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Umfrage zu Infusionen bei Tinnitus

sktefQg1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

da ich diese Woche 5 Infusionen (HAES+Kortison) gegen meinen Tinnitus (TT) erhalten habe und nicht weiß, ob ich dem Rat meines HNO folgen und nächste Woche damit weiter machen soll, würde mich mal von anderen Betroffenen folgendes interessieren:

1)wieviele Infusionen hattet ihr bzw. warum habt ihr keine gemacht?

3)mir welchen Wirkstoffen? (HAES und/oder Kortison,... ???)

2)wie lange nach dem Beginn des TT habt ihr damit begonnen?

3)hat es was gebracht?

4)hattet ihr Nebenwirkungen, wenn ja welche? (z.B. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kortison]])

5)Kosten (muss man wirklich sowohl das infundieren als auch die Medis komplett selbst bezahlen oder ist man von der Gunst des HNO abhängig ob er ein Kassenrezept ausstellt? Ich zahle für 5 Infusionen 140 Euro + 120Euro für die Medis. Übers Wochenende habe ich Kortisontabletten erhalten, die bekam ich komischerweise auf Kassenrezept und sie waren sogar zuzahlungsbefreit, das verstehe wer will)

Das die Infusionen vermutlich nichts bringen werden ist mir bewußt, aber ich will mir später nicht vorwerfen etwas unversucht zu lassen. Ich will den TT zwar sehr gerne weg haben oder verringern, allerdings nur solange ich mir durch die Infusionen nicht andere Krankheiten (wie z.B. Diabetes, Cushing-Syndrom, Knochenschwund, Juckreiz durch HAES,...) einhandle. Mein HNO wischt diese Bedenken immer vom Tisch, das Wort Nebenwirkungen existiert für ihn überhaupt nicht. Bin ich überängstlich oder ist der HNO nur scharft auf die Einnahmen?

Danke für jede Antwort

Stefan

Antworten
SqkinDdeexp


Habe keine Infusionen genommen, weil sie bei keinem wirklich geholfen haben. Es haben sich bei denen, die ich kenne und Infusionen genommen haben, nur die Geräusche im Ohr verändert, aber besser oder weggegangen sind sie nicht.

Außerdem lass ich mir nicht unnötig hohe Dosen Kortison über längere Zeit in den Körper pumpen, wenns eh nix bringt.

Habe mal Kortison nach einer OP über 3 Wochen in Tablettenform genommen. Habe dabei keine NW bekommen. Kommt drauf an, wielang du dir die Infusionen geben lässt. Nach ein paar Wochen treten aber ziemlich sicher die typischen NW ein ( Cushing, mehr Appetit -> Gewicht ). Mit grauem/grünem Star, Knochenschwund etc. ist bei einem sonst gesunden Menschen nicht zu rechnen, denke ich.

j&ürgexn44


Hallo Stefg1,

Zunächst eine Frage zur Kostenerstattung, bist Du privat versichert, ist die Erstattung kein Problem! Bist Du pflichtversichert in irgendeiner Krankenkasse, ist die Erstattung der nötigen Behandlungskosten ebenfalls, ohne Zuzahlung gegeben, es sei denn unsere ehemalige"allseitsbeliebte Gesundheitsministerin"!Renaate" hat "Altlasten" hinterlassen, wovon die Kassenpatienten nichts wissen! Übrigens akute Tinnitusbeschwerden sind bei den KK als Notfallbehandlung anerkannt!

Nun zur eigentlichen Frage: Ich habe es schon mehrmals in meinen Postings postuliert: Gegen TT gibt es zur Zeit kein Mittel, welches über den "Plazeboeffekt" Wirkung zeigt! Richtig ist die Einstellung von Dir, nicht alles unternommen zu haben, um vielleicht doch einen "Heilungserfolg" zu erzielen! Allerdings sollten die Nebenwirkungen von Haes, nicht unterschätzt werden: Mein HNO-Arzt hat vor irreversiblen Hautjucken und sonstigen Nebenwirkungen gewarnt (Allerdings im verstärktem Maße bei erneuter Therapie)!

Es wird immer wieder von fachärztlicher Seite betont, sich nach einem TT möglichst schnell in eine Therapie zu begeben, mittlerweile neigen "Experten" dazu abzuwarten, denn in vielen Fällen verschwindet der TT unbehandelt, wenn das evtl. auslösende Moment wie Stress, oder sonstige auslösende Faktoren wegfallen!

