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Tinitus. . Wer hat ihn besiegt und wie? ?

p?umUbo hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute

Ich leide jetzt schon 6 Jahre an Tinitus und langsam kann ich nicht mehr. Gibt es hier jemand, der den Tinitus besiegt hat? Wenn ja, wie?

Vielen Dank für eure Hilfe

Gruss

Pumbo

Antworten
hsumbleYbexe


Also normal schreib ich ja in keinem Forum mehr über das Thema Tinnitus,ich habe ihn jetzt seit fast 2 Jahren beidseitig 30db links,40db rechts,9khz!Das einzige was einigermaßen hilft sind meine Noiser,es gibt KEINE Heilung und KEINEN der jemals geheilt worden wäre meines wissens,alle Medikamentenstudien die 2010,11 auf den Markt kommen sollten haben sich als unwirksam bewiesen...www.tinnitus.de

[[http://www.eurotinnitus.com]] oder das Cafe der DTL steht genug drin...

M\ell]i6maus


Ich hab leider auch einen linksseitigen Tinnitus. Mittlerweile geht es zum Glück wieder, vor ein paar Wochen als der Stresspegelhöher war bin ich fast wahnsinnig geworden. Höre ihn sonst nur nachts oder wenn es ganz leide ist, ich hab ihn zu der Zeit sogar tagsüber gehört.

Has du schon mal Entspannungstechniken probiert?

H*avsenrxeich


Hallo Pumbo,

ich habe seit ca. 15 Jahren Tinnitus - wobei ich ihn immer wieder GANZ WEG bekomme - bei stresssituationen ist er dann aber wieder da.

Folgende Dinge helfen mir dabei:

1) Stille: ich meine damit die Stille, die man selbst beeinflussen kann - alles was laut ist meiden - Türen / Fenster geschlossen: nach ca. 3-4 Stunden ist der Tinnitus schon erheblich leiser.

Gerade das Suchen der Stille war es, das mir die Ausübung meiner Musik (Flöte) auf Dauer erhalten hat.

2) Genügend Schlaf

3) Sportl. Betätigung - aber KEIN Radfahren im Freien, wenn ich gerade wieder einen Tinnitus habe - wegen dem Fahrtwind, sonst ist es nachher wieder schlimmer.

4) Ich habe jahrelang bestimmte tabletten genommen zur Durchblutungsförderung im Innenohr - seit ca. einem Jahr verzichte ich darauf, weil ich etwas besseres gefunden habe:

Ingwer - ein knollenartiges Gewächs, von dem ich mit Scheiben abschneide, diese in Würfel schneide und dann auf dem Brotaufstrich verteile. Bei regelmäßigem Verzehr bekomme ich ihn WEG.

Liebe Grüße.

p;umbo


Vielen Dank an euch alle

Dass es keine schulmedizinische Möglichkeit gibt den Tinitus zu besiegen ist mir schon lange klar. Deshalb habe ich mich ja auch hier drinn an euch gewannt. Oftmals entwickeln Leute eine eigene Technik mit etwas umzugehen, was man nicht mehr ändern kann. Und so wie es scheint, gibts das auch bei an Tinitus Leidende. OK, Ingwer mag ich jetzt ned besonders, aber wenns hilft....

Vielleicht wende ich mich mal an einen Osteopathen, die sollen ja magische Kräfte besitzen ;-)

Also nochmals vielen Dank für eure Hilfe und weiterhin genug nerven den Tinitus zu überstehen.

Grüsse

jNörn'.kl


Tinnitus wer hat ihn "besiegt"...

Hallo pumbo,

auf Deine Frage, wird Dir hier wahrscheinlich keiner eine ehrliche Antwort geben können. Weil es für diese beschi.... Krankheit keine Heilung gibt. Allenfalls hat jeder Betroffene für sich eine Strategie entwickelt, diesem unsagbaren Leiden einwenig zu enkommen.

Lass Dich nicht von Scharlatanen und Wunderheilern beeinflussen, nochmal, es gibt keine Heilung. Vielleicht kann man durch eine bestimmte Lebensführung die Ohrgeräusche ausblenden, verschwinden werden diese nicht. In der med. Literatur wird oftmals von einer Spontanheilung gesprochen, mag sein das es dies gibt, aber dann wahrscheinlich so selten wie ein Sechser im Lotto.

