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Operation an den Nasennebenhöhlen - Erfahrungsberichte

Sichmus\ekatzex05


Ich schreib auch mal meinen Erfahrungsbericht hier rein, vielleicht auch um dem einen oder anderen Mut zu machen, es zu versuchen:

Am 28.6. (Montag) gegen Mittag war die OP. Es sollten die Nebenhöhlen, vor allem das Siebbein ausgeräumt werden und die Nasenscheidewand begradigt. Das Team war super nett und hat mich toll betreut und dann auch abgelenkt, weil ich solche Angst vor dem Zugang hatte. Von der OP dann ja natürlich nichts mitbekommen.

Nach der Narkose ging es mir recht dreckig (ich hab so viel altes Blut gespuckt, das war nicht gerade feierlich), aber dann gab es was gegen Übelkeit und dann wurde das auch fix besser und der Hals tat mir weh. Aber das legte sich dann auch bis zum nächsten Tag. Ich hab eigentlich den ganzen Tag nach der OP nur verpennt. Über Nacht war ich mit einer weiteren Operierten und einer Schwester in der Praxis. Das war echt rundum Luxusbetreuung und am 29.6. (Dienstag) wurde ich am halben Vormittag, nachdem der Zugang gezogen wurde, dann auch schon entlassen. Das war möglich, da gewährleistet war, dass eine erwachsene Person die ersten 24 Stunden da ist und somit im Falle von Komplikationen Hilfe herbeischaffen kann.

Dienstag und Mittwoch kam dann der Pflegedienst zuhause und hat geschaut ob alles okay ist. Temperatur war normal, Hals trocken, nur vorne aus der Nase blutete es ein kleines bisschen.

Mittwoch hat er nur abgesaugt. Da es nicht stark blutete, wollte er erstmal abwarten, ob sich das von selbst legt.

Donnerstag musste ich zur Kontrolle hin. Weil es aus dem rechten Nasenloch immer noch ganz leicht blutete, was es eigentlich nicht sollte, musste er nochmal unter örtlicher Betäubung dabei. Zuerst wurden die Stäbe gezogen, die die Nasenscheidewand an der richtigen Stelle halten sollten. Das war nicht schmerzhaft, nur ein wenig eklig, da es sich anfühlte, als ob ein 10 cm Teil durch ein 2 cm Loch soll. Die blutende Stelle wurde unter örtlicher Betäubung verödet (glaub ich, so richtig hab ich das nicht mitbekommen, auf jeden Fall war er da wie gesagt nochmal bei). Wieder abgesaugt und ein herrliches Gefühl. Luft durch die Nase!!!

Ab Donnerstag stand dann selber spülen auf dem Programm. Erst Nasenspray rein, da die Nase noch sehr dicht ist, dann spülen (da kam ein Schnodder raus *igitt*) und dann mit Nasensalbe ordentlich eincremen.

Die Schmerzen hielten sich absolut in Grenzen, das hab ich mir wesentlich schlimmer vorgestellt und von meinem HNO-Arzt hab ich die Handy-Nummer und wir können zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen, wenn was sein sollte.

War anscheinend keine leichte OP, da meine Nase innen sehr eng ist. Mein Arzt meinte, dass ein Anfänger wohl an mir gescheitert wäre und es für einen Fortgeschrittenen eigentlich auch heftig war. Die hatten wohl die linke Seite schon fertig austamponiert und mussten dann die Tamponade wieder ziehen, weil sich durch das ausstopfen die rechte Seite so sehr verengte, dass sie nicht mehr rankamen. Aber er sagte, dass es inzwischen schon super aussieht. Nasenscheidewand zeigt keine Anzeichen eines Hämatoms. Und jetzt sollte es eigentlich jeden Tag nur noch bergauf gehen.

