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Diagnose Hörsturz, aber keine Infusion? ! ?

FJritzmiNFritxz hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe vorgestern schon einmal einen Thread eröffnet und euch gefragt, ob ich dringend zum HNO gehen sollte. Nun gut, ich bin gestern da gewesen. Ich hatte ja nun seit knapp einer Woche ein ständiges Rauschen und Pfeifen im li. Ohr. Der HNO hat dann auch verschiedene Tests gemacht und einen leichten/mittleren (weiß nicht mehr, was er gesagt hat) Hörsturz diagnostiziert. Ich kann gar nicht behaupten, dass ich wirklich schlechter höre als sonst. Aber es ist ja, wie ich nun hier so gelesen habe, möglich dass es nur bestimmte Frequenzen betrifft. Dieses Druckgefühl habe ich auch, und manchmal ist mir ein wenig schwindellig. Ich habe jetzt in mehreren Beiträgen gelesen, dass ihr, egal ob starker oder leichter Hörsturz, fast immer Infusionen bekommen habt. Mir hat der HNO nur Durchblutungsfördernde Tabletten (Pentoxifyllin- Retardtabletten) verschrieben. Hat von euch auch jemand diese Tabletten verschrieben bekommen, und ab wann kann ich mit einer Besserung bzw. einem Weggang der Ohrgeräusche rechnen?

Vielen Dank,

FritziFritz

Antworten
joör;n.kxl


Hörsturz

Hallo FritziFritz,

Was verstehts Du unter Hörsturz? Ein Hörsturz ist eine Akute totale Hörstörung auf einem oder beiden Ohren. Dies ist ein Notfall!!! Vergleichbar mit einem Herzinfarkt, nur nicht einhergehend mit den möglich, tödlichen Folgen. Wenn der Hörsturz nicht rechtzeitig in Behandlung kommt, bleibt ein auf Dauer hörgeschädigtes Gehör zurück.

Ich hab zweimal einen Hörsturz erlitten, in beiden Fällen wurde als Mittel der Wahl Trental eingesetzt.

Nach der dritten, vierten Infusion sollte man eine Besserung des Gehörs feststestellen. Aber es ist nicht immer garantiert, bei mir war es zu Anfang so, leider hat sich dann eine andere, weitaus schwerere Krankheit herausgestellt!

Ich kann nur alle Menschen hier im Forum, vor "allzuleichtfertigem" Umgang mit der Gesundheit des Gehörs "warnen"! Jedes Knalltraumata, jede Discomusik > 80 dBA über einen längerem Zeitraum schädigt das Gehör. Im Innenohr ist ein Bereich, da sind feinste Häarchen dafür zuständig, den Schall umzuwandeln in Nervenimpulse, die letztendlich ein Hören ermöglichen, wenn aber diese Sinneshäarchen durch ein Einmaliges starkes Schallerlebnis abgeknickt werden, ist das Gehör auf Dauer geschädigt.

Wer einmal wissen möchte, wie es ohne Gehör ist, kann einfachmal einen Selbstversuch machen: Einfach mal vorm Fernseher die Ohren zu halten.

Ich wünsche Allen auf Dauer gesunde und vor allem gute Ohren!

Alles Gute

Jörn

s^alxo


Hörsturz...

ist kein Notfall wie z.B. ein Herzinfarkt; Das liegt einfach daran,

daß es keine etablierte Therapie des Hörsturzes im Unterschied zu

einem Herzinfarkt gibt.

Auch Tabletten (Cortison, Pentoxifyllin oder Ginko) oder Infusionen (Cortison, Haes, Pentoxi) haben keine sichere Wirkung !

Trotzdem empfiehlt sich eine Therapie zuerst mit Tabletten, falls

dies erfolglos bleibt mit Infusionen, da wenn ein Hörschaden oder

Tinnitus zurückbleibt man wenigstens "alles versucht" hat.

Nach den Leitlinien der Dt. Gesellschaft für HNO ist eine

Therapie innerhalb von 24-36 Stunden nach dem Ereignis

zu empfehlen, damit ist der Hörsturz ein Eilfall, kein Notfall.

siehe auch

[[http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF//ll-na/017-010.htm]]

Ein guter Artikel ist m. E. auch unter wikipedia zu finden:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6rsturz]]

Trotzdem hoffe ich dass sich Dein Problem schnell bessert

VG

jwörnX.kl


Diagnose Hörsturz

Hallo Salo,

auch wenn es in der kassenärztlichen Terminoligie diesen Begriff heute nicht mehr gibt, oder geben sollte,gab es ihn früher.

Nur weil die Kassen einen entsprechenden Einsatz nicht mehr zahlen wollen, hat man vermutlich diesen Terminus erfunden!

Eilfall, was ist darunter zu verstehen?

Wenn mein Gehör gegen Null geht, ist es für den betroffenen Menschen ein Notfall, und ich werde als Betroffener auch so reagieren.

Ich möchte hier keine "Wortklaubereien" betreiben, wenn man es einmal mitgemacht hat, das das Gehör plötzlich ausbleibt, dann ist es mir gelinde gesagt schei..egal ob das ein Notfall oder ein Eilfall ist.

Allen noch nicht Betroffenen wünsch ich einen Eilfall!!!

Jörn

F1ritz<iF,rixtz


Hallo zusammen,

es ist ja schön, dass wir hier diskutieren, wie wir das Kind beim Namen nennen sollen, aber eigentlich hat mir jetzt keiner eine wirkliche Antwort gegeben. Wie lange dauert es, bis die Tabletten eine Wirkung zeigen sollten? Ich nehme sie jetzt seit Freitag Abend (heute ist Montag) und was den Tinnitus anbelangt stelle ich keine Besserung fest. Die Hörschädigung, ist mir vorher auch nicht wirklich aufgefalen, kann ja aber sein, dass sie in einem Frequenzbereich ist, der nicht so auffällig ist.

Gruß,

Fritzi

j}örn$.xkl


Diagnose Hörsturz

Hallo FritziFritz,

der eigentliche Grund der Diskussion war der, einer Hörsturz-Therapie. Aus Deinem aktuellen Beitrag entnehme ich, daß Du seit dem Hörsturz unter Tinnitus leidest.

Da die Ursache eines Tinnitus nicht geklärt ist, gibt es auch dagegen keine wirklich, wirksame Therapie. Es kursieren allerhand mögliche Heilungsansätze", aber echte Hilfe gibt es nicht!

Am Besten Du begibst Dich mal zu einer Tinnitus-Selbsthilfegruppe, um da mal nach dem aktuellem Sachstand nachzufragen, welche Möglichkeiten es aktuell gibt, das Leiden zu lindern.

ich wünscht Dir alles Gute

Jörn

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