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Starkes Pochen im Ohr und Gehörverlust...

s.lonxk hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vor 6 Jahren hatte ich über Monate hinweg eine Art Rauschen im Ohr. Dieses Rauschen hatte einen Rhythmus der dem Puls sehr ähnlich war. Am Anfang war es relativ leise und ich habe es auch nur nachts richtig wahrgenommen. Als es Nach Monaten stärker wurde machte ich mir immer noch keine Gedanken darüber, da ich davon ausging das es irgendwann vorbeigehen würde; ein Fehler den ein 17 jähriger zu diesem Zeitpunkt wohl macht.

Aber eines Morgens wachte ich auf und war auf dem linken Ohr taub. Ich kam dann sofort in die Uniklinik und und wurde dort 10 Tage lang mit Cortisoninfusionen behandelt, da man wohl von einem normalen Gehörsturz ausging. Außer den üblichen Unannehmlichkeiten die so eine Cortisonkur mit sich bringt hat der Krankenhausaufenthalt nichts bewirkt. Eine Kernspin des Kopfes wurde natürlich auch Mehrmals durchgeführt aber man konnte nichts finden. So wurde ich mit dem ernüchternden Ergebnis aus dem Krankenhaus entlassen, dass meinem Ohr nicht mehr zu helfen sei; und ein Tinitus blieb im Taubenohr bis heute.

Ein besuch beim Orthopäden ergab dann, dass mein Atlas überbeweglich sei und evtl. Halswirbel Nerven einquetschen. Wodurch ich zum Ultraschall weitergeleitet wurde bei dem man meinen Hals genauer betrachtete. Dort wurde dann eine Verengung einer Abzweigung der Halsschlagader festgestellt (entschuldigung wenn ich mich hier nicht medizinisch korrekt ausdrücke). Eine erneute Kernspin bestätigte diesen Befund und ich wurde zu einem weiteren Fachmann weitergeleitet. Der erkannte die verengete Ader als angeboren an und konnte nicht bestätigen, dass diese Verengung mit dem Gehörverlust zusammenhängt. Man vertröstete mich damals damit, dass ich eben Pech gehabt habe, aber mir keine sorgen machen muss mein anderes Ohr auch noch zu verlieren. Nun lebe ich seit 6 Jahren mit 100% Hörvermügen auf dem rechten und 10% auf dem linken Ohr und weiß im Grunde immer noch nicht was damals der Auslöser war.

Seit einigen Tagen habe ich in unregelmäßigen Abständen ein Pochen auf meinem noch gesunden Ohr. Das Pochen ist nicht syncron mit meinem Puls hängt also damit wohl nicht zusammen. Es ist auch nicht kontinuirlich sondern immer nur mal ein Tag und dann zwei Tage Pause; ich habe schon überlegt ob es vielleicht ein Muskelzucken oder das Trommelfell ist. Nur bin ich, was mein Ohr anbetrifft sehr sensibel, da ich von dem einen ja abhängig bin. Ich weiß nicht woran es liegen könnte. Und da ich meine Ärzte schon mehrmals damit konfrontiert habe und ihre Ratschläge wie Physiotherapie der Halswirbel, Ginko und Magnesium schon kenne weiß ich im Moment nicht weiter. Ich hoffe nur das ich nicht auch noch das Gehör meines rechten Ohres verlieren werde.

Vielleicht weiß hier jemand welchen Fachmann ich noch zu rate ziehen kann.

Vielen Dank schonmal für die Antworten!

gruß

Antworten
MHuttDi0x810


Hey

Das Pochen...was Du beschrieben hast klingt erstmal nach einem normalen Tinnitus.

Leider ist das einfach nur die Diagnose für Geräusche im Ohr, egal ob Rauschen, Piepsen...und es gibt auch kein Heilmittel dagegen, da keiner genau weis woher das kommt.

