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Mandel-OP Bericht aus dem Krankhaus

j[ackjovnes_hxb hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

ich möchte euch mal mit meinen Erfahrungen konfrontieren. Ich bin 22 Jahre alt und leide schon seit Kindestagen an meinen Mandeln. Als Kind hatte ich oft Scharlach, später Mandelentzündungen. Bestimmt 4x im Jahr.

Das letzte Jahr waren meine Mandeln dauer entzündet. Ich bekam irgendwann Herzrythmusstörungen und komische allergische Reaktionen mit Kreislaufzusammenbruch, Krankenwagen KRankenhaus usw... keiner wusste wieso oder warum. Hinzu kommt das ich ständig schlechten Atem und diese Mandelsteinchen hatte.

Ich habe mit dann vor 4 Wochen zur Operation entschieden. Natürlich war es schwierig sich mit dem Gedanken an zu freuden... Ich erzähl euch mal von meinen Erfahrungen hier im Krankenhaus:

Tag#1

Vorstationäre Aufnahme, vorstellung, besprechung usw... Eher unspektakulär

Tag#2

Tag der OP! 7:30Uhr ins Krankenhaus, ins Bett gelegt (3 Bett Zimmer, in dem wir aber nur zu 2 waren).

8:00Uhr Beruhigungsmittel bekommen und entspannt ;-)

8:30Uhr in den OP gefahrn worden, auf den OP Tisch gekrabbelt, in den richtigen OP Saal gefahren wurden.

Zugang bekommen, und ein wenig Sauerstoff. Hier waren alle sehr sehr nett, und an das letzte an das ich mich erinnern kann war: Wir passen gut auf Sie auf, machen Sie sich keine Sorgen... Ich muss irgend etwas komisches gentwortet haben, weil die dann gelach haben, weiss ich aber nicht mehr.

NArkosemittel bekommen, 7sec später eingeschlafen. Da fühlt man sich von jetzt auf gleich wie nach ner Flashe Vodka. Witzig.. ;-)

Kurz vor 9 aufgewacht im Aufwachraum. Habe mich gleich ins Bett gesetzt und war Fit... das war ich bei bisherigen Operationen nie. Ich hatte etwas schmerzen, und mir wurde gleich ein Schmerzmittel gespritzt. Auch hier waren wieder alle sehr sehr nett. Ich habe auch noch nach Eis zum kühlen gefragt, habe ich auch bekommen. Alle anderen Leute im Aufwachraum waren ziemlich verballert und haben gefragt wo sie sind usw...

Kurz darauf bin ich in mein Zimmer und war bis abends wach. Schmerzen hatte ich nur beim Schlucken.

Tag#3

1. Tag nach der OP, schmerzen waren morgens sehr unangenehm. Habe gleich viel getrunken, und immer alles gegessen. Brot ohne Rinde, Suppe usw...

Tag#4

Schmerzen wurden noch etwas intensiver. Bekam anderes Schmerzmittel und Brot ohne Rinde ;-)

Tag#5

Das ist Heute, schmerzen beim Schlucken habe ich. Und das ist auch wirklich unangenehm, Angst habe ich vor möglichn Nachblutungen. Die Ärztin meint aber die Beläge sehen gut aus. Wenige und dünn. Ich zwinge mich viel zu trinken.

Allgemein ist es sehr langweilig im Krankenhaus. Aber es sind alle sehr sehr freundlich! Ich fühle mich sehr wohl hier, und gut aufgehoben.

Erster erfolg, meine Nase ist nach dem Aufstehen garnicht mehr verstopft.

Die Schmerzen sind vorhanden, und auch nicht zu vernachlässigen. Aber diese sind zu ertragen! Das verspreche ich Euch! Vor der Operation braucht niemand angst zu haben!

Antworten
EIhema]ligeHr Nutzerv (#325x731)


Schön das du alles so gut überstanden hast, es wird ja wohl auch morgen oder übermorgen nach Hause gehen.

