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Tinnitus: Wie lokalisiere ich die Ursache?

dkook:u hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Kurz zu meiner Person:

ich bin 17 Jahre alt und leide seit ungefähr 4 Monaten unter Tinnitus. Ich war bereits bei meiner Hausärztin und 2 verschiedenen HNOs.

Der 1. HNO verschrieb mir Trental400mg und wollte mir Infusionen verabreichen. Die Hausärztin ist der Meinung, dass mein Tinnitus stressbedingt ist und hielt von daher die Infusionen für nicht sinnvoll. Sie meinte ich solle mir noch eine 2. HNO Meinung einholen, da der 1. HNO Arzt meinte, ich solle mit dem Tinnitus leben lernen.

Der 2. HNO Arzt konnte auch keine Ursache festellen und vermutete daher auch den Stress als Auslöser. Er meinte, ich solle mich "nicht überfordern" und dann kann das wieder weggehen. Des Weiteren meinte er, dass der Tinnitus - wenn er durch Stress ausgelöst wird - nicht chronich werden kann. Meine Frage dazu: Denkt ihr, dass diese Aussage zutrifft? Ich kann mir das nicht vorstellen.

Wie kann ich nun festellen, was die Ursachen für den Tinnitus sind?

Ich denke dass für mich der Stress und/oder die Halswirbelsäule in betracht kommt. Gestern habe ich den Tinnitus "beobachtet" und konnte folgendes Verhalten des Tinnitus' feststellen: (1) Morgens war er sehr leise, nur ganz minimal zu hören und der "Tinnituslärmpegel" nahm im Laufe des Tages immer mehr zu, abends war der dann im Verhältnis zum Morgen relativ laut.

Ich denke durch so ein Verhalten kommt der Stress als Ursache in betracht. Was meint ihr dazu?

(2) Manchmal habe ich den Eindruck (eigentlich immer), dass der Tinnitus lauter wird, sobald ich den Kopf nach links drehe. Soetwas spicht doch dann eher für ein Problem mit der Halswirbelsäule, oder?

Würde mich über Antworten freuen.

MFG

Antworten
P(hGoeb


Hi!

Mein Tinnitus verhält sich ähnlich!

ich habe ihn durch ne Mittelohrentzündung!

Mein Doc meinte das diese Veränderungen sein können und nichts mit der Ursache zu tun haben!

Seine Methode ist Ignoration! Was ich jetzt bereits seit 5 Wochen versuche aber nur wenig nützt!

Naja vllt müssen wi wirklich lernen damit zu leben!

M9ietzeolincohen


Hi,

bei mir verhält es sich ähnlich.

Es wird stärker bei Kopfbewegungen und beim langen stehen oder viel rumlaufen.

Allerdings hab ich noch Schwindel, manchmal Kopfweh, Nackenschmwerzen die bis zur Stirn raufziehen oder bis zu den Schulterblätter runtergehen, manchmal auch Lichtempfindlichkeit.

Liebe Grüsse Mietzelinchen

b7ienWe007


Hallo!

Des Weiteren meinte er, dass der Tinnitus - wenn er durch Stress ausgelöst wird - nicht chronich werden kann.

Das ist m.E. Quatsch. Ist für Dich denn Stress ein potentieller Auslöser oder ist es sehr unwahrscheinlich? Nach meiner Erfahrung machen es sich Ärzte oft ein bisschen leicht, indem sie sagen "das kommt vom Stress", damit sind sie nämlich fein raus und müssen nicht weiter behandeln bzw. sind nicht schuld, wenn die Behandlung keinen Erfolg hat. Mir wurde auch immer gesagt, meine Ohrgeräusche würden vom Stress kommen (dabei hatte ich z.T. null Stress, als sie aufgetreten sind). Ich hab zwar auch erzählt gehabt, dass der Tinnitus laut ist, wenn ich den Kopf nach rechts drehe, und ganz leise, wenn ich ihn nach links drehe - Kommentar "ja, das kann auch von der HWS kommen". Nicht dass jemand mal danach geschaut hätte!

6 Jahre und 3 Ohrgeräusche später wurde meine HWS endlich mal untersucht und auch tatsächlich als Verursacher entlarvt (Fehlstellung Kopf und 1./2. Halswirbel). Seither bekomme ich Osteopathie, was die Geräusche zwar nicht zum Verschwinden brachte, aber sie auf ein Minimum an Lautstärke reduziert hat und mich außerdem schmerzfrei machte, da ich z.T. sehr starke Nackenschmerzen hatte - da waren die Ohrgeräusche auch immer lauter!

