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Eingewöhnung Hörgeräte

KvleIfIisxch hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe eine ganz dringende Frage: am Montag habe ich zum ersten Mal Hörgeräte bekommen (zum Ausprobieren), HdO-Geräte, gestern war ich nochmal beim Akustiker, weil die Geräte meiner Meinung nach viel zu laut eingestellt waren. Daraufhin wurde etwas von der Stärke zurückgenommen, muss aber leider sagen, dass ich mich immer noch absolut nicht mit der Lautstärke anfreunden kann. Natürlich ist mir auch klar, dass ich im Laufe der Jahre sicherlich vieles an Lautstärkeintensität "vergessen" habe, aber es kann doch nicht normal sein, dass beispielsweise ein Gespräch auf der Strasse nicht mehr möglich ist, wenn Autos an einem vorbei fahren? Oder dass ich bei fast jedem Gesprächspartner sagen muß: "Schrei mich bitte nicht so an!" Oder dass ich, wenn jemand hustet oder sich räuspert, fast einen Schock bekomme? Oder wenn jemand einen Schrank oder eine Tür schließt?? Das Schlimmste: wenn ich nach ein paar Stunden die HG wieder raus nehme, bin ich nahezu taub! Und das, obwohl ich schließlich zwar schlecht, aber doch nicht fast gar nichts mehr höre ??? Wie soll das denn noch enden? So werde ich sicherlich niemals eine "begeisterte" HG-Trägerin! Bitte unbedingt antworten!!! Vielen Dank im voraus!!!

Antworten
bwomxbo


Hallo Klefisch,

auch ich habe seit gut einem Jahr Hörgeräte und empfinde sie immer noch als 'Fremdkörper'. Am Anfang war es ganz schlimm, da hatte ich das Gefühl, einen Blecheimer über den Kopf zu haben. Es war Stress pur - so laut und hecktisch! Leider werden eben alle Geräusche verstärkt, auch eben die, die wir normal herausfiltern. Ich habe mich zum Teil sehr erschreckt darüber, was ich alles gehört habe... Angeblich lernt man aber wieder, die unwichtigen Geräusche auch mit Hörgerät herauszufiltern.

Nun, ich trage die Geräte nicht ständig, denn es kitzelt und krabbelt auch im Ohr. Zudem hatte ich gerade wieder zwei Mittelohrentzündung und durfte gem. HNO keine Geräte tragen.

Irgendwie ist es zwar in manchen Situationen besser mit Hörgeräten, aber ich denke mal, es ist nicht optimal.

Für welche Geräte hast Du Dich denn entschieden?

Ich habe das Modell Audeo von Phonak.

Darf ich fragen, warum Du Hörvermögen verloren hast? Bei mir waren es 5 Hörstürze in 5 Jahren.

Ach ja - wenn ich die Dinger dann abends rausnehme stellt sich immer eine wunderbare 'Stille' ein. Ich bin zwar nicht taub, merke aber den Unterschied schon sehr. Trotzdem bin ich noch immer froh, wenn ich die Teile rausnehmen kann. Beim Autofahren habe ich sie nicht drin, weil die Windgeräusche sehr laut verstärkt werden und das finde ich dann nervig.

Viele Grüße

bombo

K%lefiMsch


Hallo bombo!

Erstmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort! Also: zur Zeit habe ich HG von Widex, sind sehr angenehm zu tragen, da ja nur der kleine Lautsprecher im Ohr sitzt und der stört mich nicht, weil ich schon seit geraumer Zeit immer Ohrstöpsel trage, um mich vor Lärm zu schützen, das Gefühl ist also gleich. Die Geräte, die dann hinter dem Ohr sitzen, spüre ich auch nicht, da ich sowieso schon seit ewigen Zeiten Brillenträgerin bin und es von daher auch gewöhnt bin, etwas hinter dem Ohr zu haben. Der Hörverlust hat sich bei mir über sehr viele Jahre hin entwickelt: als Kind etliche Mittelohrentzündungen gehabt, seit ca. 2 oder 3 Jahren Tinnitus und dann vor 1 3/4 Jahr einen Hörsturz auf dem linken Ohr. Ich gebe zu, dass ich schon vor fast 14 Jahren das erste Mal HG verordnet bekommen habe, mich aber bis heute nie dazu duchringen konnte, mir welche anpassen zu lassen. Nur ist die Situation mittlerweile leider so schlimm geworden, dass es einfach nicht mehr zum Aushalten ist, ich bin nur noch gereizt. Dazu kommt auch noch, dass ich sehr oft Überdruck (siehe vorherigen Beitrag von mir) auf dem rechten Ohr habe, so dass das Hörvermögen dadurch noch viel schlechter wird. Alles in allem einfach ätzend! Trotzdem denke ich nun, dass das so, wie ich es momentan mit den HG empfinde, doch nicht wirklich normal sein kann, oder? Man liest doch immer wieder von anderen, wie "glücklich" sie mit ihren Geräten sind und wie toll sie damit zurecht kommen! Oder bin ich so überempfindlich?

