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2 Jahre Zahnwurzel in Kieferhöhle

dcebto+ol hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin neu hier und habe mich nach eingehender Lektüre der Sinusitis-Threads hier dazu entschlossen auch meinen Beitrag zu leisten.

Wie ich nun weiß hat mein Problem vor 2 Jahren begonnen. Mein Zahnarzt hat mir mitgeteilt, dass sich der Weißheitszahn (oben oder unten weiß ich nicht mehr) auf der linken Seite nicht an die allgemeine Wuchsrichtung hält und somit zu einem Problem werden kann. Da ein längerer Auslandsaufenthalt anstand und ich nicht wirklich Lust hatte mir dort einen Zahn ziehen zu lassen habe ich mich bereit erklärt die beiden Weißheitszähne profilaktisch entfernen zu lassen. Der Eingriff verlief meiner Meinung nach unproblematisch und die Geschichte war nach einer Woche vergessen. Ich habe dann im Aug08 Deutschland verlassen und fast 6 Monate durchgearbeitet. Ich muss wohl dazu sagen, dass ich wenn ich ein mal arbeite kaum ein Ende finde und mich dabei gerne ein Mal vergess. Kurz vor Ende meines Vertrages wurde ich zunehmend schwächer und hatte keine Lust mehr auf Sport (sonst jeden Abend nach der Arbeit). Eines Tages hatte ich dann fauligen Geruch in der Nase. Dieser wurde schlimmer wenn ich mich nach vorne gebeugt oder wenn ich mich im Bett herumgerollt habe. Ich hab dann inhaliert und zugesehen, dass ich nicht mehr ganz so viel arbeite. Sonst hatte ich keine Symptome. Soweit ich mich erinnern kann hielt das ne Woche oder so an. Das Gröbste war dann vorbei und ich hab den Eiter nur noch gerochen wenn ich mich gebückt habe. Ich bin dann nach Hause geflogen und war natürlich froh wieder "frei" zu sein und hab mit meinen Freunden gefeiert. Nach ein paar Tagen habe ich dann ( in Verbindung mit 4-5 Bier) eine Panikattacke gekriegt in der ich mich ganz stark gespürt habe. Herzrasen, das Gefühl keine Luft zu kriegen und meine rechte Körperhälfte fühlte sich an als wäre sie nicht meine. Ich muss dazu sagen, dass ich schon immer jemand war der sich über alles einen Kopf macht aber sowas hatte ich noch nie. Danach war ich einige Tage wie benebelt, als wäre ich nich ganz da, und hatte immer das Gefühl ich müsste meine Atmung kontrollieren. So eine innere Unruhe und Anspannung. Mir ging es aber immer besser wenn ich unter Leuten und somit abgelenkt war.

Ich bin danach zum Hausarzt gegangen. Der, eher mit Naturheilverfahren vertraut, hat mir dann erzählt ich sollte zur Ruhe kommen und nur die Sachen machen die mir Spaß machen. What so ever. Ich zum HNO und der hat mir auf Grund des Ultraschallbildes ein Antibiotikum verschrieben. Und mir nur mitgereilt da wäre etwas. Ich war zunächst zufrieden und habe eine Woche lang die Tabletten genommen.

