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Dauerschwindel, Tinnitus, . . .

SnPo3nlixne hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich leide seit Weihnachten an Schwindel. Zunächst trat der Drehschwindel nur bei Bewegung auf, dann ständig. Begleitet von Übelkeit, Tinnitus (rechts) und heftigen Spontanbewegungen der Augen wurde ich dann Anfang Januar in eine HNO-Klinik eingewiesen und erhielt Cortison-Infusionen. Hörtests sowie CT vom Schädel unauffällig, Diagnose: Neuritis vestibularis. Kann zwar immer noch nicht wieder alleine geradeaus gehen, aber wurde als gesund entlassen. Naja, immerhin die Nystagmen haben nachgelassen... ;-)

Trotz täglichem Gleichgewichtstraining kaum Verbesserung. Mittlerweile nehme ich Betahistin und hatte kurzfristig auch den Eindruck einer Besserung. Dann war über Nacht plötzlich wieder alles beim Alten. Der Schwindel ist mal stärker, mal schwächer, aber da ist er immer. Genau wie der Tinnitus. Augenbewegungen nur noch im Rahmen von heftigen Schwindelattacken, die zum Glück nur ca. 1x pro Woche auftreten. Vielleicht Morbus Menière? Kann aber noch prima hören und mind. leichten Schwindel habe ich -wie gesagt- ständig.

Was könnte ich noch prüfen lassen? MRT vom Schädel und von der HWS sinnvoll?

Kennt jemand einen Schwindel-Experten im Kölner Raum?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße, SP

Antworten
jZörn.!kxl


Dauerschwindel Tinnitus

Hallo SPonline

lass Dich einfach mal in einer guten Fachklinik durchchecken. Nach Deinen Schilderungen ist ein Morbus Meniere durchaus möglich. Aber dies läßt sich aber wirklich nur durch eine "Ausschlußdiagnose" zweifelsfrei feststellen!

Alles Gute und hoffentlich kein Morbus Meniere wünscht Dir

Jörn

P6sych@okuxh


huhu,..

ich habe irgendwie seit einem jahr dauerpiepen auf beiden ohren vorallem hört m ndas bem einschlafen ganz derbe,...

desweiteren ist mir jeden tag schwindelig mal mehr mal weniger,..als sei man besoffen und so,...dazu gibt es dann jeden tag kopfschmerzen,...

manchmal ist der schwinde lauch ganz weg,...trotzdem treten imemr wieder kopfschmerzen auf,...

das ohrenpiepen kriege ich garnicht mehr weg,...HNO konnte bis jetzt nicht helfen gleichgewichtstest und alles ok,...

mus smorgen nochmal zum HNO ob der was findet...

ich weiss nicht mehr was das sein kann,.. :-(

dyenuabexn


ich auch

also ich habe seit einem jahr ca. schwindelanfälle, die sich dann im sommer kurz gelegt hatten, jetz aber wieder verstärkt da sind. mir is aufgefallen, dass ich , wenn ich umkipp, vor allem nach links kippe. vor zwei wochen hatte ich auf dem linken ohr einen hörsturz im tieftonbereich (ärztlich festgestellt), und noch zwei weitere diese woche.

jLörkn.8kxl


Dauerschwindel, Tinnitus

Hallo Sp und die anderen Betroffenen,

wie ich schon in einem anderen Beitrag geschrieben habe, am Beginn der Untersuchung, sollte eine gründliche Erhebung der Krankengeschichte stehen. Bei Schwindelerkrankungen ist sie die wichtigste Grundlage überhaupt und führt in den meisten Fällen zur richtigen Diagnose!

Beim M.Meniere weisen Häufigkeit, die Art und die Dauer der Schwindelanfälle und ihre Begleiterscheinungen wie das Augenzittern (Nystagmus) auf diese spezielle Innenohrerkrankung hin. Zunächst müssen andere Ursachen die Schwindel erzeugen können, diagnostisch ausgeschlossen werden. Kann man diese ausschließen, gibt es ganz spezifische Untersuchungen, die die Diagnose M.Meniere untermauern. Dies sind:Vestibularisprüfungen, die kalorische (thermische) Prüfung, Hör-und Sprachtests, BERA, die Glycerolbelastungsprobe, die Elektrokochleographie.

Bildgebende Verfahren bieten bei M.Meniere keine Hilfe! Sie können aber zum Ausschluß anderer Erkrnkungen, wie z.B. Tumoren oder MS notwendig sein.

