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Erfahrungsbericht Nasennebenhöhlenfensterung + Nasenscheidewand

s=upe:rmurm1x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo meine Lieben,

da ich - wenn auch schon vor geraumer Zeit - hier immer wieder hilfreiche Beiträge zum o.g. Thema als mentale Vorbereitung auf meine OP gelesen habe, möchte ich davon etwas zurückgeben. @:)

Nach bestimmt 12 Jahren elendiger Qualen mit schmerzhaften NNH-Infekten (ich war IMMER Weihnachten krank, IMMER in den Ferien und IMMER, wenn ich Stress hatte) und tonnenweise Antibiotika habe ich mich nach dem letzten heftigen Infekt (es kam nur noch Blut und ich bin fast durchgedreht vor Schmerzen) zu der Op entschieden.

Mein behandelner HNO hat mich dann auch selbst in einem Belegkrankenhaus operiert.

Die NNH sollten gefenstert werden, die Scheidewand, die sooo schief war, dass ein Sporn auf der einen Seite den kompletten Luftschacht versperrte) begradigt werden.

Vorab: ES LOHNT SICH!

Also, Freitag am 20.03.09 war es dann soweit, sollte um 7h im KH sein, hatte auch echt gut geschlafen vorher und mich nochmal lecker geduscht und die Haare gewaschen.

Kaum da angekommen ging der Stress los. "Wir warten schon auf Sie!". Du liebe Güte, ist ja gut...also auf mein Zimmer gekommen, da lag schon eine nette Dame, die zu einer Schmerztherapie dort war, mir aber sie sagte, sie hatte meine OP auch schon beim selben Doc und "na viel Spass". :-o

Dann sexy Flügelhemd anziehen, Netzhose, Beruhigungstablette nehmen, "hinlegen und nicht mehr aufstehen" waren die Anweisungen.

Gut. Die Tablette tat gar nichts, ich war weder müde noch sonderlich viel ruhiger als vorher, aber mir ging es soweit gut, war nicht sehr nervös eigentlich.

Dann kam der nette Pfleger, älteres ironisches Modell, um mich anzuholen. Er scherzte und redete, das war sooo angenehm. Da ich wußte, dass ich nicht im OP Saal des KHs sondern in der OP-Ambulanz gegenüber operiert werden sollte, musste ich da ja auch irgendwie hinkommen. Genau: IM Bett, IM Flügelhemd, ÜBER den Hof, DRAUSSEN an den Parkplätzen vorbei. Ich dachte der macht Witze! "Nun fragen Sie sich sicherlich, was mir machen wenn es regnet!?". Allerdings. "keine Sorge, dafür habe ich etwas gebastelt, ein Plexiglasdach...". :-D

Das ganze Gescherze nahm mir echt meine Anspannung. :)^

Dann hoch in die Ambulanz, da wurde ich abgestellt. Und ich hatte EIS-Füße. Die Schwester kam und legte mir den Zugang, ich wollte ihn im Arm nicht auf dem Handrücken.

Dann lag ich da bestimmt noch ne halbe Stunde rum, bis endlich ein großer gutaussehender mann kam und sagte: "So, Frau....., nun kommen Sie mal mit, ich bin ihr Anästhesist und wir gehen nun zum OP-Tisch."

Ich stand auf und da merkte ich die Tablette...hui, alles dreht sich... ;-D

Er hielt mich fest und stand hinter mir, da fiel mir ein, dass ich ja bloß so'nen Schlüpper anhatte und sonst komplett nackt war. "Aber...dann sehen Sie mich ja nackt?".....Er grinste und hielt mein Flügelhemdchen ganz gentleman-like zu x:)

Ab auf den Tisch, dann haben sie mich zugedeckt, alles mögliche angestöpselt und ich spielte Frage und Antwort mit dem Anästhesisten. Wie alt, was ich beruflich mache, wie alt die Kids sind, welche Fächer, welche Jahrgänge...das konnte ich dann gerad noch so beantworten und hab abgeschlossen mit "...so und jetzt dreht sich's". zzz

Das nächste was ich hörte war: "Frau..., machen se ma die Augen auf." Huch, schon fertig? Und ich lebe? Wie schön. Und aua, es brennt in der Naaaaseee..."Ja, das kommt von den Medikamenten , ich hol ihnen was."

