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Morbus Menière

MJorpb-wUS69


Hallo Ihr Mitstreiter 8-) ,

>:( >:( >:(

mit grossem Ärger muss ich feststellen dass die Nachricht, dass man mit Meniere ohne weitere Einschränkungen Leben kann, sich noch stets nicht herumgesprochen hat.

>:( >:( >:(

Jedem der kurz davor steht, sich von seinem Arzt mit Gentamyzin oder ähnlichen prähistorischen Behandlungsmethoden sich verstümmeln zu lassen, kann ich nur raten, nochmals genau meiner früheren Postings zu lesen.

Nach nun mehr drei Jahren kann ich für mich selbst feststellen, dass ich keine Probleme mit meinem Meliere habe. Ich habe zwar ab und zu ein Ohrenpiepen, aber das erinnert mich dann nur dass ich mal wieder eine Dosis Valcyclovir nehmen muss. Dass wars, kein Arbeitsausfall, kein Schwindel, kein gar nichts.

Wer mir nun nicht glaubt, dass ich überhaupt Menier gehabt habe, dem kann ich versichern, dass mir die Uniklinik Frankfurt diesen zweifelsfrei bescheinigt hat. Leider haben die mir damals nicht geholfen – das habe ich selbst getan.

Ich will nicht behaupten, dass Valcyclovir oder Acyclovir bei jedem hillft, aber jedem dem ich es bis dato empfohlen habe, ist begeistert. Speziell wenn Ihr noch nicht solange den Meniere habt, ist dies die Therapie der Wahl.

Ich arbeite immer noch 60 Stunden die Woche und bin das beste Beispiel.

Für mich ist es absolut einwandfrei bewiesen, dass mein Meniere auf Herpes Viren verursacht ist.

Also traut euch, druckt die Links aus die ich früher gepostet habe und sprecht euren Arzt an.

Schwindelfreien Gruss,

MorbUS69 8-) 8-) 8-)

jWüBrgexn44


Hallo Morb-US69,

ich bin mir sicher das Du Dich mit dieser Krankheit ernsthaft auseinandergesetzt hast.

Dazu gehört auch das Studium diverser fachärztlicher Berichte.

Die Genese des Morbus Menière ist bis heute völlig ungeklärt! Manche "Experten" auf diesem Gebiet meinen auch wie Du, es könnte durch einen Herpesvirus verursacht werden. Fazit: Nichts Genaues weis man nicht!

Also, wir als Laien, können nur der einen oder anderen Meinung der Experten folgen.

Ich habe mich seit Beginn meines "lieben" MM sehr ausführlich mit dieser Krankheit befasst.

Bei all meinen Recherchen habe ich sehr viele, individuelle Verläufe dieser Krankheit kennen gelernt. Einige Betroffene berichten, die Anfälle würden wöchentlich auftreten, dann verursacht durch persönliche Belastungen oder beruflichen Stress o.ä.

Andere wiederum berichten, sie hätten alle ein paar Monate oder gar Jahre einen Schwindelanfall.

Und hier liegt genau das Problem: Abwesenheit der typischen menerischen Schwindelanfälle, bedeutet nicht die Abwesenheit dieser tückischen Krankheit.

Patienten glauben, wenn ihnen ihr HNO-Arzt etwas gegen diese Krankheit verschrieben hat und die Anfälle bleiben aus,diese Medikament habe geholfen, weit gefehlt, sie befanden sich gerade in einer dieser oben beschriebenen anfallsfreien Zeit!

Es gibt glaubhafte Berichte von Patienten, welche 13 Jahre anfallsfrei waren und dann aus völligem Wohlbefinden einen schweren menerischen Schwindelanfall bekamen.

Du schreibst, die Behandlung mit Gentamyzin sei veraltet und aufgrund Deiner gemachten Erfahrungen nicht mehr angebracht?! Dann frage mal die völlig verzweifelten Menschen, die nicht mehr ein und aus wissen, wie sie mit dieser üblen Krankheit weiter leben sollen! Ich freue mich für Dich, das die Medikamente, die Du genannt hast, Dir geholfen haben, aber leider kann man, wie ich schon erwähnt habe, dies nicht verallgemeinern!