Viele Grüße

Klefisch

b9ombxo


Hallo Klefisch,

Du bist sicher nicht überempfindlich. Mein Arkustiker war sehr ehrlich und sagte mir, dass es auch mit den besten Geräten nicht 100% wird und man immer wieder an seine Grenzen stößt. Ich habe mir die Geräte auch erst mal leiser einstellen lassen, damit es nicht so laut und blechern klingt. Trotzdem war ich auch sehr enttäuscht, wird doch weit mehr versprochen.

Als Kind hatte ich auch diverse Mittelohrentzündungen. Ich bin jetzt 43 und damals nahm man das noch nicht so ernst. Ich habe vermutlich schon damals die ersten Frequenzen 'verloren'. Die Hörstürze taten dann den Rest... Allerdings war ich zwischenzeitlich bei einigen HNO's, aber so richtig was dagegen tun konnten sie nicht. Parallel unterstütze ich nun die Sache noch durch einen Homöopathen, damit ich nicht noch mehr Hörvermögen verliere.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Ärzte auf dem Gebiet Ohren noch sehr am Anfang stehen.

Diesen Überdruck im Ohr hatte ich nur in Akutphasen einer Mittelohrentzündung. Aber es ist äußerst unangenehm. Und das Hörvermögen ist dann natürlich sehr eingeschränkt. Beim mir kommt hinzu, dass ich wohl sehr enge Gehörgänge habe. Sind diese zudem noch zu (z.B. durch im Ohr sitzende Hörgeräte, daher kommen diese nicht in Frage für mich), werden sie schnell feucht und entzünden sich.

So oder so ist es nervig. Wäre das Hörergebnis mit Geräten besser, würde ich mich vermutlich auch besser daran gewöhnt haben. Aber wie schon gesagt, ich finde die Leistungen nicht sehr befriedigend. Und ich habe eine Menge verschiedener Marken ausprobiert. Ansonsten sitzt es super hinter dem Ohr und stört nicht (trage auch eine Brille), nur die Lautsprecher kitzeln eben im Ohr.

Einer meiner Ärzte sagte sehr richtig, das man durch ein Hörgerät stigmatisiert sei. Ein Brille - ja, die ist bereits ein Modesache. Die tragen auch viele, die gar keine brauchen. Ein Hörgerät zeigt ganz klar, dass man eine Behinderung hat.

Aber ich hoffe noch fest, dass die technische Entwicklung besser wird und wir dann bald Geräte wählen können, die wirklich ein 'normales' Hören ermöglichen.

In diesem Sinne, viele Grüße

bombo

Kolefixsch


Hallo bombo,

tja, da haben wir scheinbar einiges gemeinsam. Ich bin fast 42 und denke auch, dass es früher mit den Mittelohrentzündungen nicht so genau genommen wurde. Ich weiß zum Beispiel noch, dass ich bei der letzten 12 Jahre alt war und damals konnte ich für knapp 3 Wochen nichts mehr hören. Ich bekam dann Bestrahlungen und Trommelfellmassagen, sicher auch Medikamente, so genau weiß ich das nicht mehr, jedenfalls kam das Hören irgendwann wieder, aber ein Hörtest wurde zu keiner Zeit durchgeführt! In der heutigen Zeit völlig undenkbar! Ich denke auch, dass das damals schon der Anfang meiner heutigen Misere war.