Bei mir begann die Krankheit mit einem vermeintlichen Hörsturz, diese Hörminderungen traten immer häufiger auf. Anfangs noch ohne Schwindel, später mit den typischen Drehschwindelattacken und Hörminderungen, die sich nach dem Anfall aber besserten.

(Lermoyez-Syndrom)! Erst nach relativ langer Zeit, ich glaube so nach zweieinhalb Jahren wurde dann nach intensiver Untersuchung, wie oben beschrieben die endgültige Diagnose, Morbus Meniere gestellt.

Liebe Betroffenen, ich habe die einzelnen Untersuchungen nicht näher beschrieben, sicher lassen sich die in der SuFu finden. Dann kann jeder für sich feststellen, ob diese Untersuchungen an ihm vorgenommen wurden.

Ich wünsche alles Gute,

Jörn

D1omi nikc-Verttigo


Hallo SPonline,

Als Schwindelpatient bin ich auch schon einmal aus der Klinik entlassen worden. Das ist irgendwie nicht schön.

Du solltest unbedingt nochmal einen HNO aufsuchen. Ich finde, das klingt nach Lagerungsschwindel -das kann leicht festgestellt werden, allerdings nur im akuten Zustand.

M. Meniere ist übrigens eine der meist gestellten Fehldiagnosen -hoffentlich auch in Deinem Fall!

Alles Gute und gute Besserung!

Meine Beiträge hier im Forum oder unter [[http://www.schwindel-selbsthilfe.de/]]

SyPon[linxe


Hallo allerseits,

vielen Dank für den Zuspruch und die Tipps. Ich bin in ständiger Behandlung bei einem HNO-Arzt und viele der von Jörn genannten Tests und Untersuchungen wurden bereits durchgeführt. Momentan lautet der Diagnose-Favorit "Vestibularis-Ausfall auf Grund von Durchblutungsstörungen". Ich versuche es also mal mit Gingium Spezial und nehme auch das Betahistin weiter, sogar in erhöhter Dosis (nach ärztlicher Rücksprache). Es sind immerhin keine "Attacken" und somit keine Nystagmen mehr aufgetreten. Der Schwindel ist noch da und zuhause komme ich ganz gut zurecht. Ende der kommenden Woche soll und will ich wieder arbeiten - wie das werden wird, keine Ahnung...

Alles Gute an alle & viele Grüße,

SP

jYörn.tk/l


Morbus Menière

Hallo liebe Betroffenen,

ich lese in den letzten aktuellen Beiträgen, daß die Diagnose: Morbus Menière viel zu häufig und falsch gestellt wird.

Ich hätte mir vor 12 Jahren auch gern eine "falsche Diagnose" gewünscht, leider ist dies nicht so eingetreten. ich habe mit aller Grausamkeit, diese Krankheit durchleben müssen. Auch manchmal davor, mich selbst aufzugeben.

Ich darf doch einmal die Frage in den Raum stellen: Welcher verantwortliche Mediziner stellt leichtfertig, eine solche Diagnose?

Es gibt sicher auch den gutartigen Schwindel, auf neudeutsch:"Menigner peripherer paraxysmaler Lagerungsschwindel"

Dieser Schwindel hervorgerufen durch Kalkkristalle auch genannt Otolithen,die durch evtl. Schädelverletzungen, oder andere Einflüsse sich abgeöst haben. Diese lagern sich bevorzugt in den hinteren Bogengängen ab, wo sie nicht hingehören.

Bei Lagerungswechsel geraden diese in Bewegung und bewirken eine Reizung der Sinneszellen und bewirken damit eine intensive Drehbewegung.

Meist läßt sich dieser Schwindel, durch bestimmte Bewegungen des Oberkörpers, unter fachkundiger Anleitung ausschalten.

Dieses "Leiden" ist aber nicht vergleichbar mit "MM"! Es gibt eindeutige diagnostische Methoden, die einwandfrei "MM" diagnostizieren "u.a. der Glyceroltest"! Auch ein Zeichen für MM, dies "Völlegefühl" im Ohr. Hervorgerufen durch den soganannten Hydrops, ein Mißverhältnis zwischen produzierter und absorbierter Lymphflüssigkeit, einhergehend mit einer Hörminderung, die m.W. bei dem gutartigen Lagerungsschwindel nicht auftritt.

Ich möchte hier noch einmal betonen, nicht nur der behandelte HNO-Arzt ist hier in der Pflicht, sondern auch der Patient. Dieser sollte sich über seine möglich Krankheit und deren Symptome informieren und sich selbst beobachten,welche Krankheitssymtome auftreten und diese möglichst genau dem Arzt beschreiben. Ein gut informierter Patient, kann dem Arzt auch entsprechende Fragen stellen, um sich nicht mit einem "wischa-wschi" abspeisen zu lassen.

