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Tagebuch zur Tonsillektomie / Mandel-OP

gLebreannte JManxdel hat die Diskussion gestartet


Ich habe hier auch einige Beiträge gelesen vor meiner OP. Da es nun bei mir auch soweit ist, werde ich das Ganze ein wenig dokumentieren, um wieder Anderen damit zu helfen. Ich habe Drüsenfieber hinter mir und darauf folgend zweimal Mandelentzündung und Seitenstrangangina gehabt innerhalb von 6 Wochen.

Ich bin jetzt am Mittwoch, den 14.04. ins Krankenhaus zur Patientenaufnahme. Nach diversen Vorgesprächen + Voruntersuchung, Blutabnahme ging es wieder nach Hause. Am 15.04. sollte ich dann morgens nüchtern ins Krankenhaus auf die Station kommen. (Ich habe um 19:00 Uhr am Vorabend zuletzt gegessen und um 22:00 Uhr zuletzt getrunken.)

Beruhigungstablette bekommen und ins Bett gelegt, 10 Minuten später wurde ich abgeholt und dann ging es auf die Reise bis in den OP. Zwei tiefe Atemzüge aus der Maske und weg war ich, ganz weit weg.

Etwa eine Stunde später bin ich im Aufwachraum wieder zu mir gekommen. Ich prüfte mich selbst auf Schmerzen - ein leichter, einseitiger Schmerz der sich anfühlte wie eine abklingende Mandelentzündung, also nicht der Rede wert. Ich habe umgehend um etwas zu Trinken gebeten, einen 0,2l Becher Wasser bekommen und gleich noch mehr haben wollen. "Machen Sie mal langsam", hieß es. Okay, gewartet. Nach ca. 10 Minuten bekam ich noch einen Becher Wasser und wurde mit diesem in der Hand wieder auf mein Zimmer gefahren.

Dort angekommen war ich noch ziemlich erschöpft von der Narkose, es war aber nur reine Müdigkeit, mir ging es nicht schlecht, im Gegenteil - ich hatte Hunger. Auf meine Frage hin wann ich etwas essen darf, sagte die Schwester nur: "Morgen früh!" Morgen, dachte ich?! Wie soll ich das aushalten!? Also hielt ich mich in halb liegend/halb sitzender Lage im Bett am Wasserglas fest und trank. Ich hatte im Vorwege gehört, dass man nach Möglichkeit viel viel trinken sollte. Es schwemmt die Narkose aus dem Körper und die stetige Schluckbewegung wäre auch hilfreich. Außerdem würde es die Stellen im Rachen feucht halten.

Ich hatte die zweite Literflasche stilles Wasser ausgetrunken, da kam eine andere Schwester und brachte mir tatsächlich ein Wassereis, einen kleinen Becher Joghurt und ein flüssiges Schmerzmittel. Ich sollte, so fern es geht, erst etwas essen und dann das Schmerzmittel einnehmen. Die Schmerzen waren nach wie vor unverändert gering, immernoch so wie nach dem aufwachen. Sprechen jedoch war sehr anstrengend. Ich lutschte das Eis weg und löffelte das Joghurt, danach gab es das Schmerzmittel.

In der ersten Nacht habe ich kaum schlafen können, da ich schlecht Luft bekam. Der Rachenbereich war natürlich angeschwollen. Die Schmerzen hielten sich immernoch in Grenzen. Schmerzmittel gab es automatisch etwa alle drei Stunden. Ich hatte die ganze Nacht extremen Hunger. Bei jedem vorsichtigen wenden im Bett nahm ich einen Schluck Wasser - Etwas anderes gab es ja nicht.

Um 07:00 Uhr heute Morgen gab es dann wieder eine Runde Schmerzmittel und um kurz nach acht dann endlich etwas zu essen. Die Schmerzen fühlten sich immernoch gleich an. Ich versuchte mich an einem winzigen Stück Milchbrötchen. Ich schob es so lange auf der Zunge hin und her, bis es zerfallen war. Das erste Herunterschlucken war sehr merkwürdig. Es fühlte sich an, als ob der Brötchenbrei im Rachen und am Zäpfchen hängenbleiben würde. Es besserte sich zum Glück rasch nach ein paar weiteren Stücken des Brötchens. Auch etwas Scheibenkäse ging gut runter.

Ich fühlte wieder ein wenig Energie nach dem Frühstück. Kurz danach kam der Stationsarzt und schaute mir in den Hals. "Sieht alles gut aus, so wie es soll", sagte er. Daraufhin mochte ich auch wieder mal aufstehen und etwas im Zimmer und auf dem Gang herum gehen.

Zum Mittag gab es Fisch und Kartoffelpüree, den ich zu meiner großen Überraschung nach den ersten Bissen fast schmerzfrei schlucken konnte.

Über Tag habe ich bis jetzt drei Liter stilles, kühles Wasser getrunken und einen Liter kalten Kräutertee und damit geht es mir wirklich gut.

Ich berichte morgen weiter...

Antworten
gXeQbrafnbnte Ma'ndexl


17.04.2010: Zweiter Tag nach der OP:

Guten Morgen! In der Tat ein ganz guter Morgen. Die zweite Nacht nach der OP konnte ich doch tatsächlich ganz gut schlafen! Deutlich weniger häufig aufgewacht. Und wieder schöööön getrunken zwischendurch.

Es gab zum Abendbrot gestern eine Scheibe helles Brot, ein weiches Brötchen und eine Scheibe Schwarzbrot, der ich zugegeben, sehr skeptisch gegenüber stand. Aber ich dachte mir, gaaanz vorsichtig und siehe da, es ging auch. Die Schmerzen hielten sich auch in der Nacht wieder in Grenzen. Ich habe bisher auf keine weiteren Schmerzmittel zurückgreifen müssen, nur das was es sowieso alle vier Stunden gibt.

Zum Frühstück gab es weiche Brötchen und etwas Honig, dazu zwei Liter kühles Wasser und einen halben Liter Salbeitee.

Der Stationsarzt war vorhin da und schaute mir in den Hals. "Es sind schon ordentlich Wundbelege vorhanden", hieß es. Auf die Frage ob ich den Schmerzen hätte, sagte ich nur ich warte darauf, dass es mit den Schmerzen mal langsam richtig los geht. Der Arzt meinte darauf: "Also, wenn es bis jetzt nicht richtig stark weh tut, dann glaube ich nicht, dass da noch viel kommen wird, außderdem trinken Sie ja viel!"

Okay, ich warte gespannt ab, wie sich das mit den Schmerzen weiter entwickelt! Und trinken tue ich ja wirklich viel...

Mittagessen auch gut runter bekommen, dazu wieder einen Liter Wasser.

Bis später...

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