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"Hörsturz mit Nebenwirkungen" - bitte um Tipps

H.SV*Kai82 hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen an alle,

ich benötige ein paar Tipps und Schubser in die richtige Richtung, da ich momentan verzweifle

und kurzfristig nicht weiter weiß:

Kurz zu mir:

Ich bin 27 Jahre und männlich.

Am 01.08. war ich mit meiner Freundin in Hamburg unterwegs. Bei schnellen Kopfbewegungen (links / rechts Drehungen) hatte ich das Gefühl,

ein Flimmern vor den Augen zu haben. Habe mir aber nichts dabei gedacht, vielleicht war das aber schon ein Warnhinweis?

Am 02.08. erlitt ich auf dem nach Hause weg von einem Freund gegen Mitternacht einen Hörsturz. Dieser äußerte sich darin, dass ich auf dem rechten Ohr doppelt hörte und mich ein wenig wie betrunken fühlte. Dazu hatte ich beim Einsteigen ins Auto ganz kurz das Gefühl leichte Rückenschmerzen unten links zu haben, eine Art ziehen.

Da ich zuvor auch ein paar Bierchen getrunken hatte (ich wurde gefahren!, Dont Drink and Drive) habe ich

es vor dem zu Bett gehen daher auch für eine Nebenwirkung des Alkhols gehalten und legte mich schlafen.

Am folgenden Sonntag morgen hatte sich am Doppelton hören jedoch nichts geändert, zudem hatte einen Druck auf dem linken Ohr, Schwindelgefühle und war sehr geräuschempfindlich.

Ich ließ mich ins Krankenhaus fahren, wo sich in der Notaufnahme eine Ärztin kurz um mich kümmerte.

Sie schaute mir optisch ins Ohr und diagnostizierte einen Erguss im rechten Ohr und verschrieb mir Ibuprofen.

In den nächsten zwei Tagen tat sich keine signifikante Verbesserung ein, so dass ich am Mittwoch, den 05.08.09 zum

Hausarzt ging. Er sagte die Diagnose Erguss sei mutig, da diese durch einen einfachen Blick ins Ohr nicht klar zu erkennen sei und

verwies mich direkt an einen HNO Arzt, wo ich direkt hinfuhr.

Der HNO führte einen Hörtest und einen Trommelfellschwindungstest durch und diagnostizierte

einen Tieftonhörsturz. Er verschrieb mir Trental 400 und "kein Stress". Ich blieb also krank zu hause und fühlte mich auch so...

Ich nahm also Trental ein und konnte nach einem Tag tatsächlich eine leichte Verbesserung des Doppelton hörens feststellen,

allerdings traten jede Menge Nebenwirkungen auf: Drehschwindel, Übelkeit, Schüttelfrost, Herzrasen, Atemnot, usw..

Nach einer sehr unruhigen Nacht, in der ich fast 112 gerufen hätte, fuhr meine Freundin mich ins Universtitätsklinikum

nach Hamburg, wo ich erneut in die HNO kam. Dort wurde ein sehr umfassender Hörtest absolviert. Diagnose:

Hochtöne sind weg. (Zur Erinnerung: Beim HNO waren es die Tieftöne!).

Ich beschrieb meine Leiden mit Trental, worauf mir Prednisolon (Cortison) nach dem Stennert Prinzip (ausschleichend)

verschrieben wurde. Dazu nahm ich Ginko.

Eine Woche nach dem Hörsturz zeigten sich langsame Erfolge: Ich konnte wieder besser hören,

der Druck im linken Ohr verschwand und der Tinnitus wurde schrittweise leiser. Ich hatte ein großes Stück Lebensfreude zurückgewonnen und war sehr breit am Grinsen und vor Freude am Weinen!

Dennoch treibt mich das wechselnde Ohrengeräusch (erst wie eine Stubenfliege, dann ein tiefer Brummton, dann ein Morsealphabet, jetzt ein Mix aus allem, aber leiser)

psychisch an den Rand der Verzweiflung, da ich mir kein Leben ohne meine geliebte Ruhe (ich liebe Ruhe und Einsamkeit total) und mit diesem nervtötendem Ohrton vorstellen kann.

Während der weiteren Cortisonbehandlung stellte sich innerhalb der nächsten 3 Tage nach und nach eine leichte Verbesserung ein und ich schöpfte ein wenig Mut,

da es Situationen gab in denen ich den Tinnitus nicht mehr wahr genommen habe. Zudem besuchte ich erneut den HNO, der mir ein 100%iges Gehör bescheinigen konnte,

sowie einen Internisten zur Abklärung organischer Schäden, des Bluthochdrucks und der Blutwerte.