Eine schwindelfreie Nacht an alle Betroffenen

LG

Jürgen

nMigh\tw#ishx08


Ein liebes Hallo in die Runde,

bei mir wurde 2011 MM festgestellt. Nach 2 Tagen an Untersuchungen wurde ich mit einem Flyer über eine Selbsthilfegruppe aus der Uniklinik in Lübeck entlassen. So richtig hat man mich über diese Erkrankung leider nicht informiert. Ich habe mich dann ein bißchen schlauer gelesen.

Meine Anfälle hielten sich in Grenzen und waren auch nicht so schlimm wie im Jahr 2011. Nu hat es mich aber letzte Woche umgehauen. 2 Tage hintereinander jeweils einen Anfall. Der erste am Donnerstag, wo ich abends noch bei meinem Hausdoc war. Er meinte ich hätte eine Mittelohrentzündung und hat meinen MM gar nicht beachtet. Freitag morgens war es arg schlimm. Kein gehen mehr möglich, Karussell fahren über Stunden, mit übergeben.

Montag dann zum HNO, der mich gründlich untersucht und auch nachgefragt hat. Leider ist mein rechtes Ohr sehr in Mitleidenschaft gezogen, so dass am Freitag nochmal Hörtest gemacht werden soll. Im Raum steht nun ein Hörgerät.

Ich fühle mich irgendwie mit der Erkrankung allein gelassen. Ob Freunde oder Familie, keiner kann nachempfinden, wie es ist, wenn man so einen Anfall hat. Einige meinen, es ist seelischer Natur oder das war nur ein Magen -Darm Infekt. Auch die Ärzte, keiner hat wirklich Aufklärungsarbeit geleistet.

Ich hoffe auf diesem Wege nette Leute kennenzulernen, mit denen man sich austauschen kann, gern auch per PN.

Liebe Grüße an Alle

b_ccx2k


Hallo,

ich möchte mich auch mal wieder melden.

Seit ca. 4.5 Jahren mache ich das John of Ohio Regimen (hab in diesem Thread, ein paar Seiten vorher darüber gepostet) und bin immer noch Symptomfrei. Das bedeutet ich hatte keinen Anfall mehr, seit ca. 2 Wochen nach Beginn der Therapie. Davor hatte ich wöchentlich schwere Anfälle und dazwischen praktisch permanent leichten Schwindel.

Das alles ist bei mir weg und bis auf minimale Ohrgeräusche (durch das geschädigte Ohr) ist nichts davon geblieben. Dass das Zufall ist, kann ich schwer glauben, vorallem da ich bei weitem nicht der einzige bin, der mit dieser Therapie symptomfrei geworden ist. Aber gut, manche Leute hier im Forum wollen sowas nicht einsehen. Das ganze erinnert mich etwas an einen Arzt den ich mal hatte. Ich hab ihm auch davon geschildert, dass ich jetzt symptomfrei bin und er hat gemeint, dass die Therapie nicht helfen kann. Ich hab ihn dann gefragt, warum er das weiß, und er hat geantwortet: "weil man die Ursache der Krankheit nicht kennt". Mit dieser Logik hätte man wohl nie Penicillin entdeckt.

Dieses John of Ohio Regimen basiert auch auf der Idee, dass Herpesviren schuld für MM sind, ähnlich wie die Acyclovir Therpie welche Morb-US69 macht. Ich würde jedem Empfehlen (unter Rücksprache mit dem Arzt) diese Therapien auszuprobieren. Bezüglich Acyclovir (aber auch der Methode von John) ist allerdings zu beachten, dass es richtig dosiert und auch für einen größeren Zeitraum lang eingenommen wird. Bei mir hat es zwar relativ schnell eine große Verbesserung gegeben (was eher Ausnahme als Regel ist), aber es hat dann noch ca. 3 Monate gedauert, bis auch die kleinsten Symptome verschwunden sind.

Man vermutet, dass MM verschiedene Ursachen haben kann und deshalb wird auch nicht bei jedem die selbe Therapie helfen, aber bevor man sich mit Gentamyzin das Innenohr komplett kaputt richtet, sollte man vielleicht doch noch etwas weiter probieren. Leider kennen die meisten Ärzte diese beiden Therapien nicht und man muss da selber Initiative ergreifen.

Falls keine Therapie hilft, dann kann man das immer noch machen, wenn man sonst keinen Ausweg sieht.

