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Info: Mandelsteine, Streptokokken und Op

E^rixon hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich weiß, dass in diesem Forum viele Menschen sind, denen es genauso geht wie mir: häufig Probleme mit den (zerklüfteten) Mandeln, Tonsillen-Stinke-Stippchen und Angst vor einer OP.

Dazu kommt die Unsicherheit, ab wann man von chronischer Entzündung spricht und was noch "normal" ist an Stippchenproduktion.

Ich hab mich jetzt endlich zum HNO getraut und mir ist vieles sehr einleuchtend erklärt worden.

Das möchte ich nun einfach weitergeben, auch wenn einiges schon X-mal durchgekaut wurde, vielleicht hilft es ja noch jemandem bei der Entscheidung: "raus damit oder lieber drin lassen?!"

Also:

Grundsätzlich haben wohl sehr viele Leute zerklüftete, vernarbte Mandeln. Das kommt in der Regel durch häufige Entzündungen in der Kindheit.

Das ist im Grunde noch nichts Schlimmes.

Auch die Tonsillen/Mandel-Steinchen (werden manchmal auch als Detritus/Zellschutt bezeichnet) stellen eine normale Reaktion einer "kaputten" Mandel dar. Wenn man nur davon betroffen ist, ist das zwar nervig, vor allem wegen der Mundgeruch-Angst, aber eigentlich noch kein Grund die Mandeln unbedingt zu entfernen.

Gefährlich wird es allerdings, wenn Streptokokken ins Spiel kommen. Bei mir wurde ein Abstrich von der rechten Mandel gemacht und dabei hat sich rausgestellt, dass sie fiesen Viecher sich dort schon munter tummeln. In den Kluften und Narben sind sie durch ein Antibiotikum leider nicht mehr zu erreichen.

Streptokokken können im Laufe der Zeit auch andere Organe angreifen und schlimmstenfalls an den Herzmuskel gelangen.

Sind Streptos an den Mandeln spricht man laut meinem HNO auch definitiv von einer chronischen Entzündung und die OP ist sehr sinnvoll.

Ich habe auch gefragt - paranoid wie ich bei sowas nunmal bin, ob es passieren kann, dass ich schon in den nächsten Tagen am plötzlichen Herztod sterbe.

Da konnte man mich jedoch beruhigen: die Probleme kommen in der Regel erst im höheren Alter, aber dann ist es eben auch nicht mehr so einfach die Mandeln zu entfernen.

Also habe ich für meinen Teil nun beschlossen: raus damit!

Am 07. Januar ist es soweit. Ich habe mich für das so genannte Coblations-Verfahren entschieden, das kostet zwar 190 Euro mehr, die mir die Kasse nicht bezahlt, aber es ist sanfter als die herkömmliche Methode. Es blutet nicht so stark und man kann schon früher wieder das Krankenhaus verlassen.

Ich habe auch noch mal den Arzt gewechselt, denn es gibt Preisunterschiede - und bei dem Arzt den ich nun genommen habe darf ich mich für örtliche Betäubung entscheiden, weil ich solche Angst vor einer Vollnarkose habe.

Ich freu mich mittlerweile fast schon darauf, dass ich die Dinger samt ihrer Müffelbatzen endlich los werde!

Wenn jemand Interesse hat werde ich gerne auch über die OP etc. berichten.

Ansonsten wünsche ich euch noch eine schöne Weihnachtszeit mit vielen gebrannten - aber keinen entzündeten Mandeln!

Liebe Grüße!

Antworten
l9ady-V;uittxon


reee

find ich super das du das hier alles geschrieben hast :-) hab das selbe problem.. hatte nen asl von über 530 also auch streps.. ob die dann aber auch gleichzeitig auf den mandel rumlaufen weiß ich jetzt nich genau?!

hab auch ab und an mal so stippchen, ich find die total lästig weil se von jetzt auf gleich auf einmal da waren. ich glaub i mag mi net operiern lassen.. zu viel angst ;-)

ASnnaloTttchexn


Lieber Erion,

bitte lies doch noch mal in dem Thread "Informationen zu Mandel-OP" (oder so ähnlich), oberster Thread im HNO-Forum.