Nun ja, ich werde wohl versuchen müssen, mich damit abzufinden. Im Augenblick sitze ich im Büro und habe versuchsweise mal nur ein Gerät in Betrieb genommen; die Tastatur von meinem Computer macht einen tierischen Lärm aber zumindest konnte ich den Arbeitskollegen verstehen, der mich ständig fragt, was denn meine Ohren heute machen. Dazu muss ich erklären, dass ich im August eine Nasenpolypen-OP hatte, von der ich mir bezüglich des Hörens auch einiges versprochen hatte, was dann aber leider nicht eintraf. Ich habe dem Kollegen dann nur gesagt, dass es nicht so toll ist, habe mich aber nicht getraut, mich wegen der HG zu "outen". Geht Dir das auch so?

Beste Grüße,

Klefisch :-/

blombxo


Hallo Klefisch,

war am vormittag noch etwas unterwegs und komme erst jetzt zum Antworten.

Zuerst einmal wurde 'damals' (ich war wohl auch so 11 oder 12) gar nicht so viel Tamtam gemacht. Ohrenschmerzen, na ist doch nicht so schlimm. Zähne zusammenbeißen. Dann wurde zum Hausarzt gegangen (HNO- gibt es den?!), in einer Kleinstadt, wo ich aufgewachsen bin, war das so ein Feld-Wald-Wiesen-Arzt. Es gab Ohrentropfen und dann wurde die sogenannte Rollkur gemacht. Also Tropfen rein, Watte davor und auf die gegenüberliegende Seite legen. 30 Minuten, dann Tropfen in das andere Ohr u.s.w.

Und Hörtests?? Fehlanzeige. Bestimmt war da bereits der 'Keim' für die heutige Schwerhörigkeit gelegt. Mein Arzt, der mich seit über 15 Jahren ganzheitlich behandelt, vermutet, dass auch meine ständigen Kopfschmerzen und Migräneanfälle damit zusammenhängen. Möglicherweise auch eine Mandel-OP 1971, die nicht richtig ausheilte.

Vor einem Jahr hatte ich ebenfalls eine Mittelohrentzündung, mit anschließendem Hörsturz. In diesem Sommer erneute eine Mittelohrentzündung, hervorgerufen durch eine Erkältung. Nach 4 Wochen gleich wieder, ich war am Verzweifeln. Alle Nebenhöhlen waren auch dicht.

Seit Jahren bin ich, was meine Ohren betrifft extrem 'pingelig', tauche nicht, kein Wasser rein, kennst Du bestimmt.

Als ich letztes Jahr die Hiobsbotschaft bekam, dass ich nun Hörgeräte brauchen würde, hat das ziemlich an meinem Ego gekratzt. Ich war sehr traurig darüber und bin es auch noch heute, weil es auch ein irreparabeler Gehörschaden ist. Die Geräte fallen zwar kaum auf, aber die Leute sehen es natürlich trotzdem.

Im Büro habe ich es dann 'erst recht' getragen und bin in die Offensive gegangen. Meine insgesamt 5 Hörstürze wurde nie so ganz ernst genommen, jetzt war dann Ruhe.

Aber auch ich fand es dann unerträglich laut im Büro mit den Geräten. Jedes Geräusch hat mich erschreckt. Es kam mir vor, als ob ich Flöhe husten hören würde. Dann die ganzen elektronischen Gräte, es gab immer mal wieder Rückkopplungen und dann ein unangenehmes Pfeiffen im Ohr.

Im April habe ich meinen Job allerdings nach 20 Jahren an den Nagel gehängt. Die Hörstürze kamen nicht einfach so, ich war schon arg im Stress.

Es gibt durchaus Tage, an denen ich nicht gerade sehr selbstbewußt bin, dann bleiben die Dinger in der Dose zu Hause. Dann wieder macht es mir nichts aus. Aber mir fällt heute auf, dass doch einige Menschen Hörhilfen tragen.

Hast Du schon einen Antrag zur Feststellung einer Behinderung gestellt? Man hat da gute Karten, weil Hörverlust wohl schlimmer ist, als z.B. erblinden. Ich finde es zwar persönlich mindestens genauso schlimm, tatächlich hat es in der Bewertung einen höheren Stellenwert, wie mir mein HNO erklärte.

