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Morbus Menière

S@usiiZzuki


Einen schwindelfreien Gruß in die Runde!

Mir geht es mit der Aufbissschiene noch immer gut. Ich trage sie in der Nacht und während meiner Arbeit. Sofern ich mit niemanden sprechen muss. Was mit der Bissschiene nicht so gut klingen würde.

Seitdem ich die Schiene jede Nacht trage, ist der Kopf am nächsten Morgen sehr viel leiser als früher. Ich bin um etliches belastbarer geworden und konnte meine Selbständigkeit zeitlich ausbauen. Der Druck im Kopf und der Lärm darinnen ist bestimmt um 70 Prozent gesunken. Für mich ist das dieses Jahr ein Erwachen wie aus einem Albtraum. Echt wunderbar! :-)

Mein Zahnarzt meint nur jetzt, dass sich durch die Schiene mein Aufbiss geändert hat und wenn ich die Schiene nicht trage, beißen die Backenzähne nicht mehr aufeinander. Das ist schon echt mies, aber noch bin ich nicht bereit zum Kieferorthopäden zu gehen. Vielleicht müsste ich dann auf meine Aufbissschiene verzichten und alles wird wieder schlimmer.

Der Biognathor (die Aufbissschiene) hat mir echt geholfen, den Kopf freier zu bekommen. Der immer wie zugelaufen und am Dröhnen war. Nur der Preis, denn die Schiene mit allen Untersuchungen und so gekostet hat, ist unverschämt hoch. %-|

Grüße an Alle!

sCiebf10eFr


Hallo Zusammen.

Auch ich leide seit April diesen Jahres an MM. Ich bin 25 Jahre und mitten drin, meine Leben aufzubauen. Ich arbeite vollzeit und studiere abends und am Wochenende. Durch die regelmäßigen Attacken (2-3 mal die Woche), den recht starken Tinnitus und die Unsicherheit wann und wo die nächste Attacke kommt ist das alles kaum mehr machbar. Ich möchte allerdings ungern etwas davon abbrechen bzw aufgeben.

Alles was an Medikametösen Behandlungen machen kann habe ich bereits ausprobiert ( Betahistin, John of Ohio, Topiramat, Diamox etc ) auch meine HWS und Kiefer habe ich checken lassen. MRT-Aufnahmen wurden auch gemacht – alles OK.

Nun habe ich mich seit einiger Zeit über Therapiemöglichkeiten schlau gemacht, deren Wirkung vermutlich höher ist, deren Risiko aber auch entsprechend nicht zu unterschätzen ist. Dabei bin ich bei den Behandlung mit dem für das Innenohr giftigen Gentamicin hängen geblieben. Umso mehr ich mich damit beschäftigt habe – umso mehr Hoffnung habe ich, dass es eine für mich hoffnungsvolle Therapiemöglichkeit ist, den Schwindel los zu werden und damit mein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Liest man sich auf Pubmed ( [[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/]] ) Studien über die Behandlung durch, besonders die der letzten Jahre wo nur mit geringer Dosis behandelt wurde, ist das Risiko doch recht überschaubar. Der Schwindel wird in den meisten Studien in ca. 90% der Fälle dauerhaft kontrolliert, das hören bleibt auf dem selben Level wie vor dem Eingriff (in wenigen Fällen um einige dB schlechter) und auch der Tinnitus verschlechtert sich nicht oder wird zum Teil sogar erträglicher (auch hier natürlich wenige Probanten bei denen der Tinnitus nach dem Eingiff schlechter ist).

Dennoch besteht natürlich ein gewisses, nicht zu unterschätzendes Restrisiko – daher möchte ich diesen Eingriff nur in Erfahrene Hände geben. Leider habe ich in dem vergangenen halben Jahr, seitdem ich diese Krankheit habe, einige sehr schlecht Erfahrungen mit Ärzten gemacht (von Fehldiagnose über Versuch der Abzocke etc).

Jemanden zu finden, dem man Vertraut und der diesen Eingriff schon einige mal gemacht hat ist meine erste Priorität dabei.

Viellecht hat einer von Euch eine Empfehlung für mich oder hat sogar selbst diesen Eingriff machen lassen und kann mir ensprechende Tipps geben.

Ich komme übrigens aus Düsseldorf. Selbstverständlich kommt aber das gesamte Bundesgebiet sowie die angrenzenden Nachbarländer in Frage.

Ich freue mich über Eure Antworten.