Nicht zuletzt dient auch dieses Forum dazu, Erfahrungen auszutauschen und bestimmte Erfahrungen weiterzugeben.

Allen Betroffenen wünsche ich alles Gute

Jörn

tnom-mxuc7


Schwindel, Betahistin und HWS

Hallo Sp,

zu Betahistin habe ich hier schon mal geschrieben, es ist -relativ- harmlos, auch in erhöhter Dosierung:

Betahistin hatte ich schon mal in niedriger Dosierung, ohne jegliches Ergebnis, wird oft zu niedrig dosiert! Bei 3x24mg hat es mir letztes Jahr geholfen. Leider (!!!) wurde es nach 6 Wochen abgesetzt. Wie ich erst jetzt erfahren habe, sei es ein Langzeitmedikament, dessen Wirkung man nach 6 bis 12 Monaten beurteilen könne - aha.

Bin jetzt beim dritten Arzt und nehme wieder 3x24mg Vasomotal, werde aber jetzt (nur) nach Absprache auf bis zu 3x48mg steigern.

Bei mir gab es auch den Verdacht auf HWS, da Morbus Meniere einfach nicht zweifelsfrei nachzuweisen ist. Ein CT/MRT ist in jedem Fall sinnvoll, besser auch gleich vom Kopf. Bei ernsthaften Durchblutungsstörungen (z.B. Aorta Basilaris) kann und sollte man schnell etwas tun. Da reicht Gingko leider nicht!

Gingko habe ich monatelang in Höchstdosierung genommen, der zweite akute Anfall war vor einer Woche. :-(

Arbeiten halte ich für gut! Mach langsam, wenn's geht oder halbe Tage. Ich gehe morgen auch wieder hin.

Schwindlige und üble Grüße {:(

Thomas

ttom-emu,cx7


Mediziner und Stress

Hallo Jörn,

das hat sich jetzt etwas überschnitten. Eine Lanze für die Mediziner:

Die Diagnose(n) wurden bei mir nicht leichtfertig gestellt, aber wenn man als Assistenzarzt den Kassenpatienten, der ich nun mal bin, in soundsoviel Minuten durchkriegen muß und 70% der Symptome nach Lehrbuch vorhanden sind? Meine erste Diagnose habe ich auf dem Gang der Klinik zwischen durchfahrenden Betten und Besuchern im Stehen bekommen (als ich wieder stehen konnte).

Da ich das unwahrscheinliche Glück (?) habe, daß mehrere Koryphäen auf diesem Gebiet am Ort sind, habe ich zwei davon privat bezahlt. Erste Aussage: "Ich glaube nicht, daß es MM ist. Das passt nicht. Was es ist? Na, Hörsturz." Es folgte eine Hörgeräteverordnung. Dankeschön.

Meine zweite Konsultation war wesentlich gründlicher und wird mich eine irre Rechnung kosten, die ich selbst zahlen muß. Dafür wird sie aber auch die Kollegen anrufen und -dezent- darauf hinweisen, daß das kein MM sein kann, weil charakteristische Anzeichen fehlen. (Allerdings glaube ich inzwischen selbst, daß es einer ist und muß jetzt sehen, wie ich das in den Griff kriege.)

Ich kann nur jeder/m raten, eine Koryphäe privat zu konsultieren, wenn es finanziell möglich ist. Allein die Aussage, ich komme von..., wird manchen Arzt veranlassen, doch noch mal genauer hin zu schauen - auch wenn es bei der Diagnose bleibt.

Ich nehme jetzt mein nächstes Betahistin und gehe dann schlafen!

Viele Grüße

Thomas

Lvupo0x49


Für den "normalen Kassenpatienten" gibt es immerhin die Spezialambulanzen für Schwindel, die sich ausschliesslich mit diesem Symptom beschäftigen, im Schnitt so ca. 500 "Schwindler" im Jahr vor sich haben und denen man auf diesem Gebiet die grösste Kompetenz zutrauen kann, sowohl was Diagnostik selbst betrifft, als auch die Beurteilung der ohnehin meist schon in grosser Zahl vorhandenen Befunde.

Es gibt zwar lange Wartezeiten, aber die Diagnostik-Tour von Dauerschwindel-Patienten geht meist sowieso über mehrere Monate (teilweise Jahre).

Also, einfach anmelden und nachdem man einen Termin erhält, Überweisung vom Neurologen besorgen.