Dann gab's Tropfen und es hat sofort aufgehört. Dann war ich da noch so 10 Minuten, der Ani kam nochmal, meinen Doc habe ich nicht mehr gesehen.

Dann auf's Zimmer. Mir ging es echt gut, keine Schmerzen, leicht matschig so kopfmäßig, aber völlig klar. Keine Übelkeit, alles in Butter (hatte mir schon während der Narkose was gegen Kotzerei geben lassen).

So verging der Tag, ein paar Leute kamen und ich lag rum und ging ab und zu auf's Klo. Die Nacht kam und ich versuchte zu schlafen. Nochmal Schmerzmittel zur Vorsicht genommen und so ein bißchen eingedämmert. Im Halbsitzen, Kopfteil 45 Grad, musste sein. hab mich gewälzt, so richtig pennen konnte ich nicht. Um Mitternacht bin ich wach geworden, weil mir unwohl war. Meine Pumpe raste, mein Kreislauf wollte nicht so wie ich. Nach der Schwester geklingelt. Ich hatte Ohrensausen und schwitzte wie ein Schwein. Sie sagte: "Ist auch schlecht? Umfallen können Sie ja nicht. Kommt von Narrrkose." Aha, ja dann danke.

Meine Bettnachbarin war zum Glück für mich da, brachte mir so nen Schaumstoffwürfel und legte ihn mir unter die Beine, so dass das Blut zur Abwechslung auch mal wieder Richtung Kopf fließen konnte. So drömelte ich da herum bis um halb sechs die Putzfrau kam und um uns herum den Boden wischte. "Mooorrrgäääähhhn!!!"*dröööhn*

Boa, und der 2. Tag war richtig besch..... Ich hatte übelste Schmerzen, in meiner Nase waren gefühlte 8 Meter Tamponade, hochgeschoben bis ins Gehrin. Der Kopfdruck war nicht zum Aushalten. In der Nase selbst hatte ich nicht so richtig Schmerzen, nur so'n Klumpen, der drückte und mir meine Kopf heiss machte. Bekam auch Fieber (38) {:(, kein Mensch weiss woher. Ich siechte vor mich hin, bekam Schmerzmittel kombiniert mit Schlafmitteln, ich kam gar nicht richtig klar. Besuch war da, aber ich konnt weder lange reden noch die Augen aufhalten. DER Tag war lang und fies. Das Atmen durch den Mund war aber überhaupt kein Problem und auch nicht schlimm. Kein Arzt in Sicht am Samstag.

In der Nacht bekam ich dann Medis über Infusion...und endlich liessen die Schmerzen nach. Konnte soweit einigermaßen schlafen. Lasst euch die Medis IV geben, hilft besser!!!!

Sonntag: ging so. Bisschen was gegessen, mein Bruder hat mich gezwungen aufzustehen. Was für eine Qual. Ich war so erschöpft, wollte nur liegen. Schmerzen immer noch, aber etwas besser. Abends kam der Doc so um 18h. OP sei gut verlaufen, keine Polypen, polypöse Schleimhaut aber, ansonsten allet paletti. Erstaunlich wenig Blut auf meiner Popelbremse hatte ich (so ein Watteröhrchen mit Mullbinde umspannt, falls aus der Tamponade was rausläuft). Er sagte, dass sei toll und selten. Na wenigstens was. Montag früh, so um 7h, sollten dann die Tamponaden geszogen werden. Aber da recht viel gemacht werden musste bei mir und er viel reingestopft hatte, würde er sie in Narkose ziehen (Dormicum, kurzer Dämmerschlaf). Hurra!!!:)^

Nächsten Morgen um 5.30h bekam ich dann 1. meine Tage (Blut aus allen Löchern... >:() und 2. ein neues OP-Hemd und wieder so'ne Hose. Um halb neun kam der nette junge sexy Kollege meines Docs herien und wollte mal sehen, "ob ich schon soweit bin". Waaaas? Der macht das? Oh neeee. Er ginge eben nach nebenan und zöge bei der anderen Frau, die am selben Tag operiert wurde, die Tamponade. Leute: ICH HAB ES GEHÖRT! Die hat gejault! Mir ist das Blut in den Adern gefroren. Ich saß mit schreckgeweiteten Augen im Bett, als er wieder reinkam und sagte: "Soll ich eben?" Nein, verschwiiiinde, sonst gibt's ein mit'm Spaten druff...

