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Tubenkatarrh seit mehr als 3 Monaten?

H|elibos86 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

meine Geschichte in Kürze: Ende Dezember habe ich per Zufall festgestellt, dass ich ein Rauschen auf dem linken Ohr habe (da ich in einer relativ lauten Wohnung lebe, war mir das vorher nicht aufgefallen :-( ).

Bin natürlich sofort zum HNO-Arzt - ohne Ergebnis. Erst der 3. HNO-Arzt hat bei mir dann (durch ein paar Untersuchungen mehr) Tubenkatarrh festgestellt. Anstatt aber mich mit Antibotikum und abschwellenden Mitteln (wie eigentlich dabei üblich) zu behandeln, habe ich 20 Tage lang Cortison-Tabletten (Celestamine) bekommen - ebenfalls ohne Wirkung.

Nach und nach ist mir dann auch aufgefallen, dass sich mein ohr liks ganz merkwürdig anfühlt (als würde sich etwas darin befinden). Außerdem wird das Rauschen stärker, wenn ich die Zähne links zusammenbeiße. Beim Schlucken höre ich links ein leichtes "Schmatzen". Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, dass mir eim liegen Flüssigkeit aus dem Ohr läüft. Was aber am auffälligsten ist, dass ich beim Druckausgleich ein lautes Pfeifen in dem Ohr höre, als würde man einen mit Schleim befüllten Luftbalon aufblasen.

Nach nochmaligem Arztwechsel bin ich jetzt bei einem Arzt der mir mal einen besseren Eindruck macht. Derzeit soll ich noch zur Stabilisierung Phlogenzym einnehmen und sollte das nicht ausreichen, bekomme ich ab Freitag dann wohl ein Antibiotikum.

Nun hab ich Angst, dass das viel zu lange gedauert hat, bis endlich was unternommen wurde. Sollte man nicht vielleicht auch eine OP in Erwägung ziehen?

Antworten
HVelixos86


Keiner eine Idee? :-(

L4uetxt


Hi erstmal!

Wichtig wäre erstamal, einige Dinge ganz klar aus einander zu basteln bzw. herauszufinden:

1. Ist das was Du hast wirklich "nur" ein Tubenkatharrh (also Flüßigkeitsansammlung im Mittelohr, die nicht abfließen kann, aber ohne Entzündung)?

2. Oder könnte auch eine Entzündung bestehen?

3. Ist das Trommelfell intakt (das Pfeifen beim Druckausgleich und die herauslaufende Flüßigkeit könnten ein Hinweis auf ein Defekt im Trommelfell sein)?

4. Ist (abgesehen vom Rauschen) das Gehör beeinträchtigt?

Antibiotika bringen nur etwas, wenn eine durch Bakterien verursachte Entzündung vorliegt. Wenn das was Du hast also "nur" ein Tubenkatharrh ist und keine bakterielle Entzündung ist, sind Antibiotika nicht nötig. Was eine OP anbelangt, hast Du dabei an was bestimmtes gedacht? Es gäbe da die Möglichkeit einer Trommelfellparazentese (also einen Schnitt in das Trommelfell zu machen, um die Flüßigkeit aus dem Mittelohr abfließen zu lassen) das kann manchmal helfen, wenn man den Tubenkatharrh mit konservativer Behandlung nicht los wird. Wäre natürlich überflüssig, wenn eh schon ein Loch im Trommelfell vorhanden wäre. Man könnte auch sog. Paukenröhrchen legen, um den Schnitt im Trommelfell für einen längeren Zeitraum offen zu halten. Allerdings habe ich auch schon mehrfach gehört, daß (gerade Erwachsene) damit eher schlechte als gute Erfahrungen mit gemacht haben. Ansonsten ist natürlich erstmal die Ursache des anhaltenden Tubenkatharrhs abzuklären, bevor überhaupt an irgend eine operative Maßnahme gedacht werden sollte. Hat Dein HNO denn irgendwas über die Ursachen gesagt?

MfG *:)

HMeli<os86


Also erstmal vielen Dank für die Antwort. Es ist ja immer schonmal ein gutes zeichen, wenn überhaupt jemand sich meldet! ;-)

Außerdem muss ich mich entschudigen, dass ich solange nicht geantwortet habe, aber seit dem letzten Mal hat sich eine Menge bei mir getan.

