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Mandelentfernung - meine Erfahrungen

Oxpti~mistxin hat die Diskussion gestartet


Vor 6 Tagen habe ich mir die Mandeln unter lokaler Narkose (man bleibt wach, nur die Mundregion wird betäubt) rausschneiden lassen. Diese Narkoseart hat viele Vorteile gegenüber der Vollnarkose, erklärte mir der Arzt: es blutet weniger, man hat nach der OP nicht so starke Schmerzen und die Zunge kann durch den Spatel nicht so leicht verletzt werden (ich habe damit selbst meine Zunge runtergedrückt). Und es tat wirklich gar nicht weh - selbst die Spritze nicht, da ich vorher ein Betäubungsspray an diese Stelle bekam und die OP dauert nur ca. 10 min. Die Entfernung von Weisheitszähnen ist viel schlimmer. Aber nicht jeder ist dafür geeignet, man sollte z.B. keinen Würgereiz haben, wenn man an dem Mandel berührt wird. Fragt einfach den Chirurgen. Mit Schmerzmitteln (regelmäßig nehmen!) lässt sich die anschließenden 6-7 Tage im Krankenhaus ganz gut überstehen. Wichtig: viel trinken (Wasser ohne Kohlensäure), gerade bei Fieber und damit die Verdauung nicht eintrocknet. Und essen, auch wenn es schmerzt.

Nachblutungen hatte ich keine. Meine Homöopathin empfahl mir begleitend Globulipillen: Arnica D12.

Aber noch schmerzt auch bei mir das Schlucken, etwas Geduld braucht ihr schon. ich hoffe jedenfalls, die Plackerei hat sich gelohnt. Achtet auf die Hinweise, wie man eine Nachblutung verhindern kann! Alles Gute an alle, die es noch vor sich haben.

Antworten
MrayarS


Re: mal eine Frage

Hallo Optimistin

Hat man da kein komisches Grfühl, wenn die bei vollem Bewusstsein an einem rumschneiden? Was bekommt man da so alles mit? Merkt man da nicht, wie das Blut in den Magen läuft?

O`ptimti)stin


Re: ist nicht so schlimm

Hallo Maya,

das ist nicht viel anders als beim Zahnarzt - da macht dir ja auch jemand an deinem Mund zu schaffen. Die Schnitte sind auch nicht sehr groß und alles geht ziemlich schnell. Außerdem bekommt man vorher ein Beruhigungsmittel, so dass dir alles relativ egal ist. Bei mir hat es so gut wie gar nicht geblutet, es lief also auch kein Blut in dem Magen. Der Arzt drückte mir nur kurz einen Tupfer auf die Wunde, dann blutete es schon nicht mehr. Es gibt aber bestimmt Leute, bei denen es mehr blutet. Natürlich ist es insgesamt kein tolles Gefühl, aber mir war das wichtigste, dass es nicht weh tut.

s"teffi Hvon u\nd zur daquerkrank


Ich danke dir so für dieseb Beitrag!!!

Hallo Optimistin,

ich bin so glücklich das sich endlich mal jemand in diesem Forum meldet, der mir was Positives über Mandel-OP mit Örtlicher Betäubung sagt. :-D Ich habe seit längerem eine chronische angina und meine Mandeln müssen raus. Leider habe ich phanische Angst vor Vollnarkosen, weil eine Bekannte von mir erst wieder nach 3 Wochen ( Sie war allergisch und das ist schon bestimmt 10 Jahre her) aufgewacht ist aber sowas zu hören scheckt ab.

Ich finde aber keinen HNO-Arzt im Rhein Neckar Kreis (da wohne ich) der mir das auf "Deine" Art und Weise rausmachen möchte. Sie sagen das wäre eine Metzgermethode, man würde noch Tagelang Blut Husten und man würde eher Nachblutungen bekommen. Ich gebe die Hoffnung aber nich auf, weil ich der meinung bin das ein Arzt das nur sagt weil man im allgeminen an einer Vollnarkose mehr verdient.

Jetzt habe ich mal einige Fagen an dich.....

1. Nach was wude das beurteilt ob du sie so rausgemacht bekommen kannst? Ich bin nämlich auch nicht empfindlich, wenn mich jemand an den Mandeln berührt, nur am "Zäpfchen" oder wie das man das nennt.

2. Hat der Arzt dir diese Methode empfohlen oder wolltest du es so?

3. Hast du igrendwelche Nachteile durch diese Methode gemerkt ???

4. Wie viele Spritzen bekommt man und wohin?

5. Ist die OP total Schmerzfrei? Liegt man dabei?

6. Hattest du danach schwere Schmerzen? Wann konnest du wieder richtig essen?

7. Auch wenn es blöd klingt, sorry....wie alt bist du ??? Hat das was mit dem Alter zu tun? Ich bin 20!

ich würde mich echt freuen wenn du mir auf meine vielen :-) (Sorry) Fragen antwortest, ich bin nämlich total am verzweifeln..... :-( ....aber so dankbar das ich etwas gutes darüber höre.

