» »

Barotrauma? Hörsturz? Entzündung? Vom Arzt abgewimmelt

DlSST hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

Wir waren am vergangenen Dienstag zu einem Tauchkurs (war jetzt unsere 6. Stunde) und seither habe ich Probleme mit meinem rechten Ohr.

Es ist ein ganz komisches Gefühl, dass ich beim Hören teilweise spüre. EIgentlich bemerke ich das nur bei tiefen Tönen und im besonderen bei Tönen, die ich selbst produziere und die tief sind (z.B. ein Räuspern und das normale, tiefe Reden) ... Pfeife oder spreche höher, so bemerke ich dieses Gefühl nicht.

Das Gefühl selbst kann ich nicht beschreiben. Es ist kein Schmerz, aber so eine Art leichtes Schweregefühl. Hören glaube ich aber völlig normal, kann mich hierbei aber auch irren, da ich das nicht gut beurteilen kann.

Auch habe ich bemerkt, dass ich beim Trinken (aber nur beim Trinken selbst, nicht, wenn ich nur die Bewegung nachmache) ein leichtes Ziehen im entsprechenden Ohr vernehmen

Dachte erst an ein Barotrauma, da ich beim Tauchkurs eben in Tiefen von 2-3 Meter rumgetaucht bin, aber ansich habe ich für Druckausgleich gesorgt und auch keine Schmerzen empfunden.

Schwindel oder dergleichen empfinde ich gar nicht und auch die Ohrmuschel fühlt sich normal an.

Da mir die Symptome bekannt vorkamen (eine Freundin meiner Mutter hatte erst vor wenigen Monaten einen Hörsturz), bin ich am Donnerstag zum HNO, der mich aber mit den Worten "das geht vorbei. In ihrem Alter <22> kriegt man keinen Hörsturz" direkt abgewimmelt hat.

Habe mich – offenbar dummerweise – von dem Mann beruhigen lassen, aber die Symptome sind auch jetzt noch vorhanden und so langsam bekomme ich es doch mit der Angst zu tun.

Werde auch gleich morgen wieder zum Arzt – auch wenn ich dafür ansich keine Zeit habe – aber Angst habe ich jetzt schon. Bei einem Hörsturz oder dergleichen kommt es ja, soweit ich weiß, auf eine schnelle Behandlung an und ich will jetzt keinen bleiben Schaden behalten, nur weil ein Arzt offenbar keinen Bock hatte, mich zu behandeln / untersuchen.

Klar würde ich ihn in diesem Falle verklagen, aber das würde im Falle eines Schadens mein Gehör und damit verbunden ggf. auch meine Karriere nicht mehr zurückbringen.

Habt ihr sowas schon mal erlebt?

Antworten
jiürigeen4x4


Hallo DSST,

die Vorgehensweise dieses "HNO-Arztes" ist ein absolutes nogo!!! Eine Meldung an die dafür zuständige Ärztekammer ist m.E. unbedingt notwendig, um solche Nullinger auszusortieren! Die Aussage, dass ein junger Mensch keinen Hörsturz erleiden kann, ist völlig daneben. Ein Hörsturz, ob vermeintlich oder tatsächlich vorhanden, gehört in die Kategorie "Sofortbehandlung"!

Ich kann nur raten, unverzüglich einen guten HNO-Arzt aufzusuchen, oder wenn bei Dir örtlich erreichbar, eine klinische HNO-Ambulanz aufzusuchen.

Alles Gute

Jürgen

DkSSMT


Werde ich so machen und den Mann entsprechend melden! Danke für den Tip.

Ansonsten war ich heute schließlich bei einem anderen HNO, der mich auch gründlich untersucht hat.

- Trommelfell ist in Ordnung <- war so eine Schwingungsmessung oder so

- Gehör ist beidseitig bestens

- Offenbar ist irgendwie Wasser im Ohr drinne und will da nicht mehr raus..

Dieser Arzt hat "sogar" mal ins Ohr reingeschaut, statt sinnfreie Behauptungen aufzustellen.

Lieben Gruß

DSST

ezinMarBc


Wenn Du weiter tauchen möchtest, würde ich abklären lassen, ob das "Wasser im Ohr" vielleicht damit etwas zu tun hat, oder ob Du einen korrekten Druckausgleich durchführst. 2-3 Meter sind ja schön und gut, aber 20-30 Meter sind schon eine andere Liga. Das sind so die Tiefen, die man beim Sporttauchen erreicht.

jDürg4en44


Hallo DSST,

danke für Deine Rückmeldung!

Alles Gute weiterhin, und sei vorsichtig bei weiteren Tauchgängen, ehe nicht med. geklärt ist woran es bei diesem Ereignis gelegen habe könnte.

LG

Jürgen

DoSSxT


Hallo nochmal,

Also da ich schon länger tauche und den Anfängerkurs (wird bei uns sehr günstig angeboten) nur mitmache, weil ein paar Freunde ihn machen und ich gerne mit denen zusammen los wollte, habe ich schon eine gewisse Erfahrung im Tauchen. Ich war auch in größeren Tiefen als dem Hallenbecken bereits problemlos unterwegs, wenn auch ich tiefen von 20 oder 30m noch nicht hatte. Ich glaube knapp unter 20 war das höchste bzw. tiefste der Gefühle.

Ich vermute, dass ich in diesem Fall den Druckausgleich nicht richtig hinbekommen habe, da sich eine (von mir unbemerkte) Erkältung unterschwellig bemerkbar gemacht hat. Am nächsten Tag hatte ich nämlich auch ein wenig die Nase dicht (hätte ich das vorher gemerkt, wäre ich btw. nicht ins Wasser gegangen).

Normalerweise empfinde ich aber, wenn mit dem Druckausgleich was nicht stimmt, schon auf einer Tiefe von zwei Meter einen entsprechenden Druck, den ich garantiert nicht ignoriert hätte. Warum das diesmal anders war, kann ich leider nicht sagen.

Ich werd' aber vor dem nächsten Tauchgang in drei Wochen den HNO sicherheitshalber nochmal konsultieren.

Lieben Gruß

DSST

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Hals, Nase und Ohren oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Schönheit und Wohlfühlen · Augen · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH