500mg am Tag), um Herpes langfristig am ausbrechen zu hindern.

Nach 20 h kann man wirklich nicht viel sagen, aber ich bilde mir ein dass heute morgen dieser Schleier, der in meinem Kopf war, weg ist. Bin völlig schwindelfrei. Der Tinitusund die Hörminderung ist allerdings noch da. Wenn der weggeht dann ist das für mich die Bestätigung das die beiden Medikamente geholfen haben. In dem Fall würde ich dann auch von Heilung des MM sprechen, obgleich der Herpes Virus wohl nie ganz aus dem Körper zu vertreiben ist.

Ich werde wieder von mir hören lassen, wenn etwas Zeit vergangen ist. 8-)

Hier nochmals ein besserer Link zu dem HNO Lehrbuch:

[[http://taimuihonghue21.files.wordpress.com/2010/11/fulltext_74_2.pdf]]

Diesen Artikel sollte man wohl ausdrucken, wenn man mit seinem Arzt über Acv Therapie bei MM sprechen möchte.

Schwindelfreie Grüsse :)^

b.cc2xk


Hallo Morb-US69!

Mir geht’s (klopf auf holz) immer noch unverändert gut ;-)

Ich freu mich sehr für dich, dass du bereits nach so kurzer Zeit mit dieser Therapie angefangen hast. Ich bin sehr zufrieden mit der John of Ohio Therapie und wär sehr froh gewesen, wenn ich so früh im Krankheitsverlauf davon gewusst hätte.

Hat sich dein Gehör wieder verbessert? Wenn du Glück hast, dann könntest du sogar ohne großen Hörverlust davonkommen.

Falls du Acyclovir nicht dauerhaft einnehmen kannst, würd ich dir schon empfehlen, das volle Programm von der JohnOfOhio Therapie zu nehmen, allen voran Bioflavonoids, Gingko und Vitamin C (das wichtigste L-Lysin nimmst du ja bereits).

Wenn du noch irgendwelche speziellen Fragen hast, kannst du mir auch ruhig eine Nachricht schicken.

Alles Gute!

Andreas

M+orbR-US6.9


Hallo Andreas,

Gut zu hören, dass es Dir immer noch so gut geht.

Mir geht es nach 2 Wochen auf Acyclovir und L-Lysin eigentlich von Tag zu Tag besser. Erstaunlicherweise hatte ich am ersten Tag der Therapie einen fast beschwerdefreien Tag. Die Tage danach dann wieder leichten Schwindel ab und an. Mittlerweile ist auch dieser fast weg. Morgens wenn ich aufwache ist auch der Tinnitus besser.

Vor drei Tagen war ich zur Nachuntersuchung beim Prof. in Frankfurt. Der Hörtest ergab, dass mein linkes Ohr wieder auf dem Niveau des gesunden rechten Ohr ist. Ich habe auch schon wieder 4 Flüge abgerissen. Die sind eigentlich eher positiv, da beim Aufsteigen das Ohr manchmal frei "poppt". ;-D

Nun zurück in Boston werde ich mir mal die JoO Sachen bestellen. Ich bin gespannt ob ich den Tinnitus auch noch in den Griff bekomme. Ich denke ich möchte mittelfristig das ACV absetzen und auf L-Lysin und die anderen Dinge setzen, obwohl ich sagen, muss dass ich keine Nebenwirkungen beim ACV festgestellt habe.

Hast Du eigentlich auch noch einen Tinnitus? :=o

Schwindelfrie Grüße, :)^

apnniex669


Hallo erstmal an alle, ich bin froh euch gefunden zu haben. Es scheint zwar mehrere Threads zu geben, ich schreibe aber mal hier mit...

Vor 2 Jahren hatte ich einen heftigen Anfall mit Notaufnahme Krankenhaus, danach viele Ärzte, keiner hat mir gesagt was mir fehlt – es liegt am Stress kam sehr oft.