Krankenhausaufenthalte sind langweilig, das stimmt. Habe selber vor kurzem 2,5 Wochen auf der HNO gelegen und es hat immer den Anschein, dass die Tage nicht umgehen wollen. Aber glaub mir, auch die Zeit vergeht ;-)

jaa,ck;jones8_xhb


Hallo Mellimaus!

Also wenn man sich ein wenig beshäftigt, geht es. Meine Eltern waren auch oft hier, und meine Freundin jeden Tag. Leider liege ich nun alleine im Zimmer. Schade, war sehr nett mein Bettnachbar! Hat mich oft zum lachen gebracht.

Ich möchte nur allen Mut machen, die das ganze noch vor sich haben! Hier kursieren ja Horrorgeschichten! Ich werde jeden Tag gefragt ob meine Schmerzmittel ausreichend sind, und man bekommt was dagegen, wenn man möchte. Und das wird in jedem Krankenhaus so sein!

Habe heute Nachmittag schon Schokokrossies und Haribo gegessen. Allerdings muss ich noch regelmäßig Schmerzmittel einnehmen. Sollte man auch machen. Nur dazu sei gesagt, daß ich nur beim Schlucken schmerzen habe.

d1olp9hin7x9


Oh man, da ergeht es Dir echt gut. Wenn ich da an meine OP und die Schmerzen danach denke. Wäre manchmal am liebsten aus dem Fenster gesprungen. Aber es ist ja Gott sei Dank bei jedem anders.

Gute Besserung noch weiterhin!

EYhemal{iger N&utz~er (#322573x1)


@ jackjones

Bin ja selber Krankenschwester, ich kann auch immer nur sagen, wenn Patienten Schmerzen haben sollen sie den Mund aufmachen, dann bekommen sie etwas und wenn ich nichts mehr geben kann, dann kann ich mir was anordnen lassen. Leider muss niemand!

EBhemRaliger xNutzetr (#832573A1)


Leiden meinte ich natürlich ... warum kann man nicht editieren??

jOackjtonexs_hb


Ich denke auch, dass es dafür keinen Grund gibt! Zumindest sollte man die Schmerzen so unterdrücken dass man Sie nur leicht wahrnimmt.

Aber mal was anderes, ich habe eben erfahren was Krankenschwestern und Ärzte verdienen. Die arbeiten ja im Schichtdienst Nachts, am Wochenende, Feiertage etc.... das finde nicht angemessen. Wenn man mal betrachtet was Fußballspieler auf dem Konto haben...

Aber das ist eine andere Sache!

EFhemalibger NuStzer 9(#3257x31)


Tja das stimmt wohl, reich werde ich mit dem Job nicht. Aber das ist in allen sozialen bereichen das gleiche

j7ac)kjonEes>_hb


Tag#7 bzw. 5 Tage nach der OP.

Heute morgen habe ich gemerkt das die Schmerzen ein wenig abgenommen haben. Von den Medikamenten (Tramal) welche ich Nachts einnehmen soll bekommt man sehr verwirrte Träume. ;-D

Gestern Nacht war ich alleine, heute ist schon jemand neues eingezogen. Leider spricht dieser nicht so gut Deutsch und ist schon etwas älter. Naja.. Vorraussichtlich werde ich Mittwoch entlassen. Heute wieder alles Essen und Trinken was mir über den Weg läuft.

Es grüßt die 3 Köpfige Raupe :p>

jeac'kjonePs_hxb


Tag#8

Die Schmerzen werden weniger. Das ist super! Schmerzmittel bekomme ich noch immer.

Morgen darf ich nach hause. Wie toll! :)^

So ich habe nur ein paar beiläufige Probleme. Der andere Bettnachbar schnarcht, röchelt usw... Und ich konnte natürlich nur ganz wenig schlafen. Und eben ist noch ein sehr alter, unfreundlicher Mann eingezogen, der auch einen sehr üblen Körpergeruch absondert. :-o

Naja, keine 24h mehr, das werde ich überleben!

