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Bin Nasenspray abhängig. Wer kann helfen?

g;anz7LieberSrtuttgaxrt hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle!!

Bin jetzt endlich soweit, daß ich mich meinem Problem stelle und es auch angehen möchte. Gebe mir seit drei Jahren täglich mehrmals Nasenspray(Otriven). Brauche heute ungefähr 20 ml die Woche. Von dem möchte ich nun entgültig weg.

Habe hier genügend Beiträge gelesen, die genau meine Probleme beschreiben. Es werden auch Probleme beschrieben, die ich habe, aber nicht auf das Nasenspray bezogen habe. Zum Beispiel meine Schlafstörungen. Kann keine Nacht mehr durchschlafen und das schon auch seit fast einem Jahr. Dadurch resultieren dann auch Konzentrationsstörungen.

Ich bin bis jetzt von schlimmen Entzündungen der Nebenhöhlen und dergleichen verschont geblieben.

Schlimm ist mittlerweile, daß ich eine sehr trockene Nase habe und somit dann auch öfter blute. Das ganze geht auch ganz schön ins Geld. Brauche ja jede Woche 2 Sprays.

Dazu kommt die Peinlichkeit, wenn man diese Sprays einkauft. Schon faszinierend wo ich die Dinger mitlerweile kaufe. War wohl schon in jeder Apotheke in einem Umkreis von 20 km. Eigentlich totaler schwachsinn wenn man bedenkt wie ich sonst in der Öffentlichkeit auftrehte.

Ich habe jetzt schon mehrfach versucht das Spray abzusetzten. Das geht dann einen halben Tag gut, bis die Nase komplett zu ist. Das würde dann auch mein Umfeld mitbekommen da ich dann anders spreche und anders klinge. Es ist auch überaus lästig dann nur noch durch den Mund zu atmen. Das geht ein paar Stunden gut und dann sind Lippen und Mund so trocken das ich nicht mehr anders kann und wieder zum Nasenspray greife.

Also radikal das Nasenspray absetzten geht nicht, da ich tagsüber fit sein muß und mit einer verschlossenen Nase bin ich das überhaupt nicht.

Noch schlimmer sind die Nächte. Kann überhaupt nicht schlafen, wenn die Nase zu ist.

Einen Vorteil habe ich gegenüber vielen hier. Ich habe jemanden, die mir zuhört, die das nicht als lächerlich bezeichnet und auch soweit damit leben kann. Meine Partnerin ist es aber auch, die mir helfen möchte und jede Unterstützung anbietet! Sie hat mich auch auf diese Forum hier aufmerksam gemacht. Mit ihrer und hofffentlich eurer hilfe werde ich das ganz bestimmt schaffen.

Deshalb wäre ich über jeden Tip dankbar. Laß mich wissen wie ihr an die Sacher heran geht oder gegangen seit, wie lang sowas dauern kann bis ich davon los bin, welche Mittel ich nehmen kann um meine Schleimhäute zu pflegen!!!

Danke im voraus an alle

der ganzLiebe

Antworten
Wcanze


Hallo, leider

kann ich Dir nicht raten, wie Du davon los kommst, aber ich sage Dir: Du bist nicht allein. Mir geht es genauso (auch Otriven).

Aber wie bei mir könnte eine Hausstaub/Schimmel/Pollen/Tierhaareallergie nebst Nasenscheidewandverkrümmung die Ursache sein.

Gegen die Allergie kann ich leider nicht mehr tun, als ich schon tue (Cortison in Tablettenform/Eigenblutbehandlungen usw.) Da würde nur eine Operation der Nasenscheidewand Abhilfe schaffen. Kenne viele Leute, die auch jahrelang "abhängig" von Nasenspray waren, und seit der OP brauchen sie es nur noch, wenn sie eben Erkältungsschnupfen haben.

Setze mal da an: gehe zum HNO-Arzt sowie zum Allergologen. Wenn Du auch eine Allergie hast, und Du bist sonst gesund, könntest Du mal über eine Hyposensibilisierung nachdenken.

Merke: wo keine verstopfte Nase ist, ist auch kein Nasenspray mehr nötig. :-)

Grüsse Wanze

gcanzLieb!erSrtuttg~art


Allergien habe ich keine! Gehöre zu den wenigen die damit verschont sind.

An die sucht mit dem Nasenspray bin ich über eine ganz normale Erkältung gekommen die sich etwas länger gezogen hat. War eine lange Zeit körperlich sehr unfit und somit hatte ich dann regelmäßig Erkältungen oder Infekte. Habe dies die letzten Jahre zum besseren verändert. Es ist aber die Abhängigkeit zum Nasenspray geblieben.