Ich bin dann nicht mehr zum Arzt gegangen, weil ich da sowieso keine Hilfe bekommen habe. So schlimm wie damals war es auch nicht mehr, aber so wie von fast allen geschrieben – Kopf wie in Watte gepackt, ständiger Schwindel, Tinnitus, Übelkeit – mal mehr oder weniger. Nun wird mein Gehör deutlich schlechter, ich verstehe meinen Gegenüber immer schwerer, deswegen werde ich wohl wieder mal zum Arzt müssen, habe aber gelesen daß es leider bei unserem Krankheitsbild vorkommt. Leider wartet man bei uns auf einen Termin beim HNO Arzt 6 bis 9 Monate. (Wahnsinn -mitten in Deutschland! nicht Afrika oder Indien!)

Gegen Türrahmen laufe ich auch öfters mal, Probleme habe ich auch beim Treppensteigen – es läuft alles sehr visuell ab – wenn ich nicht GENAU hinsehe, stolpere ich oder bleib irgendwo hängen.

Beim MTB fahren ist es schwierig den Kopf zu drehen und noch geradeaus zu fahren, außerdem verschwimmt mein Blickfeld bei Bodenunebenheiten bis zum gar nichts mehr sehen, muss halt langsamer angehen als früher.

Auto fahre ich auch noch, meine letzte HNO Ärztin hat nur gesagt ich soll vorsichtig fahren, selbst fahren überstehe ich auch besser als bei anderen mitzufahren.

Sonst weiß ich nun daß man nicht viel tun kann und versuche damit zu leben, mit großer Angst das es wieder so schlimm wird wie schon mal. Ins Krankenhaus will ich nicht wieder, ich finde da wurde mir auch nicht weiter geholfen, außer mich ins Bett zu legen und das kann ich auch zu Hause. Von den Zäpfchen gegen die Übelkeit habe ich noch einen Vorrat.

Auslöser ist bei mir wirklich Stress, wenn ich Stress habe wird es schlimmer. Ich muss noch sagen das ich nicht an Beeinflussung durch Mondphasen glaube (geglaubt habe?), mir schien es aber bei Vollmond schlimmer zu sein – und danach hat es sogar jemand hier geschrieben. Hier hatte auch jemand wegen Viren geschrieben – Lippenherpes habe ich auch manchmal.

Was mich interessieren würde: wie macht ihr das mit eurer Arbeit? Ich konnte mir zum Glück eine stressfreiere suchen, ganz ohne Stress geht es aber nicht ab. Bei mir ist es auch egal ob es positiver oder negativer Stress ist, egal ob durch körperliche oder geistige Anstrengung – dann wird es wieder schlimmer. Besser wird es meistens mit still auf dem Rücken liegen, Augen zu, drehen ignorieren und langsam zählen, wobei ich mir die Zahlen bildlich vorstelle. Meistens schlafe ich dann erschöpft ein, auf Arbeit geht das natürlich schlecht. ;-) Ich weiß nicht wie lange ich das durchhalte, bin ja auch für meine Familie verantwortlich. Außerdem bin ich Nachmittags bzw. Abends ziemlich fertig, wahrscheinlich auch durch die ständige visuelle Konzentration, was auch schlecht für Hobbys und soziale Kontakte ist. :-(

Es klingt jetzt alles etwas Traurig, aber eigentlich sehe ich das ganze positiv, weil ich ja sowieso nichts ändern kann und ich weiß daß es vielen schlechter geht...

Kopf hoch und Danke an alle die bis jetzt geschrieben haben!

jbürtgen4x4


Hallo annie669,

verzeih meine Neugierde, ist denn bei Dir zweifelsfrei Morbus Menìere diagnostiziert worden?

Wenn ja, ist in der Tat wenig gegen diese grausamen Schwindelanfälle zu machen.

Eine wirkliche medikamentöse Behandlung- wenn auch von anderer Seite immer wieder behauptet-gibt es definitiv nicht. Wie auch, das Krankheitsbild ist zu wenig erforscht. In einem anderen Beitrag habe ich es schon einmal erwähnt, warum es zu diesem Missverhältnis der verschiedenen Lymphflüssigkeiten in den Gefäßen in der Chochlea kommt, ist völlig unbekannt! Dies ist aber der Auslöser der Schwindelanfälle, nämlich dann, wenn durch einen "Riss" in den Membranen diese beiden Flüssigkeiten unterschiedlicher" elektrischer Ladung" sich vermischen. Das Hirn kann diese wirren elektrischen Impulse nicht zuordnen

und reagiert entsprechend mit oben genannten Erscheinungen!