Aja und noch etwas. Es hat sich auch herausgestellt, dass Bewegung/Sport und viel Wassertrinken auch gute Eigenschaften bei MM haben kann. Ich kann das bei mir jedenfalls auch feststellen und tippe, dass es auf die Durchblutungsförderung und der einhergehenden besseren Bekämpfung der Herpesviren durch das Immunsystem herführt.

Jedenfalls sollte man nicht den Kopf hängen lassen und die Anti-Herpes Therapien wenigstens ausprobieren. Vielleicht hat man ja Glück, laut John ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass es was bringt.

avutu+mn-xlike


Ich hatte mit meinem HA darüber gesprochen und er hatte auch davon gehört und gemeint, dass es einen Versuch wert ist. Jedenfalls bin ich schon Jahre ab und an mit Lippenherpes geplagt. Wäre mal interessant, wieviel MM-Betroffene z.B. schon mal einen Herpes hatten. So gesehen, kann ich es mir als Auslöser durchaus vorstellen. Denn die Viren verbreiten sich. Zum Glück habe ich hier einen guten Hausarzt, welcher ehrlich seine Meinung sagt. Viele Ärzte mauern hier.

b=cc-2k


@ autumn-like

Es schadet sicher nicht die Therapie auszuprobieren, gerade die Methode von John ist relativ unbedenklich (allerdings sollte man trotzdem, wie John selber schildert, mit seinem Arzt darüber sprechen).

Hier ist übrigens die aktuelle Version von 2014:

[[http://www.zoominternet.net/~kcshop/JOH.PDF]]

Laut John gibt es mittlerweile bereits Studien (welche auch im PDF verlinkt sind), dass Anti-Herpes Medikation zu einer erfolgreichen Behandlung führen kann und auch mit seiner Therapie verknüpft werden sollte/könnte.

aJutGumn-lixke


@ bcc2k

Momentan geht es mir gut. Ich klopf aber jetzt gleich auf Holz ;-)

Diese heftigen Anfälle kamen bisher nur alle paar Jahre. Das letzte Mal vor einem Jahr. Allerdings hatte ich dann noch lange Zeit mit dem Schwindel zum Kämpfen. Aber das war angenehmer zu ertragen, als so ein MM-Anfall. Bei mir kommen diese Anfälle immer mitten in der Nacht. Ich werde wach und nichts geht mehr. Das linke Ohr töst dann wie verrückt, Sehprobleme und Übelkeit. Das volle Programm.

Ich habe den Arbeitgeber gewechselt und merke, dass es besser wurde. Ich versuche Stress zu vermeiden und mehr auf mich zu sehen. All die Jahre war ich immer nur für die Anderen da und blieb dabei selber auf der Strecke.

M,orbt-USx69


:)^

Hallo, ich freue mich, dass mein – zugegeben – recht konfrontatives Posting mal wieder Leben in diese Forum bringt.

Ich freue mich auch, wenn meine positiven Erfahrungen, anderen Menschen geholfen hat. Ich kenne bereits mehrere persönlich.

Am Anfang hatte ich auch John von Ohio versucht, allerdings waren die Ergebnisse recht unbeständig und nicht so schnell wirksam. Liegt wohl daran dass meine Virenkonzentration im Ohr recht hoch war. Selbst Acyclorvir hat am Anfang nicht 100% ig gewirkt. Ich habe dann selbst festgestellt, dass dies an der Nahrung liegt. Kurzum, wenn man sehr Argininhaltige Kost ist, wie z.B. Nüsse, Gummibärchen etc.. Man sollte Lebenmittelbevorzugen, die ehr Lysin als Arginin enthalten. Arginin lieben Herpesviren besonders.

Mittlerweile verzichte ich auch auf Schweinefleisch und blutiges Fleisch (die allerdings aus anderen Gründen). Mir geht es besser hiermit. Acyclorvir wird durch den Körper nicht so gut umgenommen und wird vom Essen beeinflusst. Daher bin ich sehr schnell auf Valcyclovir 1000mg umgestiegen. Am Anfang 3 pro Tag, nach ca. 6 Monaten, nur noch zwei. Jetzt 2 Jahre später nur noch eine. In Kombination mit Lysin, wie bereits erörtert.