Es wurde 10h, halb 11, 11h. Ich war am verhungern. Der OP war wohl nicht frei.

Dann kam die nette Schwester und brachte mich endlich endlich runter. Hab keinen erkannt, nur ein Zwinkern hinter der Vermummung ließ mich erahnen, das es sich um den Arzt handeln musste. "Haben wir ne Sättigung?" hörte ich ne Schwester sagen, während sie mir was an den Zeigefinger klemmte. Äh nee, also ich nicht, ich hab Hunger... ;-)

Dann war ich weg, dann war ich wieder wach....und konnte atmen...ohne Schmerzen! Und ohen Personal. Niemand mehr da. Äh hallo ??? dann kam die nette Schwester und ich habe mein Mittagessen verschlungen und mich sosooooooo gut gefühlt.

Das war Montag, der Tag war gut, es blutete kaum, aber meine Temperatur ging nicht runter. Viel TV gesehen, mich bissl gewaschen und zurecht gemacht.

Dienstag früh sollte ich dann rüber in die Praxis (gleich neben dem KH, über den mir ja bereist bekannten Hof) zur Kontrolle. Der Marathon: ich habe geschwitzt ohne Ende, ich dachte ich komme nicht mehr an. Kreislauf voll im Keller. Aber der Akt tat mir gut, danach ging es steil bergauf. Mittags durfte ich dann nach Hause.

Ab dann jeden Tag in die Praxis zum Absaugen: es tut NICHT weh, überhaupt nicht, und ist sooooooooooooooo angenehm! Soo viel Luft und Platz in meiner Nase, als hätte einer das Fenster aufgerissen!!! Hammer! Also gespült, gesalbt, Ultraschall, alles bestens. Am Freitag wiuden dann die Scheinen gezogen (Teflonschienen, die die Scheidewand stützen, da die ja zerbrochen und wieder zusammengesetzt wurde). Tut auch nicht weh, kleinen Ziepen, mehr nicht. Achso und ein Hörtest. Das eine Ohr war etwas mit Unterdruck belegt, hat noch ein paar Wochen gedauert bis es weg war.

Montag drauf Fäden ziehen, minimales Ziepen alles kein Problem.

Seitdem: es geht mir bestens. Auch wenn ich schon 2 heftige Infekte (1. sehr blutig, 2. ganz viel Schleim) hatte: es ist kein Vergleich. Ich brauchte nicht mal Nasenspray. Sie sind schmerzfrei und ohne Medikamente vergangen.

Ich kann nur jedem zu dieser OP raten, der sich schon lange quält!!!!

Antworten
mRich6sGehiexr


Hallo supermum,

wow, das war ja ein ausführlicher Bericht. Aber warum wurdest nicht im Krankenhaus operiert? Und warum sind die Tamponaden so lange drin geblieben bei dir? Bei mir kamen sie schon am nächsten Tag raus, nur die Schienen blieben länger drin.

Ich empfand damals auch nur die erste Nacht als unangenehm. Am nächsten Tag war eigentlich alles schon wieder gut. Also, bißchen Kreislauf und so, aber keine Schmerzen. Muss also nicht sein, dass man tagelang Schmerzen hat.

mGichse:hier


Ach so ja, und beim Tamponade ziehen hab ich auch nicht schreien müssen, weil es gar nicht weh getan hat.

sguper=mumx18


hallo,

ja klar, kann auch alles ganz anders ablaufen. so vieles hängt von ganz vielem ab...persönliches schmerzempfinden, dem können des operateurs usw.

hauptsache das ergebnis ist super! :)^ :)^

seu{perWmum1x8


achso: das war eben nur ein belegarzt, der dort betten hat. die op-ambulanz ist auch bei weitem moderner als der op-saal des khs.

Sjkin+de.exp


Ich berichte mal von meiner FESS. Operiert wurden Kieferhöhle und Siebbein. Zustand vor der OP: Polypen, die in der ganzen Kieferhöhle und im Siebbein ausgebreitet waren. Waren schon sehr nah an der Schädelbasis. Außerdem konnte ich überhaupt nicht mehr atmen, weil sie mir schon fast bei der Nase rausgewachsen sind. Ich hatte keine andere Wahl, als zu operieren.