LG

szieb10xer


Hier ein Auzug aus einer Studie von Pubmed, die mir doch viel Hoffnung macht:

"RESULTS:

Nineteen patients were sampled. Eighteen patients (94%) had complete or substantial control of vertigo. Five patients (26%) had worse hearing results on their post-treatment audiogram, averaging 13 dB hearing loss (range, 5-25 dB). In response to the questionnaires, all patients reported a significant improvement in the quality of life after treatment."

Übersetzt ins Deutsche (fehler vorbhalten)

"Ergebnisse:

Neunzehn Patienten wurden getestet. Achtzehn Patienten (94%) hatten komplette oder teilweise Kontrolle des Schwindels. Fünf Patienten (26%) zeigten auf ihrem Audiogramm nach der Behandlung ein schlechteres Hörvermögen von im Durchschnitt 13 dB ( Breich 5-25dB ). In den Befragungen antworteten alle Patienten von einer signifikanten verbesserung ihrer Lebensqualität nach der Behandlung."

das Orginal findet ihr hier: [[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20970688]]

Vor dem Hintergrund, dass das Hörvermögen auf der "kranken" Seite sowieso merklich schlechter wird mit der Zeit, würde ich das Risiko einer eimlaigen Verschlechterung sehr wahrscheinlich in Kauf nehmen.

j.ürgeXn44


Hallo sieb10er,

ich selbst bin von Morbus-Menière seit ca 14 Jahren betroffen! Seit einigen Jahren ist mein Gleichgewichtsorgan durch die ständigen endolyphatischen Vorgänge, derart geschädigt, dass es einem Totalausfall gleichkommt!

Die "Fachärzte" sprechen davon, der Morbus Menière ist ausgebrannt. Bis dahin war es aber eine lange Leidenszeit.

Ich habe mich von Anbeginn mit dem Thema-Ausschaltung des Gleichgewichtsorgans- beschäftigt. Allerdings standen mir damals diese Vielfalt an Informationsquellen nicht zur Verfügung! In einigen Fachaufsätzen wurde davor gewarnt, all zu schnell diese destruktiven Maßnahmen durchführen zulassen. Wenn es denn doch einmal zu einem diagnostischen Durchbruch käme, hätte man alle "Karten" aus der Hand gegeben, denn dieser Eingriff ist irreversibel.

Ich habe mich dann irgendwann auf Rat eines HNO-Spezialisten, zu einer

Sakkotomie entschieden, einen Eingriff am Saccus endolymphaticus.

Bei allen Unklarheiten scheint dieser dafür verantwortlich zu sein, dass die Endolymphe nicht genügend ausgeschleust werden kann! Die Sakkotomie hat die Druckentlastung des endolymphatischen Hydrobs zum Ziel. Laut Statistik soll nach diesem Eingriff der Schwindel bei ca 80% der so Behandelten abgenommen haben, auch soll sich in bemerkenswerter Häufigkeit auch das Hörvermögen verbessert haben.

Leider konnte ich von diesem Eingriff nicht profitieren, nach ca einem halben Jahre, trat der alte Zustand wieder ein!

Ich weis nicht, welche seriösen Behandlungsmethoden Dir bislang angeboten wurden, bevor Du aber diesen Eingriff mit Gentamycin vornehmen lässt, konsultiere noch andere fachärztlich Meinungen. Wenn es in Düsseldorf an der Uni-Klinik keinen Fachbereich für HNO geben sollte, dann erkundige Dich einmal

in Essen.

Bei allen Leidensdruck, handle nicht überstürzt.

Was bei der Gentamycinbehandlung nicht gesagt wird, wie komme ich danach zurecht. Es kann bis zu einigen Monaten dauern, bis die andere Gehirnseite, die Funktion der "ausgeschalteten" Seite übernommen hat. Auch da informiere Dich, welche therapeutischen Maßnahmen angeboten werden und welche von den Krankenkassen erstattet werden. Eine gute Reha, verkürzt diese Zeit der Anpassung (Gleichgewicht)an die neue Situation.

Ja, so viel von mir.

Ich wünsche Dir trotz dieser schlechten Prognose alles Gute, sollten noch Fragen bestehen, immer gern, auch über PN! :)z

Alles Gute :)^

Jürgen

s"iEeb}10er


Vielen Dank für die ausführliche Antwort Jürgen. Überstürtzen möchte ich natürlich nichts, es ist jedoch bei irreversiblen Eingeriffen immer sehr schwierig die richtige Entscheidung zu treffen.

Fakt ist, dass es so wie die Situation aktuell ist nicht auf Ewig weitergehen kann.