Alles gute wünscht Dir

Jürgen

bKcc2xk


@ Morb-US69

Sorry, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Ich hatte es privat etwas stressig (hat nichts mit MM zu tun).

Mir gehts nach wie vor sehr gut.

Ich hatte früher auch recht laute Ohrgeräusche auch zwischen den Anfällen. Vorallem Nachts im Bett war mir das immer sehr bewusst. Mittlerweile hab ich zwar auch noch leichte Ohrgeräusche, aber ich denke, die sind eher durch mein geschädigtes Innenohr zu erklären. Jedenfalls stören sie mich praktisch nicht und ich nimm sie kaum noch wahr.

Wie geht es dir? Jetzt ist ja etwas Zeit vergangen, ich wär gespannt wie die Therapie bei dir angeschlagen ist!

@ annie669

Hallo Annie!

Morbus Menière lässt sich allgemein nur schwierig diagnostizieren. Deine Symptome könnten durchaus von einer anderen Krankheit kommen. Es ist jedenfalls sehr wichtig, dass du das schnellstmöglich mit einem Arzt abklärst. In deinem Fall sind die Symptome sehr akut, dass man dich da so lange auf einen Termin warten lässt grenzt schon fast an Verantwortungslosigkeit.

Falls man bei dir wirklich Morbus Menière diagnostiziert und dir die klassische Behandlung nicht viel hilft, dann könntest du noch versuchen die John of Ohio – Methode anzuwenden (nach Abspruch mit deinem Arzt).

Ich verwende diese Methode ca. 1.5 Jahren und bin dadurch symptomfrei.

Ich hab meine Erfahrungen dazu auf dieser und der vorigen Seite des Threads bereits beschrieben. Hier wär nochmal der Link für die Anleitung zu dieser John of Ohio Methode: [[http://www.menieresresources.org/Resources/HomePage?action=download&upname=ANewApproachToMenieresDisease-TheJohnOfOhioRegimenJan2010.pdf]]

Bevor du aber damit beginnst, solltest du wirklich einen Arzt kontaktieren und es sollte auch sichergestellt sein, dass du Menière hast.

viele Grüße

Andreas

jGürgIen4x4


Hallo @ all

muss man als Morbus Menière Erkrankter unbedingt der englischen Sprache mächtig sein, um hinter dieser so angeblichen wirkungsvollen "Therapie" nach John of Ohio zu kommen?

Vielleicht sollte hier der Beitragseinsteller die wesentlichen positiven Merkmale dieser "Therapie" auf deutsch erläutern!

Ich habe hier in diesem Forum schon viele versteckte Abzocker kennengelernt, aus diesem Grunde rate ich allen Morbus-Menière- Erkrankten wachsam zu sein!

Nochmals: Derzeit gibt es keine wirklich wissenschaftlich fundierte Therapie gegen dieses Leiden! Wer etwas anders behauptet ist in meinen Augen ein Scharlatan oder ein Abzocker! :)^

LG

@ all

bbccA2k


@ jürgen44

Hallo Jürgen.

Ich hab meine Erfahrungen mit dieser Therapie eigentlich bereits in diesem Thread geschildert.

Ich hab mir jetzt nicht selber die Mühe gemacht die komplette Therapie vom John of Ohio zu übersetzen, da ich gedacht hab, dass wenn sich jemand dafür interessiert und selber nicht gut genug Englisch kann, dann dürfte er wohl jemanden finden, der bei der Übersetzung hilft. Ansonsten würd ichs eh sogar selber machen, wenn mich jemand darum bittet.

Und falls du dich wirklich interessieren würdest, hättest du ja auch einfach fragen können.

Die John of Ohio Therapie ist auf keinen Fall Abzocke, wär ja auch gar nicht möglich auf diese Art. Das einzige für das man Geld ausgeben muss sind diese Vitamine bzw. Nahrungsergänzungsmittel und die werden von vielen verschiedenen Hersteller angeboten und auch von komplett unterschiedlichen Geschäften / Webshops verkauft. Manche kannst du ja auch so in der Apotheke kaufen und es schreibt dir ja keiner vor, wo du die Sachen kaufen sollst. In dem von mir verlinkten PDF steht also nur drinnen was für Wirkstoffe mit welcher Dosis wann eingenommen werden muss. Es ist also nur eine Art Anleitung. Kaufen kannst du das wo du willst. Es kann also keine Abzocke sein, denn ansonsten müsste ja dieser John irgendwie was daran verdienen.