Zu Jürgens Kommentar möchte ich zustimmend anmerken, dass es sicher Fälle geben wird, bei denen diese Therapie nicht wirkt, allerdings könnte das an der Nahrung nehmen, oder an dem Fakt, dass nach mehreren Jahren, sicher das Ohr so weit geschädigt ist, dass eine Regeneration nicht mehr möglich sein könnte. Nur, aber wirklich nur dann, sollte man über Gentamycin nachdenken. Mein Meinung!

Ehrlich gesagt, lege ich keinen Wert auf die Meinung der meisten Mediziner. Offiziell dürfen die nur wissenschaftlichen Studien vertrauen, Doppelblindstudien. Die sind teuer und existieren nicht. Somit wird die offizielle Anerkennung der Ursache Herpesvirus für den Meniere wohl noch auf sich warten lassen.

Herpes kommt und geht. Man kann Ihn aus dem Körper (noch) nicht verbannen, jedoch sehr gut im Schach halten. Gleiches gilt für den Meniere. Falls ich nach einigen Jahren einen Rückfall erleide, dann bin ich mir sicher, dass ich mich nicht an meine eigenen Regeln gehalten habe. Menschlich, aber kein Drama, da ich ja eine Therapie kenne, um den Meniere wieder zurückzudrängen.

Wichtig ist, dass man das Druckgefühl, den grausamen Schwindel, den Hörverlust und sogar den Tinitus (weitestgehend) wieder loswerden kann und somit zu einem normalen Leben zurückkehren kann- mit funktionierenden Ohren. Darum geht's.

Schwindelfreie Grüsse,

MorbUS69 :)^

S;usiWzuki


Hallo Ihr!

Ich war Jahre nicht hier und es hat sich viel getan.

Gutes wie Schlechtes.

Werde sobald wie es geht berichten ....

Viele Grüße,

Susizuki

Squ@sizu<ki


Hallo Ihr Lieben, da bin ich wieder! @:)

Seit 20 Jahren bin ich durch die Erkrankung Morbus Meniere beeinträchtigt.

Die letzten 16 Jahre war die Krankheit sogenannt "ausgebrannt".

Ich hatte keine Anfälle mehr sondern "nur" ein schlimmes Druckgefühl in Ohren und Kopf.

Gangunsicherheit wenn ich müde war oder bei Dunkelheit.

Vor einem Jahr hat man jetzt herausgefunden, dass ich die ganze Zeit den 1.Halswirbel nicht richtig stehen hatte (Unfall vor 20 Jahren) und es leider nie erkannt wurde. Er war zwar etwas gerichtet worden (ich berichtete hier im Forum darüber) aber wohl nie völlig richtig. Der Wirbel wurde im Sommer 2013 in die korekte STellung gebracht.

Seitdem finden massive (!) Regeneration – und Umbauprozesse statt. :-o

Der Druck im Kopf und Ohren ist so gut wie weg seitdem! :-D

Eine Hörbesserung (durch die Druckminderung) ist bislang aber nicht eingetreten.

Ich hatte dies so sehr gehofft.

Akute Probleme heute: %:|

Aber jetzt (wo der Kopf sich regeneriert) scheint der Meniere wieder aufzuleben.

Entweder versucht der Kopf Meniere auszuheilen oder wir haben ein abgekapseltes/schlafendes Übel durch den Heilungsprozess geweckt.

Das darf alles nicht wahr sein! :°(

Verzweifelte Grüße in die Runde!

Susi

S usiuzurki


@ Morb-US69

Du schreibst, dass deine Virusbelastung sehr hoch war.

Konnte man das mit einer Untersuchung (Blut oder anders) testen?

Womöglich bei Dr. Schuldes?

Die Sache mit der verschleppten Herpesinfektion interessiert mich sehr.

Auf dieser Seite:

[[http://www.dr-gumpert.de/html/zoster_oticus.html]]

.. steht etwas über Zoster oticus.

Also wenn ich da rein lese, erinnert mich die Symptomatik stark an Meniere. :-/

Viele Grüße,

Susi

a$ki-ra_i8i_dxe


Hallo, dann werde ich diesen Thread mal wieder etwas aufleben lassen. Man könnte ja fast meinen die Krankheit wäre ausgerottet :)

Vorweg muss ich sagen, ihr leistet hier tolle Arbeit, euer Forum war mir in der letzten Zeit eine große Stütze.

Erstmal meine Geschichte.

Ich bin 33.