Schade, dass Dir die OP nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall gutes Durchhalten. Vielleicht läßt Di die Geräte auch erst einmal ein bisschen leiser einstellen und steigerst es dann langsam. Mir war es anfänglich auch viel zu laut.

Liebe Grüße

bombo

KhlefiDsWcxh


Hallo bombo!

Habe gestern hier nicht mehr weiter gelesen / geschrieben, komme erst heute wieder dazu. Nach Deiner Schilderung muss ich feststellen, dass sich unsere Geschichten doch sehr ähneln. Im letzten Jahr habe ich eine Low-Level-Lasertherapie mitgemacht (wurde hier irgendwo glaube ich auch schon mal diskutiert); ich muss sagen, sie hat bzgl. Tinnitus und anfänglich auch bzgl. des Hörens schon was gebracht. Dann aber bekam ich im letzten Winter eine richtig heftige Erkältung mit allem drum und dran, die sich über etliche Wochen hinzog. In dieser Zeit haben dann natürlich auch wieder meine Ohren verrückt gespielt und ich konnte über einige Wochen so gut wie nichts mehr hören, Von da ab ist es eigentlich nicht wieder richtig in Ordnung gekommen; ich vermute mal, das war dann der endgültige "Todesstoss". Im Moment trage ich wieder nur 1 HG auf der rechten Seite, die so richtig "grottenschlecht" ist. Ich weiss, dass das nicht im Sinne des Erfinders ist, aber obwohl ich gestern nochmal beim Akustiker war und die Teile leiser eingestellt wurden, sind sie mir immer noch beide zusammen extrem zu laut. Mit nur einem Gerät ist das schon wesentlich besser zu ertragen (außer bei Auto fahren, wie Du ja auch selbst geschrieben hast!). Ich hoffe doch sehr, dass wir das (notfalls auch mit anderen Geräten, bin ja noch in der Testphase) irgendwann mal richtig in den Griff kriegen, denn bei den tierischen Preisen würde man sich schon eine optimale Versorgung wünschen, oder?? Mein nächstes Problem ist: Ich spiele Trompete im Verein, da kann ich die HG natürlich auf keinen Fall tragen! Tja, mal schauen, da wird wohl alles so bleiben müssen, wie es war, denn aufhören will ich damit auf keinen Fall, dafür spiele ich schon viel zu lange...

Jedenfalls finde ich es schön, dass hier mal jemand ist, der diese Probleme wirklich selber kennt und dem man nicht, wie anderen Leuten (auch der eigenen Familie) krampfhaft versuchen muss, die eigene Situation zu erlären! Danke einfach mal dafür! *:)

Liebe Grüße,

Klefisch

E@ifUelullxi1


Hallo,

ich bekam mit 22 Jahren einfach HG verpaßt, weil ich einfach schlecht hörte. Wie sich dann herraustellte, ist es hormonbedingt, sprich Pille, die ich dann nicht mehr nahm. Somit blieben die Werte immer gleich. Da ich bereits so schlecht hörte, war ich dankbar über diese Erfindung, war von jetzt auf Gleich glücklich damit. Sie waren super eingestellt. Ich nahm auch gleich die für im Ohr. Somit konnte ich gar nicht testen vorher.

Mit 29 wurde ich schwanger, das gab mir den nächsten Hormonschub. Die Ohren wurden noch schlechter und die Geräte fürs hinter dem Ohr mußten her. Na toll. War anfangs total unglücklich, hätte heulen können. Doch mittlerweile denke ich anders. Sie sind viel angenehmer im Tragen, das Ohr ist nicht so feste zu. Umgewöhnung war es schon, aber es ging.

Dann mußte ich den Arzt wechseln, der dann feststellte, Otosklerose, ich kann operiert werden. Leider ist es aber so, das ich diese OP zu spät machte, Innenohr ist bereits angegriffen und kann ohne Geräte nicht mehr sein, dennoch es ist einfacher, auch ohne höre ich noch einigermaßen und stehe nicht ganz im Leeren.

Nach den OP's mußte ich warten, bis diese Geräte neu eingestellt wurden. Die rechte Seite ist nicht so gut geworden, bin ehr noch auf eine Hilfe angewiesen und nach 3 Monaten wurde es wieder eingestellt. Letztes Jahr im April war die linke Seite dran, die dann wirklich Top wurde, fehlt nur noch was Helligkeit. Da ich so gut nur mit einem Gerät klar kam, dauerte es ne Zeit, bis ich mich ehrlich gesagt überwinden konnte, wieder ja zum HG zu sagen. ES war einfach toll, nochmal das Ohr zeigen zu können.