Da bekommst du noch mehr Infos, auch zu der OP an sich. Zum Beispiel wirst du dir vielleicht nach dem, was du da liest, nochmal überlegen, ob du dir die Viecher wirklich unter örtlicher Betäubung rausnehmen lassen willst??! :-o

Zumal: Ein Doc, der diese Methode vorschlägt, muss nicht unbedingt auch ein guter Doc sein? Vielen geht's da einfach auch nur um's schnelle Geschäft....

Meine Mandel-Op ist gerade 8 Tage her (8 haaaarte Tage) - und ich bin froh, dass ich zumindest von der OP ansich dank Vollnarkose nix mitbekommen habe.

Für mich wäre es der Horror gewesen, mitzukriegen, wie dir eine riesige Maulsperre in den Mund geschoben wird, an deinem Hals gezogen wird, lauter Leute um dich rumstehen, Blut fliest etc...

Ich will dir keine Angst machen, aber überlegen würd ichs mir schon noch mal.

Es ist kein Weisheitszahn den man dir da zieht... :=o

Trotzdem natürlich alles Gute, und lass uns wissen, wie die OP verlaufen ist @:)

EGrdbe(ere23


@ erion:

würde mir das mit der coblations-methode gut überlegen. klar, die hoffnung auf weniger schmerzen ist verlockend, darum habe ich mich im september auch dafür entschieden, es aber in einem krankenhaus gemacht, wo beide methoden nach wie vor angewandt werden und der patient frei entscheidet, welche methode er - ohne zuzahlung - wählt. der hno-arzt da hat mir direkt gesagt, dass die jenigen, die die coblation für schonender und besser verheilend halten, diejenigen sind, die an der methode zusätzliches geld verdienen.

es gibt studien, die den positiven erfolg von coblation belegen, aber auch welche, die das gegenteil sagen.

mein HNO macht wie gesagt beides und hat gesagt, dass es zwar bei der OP mit coblation weniger blutet, sich aber nachher die GLEICHEN beläge bilden, du hast exakt die gleiche wundfläche und somit den gleichen heilungsprozess. bei OPs mit coblation blutet es nachgewiesen direkt nach der OP die ersten 24 Stunden seltener nach, aber zu der zeit, wo sich die beläge lösen, ist das risiko genau gleich.

ich hab selber zwar keine vergleichsmöglichkeit, bin aber bei HNO-Ops eigentlich recht schmerzunempfindlich aber nach der Mandel-OP hing ich trotz Coblation nochmal von tag 5-8 am schmerztropf.

übrigens musste man in der klinik, egal mit welcher methode, immer gleich lange im krankenhaus bleiben! weil eben die gleichen beläge entstehen.

ach ja, ein anderer HNo sagte mir hinterher, dass die schmerzen mit coblation seiner erfahrung nach noch stärker sind, weil immer, wenn mit hitze operiert wird (auch wenn bei coblation "nur" temperaturen bis 60 grad entstehen), stärkere wundschmerzen entstehen.

sicher ist es deine entscheidung, es ist wohl aber egal, welche methode du nimmst, um die schmerzen kommst du nicht drumherum und um die risiken auch nicht. egal,w as jemand sagt, der sein neues tolles gerät vermarkten will! ist halt so oder so ne blöde stelle zum operieren!

ich bin froh, nicht zugezahlt zu haben, hatte trotzdem coblation, und trotzdem schmerzen......ich wünsch dir, dass alles glatt geht, aber denk mal über eine bessere geldanlage nach ;-)

EDrEdbeelrXex23


...zudem finde ich es nicht sehr seriös, die Op unter örtlicher betäubung durchzuführen. gerade bei mandeln ist das eine riesen-strapaze! früher wurde das häufig gemacht, ja, aber heute ist man davon weitgehend bis vollständig abgekommen.

eine narkose birgt heutzutage überschaubare risiken, du musst keine angst haben, du schläfst ja nur, es ist wie einschlafen und morgens aufwachen..

EBrdbVe)ere2x3


...und meiner meinung nach sind docs, die nach einer nachgewiesen riskanten OP wie einer mandel-OP, die eben kein klacks ist, auch wenn viele das meinen, ihre patienten nach 2-3 tagen oder sogar noch weniger entlassen, nicht sehr verantwortungsvoll. bis tag 5 oder sogar 6 sollte man bleiben, denn an tag 5 ist das nachblutungsrisiko am höchsten!