Viele Grüsse !

Lupo

D;ominiXk-nVertigxo


Jawohl, dem stimme ich ebenfalls zu. Dazu sind die Spezialisten schliesslich da.

Natürlich wollte auch nicht die Schwere einer M.M. herabspielen, aber Tatsache ist, daß diese Diagnose wirklich oft falsch gestellt wird.

Wichtig finde ich aber -und mir geht da wirklich der Hut hoch, wenn ich höre, die Diagnose wurde auf dem Gang gestellt- "Cornifere" hin- oder her: Als Patient wünsche ich eine umfangreiche Untersuchung und zwar solange, bis eine klare Diagnose gestellt werden kann.

Leider habe auch ich schon meherere Anläufe abgebrochen, unter anderem, nachdem mich der Arzt gefragt hat: "Was schlagen [b]Sie [b]denn noch an Untersuchungen vor...?"

Allen Gute Besserung.

twom-cm%ucx7


Diagnose auf dem Gang

Hallo Zusammen,

die Diagnose auf dem Gang war der Assistenzarzt, dem ich, wie gesagt, keinen Vorwurf mache. War aber noch besser, wie in dem kleinen Arztzimmer mit seinen Kollegen, wo ständig im Hintergrund jemand telefonierte. Unter diesen Bedingungen könnte ich nicht arbeiten.

Umfangreich untersucht hat man - nur leider ohne Ergebnis. :-(

Die Frage des Arztes, was man denn noch untersucht haben will, fand ich allerdings gut - nicht jeder gibt zu, wenn er ratlos ist! Inzwischen bin ich soweit informiert, daß ich da schon ein paar Ideen hätte!

Heute aber nicht mehr, denn der Schwindel wird schlimmer.

Viele Grüße

Thomas

t om-Gmucx7


Morbus Menière und Nystagmen (Augenbewegungen)

Hallo Zusammen,

nach meiner neuesten Info von heute müssen bei Morbus Menière nicht unbedingt die gern vom Arzt gesuchten Augenbewegungen auftreten. Es gebe eine neue Studie aus den USA, die dies belegt.

Bei mir gibt es die nämlich anscheinend auch im akuten Anfall nicht. Die Diagnose lautet daher mehr denn je: MM. :-(

Viele Grüße

Thomas

d exnahbexn


hallo ihr "schwindler"

was mir aufgefallen ist: ist es wirklich so wichtig, eine diagnose zu haben? oder wäre es nicht besser, endlich eine erfolgreiche behandlung zu kriegen ??? ich mein seid mir nicht böse: ob meniere oder nicht, der schwindel und alle begleiterscheinungen bleiben bestehen.

ich persönlich bevorzuge die bezeichnung Morbus MGB für meinen gesundheitszustand (Mir Gehts Beschissen).

meine erfahrung mit ärzten im allgemeinen: geh niemals zu einem arzt und äussere einen diagnoseverdacht, auch wenn du noch so gut informiert bist. der arzt wird versuchen, dir genau diesen verdacht auszureden. ich habe mehrere beschwerden, wenig eindeutige Diagnosen. das problem ist, äussere ich keinen verdacht, wird gar nichts untersucht.

Beispiele:

ich hab Borderline, mit allen kriterien, die es für diese Störung gibt. ich war halbstationär für 6 monate. nach wie vor sagt mein neurologe, ich habe eine leichte depression (er kann mit borderline nichts anfangen).

ich habe Asthma, Bronchialasthma, und das schätzungsweise bereits seit 20 Jahren. Die Diagnose wurde jedoch erst gestellt, als ich 28 jahre war. von "sie wissen doch gar nicht, was Atemnot ist" über Hypochondrie war alles dabei.

Hashimoto: ja, ich habe Hashimoto, genau wie meine Schwester und meine Mutter. ich habe einen kalten knoten in der Schilddrüse (tiefblau im szinti, aber laut arzt unauffällig), habe alle symptome geradezu paradebeispielmässig. Es wurden keine Autoantikörper getestet, mein TSH liegt nur bei bei den "alten" Normwerten (die für gesunde gelten) gaanz knapp an der obersten Grenze.

ist es verwunderlich, dass ich jetzt, wo ich Hörsturz, Schwindel und auch den besagten Nystagmus hab, keine lust habe, mich wieder in arztpraxen zu setzen um mir dann anzuhören, dass ich nichts habe? mir ist es persönlich egal, wie sich mein krankheitsbild nennt. ich hätte natürlich gern ein richtige behandlung, aber das halte ich eigentlich für ausgeschlossen.

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