A>ggxi


RE: Lieber

Hallo,

Du schreibst Du hättest schon viel zu diesem Thema gelesen.

Versuch es doch mal mit der Einlochmethode. Das heisst,

erst mal ein Nasenloch entwöhnen und wenn das soweit

wieder hergestellt ist, das Andere vorknöpfen.

Was auch echt wichtig ist, unbedingt Nasenöl oder Nasensalbe benutzen. Du mußt für Dich austesten womit

Du besser zurecht kommst.

Ich habe es zuerst mit Bepanthen-Nasen/Augensalbe versucht, bin aber jetzt zu Coldastop-Nasenöl übergegangen (ist nicht gerade billig).

Probier es aus.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück dabei.

Ich habe es leider auch noch nicht geschafft davon loszukommen, da mich mein chronischer Schnupfen noch nicht losgelassen hat.

Gruß

Aggi

D:i`eterxW


Mir gings wie Dir

HI,

sechs Jahre habe ich täglich mehrmals Nasenspray nehmen MÜSSEN! Ohne das Zeug konnte ich nicht mehr aus dem Haus. Eine Flasche war im Bad, eine in meiner Jacke und eine im Auto. Für den Urlaub habe ich immer einen Vorrat mitgenommen. Ich dachte ständig zu ersticken wenn ich es nicht greifbar hatte. Es war mehr als eine Sucht. Ich war dem Zeugs verfallen, meine Nase war ständig zu, sie blutete und ich konnte kaum noch eine Nacht durchschlafen.

Mein Hals war ständig trocken und ich hatte immer ein Glas Wasser am Bett stehen.

Vorgestern habe ich dann endlich - meiner Gesundheit zuliebe - die Nasenscheidewand korregieren lassen und die Nasenmuscheln kürzen.

Obs was geholfen hat werde ich wohl bald feststellen.

Die Schmerzen waren nicht so schön, aber ich glaube nun endlich von diesem Teufelszeug loszukommen. Kopf hoch, alles Gute, änder was, es tut niemand anderer für DICH!

B>utcfh


@ganzLieberStuttgart

Ich habe vor kurzem zwei Leute hintereinander kennengelernt, die viele Jahre abhängig waren. Beide haben allerdings alleine von heute auf morgen aufgehört, weil sie sich gesagt haben, das es unsinnig ist, sich das Zeug anzutun, wenn man es nicht wirklich braucht. Ich würde mal den Arzt fragen, was da hilft.

Was die Kosten angeht, würde ich sagen das du von allen Süchten die günstigste hast. :-)

Kokain zwischen 50-100 EUR? das Gramm, eine Flasche Schnaps zwischen 5-...EUR, Rauchen 3 EUR (1 Schachtel am Tag!!!)

Viel Erfolg,

8-)

crarxine


@ganzLieberStuttgart

Hallo,

es gibt ein sehr gutes Mittel gegen eine geschädigte/ausgetrocknete Nasenschleimhaut. Es nennt sich WetGel von Madaus. Leider ist es im Moment in Deutschland noch nicht erhältlich. Dafür kann man es z.B. in Österreich bei der Internationalen Apotheke Wien beziehen. Vorsicht, die Versandkosten/Nachnahme sind relativ hoch.

Eventuell kann es einem auch eine deutsche Apotheke besorgen. Am besten vorher einen Festpreis ausmachen, dann gibt es keine unliebsamen Überraschungen. Auf jeden Fall lohnt es sich.

Habe seit Jahren eine ausgetrocknete Schleimhaut. Seit meiner Op vor 3 Wochen muss ich mehrmals täglich Otriven nehmen, was die Schleimhaut ja nachhaltig schädigt. Ohne mein WetGel würde ich wahrscheinlich gar keine Luft bekommen. Kein anderes Gel, Öl oder Spray kann da mithalten. Habe schon einiges probiert.

Viel Glück noch beim Entwöhnen,

Gruss Carine

wWww.udoc#-renn|er.xde


Re:Nasensprayabhängig

Schauen Sie mal bei [[http://www.doc-renner.de]]

unter Nase zu die Celon op an :

Ein kleiner Eingriff sorgt für eine gute Nasenatmung,

Dauer 5 min. /Seite, ambulant, keine Tamponade, keine Nachbehandlung.

mfg Dr. Renner

KcarinxH


Ich bin nicht mehr anhängig !

