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Nasenscheidewand-Op, wie oft denn noch?

d7atag3uru


meine erfahrung...

also ich wollte am dienstag am nasenseptum operiert (mein persönlicher 9/11) und will euch hier meine erfahrung bis jetzt mitteilen:

ich persönlich hab die op jahrelang vormich hingeschoben weil ich einfach nur angst davor gehabt hab. eigentlich mehr von der narkose als von der op. naja, hirngespinste halt.

aber irgendwann war meine nasenatmung schon so schlecht dass sich in einer nasennebenhöhle eine chronische sinusitis gebildet hat. und DAS war richtig übel! hatte dauernd kopfweh und ein druck im schädl. ich war dauernd müde und schlapp und alles was halt so dazu gehört. vom schnarchen red ich gar nicht erst!

also aufgrund dieser symptome hab ich mich für die op entschlossen.

ich hab das ganze privat machen lassen weil ich nicht wollte dass bei so einem routineeingriff ein paar studenten an meiner nase herumfuchteln. (was mir diverse familiennahe ärzte auch geraten haben)

also dienstag in der früh komm ich ins krankenhaus, meld mich dort an. dadurch dass ich schon um 9:30 operiert worden bin haben mich alle vorgezogen damit ich schneller auf mein zimmer komm.

naja, dann noch paar formulare ausgefüllt und unterschrieben und nebenbei mal ein valium zur beruhigung geschluckt. währenddessen wurde mir ein zugang gelegt und die erste infustion angeschlossen.

nagut also dienstag morgen wurde ich dann ne halbe stunde nach einnahme des valiums runter in den op bereich gefahren.

ich war noch immer ganz nervös und hab nichts vom beruhigungszeug gemerkt. jedenfalls ging dann alles schlag auf schlag. ich wurde auf den optisch gelegt. der anästhesist ist dann kurz darauf gekommen und hat halt irgend ein blödsinn mit mir geredet. ich sagte ihm dass ich nix vom valium merke weil ich noch immer total aufgeregt bin. kurz darauf hat gemeint er gibt mir jetzt was damit ich bissi lockerer werde. tja ich weiß dann nur noch mehr wie ich das gefühl gehabt hab schwerelos dazuliegen und dann war ich weg. an das nächste woran ich mich erinnern konnte war ein ständiges "guten morgen" bei all den schwestern und ärzten an dennen ich vorbeigerollt bin bis ich im aufwachraum war.

dort hab ich gemerkt dass ich ziemlich dringend wasser lassen musste. ich merkte einen leichten druck im kopf - bedingt durch die tamponage und wie erwartet ging 0 luft rein oder raus. also musste ich ständig durch den mund atmen - ich merkte dass mein hals verdammt weh getan hat und beim schlucken bin ich immer zusammengekrampft. ich wollte trinken, aber nach jedem schluck hat alles verdammt weh getan.

nagut im zimmer wieder angekommen hab ich eine schmerzstillende infusion nach der anderen bekommen. das hat gut getan. mein gesicht, im besonderen die nase, augen und backen sind auf das doppelte angeschwollen, aber das war ja noch gar nix im vergleich zur kommenden nacht. irgendwann vollgepumpt voller schmerzmittel konnte ich wieder halbwegs schlucken und gegen abend hab ich mich auch getraut eine kleinigkeit zu essen (hatte ja schon voll kohldampf!) - das ging auch soweit ganz gut. war halt nur mühsam kauen, schlucken und atmen in einem.

die nasentamponade war recht schnell mit blut vollgesaugt und es fing an zu "safteln" (wie es meine ärztin immer ausdrückt). das heißt das da ständig ein sekret gemischt mit blut rausgeronnen ist.

dann gings los, alle besucher waren weg und ich wollte mal probieren einzuschlafen. was mir bevorstand war wohl die schlimmste nacht meines lebens (zumindest bis jetzt):

ich bin jede halbe stunde aufgewacht aufgrund von schmerzen oder atmennot. da die schmerzmitteln alle ihre wirkung bereits verloren haben hat mein hals wieder zum schmerzen angefangen und ich habs dauernd pulsieren gespührt in der nase. manchmal hats einfach nur gekitzelt, so dass ich das gefühl gehabt habe ich werd jetzt niesen und mein kopf wirds in 100 stücke reißen. aber ich habs geschafft zu unterdrücken. ich hatte wilde panikattacken (weil ich unter atmennot hatte) und musste mich krampfhaft probieren zu beruhigen damit ich wieder "in ruhe" atmen konnte. das ging die ganze nacht so und ich hab nur noch die minuten gezählt bis meine ärztin kommt um mir die tamponaden zu entfernen. gegen 7 uhr in der früh hab ich die schwester um eine weitere infusion gebeten da ich vermutlich sonst ausgezuckt wäre - dann hab ich 1,5 stunden geschafft "durchzuschlafen", das war ein tolles gefühl.

gegen 9:30 kam dann meine ärztin und hat mir die tamponaden entfernt - es war ein echt komisches gefühl wie sie so ein 20 cm langes watteröllchen aus jeder nase zieht - aber im gegensatz zu dem erlebten in der nacht wars gar nix.

ich hab danach zwar noch immer keine luft übe die nasenlöcher bekommen, aber der druck im kopf war sofort weg, das war schon sehr angenehm. im laufe de tages ist die schwellung ganz leicht zurück gegangen, so dass ich dann auch irgendwann bissi luft über die nase bekommen hab.

seit die tamponaden weg waren, sind auch alle schmerzen verschwunden. bis auf die halsschmerzen, aber die sind schon wesentlich besser jetzt.

am nachmittag wurde ich dann entlassen und wurde dann auch von meinem vater nach hause gefahren. die nase rinnt jetzt etwas unkontrolliert, aber ich merke wie ich nach und nach immer bissi mehr luft bekomme. ich bin optimistisch dass ich heute nacht sicher besser schlafen werde ;-).

morgen mittag hab ich absaugtermin bei meiner ärztin, dann schau ich mal weiter.

ich las hier im forum dass einige von euch die op schon mehrmals machen mussten .... ich hab für mich beschlossen, sofern keine sinusitis mehr im spiel ist, ich sowas sicher nicht nochmal über mich ergehen lassen werde.

ich hoffe für alljene die die op noch vor sich haben, dass sie bessere erfahrungen machen werden. es soll ja angeblich auch genug leute geben dennen die op nichts ausgemacht hat - leider gehöre ich nicht dazu!

bin für fragen jedenfalls erreichar und wünsche euch jetzt eine gute nacht!

p.s: sorry wegen etwaiger tippfehler, ich bin noch etwas wackelig auf den beinen.

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