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Seit 4 Monaten Halsschmerzen (Ärzte Meinungen teilen sich)

JbCWMixlli hat die Diskussion gestartet


Guten Abend allerseits!

Ich habe folgendens Problem:

Ich habe vor gut 4 Monaten (Anfang Winter) Halssschmerzen bekommen. Folgende Schritte habe ich dagegen unternommen:

- zum Hausarzt gegangen: der meinte es wär alles ok und hat mir nur eine Antibakterielle Mundspühlung mitgegeben.

-Da die Halsschmerzen anhielten, bin ich dann zum HNO Arzt. Diagnose: Aufgrund einer Nasenscheidewandverkrümmung kriege ich zu wenig Luft durch die Nase und atme (beim Schlafen) durch den Mund. Dadurch trocknet der Mund und Rachenraum aus und ist anfälliger für Entzündungen.

Da eine bakterielle Infektion (durch Streptokokken) nachgewiesen wurde, bekam ich auch ein Antibiotikum zur behandlung.

Von meinen HNO Arzt wurde ich zur Computertoographie geschickt um den grad der Verkrümmung festzustellen. Dabei kam raus das meine Nasenscheidewand tatsächlich etwas verkrümmt ist und der HNO Arzt riet mir deshalb zu einer Nasenscheidewandkorrektur.

- Bin dann zum HNO im Krankenhaus gegangen: er meinte, obwohl ich schmerzen hatte, dass mein hals ja vollkommen ok wäre und man deshalb die nasenscheidewand nicht richten müsse. (Hat sich auch die Bilder vom CT angeguckt)

- Bin dann also nochmal zum Hausarzt der mein Blut auf alles mögliche untersucht hat. War alles vollkommen okay, außer ein leicht erhöhter Entzündungswert (ASL Titer glaub ich; irgenwas im Bereich von 200)

- Da die Schmerzen anhielten, bin ich dann zu einen anderen HNO Arzt: Laut ihm hat es nicht so viel mit der Nase zu tun sondern kommt eher von den Mandeln. Letzes mal als ich in seiner Praxis war, meinte sein Kollege ich hätte eine chronische Mandelentzündung und die Mandeln müssten raus.

Während der ganzen Zeit habe ich mehrfach Antibiotikum eingenommen, welches aber nie etwas gebracht hat. Ich hatte zwischendurch auch eine eitrige Mandelentzündung welche durch Behandlung mit AB wieder verschwand. Seitdem habe ich aber so weiße Stellen auf einer Mandel. Die Schmerzen sind in den vergangenen 4 Monaten auch ein wenig besser geworden, aber es tut immernoch sehr weh. Wenn ich in meinen Mund schaue, sehe ich auch oft Schleim der den Rachen runter läuft. Ich persönlich denke, dass dieser Schleim immer den Hals entzündet und es nicht die Mandeln sind (da diese auch nicht schmerzen).

Ich bin völlig ratlos was ich jetzt machen soll. Jeder Arzt sagt was anderes. Ich würd die Mandeln ja rausnehmen lassen, einfach um diese Ursache auszuschließen, allerdings stecke ich grade mitten im Abi und kann es erst in 2 Monaten machen.

Ich bitte euch wirklich um Hilfe, da ich es nichtmehr lange so aushalte. Für Rechtschreibfehler entschuldige ich mich, aber ich musste schnell schreiben, da ich morgen eine 4 Stunden Klausur schreibe für die ich eigentlich lernen müsste. Aber Gesundheit geht vor.

Ansondten fragt bei Unklarheiten.

Schonmal vielen vielen Dank im Voraus!!

Antworten
L6illyx06


Hallo,

ich habe fast genau die gleiche Geschichte hinter mir oder stecke noch mitten drin. Bei mir fing es letztes Jahr im Mai an mit den Halsschmerzen mein Hausarzt hat damals nichts finden können und ich bin zu HNO gegangen.Der hat mir einmal auf die Mandel gedrückt und es war bis Oktober ruhe dann ging es wieder los hab 2x Antibiotikum bekommen das nicht half und er hat wieder auf meinen Mandel gedrückt was erst überhaupt nicht geholfen hat, da hat er dann gemeint ich habe eine chronische Mandelentzündung und die Mandel müssen raus.

Nun habe ich einen Termin zur Mandelop mitte April und meine Beschwerden sind vollkommen weg, bin mir überhaupt nicht sicher ob es alles so richtig ist.

Blut wurde bei mir bis jetzt noch nie abgenommen. Ist dein Titer den nicht eigentlich ok ich meine irgendwo mal gelesen zu haben das 200 in der Norm liegt ???

jOürge3n4x4


HalloJCWilli,

ich habe es schon mehrfach an anderer Stelle geschrieben: Tatsächlich ist bei chronischen Halsentzündungen eine eingeschränkte Nasenatmung der Grund.

Die Funktion der Nase ist nicht die Brille zu halten, sondern die Atemluft vorzuwärmen, anzufeuchten und zu entstauben. Wird diese Funktion nicht erfüllt, weil primär durch den Mund geatmet wird, kommt es zu Deinen beschriebenen Beschwerden. Als akute Maßnahme wäre eine gezielte Behandlung mit einem entsprechenden Antibiotikum angezeigt. Wenn es Deine persönliche Planung dann zuläßt (nach dem Abi), eine Nasenscheidewand-OP durchführen zu lassen!

Ich selbst habe mich jahrelang um diese OP gedrückt (Schiss!!!) habe es letztendlich machen lassen und habe es nicht bereut. Die danach mögliche, ungehemmte Nasenatmung hat mich für die "Unannehmlichkeiten" der OP entschädigt!

