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Flattern/Ploppen/Klopfen im Ohr

Kqiku9leiwn hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich weiß einfach nicht mehr weiter...naja erstmal zu meinen Symptomen:

seit gut einer Woche habe ich ein nervtötendes Muskelzucken im rechten Ohr. Zumindest fühlt es sich so an, quasi als würde Popcorn an mein Trommelfell geballert werden.

Es fing alles ganz plötzlich an einem Montag Morgen an. Circa eine halbe Stunde heftiges Flattern im rechten Ohr (wie ein Maschinengewehr). Danach den ganzen Tag Ruhe. Ich dachte schon, das wäre eine einmalige Sache, aber gegen Abend kam es leider wieder. Seit dem, ist es ununterbrochen da, zwar mit kleinen Pausen (mal ein paar Minuten, mal ein, zwei Stunden), aber komplett weg leider nicht. Ich muss jedoch hinzufügen, dass es sich auf keinen Fall um ein pulssynchrones Ohrengeräusch handelt.

Nachts und Morgens ist es ganz schlimm. Da flattert es ohne Unterbrechung, was zu tierischen Schlafproblemen führt...ich nehme also an, dass es sich im Liegen verschlimmert. Auch gerade eben wollte ich mich auf die Couch legen und zack ging das Maschinengewehr wieder los.

Tagsüber gibt es wie schon gesagt, schon mal Pausen vom Ploppen, Flattern wie auch immer. Ich habe sogar das Gefühl, dass es reduziert wird, wenn ich körperlich aktiv bin. Das Ploppen hat auch eine unterschiedliche Intensität, mal kommt es mehrere Stunden nur alle paar Sekunden mal (dabei spielt es keine Rolle, ob es leise im Raum ist oder der Fernsehr etc. an ist). Und dann ist es wieder von jetzt auf gleich da (dabei hat sich die Situation keineswegs verändert)und erinnert an ein Maschinengewehr. Es ist aber auch dann kein gleichmäßiges Ploppen, sondern ungefähr so: Plopp.PloppPloppPlopp..PloppPlopp.PloppPloppPloppPlopp (hoffe es ist so einigermaßen verständlich ;-)

Direkt am zweiten Tag, nachdem der ganze Mist angefangen hat, bin ich zum HNO. Dort wurde ein Hörtest und eine Druckmessung durchgeführt, alles ohne Befund... ansonsten sah auch alles normal aus. Der HNO veschrieb mir dann erstmal Magnesium, da Muskelzuckungen wohl auch durch Magnesiummangel auftreten können. Dieses nehme ich nun seit 9 Tagen fleißig ein, es erzielte bis jetzt jedoch leider keine Besserung :-( ((

Ich also zwischendrin wieder zum HNO, er "ich kann ihnen da erstmal jetzt nicht weiterhelfen, ich überweise sie mal zum Neurologen"...

Auch wollte er mich nicht weiter krank schreiben.

Die ganze Sache macht mich aber einfach nur fertig. Ich bin völlig übermüdet, nervlich am Ende durch das Ohrengeräusch, kann mich nicht ansatzweise konzentrieren (und dass muss ich auf der Arbeit). Hab dadurch keine Lust auf nur irgendwas.. selbst TV schauen oder sonst was wird zur Qual, wenn man ununterbrochen "einen kleinen Mann im Ohr hat, der dort rumhämmert"...

Ich also zum Hausarzt... auch er kann sich das Muskelzucken im Ohr nicht erklären, verpasst mir eine Cortisonspritze, um zu schauen, ob es sich vielleicht um einen entzündeten Muskel handelt, der diese Zuckungen auslöst. Die Spritze habe ich heute um 9 bekommen, bisher keine Besserung.

Ich bin langsam wirklich am Ende und habe Angst, dass dieses Ploppen/Muskelzucken nie mehr verschwindet.

Den Termin beim Neurologen habe ich erst Mitte September.

Gibt es vielleicht sonst noch jemanden, der solche Probleme hat?

Wäre über jede Hilfe dankbar...

Gruß

Kiku

Antworten
MWonWika+65


Ich hatte einen Bekannten mit ähnlichen Problemen. Bei ihm waren es Probleme mit Kiefergelenk und HWS. Vielleicht mal zu einem Orthopäden gehen? Nimmst du noch Magnesium? Vielleicht war es zu niedrig dosiert.