Herbst/Winter 2012 mehrere Monate andauernde Infekte der oberen Atemwege. Übrig blieb ein Rauschen, mal doller, mal fast weg plus Wattegefühl und Tieftonhörstörung. Also ab zum HNO. Natürlich wurde auf Hörsturz behandelt, nur half das nichts. Also wurde weiter gesucht (Borrelien, MRT Verdacht Tumor etc., alles negativ) , bis der Chef HNO eines Berliner Khs. einen monosymptomatischen Meniere nicht ausschließen wollte. Da nun schon vier Monate Diagnostik hinter mir lagen und das Gehör auch mal völlig wiederkam, habe ich das Ganze auf sich beruhen lassen. Das hat dann bis September 2013 geklappt.

Los ging es mit kleineren Schwindelanfällen, nicht weiter behindernd, habe es auf den Blutdruck geschoben. Dann der Knall, derber Drehschwindel, laufen nicht möglich, Erbrechen. Nach drei Stunden hat meine den Krankenwagen gerufen, Notaufnahme. Nachdem ich da noch eine Weile rumgeschwindelt habe und wieder allein stehen konnte, war ich auch dran und man setzte mich wieder vor die Tür. Alles in Allem gute 6 Stunden Spass. Ich konnte wieder hören, das Rauschen war weg, toll. Das hielt leider nicht einmal bis zum ersten HNO Termin, nach drei Tagen ein neuer Anfall von knapp einer Stunde. Nicht ganz so intensiv, aber liegen war Pflicht.

Folgende Diagnostik:

MRT Halswirbelsäule: negativ

Orthopäde/Chirupraktiker: negativ

Blutbild: unauffällig

Also gab es Betavert 3x 1 Tablette. Keine Besserung, aber dafür konnte ich nichts mehr essen. Umstieg auf Aequamen, dann ging das mit dem Essen, aber der Rest blieb.

Also Hochdosisbehandlung: 3x 4 Tabletten bis 4x4 Tabletten.

Folge: Alle 24-48 Stunden ein Anfall, aber nur noch 30 Minuten. Betahistin scheint also irgendetwas zu machen, nur halt nicht richtig. Doof. Meine HNO war jetzt auch am Ende ihrer Weisheit und wies mich ins Krankenhaus ein. Die hatten zumindest ne HNO Abteilung, aber konnten mit mir nix anfangen. Man nahm mich nicht einmal auf "Sie kriegen doch schon Betahistin, mehr können wir auch nicht!"

Da fühlt man sich verstanden.

Als Versuch Paukendrainage setzen lassen, keine Besserung.

Also doch wieder nach Berlin. Dort wurde mir die Sakkotomie nahe gelegt und mir dringend davon abgeraten Betahistin in derart hohen Dosen zu nehmen. Über kurz oder lang zerfrisst das Salz wohl die Magenwand. Es gab wohl in 2014 zwei Todesfälle deswegen. Vorerst wollte ich, weil hier gelesen, es gegen Herpes versuchen. Obwohl ich mit Herpes eigentlich keine Probleme habe. Ein kleines Bläschen pro Jahr im Rahmen eines Infektes. Ansonsten nichts.

frische HSV Titerwerte: 27000, 1000 normal

HSV 2: normal

Also schrieb er mir

Aciclovir, 3x 1 800mg (LLysin hatte ich mir auch schon besorgt)

auf und gab mir Prednisolon mit,

2 Tage 20mg, dann ne Woche 10mg, dann ausschleichen.

Was soll ich sagen, nach drei Tagen gingen alle Symptome zurück!!! Ich könnte hören, der Tinnitus ging bis auf eine leichtes Piepen zurück. HOFFNUNG.

Also begann ich nach Plan das Kortison auszuschleichen. Das klappte bis 10mg. Als ich dann auf 5mg runterging, dauerte es nicht lange und das altbekannte Rauschen kam wieder. Dann die Tieftonstörung. Am vierten Tag kam dann der erste Anfall. MIST.

Gemäß Datenblatt braucht es knapp 36 Stunden bis die letzthöhere Dosis Kortison abgebaut ist.

Also zumindest nix mit kurzfristiger Heilung dank Aciclovir :(

Zurück auf 20mg Kortison. Nach drei Tagen Besserung.