Also mit der zweiten Seit muß ich sagen, habe ich mich auch schwer getan. Es war alles so laut und unwirklich, schwer zu beschreiben. Es dauerte mind. 4 Wochen, bis ich sagen konnte, nun bin ich froh, das nun doch eins drin ist. Das Gehirn muß sich umstellen und man muß das Hören wieder lernen. Hört sich komisch an, ist aber so. Man muß auch eine positive Einstellung dazu haben, sonst klappt es noch schwerer.

Viel Glück :)*

b@oLmbo


Lieber Klefisch,

keine Ursache. Vermutlich hören ganz viele Leute schlecht und bräuchten Hörhilfen, sie wissen es nur nicht. Das ich nicht mehr so gut höre, wußte ich schon, aber das es so schlecht ist (links 20% Hörvermögen, rechts 80%) war mir auch nicht bewußt. Und über die Jahre hat man sich an das schleichend schlechtere Hören einfach 'gewöhnt'. Und mit den Geräten ist dann plötzlich alles so laut, wie ursprünglich. Das war und ist für mich der Stress pur. Daher entscheide auch ich ganz allein, wann ich die Dinger tragen will. Und es gibt durchaus Zeiten, da trage ich sie tagelang nicht! Nur mein Mann stellt ab und zu fest, dass ich schlecht höre. Jedenfalls behauptet er , dass ich manche Dinge nicht hören 'will'...

Lass' Dir bloß nicht den Spaß am Musizieren dadurch nehmen. Der arme Beethoven war wirklich taub und hat wunderbare Musik komponiert!

Mittlerweile habe ich auch vor jeder Erkältung Angst. Denn garantiert schlägt sich das auf meine Ohren. Die Tuben sind dann ruckzuck alle zu und die Bakterien wandern still und leise Richtung Ohr.

Preis/ Leistung - dass ist auch so ein Thema bei Hörgeräten. Sie sind verdammt teuer und ich hatte mir daher auch weitaus mehr Leistung erhofft. Vielleicht bin ich da auch zu anspruchsvoll. Aber die Werbung hält definitiv nicht, was sie verspricht. Hier kann man nur hoffen, dass die Entwicklung gute Fortschritte macht, von denen wir dann profitieren.

Ich fahre heute über das Wochenende zu meinen Eltern, freue mich aber, wieder von Dir zu hören. Und bis dahin: Kopf hoch und durch!

In diesem Sinne wünsche ich Dir ein schönes Wochenende

bombo

SqusZizxuki


Hallo ihr Beiden! *:)

Ich habe euer Gespräch gelesen. Auch ich hatte etliche Hörstürze - durch meinen beidseitigen Morbus Meniere mit Tinnitus.

Vor vielen Jahren war ich beim Ohrenarzt und dem Akustiker. Dort hat man auf meinem linken Ohr -30% und auf dem rechten - 70% festgestellt. Weil ich links noch recht gut hören konnte, bekam ich (auf eigenen Wunsch) nur ein HG für mein schlechteres Ohr.

Damit habe ich, wie ihr, ziemlich zu kämpfen gehabt. :-/

Zuerst war ich happy wieder was zu hören, aber dann, auf der Straße bekam ich den Schock meines Lebens - alles war sooo laut und voller Lärm. Das Geräusch der Autos - unerträglich. Husten der Menschen erschreckte mich total. Zum Glück hatte mein HG ein Rädchen zum einstellen der Lautstärke.

Aber dennoch kann ich mich nicht für ein Tragen des HG entscheiden. Lieber höre ich schwer als zu deutlich, dass macht mich schreckhaft und gestresst. Auch ist mein schlechtes Ohr von innen zu. Als ob sich hinter dem Trommelfell Wasser/Lymphflüssigkeit gesammelt hat. Das liegt an dem chronischen Morbus Meniere. Manchmal ist es weniger - dann höre ich etwas besser. Dann ist wieder alles zu und auch wenn das HG alles lauter in mein Ohr bringt, versteh ich davon nichts. Es hört sich an, wie unter Wasser besprochen.