K ikuilewin


Hallo Monika,

danke für deine Antwort und den Tipp mit dem Orthopäden. Werde ich wahrnehmen. War dein Bekannter noch beim Kieferorthopäden? Oder nur beim normalen Orthopäden?

Ja nehme noch Magnesium. Die ersten Tage habe ich 600 mg am Tag genommen (normale Tagesdosis für Erwachsene sind wohl ca. 300mg). Hat aber auch keine Wirkung erzielt... nun habe ich gelesen, dass es je nach dem bis zu 4-6 Wochen dauern kann, bis die Magnesiumspeicher (sofern halt wirklich ein großer Mangel besteht) wieder gefüllt sind und es dementsprechend länger dauern kann, bis manche Symptome verschwinden (ob Muskelzuckungen dazu gehören könnte, stand dort leider nicht)....

Mfoni$ka65


Mein Bekannter war bei einem normalen Orthopäden, es ging hauptsächlich um die Halswirbelsäule, so viel ich mich erinnere. Jedenfalls bist du mit dem Problem nicht allein. Wenn das nicht besser wird, gibt es auch echte Tinnitusexperten, die vielleicht noch eine Möglichkeit kennen. Möglicherweise in einer HNO-Klinik.

Mit dem Magnesium würde ich sicherheitshalber vermutlich weiter machen. Hattest du vorher einen Infekt? Ich kann dir nachfühlen, wie es dir geht. Ich habe häufig ein Brummen im Ohr, aber das kommt und geht. War schon mal dauerhaft über viele Tage da, und dann gings wieder weg.

K+iku(leixn


Danke nochmals für deine Antwort. Du machst mir wirklich Mut. Und das kann man gut gebrauchen, wo es doch zwischendurch immer wieder Phasen gibt, wo man echt verzweifeln könnte :-(

Ok, dann werde ich morgen mal bei einem Orthopäden einen Termin vereinbaren. Man muss halt alles mögliche durchgehen. Dass es aber ein richtiges HNO-Problem ist, glaube ich mittlerweile nicht mehr. Es ist ja schon seltsam, dass es im Liegen richtig, richtig schlimm/schnell wird, tagsüber zwar auch, aber halt mit Unterbrechungen und "langsameren" ploppen zwischendurch. Wenn ich mich viel bewege, Haushalt mache oder sonst was, dann verschwindet auch mal das "schnelle Maschinengewehr" nach kurzer Zeit (nachfolgend halt langsames ploppen oder auch mal kurze Zeit komplett Ruhe). Vielleicht hat es wirklich was Richtung HWS, Verspannung, vll Kiefergelenk zu tun (bin 23 Jahre alt, meine Weißheitszähne sind die letzten zwei Jahre ca. durchgekommen, vielleicht ist der Kiefer zu klein).

Man hofft halt, dass irgendwann was gefunden wird. Denn so hat man ja kaum noch Lebensqualität, aber du weißt sicher, wovon ich rede, wenn dich auch Ohrengeräusche plagen.

Nein einen Infekt habe ich vorher nicht gehabt.

Ja Magnesium werde ich auf alle Fälle weiter nehmen. Vielleicht bringt es ja doch noch eine Besserung. Die Hoffung stirbt zuletzt.

Wie lange hat denn das Brummen bei dir schon mal so am Stück angehalten?

Man liest ja allerlei im Internet. Von Leuten, bei denen das Klopfen/Zucken im Ohr nach zwei Wochen wieder verschwunden ist, Leute, bei denen es über 8 Wochen durchgehend angehalten hat (danach wurde nichts mehr geschrieben) und und und. Manche schreiben sogar von 12 Jahren immer wiederkehrenden Klopfen im Ohr... oweja, sich am besten nicht verrückt machen, aber leichter gesagt als getan ;-)

Msonmika6x5


Das Brummen bei mir hat lang angehalten, ein paar Wochen auf jeden Fall. Ich habe mich ziemlich geplagt damit, war echt schlimm. Dann wurde es besser, ging mal richtig weg, kam wieder. Zur Zeit ist es so, dass es kaum noch auftritt, und wenn, ist es womöglich wetterbedingt, was weiß ich, ist jedenfalls an Kopfschmerztagen auch meistens vorhanden oder wenn ich mich verspannt fühle. Dadurch, dass ich weiß, es geht wieder weg, beachte ich es auch nicht mehr so.