*:)

E-hemalIige7r Nut3zer (#x325731)


Lass dir doch Ohropax geben, die haben sowas auf Station ...

hYom[er2.x0


erst mal Gratulation! Denke, Deine Einstellung hilft sehr, das alles schnell und unkompliziert hinter Dich zu bringen.

ICh hatte meine Mandel-OP mit gleichzeitiger Gaumensegelstraffung am 19.11.

Die Klinik, die ich dafür wählte war von den Zimmern her schauderhaft. Der Operateur und die OP's jedoch sind sehr gut und genießen einen überregional guten Ruf, weswegen ich das Alte Gemäuer auf mich nahm.

Tag 1 (Vorbereitung) 18.11.

Bin nachmittags angekommen, Anästhesistengespräch, Voruntersuchung, Aufklärung über Risiken etc... Danach Abendessen. (das war die erste Ernüchterung, dass ich mich in einem Krankenhaus befinde - ich bin danach zum goldenen M und habe mir noch ein ehrliches Burgermenue geleistet) :)

Tag 2 (OP) 19.11.

7:30h wecken, frühstück, Beruhigungstablette (Herrliche LMAA EInstellung), duschen und dann abflug...

9:00h setzte man mir die Narkose bereits um 9:45h war ich schon wieder in der Aufwachstation. Mir ging es gut. Den Rest des Tages habe ich viel geschlafen. Gelegentlich hielt ich einen Eispack an den Nacken.

ICh bekam eine ordentliche Menge an Antibiotika als Infusion

Tag 3 (POST-OP) 20.11.

Wieder schrecklich früh geweckt, Novalgintropfen, 500mg Antibiotika und 50mg Voltaren. Später Frühstück - ich war überrascht. Ein schwacher Kaffee, Ei, ungetoasteter Toast, NAturjoghurt und Naturquark, Butter und Streichkäse. Ging sehr gut

Vor dem Mittag und Abendessen gabs wieder Novalgin und Voltaren. Vor dem Schlafengehn nochmal Antibiotika...

Das wiederholte sich dann bis Samstag.

Tag 6

Am Sonntag habe ich mich auf die Barrikaden gestellt. Ich wollte und konnte es nicht mehr ertragen in dieser Klinik zu bleiben. Die Zimmer waren furchtbar klein und eng. Die Toilette über den Gang, die DUschen meist belegt und meine Zimmergenossen röchelten und stöhnten die ganze Nacht durch. Vom vielen MP3 hören taten mir die Ohren weh.

(Ich muss auch dazusagen, dass ich mit 16 furchtbar lange im Krankenhaus war und das offensichtlich nicht sehr gut überwunden habe)

Tag 7 (erster tag zuhause)

Mir ging es blendend. Auser den Schluckbeschwerden, die sich aber einstellten kurz nach dem EInnehmen von Novalgin. Danach schnell essen und gut.

Tag 8 (NAchuntersuchung)

Alles prima lt. Arzt. ICh bin noch eine Stunde durch die STadt ein paar Dinge besorgen und anschließend nach Hause. DAnach hatte ich Schüttelfrost und plötzlich akkutes Fieber. Ein befreundeter Arzt kam sofort. Bis dieser da war, legte sich das Fieber auch schon wieder und mir ging es recht gut. Er meinte, das könne schon mal kommen, sei aber nicht normal. Sollte ich wieder Fieber haben, muss ich in die Klinik zurück.

Tag 9

Völlig unkompliziert. Wenig gegessen - as usual... bisschen Magenkrummen.

Tag 10 (Medikamenteschock)

ICh wachte auf, war ziemlich im Eimer. Als ich aufstand war mir fürchterlich kalt. Ich stellte die Heizung höher und ich frohr immer mehr. Dann kamen Durchfall und später Erbrechen. Ich habe mich dann von der Rettung abholen lassen, da niemand die Möglichkeit hatte mich zu fahren.

Es stellte sich heraus, dass ich entweder die Starke Medikamentation von Antibiotika oder Voltaren nicht vertrage. Jedenfalls hatte es extreme Darm und Magenbeschwerden hervorgerufen.