Da ich mir selbst in den letzten Tagen aufgrund einer inneren Unruhe (sehr stark ausgeprägt) den Blutdruck 3x täglich gemessen hatte (Durschnitt lag bei 160/93, 83 Herzschläge pro Minute),

sprach ich den Internisten darauf an. Er meinte jedoch, dass bei einer inneren Unruhe eine Blutdruckmessung nicht aussagekräftig sei.

Zudem waren weiterhin eine psychische Niedergeschlagenheit, sowie das Herzrasen und Verspannungen im Schulter/ Nackenbereich vorhanden.

Am gestrigen Abend, der 12.08.09, schaute ich abends ein wenig in die Sterne. Die Perseiden sollten ja am Himmel schöne Sternschnuppen sichtbar machen.

Mit dem Kopf im Nacken schaute ich also etwas nach oben, als plötzlich auf dem rechten Ohr ein weiterer Hörsturz (30sekunden, SChwindel, Brummen, Druck auf dem Ohr) auftrat.

Dieser Verschwand zum Glück so schnell er kam, jedoch riss er mich psychisch wieder weiter herunter. Dazu sei gesagt, dass ich am Nachmittag zudem zwei Stunden aus dem Home Office gearbeitet habe und mich dies schon wieder etwas unter Strom gesetzt hat.

Die anschließende Nacht bis zum heutigen Morgen verlief jedoch weitestgehend gut.

Ergänzend sei gesagt, dass ich beruflich unter Dauerstrom stehe und dort auch immer 100% leisten will sowie eine Skoliose mit ständigen

Muskelverspannungen habe. Lege ich beim Friseur beim Haare waschen meinen Kopf in den Nacken auf den Rand des Waschbeckens habe ich übrigens nach ca. einer Minute ein Kribbeln in den Händen.

Termine beim Orthopäden und Neurologen sind bereits gemacht (allerdings erst in 2 Wochen, was mir eigentlich viel zu lange hin ist, da es mir "kirre" macht,

auch beim Psychologen arbeite ich derzeit an einem Termin um das Thema Stress in den Griff zu kriegen).

Kurze Zusammenfassung:

- zwei Hörstürze in zwei Wochen, davor einer im Dezember 2008, sowie Schwindelanfall im Juli 2009

- Tinnitus wechselnd, macht aber mürbe

- Skoliose, starke Verspannugen im Nacken/Schulterbereich

- psychisch mitlerweile "leer" durch den Tinnitus bzw. der Angst vor Rückschlägen und dauerhaften Schädigungen (!)

- Innere Unruhe / Herzrasen oftmals täglich, scheinbar ohne Grund

- Rauchen tue ich nicht, Alkohol gibts nur sehr selten (Mal nen Bierchen).

Nun meine Fragen an euch mit der Bitte um Ratschläge:

1.) Könnt ihr mir Ratschläge zum weiteren Vorgehen geben? Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll nach der Ursache zu suchen,

da Ohren, Wirbelsäule und das Herzrasen nicht so recht zusammenpassen?

2.) Hat jemand von euch ähnliche Symptome gehabt und eine gesicherte Diagnose erhalten können?

3.) Kann es sein, dass eine Ader im Hals abgeklemmt wird und dadurch die Ohrdurchblutung Probleme bekommt?

Wenn ja: Welcher Arzt kann das (wie) checken?

4.) Soll ich zur Arbeit gehen und mich dem Stress aussetzen oder mich lieber ein wenig aus dem Alltag zurückziehen, wodurch man aber ja auch gedankelich nicht aus der Nummer raus kommt? Mir ist es sehr wichtig, keine langfristigen Schäden zu erleiden und möchte Ruhe im Ohr.

Dass es ohne Arbeit schnell existenzielle Probleme gibt, ist aber natürlich auch nicht von der Hand zu weisen.

5.) Sollte ich die langen Wartezeiten von zwei bis drei Wochen bis zu den Arztterminen abwarten oder zusätzlich Dampf machen und alternative Ärzte suchen? Die Wartezeit und das Unwissen nervt mich kolossal.

Danke fürs Lesen und für eure Reaktionen!

Antworten
SWiggix-zwo


@ HSVKai,

hallo,

nur kurz, da ich gleich weg muss.

Deine Hörstürze können sicher aus mehrerenn Gründen zustande kommen.