Mgel,liAmaus


Ich kann dir auch nur von einer örtlichen Betäubung abraten. Das ist siche rnicht sehr angenehm

E9rixon


Hallo Ihr!

Lieben Dank für eure Antworten!

Möchte ich gerne auch drauf eingehen...

@Annalottchen und Mellimaus:

Das mit der örtlichen Betäubung war alleine meine Entscheidung... und mein kompetenter Arzt hat mir mittlerweile recht energisch davon abgeraten ;-)

Ich denke ich werde dann wohl auch auf ihn hören.

Das Problem bei mir ist einfach, dass ich gelegentlich zu Panikattacken neige und eine Vollnarkose passt genau in mein Panikbeuteschema. Ich hasse es die Kontrolle zu verlieren über eine Situation - aber wem geht das nicht so... :-/ Außerdem hatte meine Oma bei einer OP mal zwei Herzstillstände, das macht mir auch nicht gerade Mut.

Ach Käse!

Nun muss ich da aber wohl durch und hinterher bin ich wahrscheinlich auch dankbar.

Ich kenne den Faden mit der Infosammlung und auch die ganzen anderen, bei denen es um die Thematik geht.

Ich wollte eigenlich auch gar nicht groß diskutieren sondern nur meine Erfahrungen aufschreiben, falls es jemanden interessiert und es helfen könnte. Klar hätte ich das auch im allgemeinen Info-Thread machen können, aber ich wollte die Aufmerksamkeit allein auf mich lenken ;-D Nee, war nur Spaß, ich dachte es ist einfach irgendwie übersichtlicher wenn ich ein neues Thema eröffne - keine Ahnung warum. Ich wollte ja wie gesagt gar keine neue Diskussion starten sondern nur einen kleinen Mandelrepport schreiben :-)

@Erdbeere:

Deine Berichte habe ich hier im Forum nun schon öfter gelesen und sie haben mich auch sehr nachdenklich gemacht.

Ich kenne diese Studien über Coblation und finde es natürlich auch schade, dass da noch nichts belegt werden konnte.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich überhaupt nicht damit rechne, weniger Schmerzen zu haben oder (ganz utopisch) keine Beläge zu bekommen.

Ich hab die Methode von einer Freundin empfohlen bekommen, die in erster Linie damit sehr zufrieden war weil es überhaupt nicht nachgeblutet hat. Im Internet habe ich auch schon ganz viel Positives darüber gelesen. Es fragt sich natürlich, ob es bei der herkömmlichen Methode nicht genauso viel gute Resonanz gibt....

ist echt eine schwere Entscheidung!

Wenn es mit Coblation während der OP weniger blutet ist es doch aber schon mal ein Vorteil, dass man nicht soviel Blut schluckt, welches man hinterher wieder erbrechen müsste, oder?

Aber ist das 200 Euro wert? Oder soll ich mir doch lieber ne neue Digitalkamera kaufen ;-)

Ich weiß es nicht. Und bis heute Abend muss ich mich entschieden haben...

Ich habe übrigens den Doc ganz klipp und klar gefragt, wie er sich an meiner Stelle entscheiden würde. Seine -wie ich fand- sehr ehrliche Antwort war, das er es selber nicht genaus wisse! Er würde aber auch eher zur Coblation tendieren.....

Argh. Ich hasse Entscheidungen!!!

Ich wünsche euch auf jeden Fall schon mal ein fröhliches Weihnachtsfest, falls man sich nicht mehr liest und viel Glück und vor allem Gesundheit für das Jahr 2008!!! @:)

Ich werde euch wissen lassen, wie ich mich entschieden habe und wie es letztendlich war!

Liebe Grüße,

Anja

MyelQliUmauxs


Na ja bei vielen die konventionell operiert werden blutet nie was nach, bei mir auch nicht und ich habe auch nicht erbrochen weil ich auch kein Blut geschluckt habe. Das wird ja alles abgesaugt. Es ist klar das du hier mehr negative Berichte über Nachblutungen bei konventioneller OP findest, weil die die keine Probleme hatten sich auch meist nicht in solchen Foren zu Wort melden.

Bei Nachblutungen hat man enteder Pech, eine Neigung dazu oder eben sich nicht an das gehalten was man gesagt bekommen hat.

Und die Cobation garantiert dir auch nicht das es nicht nachblutet. Ich würde es mir halt gut überlegen ob du das extra Geld nicht fpr was anderes nettes ausgibst wenn du wieder gesund bist, denn wirkliche Vorteile shceint es nicht zu geben.