Bei mir hat man tatsächlich festgestellt, das ich sowhl im Außen-Ohr, als auch in der Nase Bakterien hatte, und zwar genau die gleichen! Dies legt natürlich auch den Verdacht Nahe, dass auch hinterm Trommelfell diese Bakterien sitzen, die wiederrum für den Tubenkatarrh verantworlich sind. Ich habe daraufhin Cefuroxim verschriebn bekommen, wovon ich täglich 2 nahm für insgesmat 12 Tage. Ich hab nebenbei auch weiterhin das Phlogenzym genommen und dazu das Ohr auch noch mit Rotlicht bestrahlt. Und tatsächlich hatte ich nach 2-3 Tagen das Gefühl, dass das Rauschen leiser wurde.

Bis ich am 3. Tag mit einem total nassen Ohr aufwachte (dDie Flüssigkeit war gelblich durchsichtig). Dabei bemerkte ich, dass das Rauschen auf dem linken Ohr viel leiser war als rechts 8wo ich überhaupt erstmal sicher bemerkte, dass ich auch rechts was habe!). Gemacht habe ich erstmal nichts und es ging auch so vor sich hin.

Allerdings mussten wir dann umziehen, und währenddessen gings steil mit mir bergab. Auf einmal bekam ich Ohrenschmerzen (bei denne ich denke, dass die vom Druck herrühren). Nach 2-3 Tagen wars nicht mehr auszuhalten und ich entschied mich die Parazentese (Trommelfellschnictt) auf der linken Seite mal zu wagen. Der Arzt selber hatte übrigens bei ALLEN Messungen nichts feststellen können, allein das etwas mein äußerer Gehörgang entzündet ist und das mein Trommelfell beim Druckausgleich auf beiden Seiten etwas verzöget kam. Deswegen hatte er auch gesagt, das er glaubt, dass beim Schnitt nichts rauskommen würde.

Wie er aber dann während der OP (war am Montag den 21.04.) feststellte kam doch deutlich mehr raus, als er angenommen hatte! War natürlich alles nicht sehr angenehm, aber immerhin sind jetzt die Schmerzen wieder weg. Immerhin.

Jetzt habe ich immer noch mein Rauschen, allerdings ist das auch das einzige Geräusch was ich noch habe, alle anderen sind Gott-sei-dank verschwunden und bislang nicht wieder aufgetaucht. Vielleicht geht das Rauschen ja auch jetzt wieder von alleine weg, wenn das Mittelohr jetzt erstmal wieder leer ist und wieder ordentlich belüftet wird. Ich werde auf jeden Fall auch mein rechtes Trommelfell mal aufrizen, damit auch da mal der Saft rauslaufen kann.

Ansonsten überlege ich mir, wegen des Rauschens mal zum Neurologen zu gehen, da ich es durch das Anspannen eines bestimmten Halsmuskels, bzw. dem zusammenbeißen der Zähne verstärken kann. Vielleicht der ja noch was. Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Viele Grüße

Helios

P.S.: Vielleicht kennt sich ja hier jemand neurologisch etwas aus und kennt das Phämomen? *hoff*

L/uextt


Moin moin!

Erstmal freut es mich natürlich, daß Deine Beschwerden besser geworden sind. Das Rauschen, was Du noch hast, könnte jetzt natürlich auch mit der Öffnung im Trommelfell zusammenhängen (also könnte das durchaus auch verschwinden, wenn das Trommelfell wieder verheilt ist). Wegen der Verstärkung des Rauschens durch das anspannen bestimmter Halsmuskeln, bzw. dem Zähne zusammenbeissen, würde es meiner Meinung nach eher Sinn machen, einen Orthopäden oder evt. sowas wie einen spezialisierten Physiotherapeuten oder Manualtherapeuten aufzusuchen (das klingt für mich nämlich eher nach ´nem Verspannungsproblem, als nach was neurologischem). Und vielleicht solltest Du mal Deinen Blutdruck checken lassen, denn gerade hinter "rauschenden" Geräuschen im Ohr kann sich auch gerne mal ein Bluthochdruckproblem verstecken.

MfG *:)

nNaseenarxzt – HNO-Arzt


hi.gute ideen.........eventuell auch mal beim zahnarzt vorbeischauen und das kiefergelenk durchmessen lassen........eine kiefergelenksüberlastung kann auch die ursache für tinnitus sein.ist hörtest und mittelohrdrucktest ok?

gruss

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