Kann dir das echt nachfühlen. Habe gerade deshalb jetzt mal in einem anderen Forum gegoogelt, da schreibt auch einer vom Orthopäden, könnte mein Bekannter sein.. Außerdem habe ich was gelesen, dass einem vorgeschlagen wurde, eine bestimmte Sehne (den Namen habe ich jetzt nicht parat) durchzutrennen, um den Nerv zu beruhigen, hat derjenige aber abgelehnt... naja, vielleicht weiß dazu ja der Neurologe was dazu zu sagen.

n&ickypPullxi


Liebe Kiku, genau diese Symptome habe ich auch. Bei mir ist es fast ausschließlich das rechte Ohr (bezw. die rechte Kopfseite), in dem es rattert und laut klopft. Das Geräusch ist sehr laut und unregelmäßig und weckt mich sogar aus dem Tiefschlaf. Im Liegen ist es auch bei mir stärker, besonders, wenn ich auf der linken Seite liege. Ich hatte im Winter eine lange Phase, in der ich wochenlang kaum Unterbrechungen von dem Geräusch hatte und richtiggehend verzweifelte. An Konzentration und Entspannung war nicht zu denken. Seitdem nehme ich regelmäßig Magnesium und Gingko ein, und ich gehe täglich eine halbe Stunde laufen. Außerdem habe ich mit Yoga angefangen – alles, um die Anspannung, die den Muskel (es ist wohl der Stapedius) zucken lässt, abzubauen.

Ich habe nun immer mal ein paar ruhige Tage, an denen das Klopfen nur ab und zu mal auftaucht und wieder verschwindet. Aber weg geht es nicht – besonders nachts nervt es sehr, denn ich wache dauernd davon auf. Alle meine Arztbesuche (HNO, Neurologe, Akupunktur, MRT, Kieferorthopäde, Orthopäde) haben leider keine klare Diagnose oder Abhilfe gebracht. Und mit der klassischen Tinnitus-Behandlung (Retraining) lässt sich das plötzliche und laute, unregelmäßige Klopfen (manchmal eher "wummern") nicht beheben. Fall du bei deiner Suche nach Linderung auf irgendeine brauchbare Diagnose und Therapie stößt, wäre ich dir unendlich dankbar, wenn du sie hier veröffentlichen würdest. Liebe Grüße

nicky

KZikul+exin


Hallo zusammen,

wollte nur mal einen kurzen Zwischenbericht geben:

Bisher keine Besserung, eher Verschlechterung. Seit 4 Tagen Klopfen/Flattern ununterbrochen, mal schneller, mal langsamer... da wird man echt noch verrückt. Aber was soll man machen, man kann es ja nicht mal eben abstellen. Falls sich irgendwie was tut, melde ich mich.

@ Nickypulli

hab dir mal ne PN geschickt :-)

C?hevy9lacdxy


*:) *:) Mich auch mal hier melde. Ich hatte das Anfang Juni – plötzlich Nachts. Ganz furchtbar. Hinzu kam nach 5 Wochen noch ein Paukenerguss auf dem Ohr aufgrund einer Erkältung. Dann begann eine Odyssee an Arztbesuchen etc. HNO, Orthopäde, Hausarzt, Radiologe etc. Alle sagten: Tinnitus, da kann man nichts machen. :-/ Seit ungefähr 2,5 Wochen bin ich bei meiner Heilpraktikerin. Sie arbeitet nach TCM. Erst Akkupunktur, dann speziell auf mich zugeschnittene Kräuter seit ca. 1 Woche und ich muß sagen: super klasse. Die Akkupunktur hat etwas geholfen, aber ich glaube das ausschlaggebende waren die Kräuter. Tagsüber habe ich schon extrem viel Ruhe und Abends wenn ich mich ins Bett lege und es noch brummt und tobt auf beiden Ohren wird es nach spätestens 5 Minuten wunderbar ruhig und ich kann wieder tief und feste schlafen. Gingobil etc. haben ich auch durch. Mein HA wollte mir sogar Antidepressiva verschreiben. Ich habe Sie 1 x genommen. Habe zwar wunderbar geschlafen, aber der nächste Morgen war nicht so meins und ich habe Sie wieder abgesetzt.

Ach so – und Massagen bekomme ich auch noch zusätzlich.

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