Mein Rat also: Wenn Du die HWS als Verursacher vermutest, bestehe darauf, dass sie untersucht wird!

Alles Gute,

d'ooxku


Vielen Dank für die Antworten

Eine Frage an Biene007

3 Ohrgeräusche später

Verändern sich die Ohrgeräusche mit der Zeit? Werden sie lauter oder leiser? Denn ich habe bei mir auch den Eindruck, dass sich mein Tinnituston verändert hat. Ich höre ihn öfters und in einer höheren Lautstärke. Denkst du, es gibt nach 4 Monaten noch Heilungschancen?

M.F.G.

biieGn2e0x07


Meiner Erfahrung nach werden Ohrgeräusche mit der Zeit leiser.

Nach 3-6 Monaten spricht man meines Wissens von einem chronischen Tinnitus, bei Deinen 4 Monaten kannst Du also schon noch Heilungschancen haben. Bestimmt kann es auch vorkommen, dass der Tinnitus nach mehr als 6 Monaten plötzlich weg ist, das ist aber eher unwahrscheinlich. Bei mir ist es so, dass bisher alle Ohrgeräusche geblieben sind, ich aber z.B. den ersten auch wenn ich mich darauf konzentriere kaum noch hören kann.

I)ch8x7


Also ich bin 19 und habe seit letztem August einen Tinnitus. Ausgelöst wurde er wohl durch irgendeine Vereiterung im Kopf/Ohrbereich. Er war nach 3 Wochen Behandlung einen Tag weg, dann kam er leise wieder und blieb. Da er wirklich relativ leise ist, stört er mich kaum, da ich ihn im Alltag gar nicht höre. Morgens ist er immer leiser als den Tag über und Abends wenn ich im Bett liege auch. Ich habe dadurch also auch keine Einschlafprobleme. Ich hoffe zwar, dass er irgendwann nochmal weggeht, aber wenn nicht, kann ich damit leben, auch wenn ich mich manchmal frage, warum ich...

Neulich habe ich was komisches festgestellt. Wenn ich neben meinem Ohr die Handflächen aneinander reibe entsteht ja ein Geräusch. Mache ich das, ist der Tinnitus danach für einige Sekunden verschwunden und kommt dann wieder. Kann das sein?

b#ienxe007


Vielleicht überlagert das Geräusch kurzzeitig im Gehirn den Tinnitus und es dauert ein paar Sekunden, bis der Tinnitus wieder ins Bewusstsein zurückkommt?

;-D Stelle mir gerade vor, wie jeder Tinnitus-"Besitzer", der das liest, anfängt, seine Hände neben dem Ohr zu reiben...

daieScUxE


zu DOOKU

hey Leute,

ich habe schon seit ca. 1 Jahr tinnitus, auf beiden seiten. Es handelt sich hierbei also schon um eine chronische erkrankung. des weiteren gibt es über 400 ursachen, die auslöser für die ohrgeräusche unterschiedlichster art sein können, aber was fast allen betroffenen wird "stress" als ein auslösender faktor genannt. auch ich habe diverse tharapien gemacht mit der hoffnung auf besserung. es fängt fast immer an mit gingko-extrakten, geht weiter mit pentoxifyllin (durchblutungfördernd mit gerimgem gehalt an cortison), danach infusionen. nix hat etwas gebracht.

ihr müsst lernen mit den ohrgeräuschen zu leben, versuchen sie "auszuschalten", indem ihr sie vergesst. mit hat dabei die tinnitus-therapie im tinnitus-zentrum düsseldorf/krefeld geholfen, geleitet von Herrn Dr. Kusatz. seitdem weiß ich, dass es eine kopfsache ist das fiepen zu hören oder nicht.

darüberhinaus ist aber auch eine life-style-änderung wichtig!

es gibt für alles einen grund, oft ist der tinnitus eine psychosomatische erkrankung, der geist spricht durch den körper! hast du kummer? gab es ein negatives einschneidendes ereignis in deinem leben? lasse nicht alles so auf dich einwirken, denn beim tinnitus kann die ärzteschaft nicht mehr viel machen.

klingt hart, ist aber so!

ich wünsche noch alles gute!

P.hoxeb


In viele Punkten hast du wahrscheinlich Recht die Sue!