Denk mal an den Spruch: "Ich hab zuviel um die Ohren"! da ist was Wahres dran! Eines noch, die meisten vergessen das das Ohr ständig auf "Empfang" ist, gönn Deinem Ohr eine tägliche "Lärmruhepause"

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffentlich kein TT

Jürgen44

:)^

"

sUtBexfg1


Hallo Jürgen44,

Zunächst eine Frage zur Kostenerstattung, bist Du privat versichert, ist die Erstattung kein Problem! Bist Du pflichtversichert in irgendeiner Krankenkasse, ist die Erstattung der nötigen Behandlungskosten ebenfalls, ohne Zuzahlung gegeben

Das stimmt leider nicht (mehr)! Meine Kasse (bin nicht privatversichert) übernimmt die Behandlung auf Nachfrage hin nicht (noch vor ein paar Jahren scheint dies aber noch der Fall gewesen zu sein). Ich habe allerdings im Netz schon gelesen, dass bei manchen Leute der Arzt zumindest das legen der Infusion als Kassenleistung abrechnet (weis allerdings nicht, ob dies aktuelle Fälle sind). Mir persönlich wurde vom Arzt sowohl das Infudieren als auch die Medikamente komplett in Rechnung gestellt, mit dem Hinweis, dass die Kasse nicht zahlen würde, da ein Nachweis der Wirkung nicht gegeben sei. Was mich aber dann wundert ist, wieso er mir anschließend Kortisontabletten auf Kassenrezept verschreiben kann (sogar ohne 5Euro Zuzahlung). Ob ich Kortison als Infusion oder Tablette bekomme, die Wirksamkeit ist doch wohl in beiden Fällen nicht nachgewiesen. Deshalb frage ich mich, ob der Arzt vielleicht nicht doch eine Möglichkeit hätte, zumindest eine Teil der Kosten über die Kasse abzurechnen. Aber da er mir bei Privatzahlung den 2,3-fachen Kassentarif in Rechnung stellen kann (ich glaube das ist der zulässige Höchstsatz) hat er wohl kein Interesse daran.

Aber die Kostenfrage ist nachrangig, viel wichtiger sind zu befürchtende Nebenwirkungen, wie z.B. der von Dir genannte Juckreiz bei HAES oder die mögl. Probleme durch Kortison. Ich habe keinerlei Gefühl dafür, ab wievielen infusionen hier eine ernsthafte Gefahr besteht. Ich kann mir lediglich die z.B. bei Wikipedia oder der Packungsbeilage meiner Tabletten aufgelisteten Nebenwirkungen anschauen. Und da frage ich mich, ob nicht die Gefahr der Medikamente größer als der zu 99,9% ohnehin nicht eintretende Nutzen ist. Das HAES will mein Arzt jetzt nach 5 Infusionen weglassen eben wg. Juckreiz. Aber mit Kortison will er weitermachen. An einer Wirksamkeit glaube ich wie gesagt nicht, aber ich will auch die Therapie nicht aufgrund lt. Arzt unbegründeter Angst vor Nebenwirkungen zu früh abbrechen. Man liest viel von Leuten die mind. 20 Infusionen gemacht haben, also könnte ich vielleicht zumindest die nächsten 5 noch gefahrlos machen? Noch weniger will ich aber noch weitere 5,10,15 ??? Infusionen machen und dann hinterher feststellen, dass der Tinnitus unverändert ist, dafür habe ich zusätzlich noch Diabetes, Knochenschwund, Cushing,...Vielleicht sind meine diesbezüglichen Befürchtungen überzogen und diese Nebenwirkungen treten erst bei jahrelanger Kortisoneinnahme und nicht durch ein paar Infusionen auf, ich weiß es nicht. Und mein Arzt ist mir mit seiner ablehnenden Haltung zu meinen diesbezüglichen Fragen leider überhaupt keine Hilfe (und einen anderen HNO gibt es im Umkreis von 30kM nicht). Und dass er sich an mir eine goldene Nase verdient durch die Privatabrechnung mit dem zulässigen Höchstsatz erhöht mein Vertrauen in die Ratschläge meines Arztes nicht gerade.

wenn das evtl. auslösende Moment wie Stress, oder sonstige auslösende Faktoren wegfallen!

das auslösende Moment war bei mir ein Konzertbesuch mit zu lauter Musik, von daher galube ich nicht, das es sich von selbst legt.

Danke für die beiden Antworten, ich hoffe auf weitere "Erfahrungsberichte".

jjür&gexn44


Hallo stefg1,

es ist selten in diesem Forum ein so schnelles Feedback zu bekommen!