Meine Meinung mag sich recht pessimistisch anhören, aber nach 15 Jahren Tinnitus, bin ich jeglicher Hoffung bar, jemals wieder ein normales Gehör zu haben.

Wenn Du vielleicht noch mehr Informationen benötigst, wende Dich an die "Deutsche Tinnitusliga", dort bekommst Du vielleicht noch mehr aktuelle Informationen.

Ich wünsch Dir alles Gute

Jörn

h:umb?lebee


Osteopathie,lol,mach ich seit 2 Jahren inkl. Atlasprofilaxe,craniosakral und alle anderen Spielarten,bringt garnix!

DTL,oh gott da biste bei den richtigen...

S]onnent-igerx9


Hallo Leidensgenossen,

ich schreibe unter diesem "Faden", auch wenn dort schon längere Zeit keiner mehr etwas ergänzt hat, weil ich meinen Tinnitus nach ca. 10 Jahren so gut wie vollständig losgeworden bin. Es war dieselbe Odyssey, wie alle sie beschrieben haben und auch ich habe Vieles ausprobiert, gehofft, war verzweifelt und wollte irgendwann nicht mehr.

Begonnen hat es mit einem Tinnitus zunächst auf dem linken Ohr, später kam das rechte hinzu, jedoch insgesamt etwas leider. Die Geräusche hörten sich bei mir an wie ein Pfeifen in mehreren Tonlagen. Vorausgegangen war zuvor typischerweise eine fast 20 Jahre lange selbst gemachte völlige körperliche, seelische und geistige Überforderung.

Am Anfang versuchte ich die klassische, schulmedizinische Behandlung (Trental zur Blutverdünnung). Mir wurde durch das Medikament übel.

Nach mehreren Monaten ging ich zu einem HNO-Spezialisten für Tinnitus in Berlin, der mich rein köperlich untersuchte. Er stellte fest, dass ich ein sehr gutes Hörvermögen hätte, teilte mir aber mit, dass der Tinnitus nicht heilbar sei und (die Schulmedizin) nur helfen könne, die Geräusche etwas zu verringern, vor allem aber zu lernen, mit den Ohrgeräuschen "zu leben". Die Diagnose war für mich wie ein Todesurteil. Heute finde ich solche Aussagen unverantwortlich. Ich hatte vor Auftreten des Tinnitus begonnen, zu meditieren und das war mir sehr wichtig geworden. Mit den Ohrgeräuschen war ein "in die Stille" gehen unvorstellbar. Ich war verzweifelt und dachte zum ersten Mal an Selbstmord.

Dann versuchte ich alle möglichen Dinge. Von denen, die mir geholfen haben berichte ich kurz.

1) Druckausgleich (Nase zuhalten und Luft drücken, bis der Druckausgleich passiert)

Dies war das erste, was mir half. Wenn ich mich ruhig hinsetzte, den Druckausgleich machte (evtl. wiederholen), dann wurde das Geräusch geringer. Wenn ich auf das Geräusch einging, hinhörte zum Ohr bzw. zum Geräusch, abwartete und mich selbst beruhigte, wurde es in den überwiegenden Fällen leiser. Nach einigen Monaten passierte es, dass es sogar mal ganz ruhig wurde. Da fasste ich zum ersten Mal wieder Hoffnung, dass es sich nicht um eine unbehandelbare Körperschädigung, sondern um eine reversible Erkrankung handelt.

2) Erholung und Schlaf

Naheliegend war, dass nach vorangegangener, extrem langer Überforderung Erholung und Schlaf sehr wichtig sind. Alles was zur Entspannung, Ruhe, Ausgeglichenheit führt, ist gut (meiner Erfahrung nach auch Sex, danach waren meine Ohren auch ruhig / ruhiger).