Diese innere Unruhe blieb bis ich nach den Semesterferien wieder mit dem Studium begonnen hab. Ich hab viel Party gemacht und nebenbei gelernt. Ich hab viel Sport gemacht, mit Freunden unternommen und bin immer viel draussen gewesen. Kurz vor dem Ende des Semesters, voll im Lernstress, wollte ich dann nur mit einer Freundin einen Spaziergang machen und habe auf ein Mal wieder so eine Panikattacke gekriegt. Ich habe damit dann meine Prüfungen geschrieben und komischerweise auch bestanden. Aber es war sehr anstrengenend da ich mich zwingen musste sitzen zu bleiben und nicht die Flucht zu ergreifen. Ich bin dann quer durch Deutschland gefahren um meine Mutter und meine Freunde zu besuchen. Die Fahrt war der Horror. Zu Hause angekommen habe ich wieder meinen Hausarzt aufgesucht der mir wieder mit irgendwelchen Psycho- und Stressgeschichten kam. Mag ja auch alles sein aber normalerweise bin ich sehr Stressresistent. Ich habe ihn dann genötigt ein Blutbild zu machen worauf hin er mir sagte, dass ich einen erheblichen Eisen- und VitaminBmangel habe. Ich hab mir dann also jede Woche von ihm eine Spritze ins Gesäß rammen lassen. Es ging mir aber nicht sonderlich besser woraufhin er mir sagte es würde seine Zeit brauchen. Es war Hochsommer und für mich war jede Fahrt und jeder Gang nach draussen eine Qual da die innere Unruhe mit einergehendem Schwächegefühl anhielten. Da ich immer noch zwischendurch diesen fauligen Geruch in der Nase hatte bin ich dann mal wieder zum HNO-Arzt, diesmal mit anthroposophischem Ansatz. Der erzählte mir was von mangelnder Ausleitung durch Eisenmangel und schlechter Konsistenz des Schleimes. Der normale Schleim der täglich den Rachen herunterläuft würde sich dort sammeln und das könnte dann schon mal komisch riechen. Und die Panikatacken würden von fehlender Bestätigung von Aussen kommen. OKAY?! Wenn man lange genug nachdenkt findet man da wohl immer was. Ich habe lange geraucht und mir mittlerweile schon Gedanken über eventuelle Folgeschäden gemacht. Diese ganze Geschichte geisterte ja schon seit längerer Zeit in meinem Kopf herum. Dieses ständige hin und her mit kurzzeitiger Besserung hat mich fast verrückt gemacht. Hinzu kam dann noch die Diagnose eines Bandscheibenvorfalls im Aug09 den ich wohl schon länger habe da mein grosser Zeh auf der rechten Seite mir schon länger nicht mehr wirklich gehört. Das wurde mir alles zu viel. Das hatte Auswirkungen auf mein Studium, dass sich herauszögerte und hat mich ziemlich depressiv gemacht. Da diese innere Unruhe immer mit einer gewissen Anspannung und dem Gefühl ich würde jede Zelle in meinem Körper spüren einhergeht hat sich mein Magen immer verkrampft. Als ich das einem Arzt gesagt habe hat der mich auf eine Diät gesetzt und mit Heilerde verschrieben. Was aber auch nichts geholfen hat. Ausser dass ich mittlerweile Angst habe gewisse Sachen zu Essen. Diese Ungewissheit hat mich wie gesagt fast verrückt gemacht und dazu geführt, dass ich mir und meinem Körper nicht mehr viel zutraue.

Ich habe dann notgedrungen noch ein paar Praktika gemacht um voran zu kommen und mich zum Ende des Jahres 09 auf meine letzten Prüfungen vorbereitet. Nebenbei habe ich Sport gemacht um meine Rumpfmuskulatur zu stärken da mein Orthopäde sagte dies könne das Problem mit der Bandscheibe komplett beseitigen. Mir ging es auch gut damit aber die ständige Anstrengung hat mich nicht gerade fitter gemacht.

Ich bin im letzten halben Jahr fast jeden Monat krank gewesen obwohl ich das früher nie war und hatte dabei immer extrem eitrigen Ausfluss aus der Nase. Da bei Stress diese Panikatacken immer wieder kamen und ich keinen anderen Ausweg mehr wusste habe ich mir sogar einen Psychotherapeuthen gesucht um auch dies ausschließen zu können. Wobei es einiges an Überwindung gekostet hat mir einzugestehen, dass mein Kopf evtl daran Schuld ist. Zudem war es mir unangenehm über diese ganze Krankheitsmisere zu sprechen da ich ja selber nie wusste was das alles zu bedeuten hat. Bei dem Psychoonkel und hab ich auch eine Menge erzählt aber ich weiß nicht ob ich das nur aus Zwang gemacht hab damit es mir besser geht. Ich war auf jeden Fall ziemlich verzweifelt und hatte das Gefühl, dass es nie mehr bergauf geht. UND DANN....

