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Kristalle im Ohr verantwortlich für Schwindel?

M4erli{nchexn7 hat die Diskussion gestartet


So langsam hab ich keine Lust mehr....................... :°( Seit 6 Monaten hab ich nun mit Schwindel zu tun. Folgende Ärzte hab ich schon durch: Hausarzt (ist Kardiologe) - Blutbild o.B., Langzeit-EKG o.B., Augenarzt - alles okay, HNO - Gleichgewichtsorgan okay, Neurologe - diverse Tests, EEG - alles o.B., Orthopäde - meint, nach 3-Min.-Untersuchung im Nacken (wo angeblich nix blockiert sei) das käme von der Arbeitshaltung am PC und zu wenig Bewegungsausgleich (mag ja sein, aber wenn man nun mal so arbeiten muss, ich kann ja nicht vorm Rechner hin und her rennen :-|) Außerdem sitze ich nun seit fast 13 Jahren vorm Rechner und urplötzlich gehts nicht mehr? :-/ Gestern war ich dann auch noch in der Röhre zum CT (diese Untersuchung bekam ich erst auf mein Drängen hin, ich wollte Tumor etc. ausschließen) - da haben sie auch nix gefunden. Der Radiologe kam dann auf diese Kristalle im Ohr zu sprechen, das würde passen mit einer Aussage meiner Hausärztin, die auch auf den gutartigen Lagerungsschwindel tippt. Und auch der HNO-Arzt hatte dies erwähnt. Hat jemand von euch das auch und wenn ja, wie äußert sich das bei euch? Also wie oft habt ihr die Beschwerden, oder sogar durchgehend, nach bestimmten Tätigkeiten oder eher in Ruhe usw.?

Bei mir ist es so: Es fing im November 2008 an, ich würde es als Benommenheitsschwindel bezeichnen, da hatte ich es vielleicht mal 2 Tage, dann wieder 1-2 Wochen Ruhe, im Laufe der Monate vermehrte sich das ganze, jetzt hab ich es fast täglich, mal mehr, mal weniger. Solange ich in Bewegung bin (putzen, rumlaufen, shoppen gehen etc.) merke ich kaum was, eher wenn ich sitze (speziell beim Arbeiten am PC/CAD), wenn ich liege (aber nicht immer) oder "ruhig" stehe. Manchmal wird es extrem, wenn ich anfange zu essen (evtl. die Kaubewegung, die dann zum Ohr hin ausstrahlt? :-/) dann wird mir übel, und ich stelle das Essen ein. Seit Anfang März nehme ich auch ab mit WW, das wirkt sich sicher auch manchmal nachteilig aus, der Körper stellt sich ja um mit dem weniger und anders essen. Aber das kann definitiv nicht die Ursache sein, denn die Beschwerden sind ja schon viel früher da gewesen. Also Kristallschwindler, gebt mir eure Erfahrungsberichte, vielleicht finde ich mich darin wieder und vielleicht habt ihr Tipps, was man da so machen kann. Ich bekomme auch seit 2 Wochen Tabletten gegen den Schwindel (Vertigo meresa 200), die helfen aber auch nicht immer. (Betablocker nehme ich sowieso seit 4 Jahren wegen Blutdruck, der ist aber laut Hausarzt auch nicht ursächlich für den Schwindel) Das gemeine ist, dann fühle ich mich mal 2 Tage wieder top, mache auch wieder viel außer Haus, und dann urplötzlich ist es wieder schlecht und ich häng wieder da, das zieht einen voll runter. Zur Arbeit zwinge ich mich hinzugehen, ich kann ja nicht dauernd ausfallen, bisher kriege ich im Büro auch alles geregelt wie vorher, aber das häufige Gefühl, aus den Latschen zu kippen ist nicht wirklich toll. :(v

LG

Schwindel-Merlinchen

Antworten
jvü:rdgeEnx44


Hallo Merlinchen7,

ich habe zwar mit diesem "gutartigen Schwindel" keine Erfahrung, aber als Morbus Menière-Erkrankter habe ich mich zu Beginn meiner Krankheit, mit vielen möglichen Schwindelursachen beschäftigt.

Typisch sind beim gutartigen Lagerungsschwindel kurze Drehschwindelattacken nach bestimmten Kopfbewegungen, aber auch beim Bücken oder Hinlegen. Die Schwindelanfälle können von wenigen Sekunden bis zu einer Minute anhalten. Bei dieser Erkrankung haben sich kleine Kalkkristalle, sogenannte Otholithen aus den Gleichgewichtsbläschen abgelöst.Diese lagern sich dann bevorzugt in den nahegelegenen hinteren Bogengang ab. Bei Lagerungswechsel geraten diese in Bewegung und bewirken eine Reizung der Sinneszellen und verursachen damit eine intensive Drehschwindelattacke.

An sich ist die Diagnostik auch schon die Therapie: Wird der Betroffene aus dem Sitzen in die Seitenlage gekippt, verlagern sich diese Kristalle. Ein dadurch hervogerufener Schwindel wird vom HNO-Arzt durch die Frenzel-Brille beobachtet und bewertet.

Werden diese Otholithen als Ursache erkannt, kann man durch die oben erwähnten Lagerungsänderungen die Steinchen wieder aus dem Bogengang "herausschleudern"!

Vielleicht sprichts Du Deinen HNO-Arzt mal auf diese "Therapie" an.

Alles Gute

Jürgen

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