Aber wenn deiner Tinnitus als Folgeerscheinung einer erkrankung des Ohres wie bei mir die Mittelohrentzündung ist! Hat Stress erstmal wenig damit zu tun und es nützt auch nichts sein Leben zu verändern.

Erst im Nachhinein kann der Stress über den Tinnitus dazu führen das er länger andauernd.

Mein Arzt hat mir geraten ihn zu ignorieren! Zuerst hab ich gedacht der Mann spinnt wie sollen man nen Dauerton im Kopf ignorieren aber jetzt in den letzten zwei Wochen hab ich es getan und wirklich wieder genauso gelebt wie vorher, mit Freunden weggegangen, Party gemacht, Sport gemacht und Vollzeit gearbeitet und in den drei Wochen ist es wirklich erheblich leiser geworden! Ihr müsst eurem Kopf klarmachen das euch der Ton nicht mehr nervt das ihr einfach nicht mehr hinhört! Und lenkt euch ab!

Dies ist natürlich bei einem psychosomatischen und durch Stress ausgelösten Tinnitus nicht die richtige Variante aber wie bei mir bei einem der durch eine Erkrankung kommt muss man dem Ohr ziemlich schnell wieder klar machen das die Krankheit vorbei ist und der Ton jetzt auch weg sein kann!

ihr sollet alo die Ruhe bewahren und wirklich den Ton ignorieren! Das hilft nach meiner Erfahrung bei sowas am besten!

bXience00x7


Ich glaube, dass nicht-hinhören auch bei psychisch bedingtem Tinnitus die richtige Herangehensweise ist. Sehr interessant fand ich folgenden Link: [[http://tinnitus-soforthilfe.de/]]

Gruß,

I~cgh87


Wenn ein Tinnitus durch Erkrankung des Ohres entstanden ist, müsste er dann nicht eigentlich auch irgendwann wieder verschwinden? Mein Tinnitus kam plötzlich mit einem Tubenkatharr und Ohrenschmerzen. Leider ist der Tinnitus jetzt, 9 Monate später, immer noch da. Ich muss gestehen, dass er auch nicht weiter behandelt wurde. Der Tubenkatharr wurde homöopathisch behandelt (ich werde sei meiner Kindheit nur homöopathisch behandelt und das bisher auch immer erfolgreich) und ging auch gut weg. Besteht nach so langer Zeit noch die Chance, dass der Tinnitus wieder weggeht? Manchmal bin ich echt verzweifelt, weil ich mir nicht vorstellen will, dass dieser Tinnitus nie wieder weggeht, ich bin doch erst 19... :°(

b0ienXe00x7


Wenn ein Tinnitus durch Erkrankung des Ohres entstanden ist, müsste er dann nicht eigentlich auch irgendwann wieder verschwinden?

Schön wäre, wenn er müsste. Er muss leider nicht, weil das Gehirn den Dauerton irgendwann selbständig produziert, egal ob er wirklich da ist oder nicht. Nach 9 Monaten stehen Deine Chancen eher schlecht, ihn wieder loszuwerden :°_ . Ich hab meinen ersten Tinnitus übrigens auch mit 19 bekommen und höre ihn jetzt (mit 27) auch wenn ich mich drauf konzentriere fast überhaupt gar nicht mehr. Ich kann wirklich sehr gut damit leben! :-)

P[hoeHb


Hi genau das ist nach meinem Ohren Arzt das Problem das man sich zu viele Gedanken und Sorgen macht! Man muss lernen es nicht merh wahrzunehmen und zu ignorieren! Dann hört es auch auf! Ich denke das dies auch nach 9 Monaten noch klappt! Vll solltest du eauch eine Tinnitus Retraining Terapie versuchen!

Dabei wurden schon viele gute Resulatte erzielt! Wünsche die jedenfalls VIEL GLÜCK

IAchx87


Hallo,

größtenteils ignoriere ich ihn ja schon und das klappt auch meist ganz gut, aber schimm ist es z.B. beim Fernsehen, da höre ich ihn immer extrem, keine Ahnung wieso. Wenn ich z.B. in der Schule sitze und eine Klausur schreibe, wo es ja auch ruhig ist, höre ich ih nicht, weil ich mich wahrscheinlich nicht drauf konzentrieren.

Aber was meint ihr denn mit "er geht weg", wenn man ihn ignoriert? Geht er dann wirklich weg oder nimmt man ihn nur einfach nicht mehr so wahr?

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