Mal eine andere Frage: bei mir ist das "kranke" Ohr das linke (Hörminderung, Tinnitus etc. links) – allerdings habe ich auch auf dem rechten Ohr oft ein ziemlich starkes Gefühl von Druck. Nun mache ich mir natürlich Sorgen ob das rechte auch was hat.

Habt ihr ähnlich Erfahrungen gemacht oder ist die "gesunde" Seit immer völlig beschwerdefrei gewesen?

Vielen Dank!!

Spu\sizuxki


Hallo sieb10er!

Bei mir hat Meniere auf dem linken Ohr angefangen. 1,5 Jahre schlimme wöchentliche Anfälle für viele Stunden. Dann hat sich das Ohr beruhigt und das rechte Ohr bekam ebenfalls Meniere. Leider noch viel heftiger. Nach 2,5 Jahren beruhigte sich auch das endlich.

Insgesammt habe ich 4 Jahre mit MM-Anfälle zu Kämpfen gehabt. Eine schlimme Zeit. Aber heute bin ich froh, dass ich keine Operation oder dergleichen damals gemacht habe.

Wenn ich jetzt Stress habe, laufen meine Ohren noch immer zu und werden ganz unangenehm im Innenohr warm. Dann wird mir auch etwas schwindelig.

Was mir hilft, ist die Bionathor-Aufbissschiene mit der mein Gebiss in eine entspannte Lage gebracht wird. Wenn ich die in Stresssituationen durchweg trage, laufen beide Ohren nicht oder nur ganz wenig zu. Dadurch, dass ich die spezielle Aufbissschiene jede Nacht trage, sind meine Ohren viel freier als früher. Da waren sie morgens immer stark zugelaufen und der Tinnitus sehr laut.

Ich fände es für dich sehr wichtig, dass du Entspannung praktizierst!

Meist merkt man erst in einem solchen Kurs wie verkrampft man wirklich ist.

Bei mir war das so!

Alles Gute!

jMürgxen44


Hallo sieb10er,

ich glaube eine gute Beratung von einem gutem Facharzt wäre bei Dir nach meiner Überzeugung, unbedingt notwendig!

Wie schon in meinem Beitrag erwähnt, dieser Eingriff ist nicht umkehrbar!

Ich kann Dich aber auch verstehen, diese Krankheit blockiert bzw. behindert Deine gesamte Lebensplanung, deshalb meine oben erwähnte Einlassung.

Vielleicht gäbe zunächst für Dich eine andere Variante:

Es gibt HNO-Ärzte, die Procain oder ähnliche Lokalanästhetika anwenden, da sie deren Wirkung als reversibel einschätzen, mit diesen Mitteln wird das Gleichgewichtsorgan betäubt, sodass während dieser Behandlung die Schwindelanfälle sicher unterdrückt werden. Ich habe persönlich mit dieser Maßnahme noch keine Erfahrungen gemacht, aber vielleicht wäre es einen Versuch wert. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich hier keine Reklame mache, für irgendwelche Ärzte oder Kliniken, welche diese Methoden anwenden!!!

Zur Frage ob auch das gesunde Ohr auch noch betroffen werden könnte, gibt es sehr fragwürdige Aussagen. Ganz ausgeschlossen werden kann ein beitseitiger Morbus Menière allerdings nicht!

Ich hoffe das Du mithilfe eines guten HNO-Arztes für Dich die richtige Entscheidung triffst!

Alles Gute

Jürgen

A^micZelxlie


Hallo alle zusammen,

ich bin 21 Jahre alt und leider seit meinem 10ten Lebensjahr an Drehschwindel, Hörstürzen und Tinnitus.

Mein Vater hat seit geraumer Zeit schwer Morbus Meniere, mittlerweile im Endstadium. Er ist zu 100% behindert und kann eigentlich garnicht mehr. Mittlerweile hat er zwei Cochlear Implantate, da er völlig ertaubt war.

Nun zu meiner Geschichte:

Erst gestern hatte ich wieder so einen merkwürdigen Anfall. Es fing plötzlich an mit enormen Druck im Kopf, starker Drehschwindel und heftige Übelkeit. Alles um mich herum habe ich viel lauter wahrgenommen bis der Tinnitus aufeinmal dermaßen laut wurde, dann konnte ich auf einmal garnichts mehr hören und meine Beine fühlten sich an wie Pudding, die Arme und Hände zitterten genauso wie die Beine.