Für mich wäre nur ein Vorteil wenn ich dadurch schneller nach Hause könnte, aber das ist damit ja auch nicth der Fall.

Also ich würde es mir gut überlegen. Deine Freundin hätte dir vermutlich auch die normale Methode empfohlen wenn sie das gemacht hätte. Und das bischen ws es da mehr blutet, fällt bei einem gesunden Menschen auch nicht in Gewicht

A`nnalo}ttchexn


Also bei mir hat auch nix nachgeblutet und kein Blut geschluckt. Als ich aus der Vollnarkose erwacht bin, gings mir blendend- kein Schwindelgefühl, nix... von Erbrechen mal ganz zu schweigen!!!!

Ich sehe keine Vorteile der Coblation oder wie das Teil heisst. Die Schmerzen werden die Gleichen sein.

EPrion


Vor den Schmerzen hab ich wirklich gar keine Angst, bin nicht sehr schmerzempfindlich - wenigstens das, zum Glück.

Die Panik bezieht sich bei mir alleine auf die Narkose - und daher natürlich auch auf die Nachblutung, evtl. muss man dann ja noch mal auf den OP-Tisch. Zu hülf!

Ich werd die Coblation machen. Immerhin sind 8 positive Studien mehr als 5.

Außerdem sagt mir das irgendwie mein Bauch und der hat meistens mehr Ahnung als mein Hirn und die Wissenschaft zusammen! ;-D

A{nnal&ot.tchen


NA dann... viel erfolg...

FROHE WEIHNACHTEN aber erstmal! :)*

EorXion


Danke schön!

Euch allen auch!!! :)* :)* :)*

aXlsSo-irg>endxwie


@ erion

schreib uns doch mal, wie alles verlaufen ist.

ich habe sie am 9.1. herausoperiert bekommen, aber unter vollnarkose.

was anderes hätte ich nicht ertragen, obwohl ich auch ziemlichen schiß davor hatte.

war aber gar nicht schlimm. was schlimmer als erwartet für mich war, waren die schmerzen danach. würde mich interessieren, wie du das als schmerzunempfindliche person erlebt hast.

lieben gruß

ps: hab heute den 1. tag ohne schmerzmittel hinter mir. es geht endlich bergauf!

WIR HABENS GETAN - ZUM ALLERERSTEN MAL :-)

E8rixon


Hallo!

Sorry, ich hab deinen Beitrag eben erst gelesen! Wie geht es dir mittlerweile?

Ich muss sagen, ich würde die OP jederzeit wieder machen, ich bin unendlich froh, dass die Stinkedinger endlich draußen sind!

Bei mir war eigentlich alles kein großes Drama.... die Narkose empfand ich als äußerst angenehm, obwohl ich davor am meisten Angst hatte.

Danach habe ich ziemlich viel Voltaren bekommen und fast den ganzen Mittag verschlafen. Abends konnte ich schon wieder Käsebrot lutschen.

Die Schmerzen hab ich wirklich als überhaupt nicht schlimm empfunden, eben wie eine normale Angina. Das kann aber auch gut an dieser Coblations-Methode gelegen haben, den anderen Kandidaten ging es lange nicht so super wie mir, die hatten teilweise auch heftige Nachblutungen.

Ich hingegen hab ehrlich gesagt die Zeit im Krankenhaus total genossen: ganz viel gelesen, rumgelümmelt und netten Besuch gehabt. Die Voltaren haben mich auch irgendwie ein bissel high gemacht, ich hab zeitweise nur rumgegiggelt und fand alles furchtbar lustig.

Nach 5 Tagen ohne Komplikationen bin ich dann entlassen worden und konnte zu Hause nach 2 weiteren Tagen die Schmerzmittel weglassen. Das war auch gut so, denn ich konnte wegen den Dingern tagelang nicht mehr anständig auf die Toilette und hab 3 Kilo zu- anstatt abgenommen!

Vorgestern hatte ich meinen letzten HNO-Termin und der Arzt hat festgestellt, das alles verheilt ist.

Jaaaaa, dann genießen wir doch jetzt einfach die herrliche neue Zeit ohne Mandelprobleme! Juchu!!!

Dir noch weiterhin alles Gute und viele liebe Grüße!!! :)*

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