Ja,da muss sich wohl in der letzten Zeit tatsächlich einiges geändert haben. Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich nicht mit aktuellen Erstattungsmodalitäten der KK aufwarten konnte,sorry dafür! Meine diesbezüglichen Behandlungen erfolgten in den Jahren 97 bis 2001! Die Infusionen bekam ich wegen eines vermeintlichen Hörsturzes in "Vergesellschaftung" mit TT!

Letztendlich war das der Beginn der menièrischen Krankheit!

Ein lautes Schallereignis ruft oft ein Ohrenproblem hervor, aber bei einmaligen Ereignissen, muß man nicht gleich von einem dauernden Problem ausgehen!

Ich wünsch Dir auf jedem Fall alle Gute

Jürgen :)^

s<tcefgx1


Hallo Jürgen,

entschuldige dass ich nochmals nachhake: Du hast also zw. 97 und 2001 Infusionen gemacht. Wieviele und mit welchen Wirkstoffen wenn ich fragen darf? Angesichts des Zeitraums von 4 jahren vermutlich einige? Gebracht haben Sie dir vermutlich nichts, aber hast Du wenigstens keine Nebenwirkungen wie Diabetes, Knochenschwund, Grauer Star oder den Juckreiz bekommen? Würdest Du heute sagen es war gut die Infusionen probiert zu haben auch wenn sie keinen Nutzen gebracht haben sollten oder wäre es Dir heute lieber sie weglassen zu haben? Würde mich über eine nochmalige Antwort freuen.

Gruß

Stefan

Hoffe weiterhin auf weitere Erfahrungsberichte.

E@lefaKnt5intxi


hallo, also ich habe auch ca 10 infus bekommen, den wirkstoff weiß ich leider nicht mehr..ein paar tage hats geholfen, aber langfristig leider gar nicht..aber ich würde es an deiner stelle weiter probieren..bei einem bekannten haben tabletten geholfen,dass der TT wieder wegging..aber es ist halt schon schwierig..ansonsten versuch echt, "nicht so viel um die ohren zu haben". ich hatte auch zuviel stress, dann kam eine zu laute disco dazu.. lg

Sdchehezzerade


hallo stefg1,

ich habe seit 13 jahren tinnitus. kurz, nachdem der tinnitus anfing, habe ich vitamin-b-infusionen bekommen, die aber so gar keine wirkung gezeigt haben, und habe mich dann mit einem hno unterhalten, der schon viele tinnitus-patienten hatte. dieser war der meinung, dass man keine nebenwirkungen riskieren sollte, da wirklich effizient bislang kein mittel war. ich lebe bis heute mit dem tinnitus und habe dadurch keine schwierigkeiten, ich kann nur keine oro-pacs aushalten, weil mich das pfeifen dann madig macht.

natürlich sind 13 jahre eine lange zeitspanne, aber ich habe zwischendurch immer mal wieder nachgefragt, ob es neue, wirksame methoden gibt. und von verschiedener seite wurde mir durchweg abgeraten, die risiken einer nebenwirkung einzugehen, wenn ich mit dem tinnitus auch so gut klarkomme und der leidensdruck nicht groß ist.

du solltest dir also überlegen, welche risiken du bereit bis einzugehen und welche nebenwirkungen sich aufwiegen lassen mit einem andauernden tinnitus.

j)ürgeDn44


Hallo stefg1,

über den genannten Zeitraum waren es wohl 50 Infusionen! Die ersten 20 Infusionen gegen den vermeintlichen Hörsturz mit TT, enthielten Trental. Dieses Mittel soll angeblich nierenschädliche Nebenwirkungen haben. das Gehör kam nach einigen Tagen zurück, wenn auch mit wenigen dB Verlust, der Tinnitus wurde dadurch nicht wesentlich positiv beeinflusst!

Die anderen Infusionen, die ich im Krankenhaus bekommen habe, enthielten u.A. Haes. Mir sind die anderen Substanzen nicht mehr bekannt. Fazit: Weder gegen Tinnitus noch gegen den Morbus Menière haben diese Infusionen geholfen. Letztendlich sollte man selbst entscheiden, ob man diese Infusionen in Anspruch nimmt.

Wie Du schon richtig erwähntest, man sollte sich nicht hinterher Vorwürfe machen, nicht alles gegen dieses Leiden unternommen zu haben!

Alles Gute

Jürgen

s|tefxg1


Danke Elefantini, Danke Schehezerade und Danke Jürgen44.