Nun liegt mein HG in der Schublade. Ich weiß, dass ich kein gutes Vorbild bin. :|N

Vor ein paar Jahren habe ich einen alten Mann mit einem HG erlebt. Ich stand mit einem Kollegen von mir an einem Holzschredder (ziemlich sehr laut das Gerät) und wir konnten uns nur durch Schreien unterhalten. :-o Nun ja, der oben erwähnte Opa kam hinzu und trug zwei Hörgeräte, die die Hintergrundgeräusche unterdrücken und nur das gesprochen Wort hervorheben. Dieser Mann hatte mit dem Lärm gar kein Problem, ich habe ihn so beneidet. Meine Akustikerin sagte mir daraufhin, dass solche Geräte sehr sehr teuer seien.

Für mein Geldbeutel unerreichbar!

Ich glaube, dass ich noch etwas länger schlecht hörend rumlaufen werde.

Kommt Zeit - kommen bessere und dennoch günstigere Hörgeräte.

Euch Beiden,

ganz liebe Grüße,

Susizuki

K3lef:ixsch


Hallo Eifelulli1, hallo bombo!

Habe noch eine Frage: wie kommt Ihr mit dem Telefonieren zurecht, wenn Ihr die HG drin habt? Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass es o h n e HG besser klappt als mit, kann das sein? Oder ist das auch noch eine Frage der Einstellung der Geräte??

Übrigens zu bombo: den Kopf behalte ich auf jeden Fall oben, hatte gestern ein nettes kleines Erlebnis mit dem HG: abends wollte ich nochmal kurz mit dem Hund raus gehen, hatte eigentlich die HG schon rausgenommen; da ich aber auf dem rechten Ohr durch diesen Überdruck sowieso so schlecht höre, dachte ich: setz es rechts nochmal rein, vielleicht trifft man draußen jemanden, mit dem man ein kleines Schwätzchen halten kann. Mache ich meistens ganz gerne, allerdings in der letzten Zeit immer seltener, weil das mit dem Hören so schlecht ist (habe dann immer gesagt, dass ich grad keine Zeit habe oder ähnlich blöde Ausreden). Und, was soll ich sagen: die Nachbarin steht draussen und wir haben uns kurz unterhalten und ich musste nicht ein einziges Mal nachfragen! Wow! Das war vielleicht super!! Von daher: Ich bleibe auf jeden Fall am Ball! Wünsche Dir auch ein tolles Wochenende bei Deinen Eltern und freue mich ebenfalls, wieder von Dir zu hören!

Übrigens: Wir sind morgen abend auf dem Höhner-Konzert in der Kölnarena! Freue mich tierisch und da brauche ich auch keine HG´s!!!!;-D

KNlef9iscxh


Hallo Susizuki,

das tut mir echt leid für Dich, dass Du so schlecht mit Deinem HG zurecht kommst!

Aber bzgl. der Preise: gibt es nicht auch eine Möglichkeit der Ratenzahlung? Ich meine, das kann doch nun wirklich keiner verlangen, dass man mal eben so mehrere tausend € einfach so auf den Tisch des Hauses legen kann?? Kenne mich da noch nicht so aus, habe aber schon die Erfahrung gemacht, dass man sich in diesem unserem Lande das Kranksein heutzutage tatsächlich "leisten" können muss! Ich denke da nur an die Kosten für die Infusionen nach dem Hörsturz im letzten Jahr; das musste ich ja auch selbst bezahlen, mal eben 200,00 € weg! Und was ist, wenn man das Geld nicht hat?? Pech gehabt oder wie?? Toller Sozialstaat, muss man schon sagen! Sorry, aber das sind Dinge, die mich immer wieder unheimlich ärgern! Wünsche Dir trotzdem einen schönen Tag und dass es doch noch eine annehmbare Lösung für Dich gibt!

Liebe Grüße,

Klefisch *:)

B;raiam


Ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen - allerdings lassen die ersten posts darauf schließen das ihr durchweg eher ältere Geräte habt.