Bin ich zu einem neuen HNO-Arzt gegangen der in der Nähe von meinem Studienort praktiziert. Grund war ein komisches Gefühlim Hals beim Schlucken. Ich hab natürlich wieder die ganze Geschichte mit der Nebenhöhle erzählt und hab zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr daran geglaubt, dass das jemand mal ernst nimmt oder mir helfen kann. Er hat mich durchgecheckt und festgestellt, dass meine Lymphknoten am Hals leicht geschwollen sind. Er hat das mit der Entründung der NNH in Verbindung gebracht und mir Cortison-Spray und Nasenspühlung verschrieben. Ich hab artig gespühlt und gesprüht aber es wurde nicht sonderlich besser. Es kam Weihnachten, ich hab meine Prüfungen geschrieben und da waren die Panikattacken wieder. Da ich mitterweile weiß wie ich mich zusammenreißen kann war es kein Problem nicht abzuklappen aber ob ich damit meine Abschlussprüfung bestanden habe weiß ich bis heute nich. Die innere Unruhe ist geblieben. Ich bin dann wieder in die Heimat gefahren. Es waren -15° und ich bin zum Einkaufen unterwegs gewesen. Draußen ein schneidender Wind und dann rein in mucklige 25° von einem Kaufhaus. Da habe ich sofort weiche Knie gekriegt und musste nach Hause. Danach kam mir wieder ein Mal eine Woche lang Eiter von flüssig und gelb bis fest und grün aus der Nase. Aber ausser Scwhäche keine anderen Beschwerden. Dann habe ich mir zur Kontrolle einen Termin bei dem HNO- Arzt geben lassen. Das war letzte Woche Dienstag. Der wusste nicht mehr weiter und hat mich vorsichtshalber ins CT geschickt. Und TADA... Der Radiologe hat eine akute Keiferhöhlenentzündung festgestellt und einen Fremdkörper. Ich hab mich so gefreut der Typ hat mich schon komisch angeguckt. Endlich geht es voran. Ich bin glücklicherweise gleich zum benachbarten Kieferchirurgen verlegt worden der auch noch einen Termin für mich hatte.

Der hat am selbigen Abend noch den Eingriff vorgenommen und es hat sich herausgestellt, dass mir sein Kollege vor 2 Jahren die komplette Wurzel in die Kieferhöhle gedrückt hat.

Nach so langer Zeit der Ungewissheit tut sich endlich was und ich hoffe es kann mir nach einem Jahr endlich mal besser gehen.

Bei dem Eingriff wurde mir fast die gesamte Schleimhaut aus der Kieferhöhle ausgeschabt da sie geschwollen und vereitert war. Ich habe danach Penicilin gekriegt und liege seit einer Woche im Bett. Ich bin immer noch waklig auf den Beinen aber ich weiß nach so langer Zeit nicht mehr was in meinem Körper vorgeht. Mir ging es vor 2 Tagen kurzzeitig sehr gut und ich habe eine Zigarette geraucht. Danach ging mir sofort wieder die Pumpe und ich habe eine Pankattacke gekriegt. Und diese innere Unruhe ist auch noch nicht ganz weg. Meine Frage ist nun ob eine chronische Entzündung im Körper solche Panikattacken, innere Unruhe und depressionsartige Zustände auslösen kann?

Auch wenn ich Kaffee trink werd ich unruhig. Ich glaub ich bin echt ein Laie was meinen Körper angeht. Und ist es normal so fertig zu sein obwohl es nicht mehr wirklich dick im Gesicht ist? Ich schaff kaum mehr als eine halbe Stunde auf den Beinen zu sein.

Ich würde mich sehr über Antworten freuen. Lang, aber es musste mal raus.

MfG

debtool

Antworten
E~rnLsxti


Hi Debtool,

ich lese gerade deinen Beitrag und finde mich so 1:1 wieder! Dachte auch erst, dass ich eine Herzerkrankung habe, aufgrund der Panikattacken, Herzrasen etc. Sind deine Beschwerden bzgl. eitrigem Ausfluss nach der Kiefernhöhlen-Op weggegangen?

Würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen, weil ich mich genauso verzweifelt fühle wie du damals!

SLigaar{ixd


Liebe Leute Ich fasse es nicht , dass es jemanden gibt der auch so etwas hat! Ich habe genau das Gleiche ! Auch Wurzel in der Kieferhöhle plus Schmerzen plus Panikattacken! Wie ist es dir in der Zwischenzeit gegangen! Ich bin jetzt soweit mir den Zahn reißen zu lassen! Ich kann nicht s mehr machen! Keinen Alkohol Zigaretten Kaffee etc alles Tabu !!!!! ]:D

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