Ich konnte weder sitzen noch stehen, geschweige denn die Augen schließen. Alles fing an sich zu drehen sodass ich mich im Büro erstmal auf den Boden legen musste, ich hatte das Gefühl ich müsse ganz tief liegen weil sonst noch schlimmeres passiert. Das ganze hielt bestimmt eine Stunde an, keiner war da der mir hätte helfen können. Ich wusste nicht wohin der Anfall fing schon unten im Erdgeschoss an ich hab mich dann mit mehreren Pausen nach oben ins Büro geschleppt. Alles fühlte sich so merkwürdig an, als würde sich der Kopf drehen und der Raum sowieso.

Irgendwann trat dann glücklicherweise Besserung ein und die Erschöpfung begann bis jetzt bin ich sowas von ausgelaugt habe sehr starken Druck auf den Ohren und noch eine schwache Übelkeit.

Solche Anfälle hatte ich nun schon bestimmt 10 mal und 3-4 so heftig wie gestern.

Auch meine Oma litt schwer an MM. Aber ist es möglich, dass man eine solche Krabkheit schon in so jungen Jahren bekommen kann?

Was soll ich machen, ich habe Angst davor dass es bei mir so endet wie bei meinem Vater. Er kann weder laufen (0% Gleichgewicht) noch hören ohne seine Implantate. Er sitzt den ganzen Tag auf dem Sofa oder schläft selbst das Aufstehen aus einem Stuhl ist für ihn eine derarte Belastung, dass er sich das immer 10mal überlegt. Herunterbeugen geht auch garnicht mehr.

Nun hat er nur noch solche Tias, sprich er fällt einfach so hin als ob man ihn abschießen würde und ist eine Weile Ohnmächtig, danach ist er Tage lang nur am schlafen. Diese "Drop-Down-Attacken" oder wie sich sowas nennen mag kommen aus heiterem Himmel.

Vielleicht habt ihr ja Tips für mich oder ähnliche Erfahrungen?

Liege Grüße

AImic&elUlie


Nochmal zu meinem Beitrag von gerade eben.

Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass ich solche Drehschwindelattacken auch oft nachts habe.

Ich wache dann auf weil ich denke mein Schlafzimmer würde sich dreheh und alles kippt um, wenn ich aber erstmal wach bin, merke ich dass er garkein Traum war, auch im wachen Zustand hat sich alles gedreht.

Ich liege dann oft längere Zeit wach muss das Licht anmachen irgendwann hört der Schwindel dann zum Glück auf.

Habt ihr auch schon soetwas erlebt?

AXmiPcelxlie


Könnt eigentlich Hören aus welche Richtung ein bestimmtest Geräusch kommt?

Ich habe es grundsätzlich dass ich Sachen die hinter mir geschehen so hör, als würde es vor mir sein. Ich kann nie sagen aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.

Aymicqexllie


Sorry dass ich hier nocheinaml alles voll texte. Aber ich kann momentan kaum klar denken wegen diesem Druck im Kopf und vieles fällt mir dann erst verspätet ein.

Seit der Zeit wo ich diese Anfälle habe, habe ich auch arge Probleme das Auto immer gerade auf der Fahrbahn zu halten. Beim Radfahren genau das selbe. Will ich einmal zur Seite schauen reiße ich das Lenkrad im gleichen Moment mit zur Seite, was teilweise schon gefährlich geworden ist. Auch kann ich mich nicht lange oder garnicht in großen Kaufhäusern mit Menschenmengen aufhalten...dann dauert es nicht lange dann fängt der Schwindel an und meine Beine gehorchen dem Kopf nicht mehr. Solche Situationen vermeide ich weitesgehend mittlerweile.

Auch z.B.: Socken im Stehen anziehen oder im Dunkeln laufen geht garnicht, dann lande ich überall aber nicht da wo ich eigentlich hinwill.

Nach dem Anfall gestern geht es mir richtig bescheiden. Der Druck will und will nicht verschwinden, ich bin aber trotzdessen erstmal zur Arbeit gefahren. Ich bin Verwaltungsfachangestellte und muss den ganzen Tag am PC verbringen was mir gerade heute sehr schwer fällt. Nach solchen Anfällen bin ich so schlapp, dass ich oft tagelang nichts gebacken bekomme und da stehe wie ein Ochs vorm Berg. Der Wille etwas zu erledigen ist zwar da aber der Antrieb fehlt.