Viele Liebe Grüße

OEptim$is?tLin


Ich bin 26 und aus Berlin. Man sagt, je älter man ist, desto unangenehmer wird die OP. Mir hat der Chirurg genau das Gegenteil als dir erzählt, nämlich dass es bei der örtlichen Betäubung weniger blutet als bei Vollnarkose. Aber frag mich nicht, warum das so ist. ich habe auch nicht tagelang Blut gehustet. Nur in der ersten Nacht war ganz wenig (!) Blut in der Spucke. Das soll man dann ausspucken, damit einem nicht schlecht wird. Zu deinen Fragen: 1. Na wie ich schon sagte, ob du Brechreiz bekommst, wenn man dich im hinteren Rachen berührt, und es hängt wohl auch vom Zustand der Mandeln ab - das kann ich nicht beurteilen. Und die, die panische Angst vor der "wachen" OP haben, kriegen auch Vollnarkose. 2. Ich war auch erst für Vollnarkose eingeplant, aber der Chirurg schaute mich an und meinte, er würde mir die noch am selben Abend unter lokaler Narkose rausnehmen. Und da dachte ich: Super! Dann habe ich es noch am selben Tag hinter mir und muss mich nicht noch davor 1 Nacht im Krankenhaus ängstigen. (Man wird meist 1 Tag vor der OP wegen der Voruntersuchungen eingeliefert) 3. Wie sollte ich Nachteile merken? Ich hatte doch keinen Vergleich. 4. Die erste Spritze war die Beruhigungsspritze in den Po. Aber das ist wohl schon veraltet, meist bekommt man da eine Tablette. Und dann hat er das Narkosemittel je 3x neben die Mandeln gespritzt, wie beim Zahnarzt. Da habe ich nix gemerkt (war ja betäubt), auch bei der OP rein garnix. Keine Schmerzen. 5. Man sitzt in einem Stuhl ganz gerade und aufrecht. 6. Weh tut's erst ein paar Stunden nach der OP (und das wohl bei einer lokalen Narkose weniger, da die Mandeln ja an Ort und Stelle betäubt wurden und bei der Vollnarkose wirst du ja nur eingeschläfert). Solange man nicht schluckt, tut es kaum weh. Du bekommst ja auch starke Zäpfchen od. Schmerztropfen od. Tabletten. Aber zum Essen musste ich mich schon zwingen. Am ersten und zweiten Tag Vanillepudding und -eis. (und einen netten Eiskragen zum Kühlen um den Hals). Dann gibts Suppe und am 3. Tag schon wieder festes Essen. Aber es ist wichtig zu essen. Ich habe irgendwie versucht, vorsichtig zu schlucken, dann ging das schon. Und wenns halt nur 10 Löffel sind, ist auch egal. Besser als gar nichts. Anfangs brauchte ich zum Essen 1 Stunde oder länger. Aber da hast du ja genug Zeit... Ich weiß schon gar nicht mehr, aber nach ca. 1 1/2 Wochen brauchte ich keine Schmerzmittel mehr. Aber ich fand so eine Auszeit vom Schlingen in großen Mengen auch mal ganz gut. Du isst dann bewusster.

Ich denke, das Ganze hat sich gelohnt. Mein Hals fühlt sich nicht mehr so heiß an und ich habe komischeweise nicht mehr so trockene Augen. Die 2 Wochen Schmerzen sind doch nichts gegen deine immer wiederkehrenden Anginen!

Ich hab vor meiner OP auch lange im Internet nach Infos gesucht - genau wie du jetzt! Viel Glück.

OVp]tim"iostin


Und wie kommt dein Arzt überhaupt auf "Metzgermethode"? Blödmann! Bei der Vollnarkose-OP ist doch nichts anders, außer dass anders betäubt wird. Ich finde Vollnarkose viel eher eine Metzgermethode, da das ja, wie du richtig sagst, mit Risiken verbunden ist (wie alles natürlich). Und im Forum schreiben sie doch oft von Geschmacksveränderungen durch Verletzungen an den Geschmacksnerven an der Zunge durch den Spateldruck während der OP. Da ich den Spatel (zugegeben vor Angst etwas verkrampft)selbst auf meine Zunge drückte, konnte ich das ganz gut selbst kontrollieren und schmecke jetzt auch ganz normal. Und schneiden tut er doch so oder so auf die gleiche Weise! Und wenn es nicht weh tut, wieso soll das dann ne Metzgermethode sein?? Ich glaub, du hast recht, die Krankenhäuser verdienen ganz gut an einer Vollnarkose. Zu DDR-Zeiten wurde nur mit lokaler Narkose operiert. Aber es kann schon sein, dass für einige Vollnarkose besser geeignet ist. Ich kann das als Laie schlecht beurteilen.

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