Meine Ängste waren: bleibende Schäden ( Blindheit, Doppelbilder, Verletzung am Hirn ), Hirnhautentzündung

Ich bin am Tag zuvor ins KH gekommen. Dort hat mich bei der Aufnahmeuntersuchung ein Assistenzarzt mit den Worten "Wow, kommt mal her - sehr euch DAS an" empfangen. Naja wie auch immer. Am nächsten Morgen um 0600 musste ich mich vorbereiten und 2 Tabletten, die -so denke ich- keine großartige Wirkung gezeigt haben, schlucken. Danach wurde ich in den OP geschoben, wo eine Anästhesisten sowie eine OP-Schwester gewartet haben. Ich musste zuerst irgendeinen Sauerstoff einatmen, danach wurde ich intravenös eingeschläfert. Nach dem Aufwachen hab ich -denke ich- sowas gehört wie "Wann sind Sie geboren?" "Welche Operation hatten Sie" gehört. Keine Ahnung, ob und wie ich darauf geantwortet habe. Jedenfalls hat mich dann ein Pfleger zurück aufs Zimmer geschoben. Ich habe jedoch keine Tamponade in der Nase gehabt, sondern eine Gelmatte, die sich nach ein paar Tagen selbst auflöst.

Ich war den ganzen Tag über heiser, hatte nur leichte Schmerzen im Kopf und "in" der Nase. Die Nacht war der Horror. Ich bin aufeinmal aufgewacht, spürte ein Kribbeln in der Nase, wollte mich kurz beugen, um nach einem Taschentuch zu greifen... Und "platsch" Aufeinmal platschte eine blutig wässrige Flüssigkeit aufs Bettlaken, danach sehr starkes Nasenbluten. Die Schwestern meinten, dass das jedoch normal sei. Eine halbe Stunde später hat sich das wieder gebessert und ich konnte ein wenig Schlafen.

Am nächsten Tag konnte ich schon nach Hause gehen. Die Schmerzen wurden aber schlimmer. 2 Nächte blutete ich noch aus der Nase. Danach nicht mehr. Aber die Schmerzen (es waren perverseste Schmerzen: hinter dem Auge, im Kopf, im Kiefer so ein penetrant stechender Schmerz, ohne Schmerzmittel war es nicht auszuhalten) wurden von Tag zu Tag "schlimmer" und ich bekam ein wenig "Temperatur" immer so um die 37,5. Laut Aussage der Ärzte sei das normal, was ich mir aber nicht vorstellen konnte. Außerdem meinte einer, nachdem ich am Sonntag wegen der Schmerzen und dem "Fieber" in der Ambulanz gewesen bin, dass ich mir "Krankheiten einrede"... In dieses KH werde ich nie wieder gehen... Wie auch immer, Bei der Kontrolluntersuch eine Woche später hat sich dann herausgestellt, dass ich wirklich krank gewesen bin, habe Kortison und Antibiotikum bekommen. 3 Wochen nach der OP war jedoch GOTTSEIDANK wieder alles in Ordnung. Bei der nächsten Kontrolle 6-7 Wochen nach der OP war auch noch alles in Ordnung. Danach hat der Arzt gesagt, dass ich nur noch zu einem HNO gehen sollte, sobald ich Schnupfen oder andere Probleme mit der Nase habe. Somit war das Thema für mich abgeschlossen.

Heute, 3Monate nach der OP spüle ich noch immer täglich mit Meersalz, als Vorsorge...

Da ich gelesen habe, dass sich Nasenpolypen zu 55% innerhalb 4 Jahren wieder zurückbilden, hoffe ich, dass ich zu den anderen 45% gehöre... "Amen"

Vielleicht hilft das denen, die sowas auch machen müssen, ein wenig.

L-E.x84


hallo an euch, ich wurde sofort nach 2 stu. fess op entlassen, u musste dann zur not op in eine andere uni-klinik zur nochmaligen not-op, da in erst klinik eine aterie bei op verletzt wurde u ich sehr starke blutungen hatte die tagelang anhielten, trotz nachsorge in erst klinik taeglich wurde dies erst durch meine selbst einweisung bzw meinen selbst gang in uni-klinik behoben, in der ich tagelang stationaer lag. wie u kann ich schmerzensgeld usw. durchsetzen evtl.?...lg LE.84...

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