Stefan

...der weiter auf Berichte wartet um ein breitgefächertes Bild zu bekommen.

ktnubmbxe


Was ich hier immer wieder lese und so gar nicht hilfreich finde ist, da sjeder nur meckert aber nie die Diagnose über sich selbst stellt. Wozu kam es zu dem Hörsturz? Vieleicht lagen die Ursachen wo anders und deswegen haben die Infusionen nicht geholfen? Vieleicht war es schon zu spät, da die Sinneszellen schon alle verdorben waren ?

Ein Hörsturz hat immer den Grund das, dass Ohr unterversorgt wurde, und so die feinen Härchen bzw. Sinneszellen absterben. Dadruch geben einen Ionenfluss aus der gegenüber dem normalen anders ist. Dadurch nimmt das Gehirn auch Töne war. Man sagt mit Kortison können sich die Härchen wieder aufstellen. Es gibt auch ein verfahren , da wird einem die Kortisoinspritze direkt ins Trommelfell injziert, mit gutem Erfolg. Es hängt immer von dem Umständen des Patienten ab wie was wirkt und ob es die richtige Therapie ist.

Mich würde also mal interessiern was für einen Lebenswandel diese Leute haben, die nur meckern das Tinnitus nicht heilbar ist. Er ist verringerbar und sogar heilbar. Egal wie, er ist. Und da kommt es darauf an in welchem Stadium man ist und wie man Therapiert. Einen Tinnitus in dem sinne hat jeder, denn die Sinneszellen geben immer einen Ionenfluss von sich. Wenn man sich sehr stark darauf konzentriert kann jeder gesunde Mensch ein Rauschen oder Fiepen hören.

Als chronischer oder langjähriger Tinni-Patient würde ich auch mal versuchen einen selbsttest durch zu führen. Das heist, mal testen ob sich durch Sport etwas verändert. Wenn ja, dann könnte es durch eine Blockade ausgelöst sein oder druch den vermehrten Närhstoffzufuhr beim Sport sein. So kann man sich zumindest mal ansatzweise damit beschäftigen.

Wenns jedoch Akut ist, sollte man schleunigst aufhören zu saufen und zu rauchen, sowie alle anderenschlechten Gewohnheiten zu unterlassen UND sofort sich Infusionen zu unterzeiehen und einer Kortisontherapie.

Ich selbst habe auch ein Lärmtrauma, bedingt dadruch das ich mit meinem AUto übertrieben habe. Anlage zu laut, und zack fiepen und Druck war da. Habe nur Kochsalzinfusionen bekommen und Kortiosn. Während der Kortiosnspiegel im Körper stieg, stieg auch mein Tinnitus an. Ich denke das soll ein zeichen gutes Zeichen das sich wieder was im Ohr tut. Dennoch werde ich jetzt HAES -Infusionen machen lassen um auch so resultate draus ziehen zu können.

Und so jemand wie ich, der dann viel und gerne liest, bekommt nur schlechtes zu hören. Aber komischerweise nur von denen , die nicht geheilt wurden. Keiner schreibt mal ob es eine Besserung gab. Und so meint man dann bei den paar Leuten die man im internet liest, es wären 12109821902819028190812 Leute bei denen es nicht wirkt. Denn mir ist in vielen Foren aufgefallen das immer wieder die selben Leute im Netz unterwegs sind und ihr Seelenleid verbreiten.

Und ganz ehrlich, wenn man so bequem ist und sich net jedes Medikament reinpumpt, kann der Tinni gar nicht so schlimm sein. Meiner ist so Laut das ich es im normalen Altag höre, und wenn mir einer sagt es bringt sich was Heroin zu spritzen, würde ich das tun. Aber im Voraus schon alles schlecht machen ohne ALLES probiert zu haben, und dann große Töne zu spucken das man den Tinni nie wieder los kriegt und alles ist scheisse lern damit zu leben, ist das LETZE.

A-LTA


1)wieviele Infusionen hattet ihr bzw. warum habt ihr keine gemacht?

6, erst drei an drei Tagen, dann nach ein paar Wochen nochmal das selbe

3)mir welchen Wirkstoffen? (HAES und/oder Kortison,... )

Nur Kortison

2)wie lange nach dem Beginn des TT habt ihr damit begonnen?

ganz leichten TT habe ich schon mein ganzes Leben lang.. Es wurde irgendwann schlimmer und da hab ich die Infusion höchstens 1 Woche danach gekriegt, weiß nichmehr genau, ist 4 Jahre her

3)hat es was gebracht?

Nicht im geringsten

4)hattet ihr Nebenwirkungen, wenn ja welche?

Nein, nichts

5)Kosten

Hat die Kasse gezahlt

mfg.

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