Neue Titerbestimmung: knapp 27000, also keine aktive Herpesinfektion, sonst würden die Werte stark schwanken.

Habe das Aciclovir nach zwei Monaten abgesetzt, da es bei mir wohl keine Wirkung erzielt. Lysin nehme ich noch, eine neue Titerbestimmung steht noch aus. Bin zur Schubtherapie mit Valaciclovir übergegangen. Also alle vier Wochen einen Tag 4000mg.

Das Kortison hab ich dann wieder reduziert, diesmal langsamer. Ab 15mg kam dann plötzlich ein zweiter Tinnitus, Brummen, zum Piepen hinzu. Auch hatte ich zeitweise Ohrenschmerzen und das Hörvermögen schwankte stark. Mittelohrentzündung?

Ohrentropfen haben nicht geholfen. Antibiotikum auch nicht.

Parallel zum Rest: 5 Kortisoninjektionen ins Mittelohr

Dann 31.12. 05:00 Uhr bin ich aufgewacht, weil ich dachte ich fliege. Komischer Schwindel. Umgedreht, weiter geschlafen. 22:00 Uhr selber Tag, plötzliches Gefühl als würde man gedrückt und geschoben, dann Drehschwindel 2 Std. lang. Hören und Tinnitus hatten sich nicht verschlimmert. Also kam der Anfall ziemlich überraschend. Tolles Silvester :( (Ach so, seit Ausbruch im September kein Alkoholkonsum, das fällt als Trigger aus)

Nach Neujahr ab zum HNO. Er tippte auf Lagerungsschwindel. Manöver durchgeführt, ließ sich auch provozieren. Da der Meniere das Innenohr zerstört kommt es wohl bei solchen Patienten überdurchschnittlich oft dazu, dass sich die Kristalle verschieben/umlagern. Ist ja eigentlich eine Alte Leute Krankheit. Also "turne" ich jetzt noch dagegen an. Besserung setzte, Gott sei Dank, schnell ein. Mache jetzt jeden Tag morgens und abends meine Übungen.

Nehme immer noch 20mg Kortison. Traue mich ehrlich gesagt nicht tiefer zu gehen. War vier Monate Zuhause deswegen, nun kann ich beschwerdefrei arbeiten gehen, sogar mit einem weitestgehend stabilen Gehör. Schwankt wirklich nur sehr leicht im Tieftonbereich. Vor Kortison war ich mitunter fast taub! Ab nächste Woche reduziere ich dann wieder. Mal schauen wie tief ich komme. Da wird sich zeigen ob die Injektionen ne Wirkung haben. Wenn es, womit ich rechne, doch wieder schlimm wird kommt die Sakkotomie.

Zusammenfassend:

Mir hilft Prednisolon in ner Dosis zwischen 20 und 10 mg. Ist nicht optimal, aber damit kann ich als Rückfallebene leben. Wenn man bedenkt was Rheumapatienten und andere chronisch Kranke davon schlucken müssen.

Zum Herpes: Titer sind halt da, nur scheint nichts aktiv zu sein. Mein Haupt HNO weigert sich gerade mir pauschal weiter was gegen Herpes aufzuschreiben. Grundsätzlich bleibt die Theorie, und Prednisolon würde ja auch Entzündungen verursacht durch den Herpes Virus lindern nur eben die Ursache nicht beheben.

Ach so, das Beste was ich von den HNO Ärzten zu hören bekommen habe, nachdem ich Anfallstagebuch vorgelegt und Geschichte erzählt habe:

"Lassen sie es doch einfach laufen! Nach 5 bis 10 Jahren ist es dann weg!"

Bei einem Anfall pro Tag fand ich diesen Vorschlag super. Auf die Frage ob er dann mein Gehalt zahlt solange ich seine Therapie mache kam nichts mehr, außer ein neues Rezept.

"Das ist nicht bewiesen das es hilft!"