Ich bin jezt 22, habe Hörgeräte beidseitig seit etwa 17 Jahren und kommt damit super zurecht, was wohl aber auch damit zusammenhängt das ich sehr gute Geräte vor knapp 7 Jahren verschrieben bekommen habe...

damals noch komplett von der Kraka gezahlt (weil ich ja Kind war)

Nun als Erwachsener würde die Kraka grade mal knapp 500 Euro pro Gerät zahlen, was im Gegensatz zu den Kosten der Geräte vor 7 Jahren (pro Gerät ~2000 Euro) lächerlich ist.

Was ich eigentlich sagen möchte:

Die billigen Geräte (also jene die die Kasse voll zahlen würde also um die 500 Euro) taugen nichts, das ist einfach fakt ^^

Es empfiehlt sich sehr, sich gut beraten zu lassen - und dann auch in die eigene Tasche zu greifen, da ein gutes Hörvermögen die Basis für ein gutes Leben ist zumidnest ist das meine Erfahrung.

Ich habe auch Probleme in großen Menschenmengen / bei lauter Musik etc aber es ist bei weitem nicht so schlimm wie mit Geräten die einfach pauschal alles verstärken würden (solche hatte ich in der "Anfangs"zeit und der Unterschied zu den jetzigen Geräten ist ein himmelweiter - der Klang ist auch viel blechiger

(meine Geräte "filtern" in gewisser Weise Geräusche, d.h hellere höhere Töne (meistens Sprache) werden mehr verstärkt als dumpfe und tiefe Töne (was meistens Umgebungslärm ist)

auch reguliert das Hörgerät selbstständig die Lautstärke in einem gewissen Rahmen, was mir also lästiges Drehen am Lautstärkerädchen erspart wenn es wo mal lauter ist ...

(natürlich wenn es richtig zu laut ist muss ich trotzdem leiser drehen aber das geht ja jedem so ^^)

Weiß nicht was ich nun noch dazu schreiben soll, werde infach mal eure Antworten abwarten :)

lg

Braim

iZPnkt.chen


hallo,

ich trage seit ich 3 jahre alt bin hörgeräte. bin jetzt 20. und ich kenne es einfach nicht mehr anders. ein gespräch auf der straße ist nur möglich, wenn ich die stimme, die ich da kaum wahrnehm und die lippenbewegungen der leute sehr gut kenne, also nur bei bekannten, freunden. sonst ists schwer. auf der straße hör ich nur autos. in letzter zeit nervt mich das abe rbesonders, obwohl es nie anders war. ich glaub ich werd mal versuchen was nachstellen zu lassen...

ich musste mit 3 ein medikament nehmen, was mich schwerhörig gemacht hatte über jahre, ich war schwerkrank. habe da snur 2 wochen genommen aber mein gehör hat sich bis zum 14. lebensjahr immer weiter verschlechtert... dann war pause, bzw geht nur noch gaaaanz langsam. meine letzte audiometrie war wieder etwas schlechter.

ohne hörgeräte hör ich gar nichts mehr... hab auch nen b ausweis 100% und G und H und RF

mit hörgeräte hör ich aber meiner meinung nach ganz gut im vergleich ohne eben. weil das die stärksten sind, dies zurzeit gibt, ich glaub von phonak... und eben hören viel trainiert hab, automatisch, war früher auf normalen schulen...

begeistert von hörgeräten? weiß nicht, ob ich das bin. aber wohl ja, einfach nur, weil ich ohne halt nichts hör. aber meiner meinung nach könnte da noch viel verbessert werden, man hat zuviel nachteile, wind, auto...

ich werd auf jeden fall mal nachstellen gehen, obwohl ich das hasse, diese umstellung, das andershören. das wra bei jedem neuen hörgerät schlimm genug... aber probieren kann mans ja,w egen der autos =)

Kylefxisch


Hallo Braim,

ich denke mal, da ich erst seit Montag "ausprobiere", wird mein Gerät (von Widex) wohl eher der neuesten Generation angehören. Allerdings kann ich da selbst nichts dran verstellen; es heißt immer, es gäbe noch eine Fernbedienung dazu, aber die bekomme ich wohl im Moment noch nicht, weil ich ja nur teste und es noch gar nicht feststeht, bei welchem Gerät ich am Ende wirklich bleibe. Also muss ich wohl vorläufig einfach mal ausharren und sehen, wie es wird. :-/

Klefisch

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