Ich war seit Jahren, jedes Mal nach Erkältungen, immer wieder für mehr oder weniger lange Zeit abhängig von Nasenspray. Mich hat die dichte Nase besonders nachts gestört (es gab geradezu Alpträume von Erstickungsvorstellungen) und auch tagsüber, wenn ich reden musste.

Das letzte Mal hat diese Abhängigkeit etwa 1 1/2 Jahre gedauert. Zuletzt hatte ich einen Verbrauch von etwa 1 Fläschen für 5 Tage, ich musste mir jeweils ungefähr alle 3-4 Stunden die nächste Dröhnung verpassen. Zwischendurch bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe auch alle möglichen Tips - von der Einloch-Methode bis zu Coldastop - befolgt. Trotzdem bin ich nicht losgekommen, auch die Einlochmethode habe ich nicht durchgehalten. Im Mai bin ich dann bei einem Hals- Nasen-/Ohrenarzt gewesen und habe mich als "Junkie" geoutet. Der Therapievorschlag von ihm war mir wegen dieses Forums auch nicht ganz neu: Cortisonspray. Ich habe ein Fläschchen (15 ml) Aquacort (Wirkstoff: Budesonid wie in Pulmicort Topinasal, dieses ist bloß teurer als Aquacort) verschrieben bekommen. Angefangen habe ich mit 3 x täglich je 2 Spühstößen für jedes Nasenloch, nach einigen Tagen nur noch 2 x 2 Sprühstöße und 1 x 1 Spühstoß, noch ein paar Tage später nur noch 1 x 2 Sprühstöße und 2 x 1 Sprühstoß, dann jedes Mal nur noch 1 Sprühstoß. Nach etwa 2 Wochen habe ich nur noch 2 x am Tag, dann nur noch 1 x usw, bis ich das Fläschchen Mitte Juli aufgebraucht hatte. Die ersten 2- 3 Wochen, besonders zu Anfang und vor dem Schlafen, habe ich zusätzlich weiter das normale Nasenspray benutzt, ich brauchte aber immer weniger davon. Inzwischen komme ich seit etwa 1 Monat ohne Nasenspray und auch ohne Cortisonspray aus, und ich habe keine Probleme mehr mit der Atmung. Nur manchmal beim Liegen auf der Seite ist das untere Nasenloch zu. Übrigens sagte der Arzt (der ganz professionell reagiert hatte - wenn er es nicht getan hätte, wäre ich sofort zu einem anderen gegangen), dass ich eine krumme Nasenscheidewand mit Vorsprüngen hätte. Das führt dazu, dass meine Nase sehr schnell zuschwillt, sobald ich Schnupfen habe. Er ist übrigens auch der Meinung (und hat es selbst so erlebt), dass die Verkleinerung der Nasenmuscheln nicht viel oder jedenfalls nicht lange etwas bringt.

Auf die Frage, was ich denn nun tun soll beim nächsten Schnupfen, sagte er eindeutig, eine echte Alternative zu den Schnupfensprays gäbe es nicht, wenn man diese aber wegen der Abhängigkeitsgefahr nicht nehmen möchte, kann man höchsten Akupunktur probieren. Es gibt dafür einen Punkt genau zwischen den Augenbrauen. Außerdem ist Salwasserspray eine echte Wohltat für die Nasenschleimhaut und macht sie widerstandsfähiger. Statt solches Salzwasserspray zu kaufen (ich finde es unverschämt teuer, schließlich ist es doch nur etwas Wasser !), mixe ich es selbst in einem leeren Spühfläschchen an. Aufschraubbare Fläschchen gibt es in der Apotheke für ca. 1- 2 Euro, man kann sie immer wieder verwenden. Etwa eine gute Messerspitze Meersalz in das Fläschen, abgekochtes Wasser dazu, fertig. (War auch ein Tip von diesem Arzt)

Ich bewundere alle, die es ohne Arzt und Cortison schaffen, ich wünsche auch weiter viel Erfolg.

Aber allen, die gerade am Verzweifeln sind, nachts aufwachen und nachsprühen müssen, dauernd den Sprayvorrat kontrollieren und aufstocken müssen (all das kenne ich zur Genüge) würde ich raten: Lasst Euch vom Arzt helfen, dazu sind sie ja da. Cortison ist natürlich nicht harmlos, aber immer noch das kleinere Übel, wenn man die Abhängigkeit sonst nicht los wird und sich die Nasenschleimhäute auf Dauer ruiniert. Es klappt sogar überraschend bequem !

Gruß von Karin

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