3) Trinken von blutreingendem Tee mit Bitterstoffen

Die Geräusche kamen jedoch weiterhin wieder und obwohl ich ibs. abends durch die o.g. Methoden Zeiten mit verringerter Lautstärke erzeugen konnte, belastete mich der Tinnitus weiterhin sehr stark. Ich erfuhr, dass das unser Ohr Kapillaren besitzt, welche mit Blut durchflossen werden und dass u.a. angenommen wird, dass die Ohrgeräusche durch Ablagerungen, Schlacken und zu "dickes Blut" entstehen. Daraufhin unternahm ich (heute denke ich: viel zu spät) folgenden Versuch: Ich ging zu Kräuter Kühne ließ mir einen Tee empfehlen, der blutreinigend sein und Bitterstoffe enthalten sollte.

Ich bekam 100g Brennessel und 100g Scharfgarben. Daraus machte ich mir in der Folgezeit jeden Morgen einen Tee, indem ich jeweils 3 gehäuften Teelöffel Brennesselblätter und 3 etwas mehr als gestrichene Teelöffel Scharfgarbe in eine gläserne Teekanne mit 1,5l Fassungsvermögen gab und mit heißem Wasser übergoß. Diese Therapie ergab nach ca. 2 Wochen den Durchbruch. Der Tinnitus nahm so weit ab, dass ich ihn ab dann nicht mehr als belastend empfand. Die Geräusche nahmen auf einen Bruchteil ab bzw. verschwanden sie. In Zeiten mit Schlafmangel oder Stress kommen die Geräusche kurzzeitig in abgeschwächter Intensität wieder, um dann aber wieder zu verschwinden. Es zeigte sich, dass viel Schlafen zusätzlich förderlich war.

Ich hoffe, dass die o.g. Methoden, vor allem das Trinken von viel blutreingendem Tee und viel Schlaf, Ruhe und Entspannung bei möglichst vielen von Euch eine ebenso gute Wirkung hat und drücke Euch fest die Daumen. Ggf. fragt Euren Arzt, ob etwas bei Euch gegen eine dieser Maßnahmen spricht - ich bin Ingenieur und kann nur von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Falls jemand Kontakt aufnehmen will und mehr Details wünscht oder auch mal sprechen will, stehe ich gerne zur Verfügung.

Csinsna0monx4


Ich hatte auch mal Tinnitus, linksseitig.

Zum Einen habe ich ihn aktiv ignoriert, sprich mich nicht-auditiv abgelenkt.

Wenn das mal nicht ging, habe ich ihn akzeptiert. Das hat ihn auch schon oft viel leiser gemacht, wenn ich eben nicht mehr gestresst und genervt von ihm war und gegen ihn angekämpft habe.

Und dann habe ich auch noch etwas gegen die Ursachen getan. Bei mir war das ziemlich sicher stressinduziert. Also habe ich geschaut, ruhiger zu werden und achtsamer mit mir und meinen Bedürfnissen. Entspannter zu werden hat am Ende dazu geführt, dass er Tinnitus nun weg ist - und es hoffentlich bleibt!

h;eutNe_hi,er


@ Sonnentiger

Sehr gut, dass du dieses Stressphänomen wieder nach oben holst.

Ich kann das ähnlich berichten wie Cinnamon: es ist häufig ein Stress-Symptom. Damals vor 5 Jahren stand ich total unter Strom beruflich, organisatorisch und privat. Es krachte alles zusammen.

Zeitgleich ereilte zwei Freunde der Tinnitus. Die beiden leiden unglücklicherweise immer noch darunter. Wir waren damals eine Art Tinnitus-Selbsthilfegruppe. Wir versuchten viel Medizinisches und teilten unsere Erfahrungen aus.

Mein Ansatz war, Beruf, Familie und sonstige Verpflichtungen runter zu schrauben auf ein Minimum. Seit 10 Jahren bin ich die Ohr-Schreie los. Sie melden sich aber hin und wieder, wenn es ordentlich Stress gibt ... dann weiss ich dieses Signal zu schätzen und schalte mehrere Gänge runter.

Einer der betroffenen Freunde ist Musiker. Er weiß, dass die Lautstärke den Tinnitus unterstützt. Seine Entscheidung fiel eben auf das Saxophon.

Der andere betroffene Freund ist Karrierst in der Finanzwelt. Niemals im Leben hätte er in seinem Beruf zurückgesteckt.

Ruhe (äußerlich und innerlich) ist ein sehr wichtiger Faktor bei Tinnitus.

Diese Freiräume kann man sich schaffen.

Alles Gute den Betroffenen @:)

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