Ich frage mich wie das mal sein wird mit dem Autofahren! Ich bin Pendler und lege täglich sehr viele KM zurück zur Arbeitsstelle. Mein Vater hat vor einigen Jahren mal einen Menierschen Anfall auf der Autobahn hinter dem Steuer eines sehr großen Wohnmobils gehabt.

Meine Mutter und ich konnten noch gerade schlimmeres vermeiden und haben einen "fliegenden Fahrerwechsel" gemacht seither weigert sich mein Vater Auto zu fahren.

Ich habe auch einen Unterschied gemerkt was mein Gehör angeht, die linke Seite ist meines Erachtens um einiges schlechter als die rechte Seite. Der HNO Arzt meint aber es wäre gerade noch im Normbereich. Und der Tinnitus macht mich rasend es sind diverse Töne alles durcheinander, teilweise hohe Töne aber auch tiefe und vorallem diesen RAUSCHEN. Abends einzuschlafen ist fast unmöglich, ohne Radio oder Hörspiel (klingt kindisch aber es hilft) geht da garnichts das lenkt zumindest ein wenig ab.

Vor vielen Jahren hat ein Neurologe bei mir bereits "Aura" festgestellt, was auch immer das genau sein soll weiß ich bis heute nicht. Ich habe auch schon Tabletten bekommen die meine Psyche verbessern sollten aber die hatten solche Nebenwirkungen, dass ich regelrechte Panikattacken hatte und mich bei jeden Geräusch oder jede Bewegung fast zu Tode erschrocken habe... dazu kamen starke Schweißausbrüche...da diese Symptome nach Wochen immer noch nicht nachließen habe ich dieses Medikament wieder abgesetzt.

Ich fühl mich irgendwie hilflos, wie ein Alien. Bisher habe ich kaum jemanden davon erzählt weil man überhaupt nicht ernst genommen, weil man ja noch SOOO jung ist. Es hieß dann nur, ich solle mich zusammenreißen es gibt schlimmeres.

Naja nun hör ich auch mal auf zu schreiben :-)

R8owsex4


Hallo, Amicellie,

eine Eigenart von Triggerpunkten (=winzige Verspannungen im Muskel) im klavikularen(hinteren) Zweig des Kopfwendermuskels "Sternocleidomastoideus" ist, dass sie oft Benommenheit und Übelkeit hervorrufen und für Taumeln und Stürze anfällig machen. Auch unerwartete Ohnmachtsanfälle kommen vor.Diese Benommenheit kann Minuten, Stunden oder sogar Tage anhalten. Oft wird dann die Diagnose "Meniere-Krankheit" gestellt, und der Zustand kann lebenslang immer wieder auftreten und sich allen Behandlungsversuchen und medizinischen Erklärungen widersetzen.

Die Erklärung im Sinne der Theorie der myofaszialen Triggerpunkte lautet, dass Spannungsveränderungen im klavikularen Zweig des M.sternocleidomastoideus die räumliche Orientierung durch Feststellung der jeweiligen Position ihres Kopfes unterstützen. Wenn nun TP ungewohnte Spannungen in den Muskeln verursachen, erreichen verwirrende Signale das Gehirn. Diese TP können die Ursache für einseitige Taubheit oder für den Verlust des Gehörs auf der Seite, wo sich diese TP befinden, sein. Dies wird auf die übertragene Anspannung im winzigen Steigbügelmuskel(M. stapedius) und Trommelfellspanner (M. tensor tympani) zurückgeführt,die an den ebenso winzigen Mittelohrknochen befestigt sind. Anspannungen in diesen kleinen Muskeln können die Vibration im Innenohr hemmen. Wenn TP für die Entstehung dieses Problems verantwortlich sind, läßt sich durch Massage der Kiefermuskeln und des Sternocleidomastoideus das normale Hörvermögen wieder herstellen.

Der Sternocleidomastoideus befindet sich an der Vordeseite des Halses und verläuft vom Warzenfortsatz (ein Knochenvorsprung hinter dem Ohr) bis hinunter zum Schlüsselbein. Um diesen Muskel zu massieren, nimmt man soviel Gewebe wie man kann zwischen die Finger und den Daumen und knetet es kräftig. Er hat 2 Zweige, einer befindet sich vor dem anderen und jeder ist etwa so dick wie ein Finger.Für diesen Fall ist es der innere Zweig, wenn man ihn drückt und ihn dann abrollen läßt, spürt man zwischen ihm und dem äußeren (sternalen) Zweig eine leichte Mulde. Beginne die Massage hinter dem Ohr und arbeite Dich bis zum Schlüsselbein vor. Eine Massagebehandlung dieses Muskels sollte pro Körperseite keinesfalls länger als 1-2 Minuten dauern und das öfter am Tag. Durch die Massage werden die Symptome fast augenblicklich gelindert, man soll aber geduldig noch einige Tage weiterarbeiten, bis keine Stelle mehr gefunden wird, die schmerzt.

