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Frage zu Tinnitus-Medikation

dh0lp}hch'risxt hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Med1 community,

Ich war vor 6 Tagen (Freitag) seid langer Zeit mal wieder in einer Diskothek.

Da dort wohl sinnvolle Lautstärkebegrenzungen nicht beachtet wurden, viel mir ein Tag später beim Einschlafen ein Tinnitus auf.

Am Montag kamen dann noch leichte Ohrenschmerzen / Druck auf den Ohren und extreme Kopfschmerzen dazu, weswegen ich dann direkt zum HNO-Arzt ging welcher einen leichten Knick bei den hohen Frequenzen feststellte und mir erstmal Piracetam und Magnesium verschrieb.

Am nächsten Tag ging ich dann zu meinem Hausarzt um abzuklären ob die Symptome nicht andere Ursachen haben.

Dieser teilte mir dann grinsend mit, dass bereits 4 andere Patienten aus gleicher Diskothek mit gleichen Symptomen da waren, und verschrieb mir zusätzlich Ginkobil und Aspirin.

Da mein Tinnitus sich eher verschlechtert hat als verbessert, bekam ich dann heute noch eine Cortisoninfusion bei besagtem Hausarzt und gegen die Schlafstörungen Benzodiazepamderivate.

Nun wollte ich fragen ob die vielen Medikamente nicht zu sehr in ihrer Wechselwirkung kollidieren, da ich bereits leichte Pulsbeschleunigung, gefühlten Bluthochdruck & gelegendlich sehr schnell wechselnder Puls feststellte.

Momentan konsumiere ich:

- täglich 2x Piracetam 1200mg

- täglich 3x Magnesium 40mg (205mg Magnesiumcitrat & 90mg Magnesiumbis(hydrogen-L-glutamat); jeweils wasserfrei)

- täglich 3x Ginkobil 40mg

- täglich 3x Acetylsalidylsäure 500mg

- 1x Cortisoninfusion (?mg; es hieß die Kleine Flasche) (seid heute; morgen nochmal)

- alle paar Tage 1x Zopiclon 7,5mg (Benzodiazepamderivat)

Desweiteren würde mich interressieren ob ich durch die Aspirin-Ginkobil-Kombination auf Nebenwirkungen wie Schmerzen durch Organblutungen achten sollte oder die Dosis/Dauer der Dosis zu gering dafür ist.

(Sorry, dass ich nicht den Hausarzt frage, aber während meiner Behandlung ist ein älterer Patient einfach umgekippt, was meine Behandlungszeit ein wenig verkürzte)

Vielen Dank im vorraus :D

Antworten
j?ürgexn44


Hallo dOlphchrist,

ich hab es schon mehrmals in meinen Beiträgen erwähnt: Es gibt keine Medikamente gegen Tinnitus, welche über den Placebo-Effekt hinaus wirken! Soll heissen, die Entstehung des Tinnitusses ist noch nicht wissenschaftlich geklärt, wie soll es da eine Therapie geben?

Ich bin zwar med. Laie, aber was Dein Hausarzt mit Dir veranstaltet, grenzt an Körperverletzung! Allein die Dosis an ASS kann zu erheblichen Blutgerinnungsstörungen führen, abgesehen von der anderen Medikation!

Hier wird mit einer "Medikamenten-Schrotflinte" geschossen, die mir unverantwortlich erscheint.

Es gibt eine optimistische Einschätzung von Experten auf diesem Gebiet, wonach auch unbehandelt der Tinnitus sich ausschleicht! Ich hoffe für Dich, das dies zutrifft. :)z

Jürgen

d20lphcWhrisxt


Vielen Dank für die Antwort.

Das mit Placebomedikation bei Tinnitus hab ich auch schon gehört, dachte aber, dass das eher bei psychisch bedingten Tinnitus zutrifft (ausgehend vom Hirn durch bspw. Stress), bei mir handelt es sich ja aber eher um ein Schalltrauma (ausgehend von den Nervenzellen im Ohr durch Lautstärkeüberlastung).

Durchblutungssteigerung und Öffnen von feineren Kapillaren durch Ass, Ginkgo & Piracetam hört sich ja noch logisch an, allerdings eher im akuten Fall und nicht nach ner Woche ohne Wirkung.

Bin aber auch kein Experte auf dem Gebiet, alles nur logisches Schlussfolgern aus Wiki & Verpackungsbeilage ;-)

Werde meinen Arzt nochmal darauf ansprechen, hab heute noch nen Termin.

Danköschön :)

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