Für Dich ersteinmal viel Erfolg beim Abi, und danach alle Gute für eine evtl. OP :)^

VG

Jürgen

Pzuniwca85


@ jürgen:

Wie lange hats denn gedauert, bis du nach der OP wieder 100%ig durch die Nase atmen konntest?!

jsürg,en44


Hallo Punica85,

die Tamponate wurde nach 4 Tagen entfernt, danach konnte ich ungehindert durch die Nase atmen. Der Heilungsprozess dauerte allerdings noch ein paar Wochen! Aber wie schon erwähnt, die freie Atmung durch die Nase hat mich entschädigt für die etwas schmerzhafte Prozedur.

Ich kann nur jeden empfehlen, der unter einer wirklichen Scheidewandverkrümmung leidet sich operieren zu lassen!

Es sind drei,vier Tage wo man wirklich etwas "leidet"{:(, aber danach ist alles ok!

VG

Jürgen

Pouni%ca85


Danke dir!

Hab auch eine NasenscheidewandOP hinter mir... Es wurden noch die Nasenmuscheln verkleinert, Höcker entfernt und die Spitze neu geformt, weil ich durch die Nasenscheidewand ein Grübchen bekam (Knorpel vom Ohr kam rein).

Das ist jetzt 3 Wochen her und argh... Mich nerven die Fäden... Es ist immer noch leicht geschwollen und Druckschmerzen... {:(

JsCWillxi


Schonmal danke für eure Antworten,

das Problem ist halt, dass ich komplett uneinschräknt luft durch die Nase bekomme. Jetzt weis ich nicht ob es mir nur so "uneingeschränkt" vorkommt, weil ich es nicht anders kenne oder ob meine Nase okay ist. Zusätzlich haben mein Hausarzt und der Krankenhaus HNO Arzt gesagt, dass sie noch niemanden gesehen haben bei dem die Nasenscheidewand wirklich grade wäre und das es solange ich damit keine Beschwerden habe es auch keinen Grund zur OP gibt.

Mein anderer HNO Arzt ist aber immernoch der Meinung dass meine Halsschmerzen eine Folge der (laut ihm) vorhandenen Probleme mit der Nase sind.

Antibiotikum hat bezüglich der Schmerzen oder Entzündung keine Wirkung bei mir.

Weis denn jemand ob ich das Merken müsste wenn meine Nasenatmung behindert würde?

P2unoicax85


Du könntest mal deine Nasenlöcher auseinanderziehen und guggen ob du dann besser Luft bekommst

B}en100x1


@ jürgen

ich habe genau das von dir beschriebene problem, meine nase ist schon sehr lange "zu", habe außerdem schon seit längerem "kaputte" mandeln. dass das von der nase kommt und nicht etwa umgekehrt dachte ich allerdings nicht.

ich habe nächste woche einen termin zur mandel op, ist das denn überhaupt nötig? andererseits war ich letztes jahr schon bei nem HNO und dem ist nix an meiner nase aufgefallen, allerdings wurde auch bei mehrere tests keine allergie gefunden

Buen1P00s1


noch eine frage: ich habe immerzu eine verrotzte nase, das kommt doch aber nicht von einer gekrümmten nasenscheidewand oder?

P;unEi9cax85


@ ben:

Doch, kann.

JbC:Wilxli


Ok. Hab das mit den Nasenlöchern ausprobiert und bekomme dann tatsächlich ein klein wenig besser Luft (Auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich sowieso schon sehr gut Luft bekomme). Mich wundert nur, dass falls es die Nase ist, die Beschwerden so plötzlich auftreten. Ich bin jetzt 19 und hab mein komplettes Leben nie was verminderter Nasenatmung mitbekommen. Dabei habe ich Jahrelang Sport im Verein gemacht.

Pcun'icda85


War bei mir auch so... Ich hatte vor Jahren noch gar keine Probleme. Das fing schleichend an. Und die Nasenscheidewand wurde im Laufe der Jahre immer schiefer und meine ganze Nase hatte sich dadurch "verzogen" (sieht man auf Fotos der letzten Jahre). Und jetzt erst "gegen Ende" fing das mit Halsschmerzen und Schleim usw an.

Muss also nicht sein, dass das gleich am Anfang so ist.

Ich dachte auch immer dass ich ja supergut Luft bekomme. Bis der HNO dann mal diesen "Nasenlochauseinanderzieh-Test" bei mir gemacht hat und da hab ich nen Unterschied bemerkt....

j<ürgeUn4x4


HalloJCWilli,

gerade bei sportlichen Aktivitäten ist ein hoher "Luftdurchsatz" erforderlich, dieser wird dann primär duch den Mund gespeist. Dann treten aber irgendwann die von mir beschriebenen Symtome auf! Es gibt übrigens ein Messverfahren, welches den Luftdurchsatz der Nase misst!

Bei einem guten HNO -Arzt oder Klinik sicher machbar.

Alles Gute

Jürgen

J/C\Willxi


Okay. Ich werd jetzt am Mittwoch oder Donnerstag nochmal zum HNO Arzt. Dann werd ich drauf bestehen, dass der Luftdurchsatz mal getested wird und will dann wissen was er als weitere Behandlung vorschlägt. Dann wollt ich auch nochmal ne Blutuntersuchung machen lassen, um mal die Entzündugswerte zu checken etc.. Werde dann hier berichten was dabei rausgekommen ist.

Nochmals danke für die schnellen und kompetenten Antworten!

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