Auch in den Kiefermuskeln können sich TP befinden. Sind TP im Kaumuskel (M.masseter), kann das u.a. auch zu einem Gefühl der Verstopfung und einem tiefen dröhnenden Geräusch im Ohr führen.

Besonders gut kann man massieren, wenn man den Daumen der entgegengesetzten Hand in den Mund steckt und den Muskel zwischen Daumen und Finger knetet. Er fühlt sich sehr fest und gummiartig an. Wenn man an der richtigen Stelle arbeitet,spürt man, dass die Spitze des Daumens den vorderen Fortsatz des Unterkieferastes berührt, ein scharfkantiges, flossenförmiges Kn ochenstück. Diese Massage kann schmerzhaft sein, massiere so intensiv, wie Du es ertragen kannst, aber auch nicht zu lang auf einmal.

Ein anderer Kiefermuskel ist der Mm. pterygoidei lateralis, sind TP in ihm, kann das auch zu Ohrgeräuschen führen. Dieser Muskel liegt hinter dem unteren Kieferknochen verborgen. Massiere ihn hierbei auf der rechten Seite mit dem re Zeigefinger und auf der linken Seite mit dem li Zeigefinger. Dabei sucht die Fingerspitze die tiefe Tasche hinter den oberen Backenzähnen. Dringe soweit wie möglich vor und führe dann sowohl nach innen als auch aufwärts sehr kurze Massagestriche aus, was auch sehr schmerzhaft sein kann, die Fingernägel sollten aber sehr kurz geschnitten sein.

Ich sende Dir einen Link, klicke auf Head and Neck und dann in der linken Spalte ganz unten auf Lateral pterygoid, Masseter und Sternocleidomastoid clavikular,

die Kreuze sind die TP, der rote Bereich das Symptommuster. Ich wünsche Dir gute Besserung :)*

[[http://www.triggerpoints.net/]]

ALmicexllie


Hallo Rose4,

ich war bzw. bin in ständiger Behandlung beim Orthopäden, also Verspannungen etc. sind das wohl nicht ih war schon im MRT und auch wurden schon diverse andere Untersuchungen gemacht, da ich auch Muskelschwund habe.

Außerdem gehe ich regelmäßig zur Physiotherapie bekomme dort Massagen und mache dort Übungen. Alles das wurde schon untersucht und ist in Ordnung.

Beim HNO Arzt wurde auch schon diese Gleichgewichtsuntersuchung gemacht mit dem warmen und kalten Wasser, die Untersuchung ist nicht so gut gelaufen, sprich mein Gleichgewicht ist schon eingeschränkt. Normalerweise sollte man dort ja schwindelig werden, weil das Vestibulzentrum Unterschiede ausgleichen soll, mir wurde aber kaum schwindelig.

Mein TRimmelfell wurde auch schon mehrere Male durchstochen, damit sich der Druck wohl abbaut und ich besser hören kann. Das war aber auch nicht von langer Dauer. Mein Gehör ist immer wieder schlechter geworden, sodass ich die Stimmen verzerrt höre.

Außerdem wurde wöchentlich so eine Behandlung unternommen, wo man Kopfhörer aufsetzen muss und es dann so komisch brummt. Aber auch das half nicht.

Das alles ist sehr verwirrend für mich auch gerade deshalb, weil wir zwei MM Fälle in der Familie haben.

RPosxe4


@ Amicellie,

Triggerpunkte können weder beim Röntgen noch durch ein MRT gesehen werden, man muss sie ertasten, versuche es doch einfach mal. Hier ein allgemeiner interessanter Link:

[[http://www.osteopraktik.com/trigger/trigger.html]]

ADmice1llxie


@ Rose4

Danke für den Tipp, man kann es ja ausprobieren.

Die haben mich zwar schon ordentlich abgetastet wegen Verspannungen aber wer weiß.

Aber wie lässt sich der Tinnitus erklären den ich schon seit meinem 10ten Lebensjahr habe Oo

Diese Massage habe ich schonmal angewendet, weil ich eine starke Trigeminusneuralgie hatte über Wochen hinweg. Und woher kann ein solche Verspannung kommen?

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