Bei Morbus Meniere ist nichts bewiesen! Nicht mal Betahistin überlebt ne fundierte Studie. In 2014 hat man es das erste Mal geschafft das Hydrops im Innenohr beim Lebenden darzustellen! Also wenn das Kommentar vom Arzt kommt nachhaken. Kortison als auch Aciclovir sind bei Meniere nicht einschlägig. Kortison schlägt bei mir aber nachvollziehbar an. Wenn nichts hilft kann das bei guter Überwachung in den Dosen lebenslang verabreicht werden. Zumal sich bei Langzeittherapie durch extrem langsames Ausschleichen auch Dosen unter der Cushinggrenze erreichen lassen. Es muss nicht jedem helfen, aber eine Woche 20mg tgl. ist ein Versuch. Nach vier Tagen sollte eine Besserung eintreten. Tut es das nicht, kann man auch schnell wieder ausschleichen. Aber wenn es hilft, ist es erstmal ein Segen. Nebenwirkung sind bei unter 20mg kaum vertreten. Ich habe keine. Dann hat man zumindest erstmal Pause von der Krankheit und kann sich bei klarem Kopf einen weiteren Weg zurechtlegen.

So, genug geschwafelt :)

Hoffe der Thread hier lebt weiter. Gerade @juergen leistet hier gute Arbeit. Danke dafür.

aokir4a_tii_#de


@ morb-US69

Vielleicht hier auch mal für alle Interessierten die Frage,

woher kommen die Dosierungen der Herpesmedikamente, die du einnimmst?

Da habe ich ja scheinbar schon fast zu wenig genommen.

a-kirba_{ii_dxe


Scheint hier wohl doch eingeschlafen zu sein, schade. Trotzdem mal ein kleines Update für die stillen Leser.

Leider hielt die noch niedrige Dosis Kortison meinen Meniere nicht im Zaum. Eine Grippeimpfung hat das Ganze Modell zum Einsturz gebracht. Wieder täglich Anfälle. Also musste ich wieder ein wenig probieren und habe den Herpesansatz nochmal verfolgt. Leider blieb das ohne Erfolg. Keinerlei Besserung nach 14 Tagen Einnahme. Hierzu mal ein paar Hintergrunginfos:

Die Amis sehen ja den Herpesvirus als möglichen Verursacher.

Standarddosis, soweit ich es gefunden habe auf einschlägigen Seiten: 3x 800mg Aciclovir

Besserung sollte nach zirka 5 Tagen eintreten, entspricht dem normalen Vervieltfältigungszyklus des HS Virus. Standardmäßig wird die Therapie 21 Tage durchgeführt. Dann sollten alle aktiven HS Viren unfruchtbar sein und die Entzündungen abgeklungen sein. Um den Varizella Zoster Virus auszuschließen kann man auch 5x 800mg nehmen, bzw. 3x 1000mg Valaciclovir, wie von morb praktiziert. Aber egal welcher der beiden Biester es ist, nach drei Wochen sollte das Gröbste überstanden sein. Wenn das so eintrifft kann man den Weg weiter verfolgen, Erhaltungsdosis etc. Eventuell kann man dann auf John of Ohio umsteigen. Auf jeden Fall, wenn Aciclovir nicht anschlägt, wird JOH nicht funktionieren.

Für alle Anderen, so wie mich leider, ist es nicht der HS Virus. Mein HNO tippt als mögliche Theorie auf Autoimmunerkrankung. Ähnlich wie bei HSV kommt es zu Entzündungen. Was hilft? Wie bei allen Autoimmunkrankheiten, Kortison. Auch das kann leicht getestet werden. Nehmen :) Die Höhe der Dosierung ist halt fraglich. Wie geschrieben hat es am Anfang 20mg Prednisolon getan, da war ich aber schon ne Weile Zuhause und hatte dem entsprechend wahrscheinlich nen recht guten Gesundheitsstatus. Nun bin ich rauf auf 40mg und schleiche runter. Anfälle kommen nicht mehr. Natürlich stellt Kortison nun keine Dauerlösung dar. Es macht einen auf lange Sicht kaputt. Also bleibt wohl in meinem Fall die Rückkehr zur Standardterapie. Ne Sakktotomie ist angesetzt, in der Hoffnung das der Schwindel zumindest aufhört. Leider hält das den Meniere nicht auf und mein Gehör wird es zerschießen. Mal schauen was kommt.

Liebe Grüße an euch....................

R"osex4


Hallo, lies mal hier, da steht interessantes über Morbus Meniere und Tinnitus.

Es können Entzündungen im Körper schuld sein, ein Vitaminmangel, Nahrungsunverträglichkeiten...

[[http://www.zentrum-der-gesundheit.de/tinnitus.html]]

Vielleicht hilft Dir der Artikel weiter, gute Besserung

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