Es kann zu hohe Lautstärke (Musik, beim Arbeiten...), Wirbelsäulenprobleme, Zähne, Kiefer, eingeklemmter Nerv, falsche Information von Nerven im Ohr zum Gehirn die Ursache sein...

Da selten die Ursache beim einzelnen zu finden ist kann man auch nicht wirklich was degegen machen.

Die meisten HNO verschreiben erstmal Infussionen zur besseren Durchblutung, danach werden fast alle zum Hörgeräteakustiker geschickt.

Es gibt die möglichkeit mit einem Noiser eine besserung zu bekommen, dieser ist wie ein Hörgerät der ein Rauschen erzeugt, dieses muss genauso laut sein wie der Tinnitus, dadurch soll das Gehirn lernen den Tinnitus nicht mehr wahrzunehmen. So wie man Geräusche die unwichtig sind irgendwann nicht mehr bewusst wahrnimmt, zb. Kirchenglöcken, Zug der am Haus vorbei fährt...

Das gleich soll in einer Retrainingtherapie gelernt werden.

Der hörsturz den Du danach hattes, hat mit dem Tinnitus nichts zu tun, nicht jeder der das eine hat, bekommt auch das andere. Meistens ist es andersherum. Erst kommt der Hörstutz, dann der Tinnitus.

Der Hörsturz ist wie ein Infarkt im Ohr, meistens auch durch Infussioenn zu behandeln, allerdings nur wenn man direkt zum HNO geht, meistens kommt es dadurch zumindest zu einer verbesserung. Aber man hört danach nicht wieder so gut wie vorher.

Warst denn schon wieder beim HNO?

Hast du denn wenigstens ein Hörgerät zur Unterstützung auf deinem Li Ohr?

Oder warst mal bei einem Akustiker?

10% ist ja nicht taub!

Wobei diese Aussage eh nichts über deinen Hörverlust aussagt, interessant ist wie dein Hörverlust verläuft, dh ab wieviel dB Du bei welcher Frequenz hörst..

Mittlerweile gibt es auch für Resthörige gute Hörgeräte.

Würde Ich dir auf jeden fall zu raten, denn je später Du damit anfängst desto schwerer wird es und desto schlechter wird dein Sprachverstehen!!!

Hat sich denn bisher was ergeben?

s,lonxk


Hallo,

ja ich war damals direkt im Anschluss an den Hörsturz im Krankenhaus wie oben beschrieben und habe dort Infussionen bekommen. Einen Hörtest hab ich auch gemacht nicht nur einmal und wurde dann von meinem HNO-Arzt auch zum Hörgeräteakkustiker geschickt und habe ein in-ear gerät bekommen; dies verstärkt zwar die Außengeräusche aber 10% sind zu wenig um Sprachverstehen zu ermöglichen (leider).

Das mit dem Noiser ist eine gute Idee, vielen Dank schonmal dafür, auch wenn ich mich an den Tinnitus schon gewöhnt habe und ihn nur noch wahrnehme wenn ich auch bewusst hinhöre.

Zu den Frequenzen: wenn ich mich recht erinnere nehme ich nur noch sehr hohe Geräusche mit dem Ohr wahr. Je tiefer das Geräusch desto leister wird es für mich.

Der hörsturz den Du danach hattes, hat mit dem Tinnitus nichts zu tun, nicht jeder der das eine hat, bekommt auch das andere. Meistens ist es andersherum. Erst kommt der Hörstutz, dann der Tinnitus.

Ja, genau so ist es ja bei mir abgelaufen, zumindest hat man mir gesagt, dass das Pochende Geräusch das ich vor dem Hörsturz hatte kein Tinnitus war. Danach hat sich dann ein hohes Pfeifen im erkrankten Ohr festgesetzt.

Die Chance, dass sich hinsichtlich des Sprachverstehens noch eine Besserung einstellt kann ich wohl nicht machen, nach nunmehr 6 verstrichenen Jahren.

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