Ich nehme jetzt gegen die Schmerzen Tilidin und für den Magen Hefetabletten. Es gab noch eine Infussion und ich durfte wieder heim.

Tag 11

Ging es mir wieder gut und wie gewohnt. Nur weniger Schmerzen, da Tilidin wohl das stärkere Schmerzmittel ist.

Tag 12

Heute... geht es mir wieder richtig gut. Ich kann noch immer nicht richtig essen, aber rundum gesehen erkenne ich einen deutlichen Fortschritt. Ich hoffe, dass sich im Laufe der nächsten Tage die Schmerzen einstellen. P.S. heute habe ich noch keine Tabletten genommen - ich wollte wissen, wie ich ohne über den Tag komme.

Fazit:

Es ist schmerzhaft - damit muss man leben. AUch mit der ZWangsdiät muss man auskommen. Ich liebe Essen, daher empfinde ich das als äußerst unangenehm nicht das Essen zu können, wonach mir ist. Aber immerhin 5 kg weniger. ;-)

Nachblutungen hatte ich keine, dafür aber eine Überreaktion durch die Schmerzmittel. Sehr selten und war in den Griff zu bekommen. Also hier bitte nicht verunsichern lassen. ICh denke, das geht nicht jedem so.

Krankenhaus - auch hier ist das bei mir individuell, eben weil ich so viel in diesen Miefbuden hockte und da schnell zum Koller tendiere.

Gaumensegelstraffung: MEine Freundin ist überglücklich - ich schnarche nicht mehr. :) *freu*

Insgesamt sollte man sich vor Augen führen, dass die Mandelop im erwachsenenalter zwar mehr Risiken birgt, aber nicht automatisch schreckliche Folgen haben muss. Die allermeisten verlaufen völlig Komplikationsfrei.

Gute Besserung allen, die es brauchen

und schöne ZEit allen, denen es gut geht

Andi

A0njaxKZ


Das ist schön hier mal positive Berichte zu lesen.

Bei mir ist es am 10.12. soweit und ich muss sagen,. dass ich schon etwas nervös bin... Hab wohl etwas zu viel darüber gelesen....

Aber so wie es momentan läuft... Dauernd Halsschmerzen.... Ist auch nichts...

Eine Frage: So rein vom Gefühl her... Ist eine Mandel-OP so in etwa wie Weisheitszähne? Ich hatte alls 4 auf einmal raus bekommen und hatte keine Beschwrden...

EShemal@iger Nu2tzer (#T32x5731)


Nee, ist eigentlich nicht vergleichen. Bei den Weisheitszähnen hast du ja keine Schmerzen beim schlucken oder so. Das sind schon unterschiedliche Schmerzen. Aber die Mandel OP ist von den Schemerzen her gut erträglich wenn du Schmerzmittel nimmst

j7ackjoZnes_xhb


HAllo Homer2.0

Ich habe nich etwas länger nicht gemeldet. Ich bin zuhause, und mache eigentlich alles. Ich nehme seit 2 Tagen keine Schmerzmittel mehr. Es tut nicht mehr weh!

Die Langeweile ist wohl das schlimmste. Vor der OP brauchst du keine Angst zu haben. Die Schmerzen sind auch wirklich erträglich! Etwas stärker als ne Mandelentzündung. Auch ich hatte immer Halzschmerzen vor der OP. Und immer Sekret im Hals/Rachen/Nase.

Ich kann garnicht verstehen wieso hier so viele Horrorgeschichten kursieren... Such dir ein Krankenhaus mit HNO Abteilung, dann wird das schon werden!

Ich wünsche Dir alles gute! Wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne anschreiben!

Ich spiel jetzt weiter mit der Wii, die meine Eltern mir aus Mitleid geschenkt haben (:

(Mitleid wegen Langeweile, ganzen Tag alleine, Freundin arbeitet etc... )

Bis dann!:)^

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