Kriege Cortison, Antibiotikum und muss jeden Tag dreimal Nase spülen und danach eincremen. Heute (12 Tage nach der OP) habe ich das erste Mal spülen können, ohne dass ich vorher Nasenspray nehmen musste und die Nase war ohne Spray für gut 2 Stunden frei. Und das nach 12 Jahren durch den Mund atmens!!! WOW Also, wer nicht sofort Luft durch die Nase bekommt. Nicht ungeduldig werden. Das dauert halt, bis diese offene Wunde in der Nase anfängt ordentlich abzuheilen.

Tamponade löst sich selbst auf, wird also nicht gezogen. Auch sehr angenehm.

Also ich kann denjenigen, die darunter leiden nur raten: Sucht euch einen guten Arzt und lasst es machen. Es war wesentlich weniger schlimm als erwartet.

LG

SLpenseGrfraxnky


Hallo an alle Nasenbären ;-D

meine Kurzfassung:1. Pansinusitis OP 2005 mit begradigung Nasenseptum. Die Wucherungen in den NNH entstehen bei mir aus allergiebedingten Polypen, wobei nicht geklärt werden konnte welche Allergene das Wachstum auslösen. Denn ansonsten bin ich zum Glück frei von Allergien. Die Beschwerden waren nach dem Ausheilen der OP-Verletzungen wunderbar verschwunden, ungestörtes Luftholen, Riechvermögen wieder vorhanden, kein Druckgefühl mehr im Kopfbereich und auch dieses immer wieder vorhandene benommene Gefühl waren verschwunden. Leider nicht allzu lange denn schleichend entwickelten sich die Symptome wieder und 2010, nach wiederholten akuten Entzündungserscheinungen, wurde ein CT gefertigt das mich sehr beunruhigte. Die Verschattungen waren in sämtlichen NNH vorhanden und Raumfüllend, somit wesentlich schlimmer als bei dem CT von 2005. Allein meine Risikoeinschätzung einer möglichen Meningitis bzw. Sepsis führten zur 2.OP.

Man kann eine NNH OP nicht pauschal empfehlen. Denn man muss sich im klaren sein das HNO- Kliniken mit diesen "Standard OP s" ihr Geld verdienen, auch die Ärzte brauchen ihre Nachweise. Darum wird so ziemlich jede Klinik bei der Voruntersuchung dazu raten. Ähnliches geschieht übrigens auch bei der "Volkskrankheit" Kniebeschwerden und der Kniespiegelung. Die beliebte Begradigung der Nasenscheidewand gehört zum überflüssigen Standardprogramm, denn meist wird der sehr dünne "Knochen" sich wieder schief zurückbilden durch anatomische Gegebenheiten oder Narbenbildung. Im schlimmsten Fall entsteht ein Loch welches zu unangenehm hörbaren Pfeifgeräuschen führt.

Die Einnahme von Cortisonspray zur Vermeidung bzw. Verzögerung der Neubildung von allergiebedingten Polypenwucherungen ist die einzige medizinische Antwort auf die Frage was nach der OP gemacht werden kann.

Betrachtet man sich die Anatomie der NNH kommen Zweifel ob das Spray in ausreichender Konzentration in die NNH

gelangen kann. Geht man davon aus das die Fensterungen durch die Schleimhaut wieder zuwachsen bleibt nur eine sehr kleine enge anatomisch gewollte Belüftung einer NH übrig. Sinnvoll ist auf jeden Fall die regelmäßige tägliche Nasendusche! Wobei man zu normalen Haushaltssalz greifen kann nicht das teure "Apothekensalz" denn allein die Salzkonzentration ist wichtig, nicht die Herkunft.

H ilaxl


Hallo

Ich wurde am mittwoch an der nase op

Am donnerstag haben die mir

Die tampons raus genommen, und am montag wollen die mir die schienen raus nehmen

Meine frage ist "" tut das weh""

Habe echt schiss vor :-(

OYthellPol*ein


Hallo Hilal,

meine Bettnachbarin hatte das auch, sie sagte es sei nur unangenehm dauert auch nicht mal eine Minute.Hoffe konnte dir ein bisschen helfen.

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