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Halsbeschwerden - psychosomatisch?

R#ostlock5erTxyp hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich fasse mich kurz:

Also, ich habe auf der linken Seite im Hals so ein zwar völlig schmerzloses und auch beim Essen und Trinken nicht behinderndes Fremdkörpergefühl, so in etwa, als wenn ich z.B. ein abgeraspeltes Stück von der Möhre oder vom Apfel nicht runtergeschluckt bekomme (nur, damit ihr wisst, wie ich es von der Größe her empfinde). Seit ca. anderthalb Jahren hatte ich schon etliche (eingebildete) Krankheiten. Es fing an mit Luftnot (Lungenkrebs), die nachm Orthopäden wegging. weiter gings mit Magenbeschwerden (Magenkrebs), dann Fremdkörpergefühl auf der Zunge (Zungenkrebs). all diese Beschwerden gingen nach ca. 2-4 Wochen wieder weg. Das mit dem Hals habe ich nun schon seit ca. 8 Wochen. Jetzt habe ich Speiseröhren- oder Kehlkopfkrebs, bilde ich mir ein. Nun war ich beim HNO-Arzt, der sagt, im Hals ist alles okay (die linke Mandel ist nach einigen Anginen vor knapp zwei Jahren dicker als die andere), Kehlkopf auch bestens. naja, jedenfalls können die halsbeschwerden aber doch trotzdem nicht an der größeren mandel links liegen, weil ich das ja schon ewig habe. Naja, wie auch immer, die Ärztin sagt, meine Beschwerden sind psychosomatisch. Meine neurologin, der ich mich nun endlich anvertraut habe, sagt genau das Selbe. So, nun hätte mich ja der HNO-Arzt eigentlich beruhigen müssen. Aber ich gehe dann immer weiter und denke, dass, wenn er nix gefunden hat, muss es eben noch tiefer liegen. Die Speiseröhre hat er auch nicht untersucht, aber die fängt doch erst tiefer an, und man kann vom Gefühl her doch auseinanderhalten, obs im Hals ist oder in der Speiseröhre, oder? Was meint ihr dazu? Helft mir bitte. Wie gesagt, organisch habe ich null Beschwerden, aber es ist so extrem lebenseinschränkend dieses komische Gefühl beim Schlucken. :-( Noch zur Info: Ich habe das mal stärker, mal weniger. Es ist auch manchmal für ne Weile ganz weg, z.B. wenn ich eins/zwei Bierchen trinke und stark abgelenkt bin. Als ob es weggeht, wenn ich entspannt bin. Aber statt, dass das mich beruhigt, bilde ich mir ein, dass der Alkohol die "schlimme" Stelle betäubt und ich deshalb nichts merke.....

Bitte äußert euch dazu. und sorry für den langen Text.

Antworten
L"upio049


Hi Rostocker,

Du nimmst Dir aber auch das volle Programm, was Krankheitsangst und die möglichen dazugehörigen Symptome anbelangt...,...aber ich kann das nachfühlen, das Klos-/Fremdkörpergefühl im Hals gehörte auch (teilweise noch) zu meinen Symptomen und das, obwohl ich schon lange aus dem gröbsten raus bin.

aber es ist so extrem lebenseinschränkend dieses komische Gefühl beim Schlucken.

Was tatsächlich lebenseinschränkend ist, ist die latente Angst davor und sonst gar nichts.

Es ist auch manchmal für ne Weile ganz weg, z.B. wenn ich eins/zwei Bierchen trinke und stark abgelenkt bin. Als ob es weggeht, wenn ich entspannt bin.

Bingo - ein deutliches Zeichen für eine psychosomatische Herkunft. Die Hals- und Nackenmuskulatur zieht sich zusammen, da ist alles ziemlich eng beinander und dann kommt es zu solchen Irritationen. Jeder kennt das, dass es einem mal vor Angst bzw. in emotionalen Momenten "die Kehle zuschnürt" und bei Dir ist es eben eine Art chronische Anspannung, die daueraft dazu führt. Die übertriebene Konzentration auf das Symptom tut das übrige.

Du kannst jetzt natürlich (wie ich :-/...) wieder alles mitnehmen, was die HNO-Diagnostik zu bieten hat, aber Deine Geschichte zeigt Dir, dass Du ohnehin nur für kurze Zeit beruhigt bist, dann kommt das nächste Symptom und die nächste Angst.

Du solltest unbedingt ernsthaft etwas dagegen tun, glaub mir, das wird definitiv von alleine nicht besser.

Alles Gute & Viele Grüsse

Lupo

RRostock!erTyxp


Hi Lupo. Erstmal vielen Dank, dass Du geantwortet hast. Ja, das ist es eben, man weiß als Hypochonder eben nicht, wann die Diagnostik ausgeschöpft ist. Also, ich meine, theoretisch müsste ja das Wort des HNO-Docs, dass alles paletti ist organisch, vollkommen ausreichen, aber wir als (Fast-)Laien würden eben gerne noch weitergehen mit den Untersuchungen. Am liebsten jeden cm² des Körpers untersuchen und eine unterschriebene Garantie in den Fingern halten, dass wir kerngesund sind und auch nie im Leben krank werden werden. :-( Wie realistisch. :-)

Also meinste auch, dass es psychosomatisch ist? Ja, wie gesagt, ich habe mich jetzt zum Neurologen bewegt und hoffe, dass der meine Ängste behebt.

Und im Übrigen noch: Was mit der Speiseröhre würdeste als außenstehender auch ausschließen, wenns vom Gefühl her eher oben im Hals liegt? Und selbst wenn es theoretisch irgendwas an der Speiseröhre sein könnte, hätte die HNO-Ärztin doch sicher sowas gesagt, wie, sie würde nochmal ne weitergehende Diagnostik machen, oder?!

Liebe Grüße

L&upo`049


@ Rostocker

Ich kann Dir Deine Zweifel nicht nehmen, sie sind ein Teil der Krankheit und Du must lernen damit umzugehen.

Ja, wie gesagt, ich habe mich jetzt zum Neurologen bewegt und hoffe, dass der meine Ängste behebt.

Hört sich ein wenig nach einer "Spontanheilung" an, die Du Da erwartest. Stelle Dich darauf ein, dass Dein Weg ein langer (manchmal lebenslanger...) Weg sein wird, erkundige Dich nach einer langfristigen Psychotherapie für hypochondrische Angsstörungen.

Alles Gute !

Lupo

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