Dass die Medizin derzeit noch keine Therapie gegen Meniere kennt ist schade, aber du musst auch wissen, dass überall auf der Welt geforscht wird und nur weil unser derzeitge Wissensstand keine Therapie vorsieht, heißt das ja nicht, dass es keine gibt.

In Amerika zum Beispiel geben manche Ärzte ihren Patienten Aciclovir (ein Medikament, welches gegen gewisse Herpesviren eingesetzt wird) und manche Personen sprechen darauf sehr gut an. Ähnlich ist es mit der John of Ohio Methode.

Nur weil die Medizin derzeit noch im Dunkeln tappt, sollte man sich doch nicht neuen Ansätzen völlig verweigern, oder?

Ich verstehe zwar schon, dass es viele Abzocker gibt, die aus dem Leid von anderen Menschen profit machen, und ich finde das genau so verwerflich wie du, aber einfach drauf loszuschreien, dass alles was nicht vom Arzt kommt Abzocke sein muss, ist genau so verwerflich, denn dadurch nimmst du einerseits den Menschen die Hoffnung und andererseits bist du vielleicht Schuld daran, wenn manche Menschen Therapien nicht anwenden, die ihnen vielleicht Besserung gebracht hätten.

Falls du konkrete Fragen zur Therapie hast, kannst du sie mir gerne Stellen, meine persönliche Erfahrung steht eh auf dieser und auf der vorherigen Seite des Threads.

Andreas

jwürlgecn44


Hallo bcc2k,

vielen Dank für Deine Antwort.

Sollte mein Beitrag den Eindruck erweckt haben, ich sei prinzipiell gegen Alternativen bei der Behandlung gegen Morbus Menière, so bitte ich dies zu entschuldigen!

Wenn ich aber eine alternative Therapie in Erwägung ziehe, so möchte ich mich schon etwas näher über das Wirkungsprinzip dieser Therapie informieren.

Ein Problem bei der Behandlung von "MM" ist folgendes: Die Schwindelanfälle bei "MM" treten in nicht kalkulierbaren Zeiträumen auf. Es wird berichtet von Erkrankten, von Zeitspannen von Tagen oder Wochen bis zu 15 Jahren, wo keine Schwindelanfälle auftraten. Wird ebendiesen Patienten ein Medikament verabreicht und es tritt kein Schwindelanfall mehr ein, so wird diesem Präparat eine "Wirkung" unterstellt, welches es aber in Wirklichkeit gar nicht hat.

Nur so kann ich mir die vielen Beiträge erklären, wo berichtet wird "dies oder jenes" habe ihnen geholfen.

Die Krankheit wurde erstmals 1861 von einem Arzt Prosper Menière beschrieben.

Mittlerweile sind 150 Jahre vergangen, ohne das es von nennenswerten Heilungserfolgen zu berichten gäbe! Ist diese Krankheit so "raffiniert", dass man ihr nicht beikommt, oder liegt es daran das es zu wenige Morbus Menière Erkrankte gibt und sich deshalb ein zu großer Forschungsaufwand nicht lohnt?!

Du schreibst, in den USA würden die Ärzte vereinzelt ihren Patienten Aciclovir verschreiben, wahrscheinlich geht es diesen Ärzten nicht anders als den deutschen Ärzten, die ihren Patienten ein Rezept über, Trental, Aequmen, Melopat oder Vasomotal in die Hand drücken, nur um überhaupt ihren Patienten etwas mitzugeben! Dies bessert vielleicht die Symptomatik des Leidens, eine Therapie, wo am Ende eine Heilung stehen sollte, ist das nicht!

Ich persönlich bin nicht mehr direkt von dieser Krankheit betroffen:Mein "MM" ist ausgebrannt, der Preis dafür ein taubes Ohr!

Aber ich möchte andere Betroffene informieren, soweit dies gewünscht wird.

Alles Gute

Jürgen

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