Zum Einen, durch Halswirbelveränderungen, Skoliose, Stress, verkehrte Bewegungen-Haltungen, und beginnender Angstzustände, also psychisch bedingter Natur.

Wichtig ist natürlich auch Entspannungsübungen zu erlernen, dass es nicht so weit kommen kann.

Um Psycho-Therapie hast du dich ja schon gekümmert.

Stressiger Arbeitsplatz ist natürlich auch noch ein Grund, vor allen Dingen wenn es um Menschen geht, die sensibel - meist ihr Bestes geben, und zum Perfektionismus neigen. ;-)

Tägliche Gingium-Einnahme ist schon mal gut. (nehme ich auch)

Ferner ist es auch nicht unwesentlich auf gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten, möglichst in Ruhe einnehmen!

Sport als Ausgleich zur lädierten Psyche ist ebenfalls ne prima Sache.

Ansonsten, allgemein den Gang etwas runterfahren... nicht verzweifeln, wenn sich eventl. die kleinen "Ohrmännchen" festkrallen sollten.....

Tinnitus wird stärker, je mehr man ihn beachtet, in sich reinhorcht, und daran verzweifelt . (ich weiß von was ich rede, meiner ist beiseitig so laut, dass er 2 Düsenjäger überlagert, aber ich habe (musste )ihn annehmen und komme normalerweise auch klar damit.

Leider ist bei chronisch werdendem Tinni nicht viel zu machen.. kurze -Überdruck- Therapien helfen oft nur kurzfristig und sind hinausgeworfenes Geld.

Noch ein besonderer Tipp:

Ich bekomme seit einiger Zeit Cranio-Sacral Therapie.

Sie wird meist von Physio-Therapeuten ausgeübt (Kasse bezahlt leider nicht) Es soll auch ein ausgebildeter C.Saral Therapeut sein!!

Durch diese Therapie haben sich meine Halswirbel-Symptome, Schwindel, Ohrdurchblutung und allgemeines Wohlbefinden sehr zum Guten verändert.

Die C.S. Therapie bewirkt bei mir auch mehr Gelassenheit

gegenüber dieser üblen Symptome... :)z

Eine Stunde C.S. kostet zwischen 50.- und 80.-Euro, aber ich muss sagen, sie ist es wert.

Um mehr über diese Therapie zu erfahren googelst du am besten mal, und du wirst sehen, wieviele Energie-Punkte diese Therapie anspricht.

Ich möchte sie nicht mehr missen.

Wünsche dir alles Gute :)^

HaSV}Kavi82


Hi Siggi,

spannend, denn genau so eine Cranio Sacral TheraptieSitzung habe ich gestern abend über mich ergehen lassen. Ich war zugegebenermaßen skeptisch, aber es war gut! Der Tinnitus hat nachgelassen und ich konnte gestern in einem geschlossenen Raum schlafen. :-)

Blöd war nur, dass ich unmittelbar vor der Sitzung wieder einen Echo Ton auf dem rechten Ohr hatte, heute morgen fuhr dann ein Mini-Hörsturz an meinem linken Ohr vorbei (wie ein Rennwagen im vorbeifahren, so schnell war er aber auch wieder weg).

Ich hoffe diese täglichen Aussetzer des Ohrs / Gehirns werden nun nicht zur Normalität, denn das macht einem schon Angst. :(

Sgig0gi-pzwo


Hallo Kai,

ach, das ist ja wirklich spannend....

Erfreulich, dass du sogar schon sofort eine positive Wirkung spürtest!

Ja, glaube mir, auch ich war damals bei meiner ersten Sitzung skeptisch, denn ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass diese Therapie anschlagen könnte.... ???

Sei aber nicht verzweifelt, wenn es eventl. (wie bei mir) zur Erstverschlimmerungen kommen kann.... das geht wieder vorbei.....(habe ich nun seit gestern bemerkt, denn siehe einen anderen Thread von mir " Cranio-und Hörverschlechterung)

Die User hier haben mir bestätigt, dass es sich bei mir um eine Erstverschlimmerung handeln kann!

Und da du dich ja immediat um dein Leiden gekümmert hast, und auch sofort Hilfe in Form dieser Cranio-Therapie bekommen hast, dürften bei dir die Chancen einer Verbesserung gegeben sein.

Anders, wenn das Leiden schon chronischer Natur wurde.

Na denn, viel Glück , verbunden mit der Portion

Hoffnung, Mut und Zivilcourage.

Herzlichst

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