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Reflux & Sinusitis – Wie lange und in welcher Dosierung Ppi?

G@eoXrge149x80 hat die Diskussion gestartet


Meine Frage vorab: Wer von euch hat Erfahrung mit Reflux und Sinusitis und der Behandlung mit Protonenpumpenhemmern, PPIs? Wie lange muss man die einnehmen und in welcher Dosierung?

Ich plane jetzt mal 3 Monate, morgens 2 x 20 mg Pantoprazol (40 mg ist ja verschreibungspflichtig).

Ich suche seit Jahren die Ursache für meinen einseitigen Schleimfluss. Reflux kann wohl für diverse HNO-Beschwerden verantwortlich sein, z.b. Kloß im Hals, Sinusitis. Ich hatte bereits eine Magenspiegelung und habe (wie vom HNO verordnet) 5-7 Tage PPIs (Omeprazol o.ä. Präparate) eingenommen. Daher dachte ich Reflux als Ursache ausgeräumt.

Jetzt lese ich im Internet an mehreren Stellen, daß man im Fall von Reflux und Sinusitis die PPIs für 6-8 Wochen, wenn nicht sogar für 3 Monate einnehmen soll. Außerdem soll eine Magenspiegelung teilweise gar keine Erkenntnisse bringen, erst eine 24h-Säuremessung, die ich damals nicht habe machen lassen.

Antworten
ENhemalziger Nutze?r (C#3257x31)


Dann solltest du dich an deinen HNO oder deinen HA wenden und Rücksprache nehmen ob es sinnvoll ist PPI so lange zu nehmen.

Ich verstehe nur nicht wie ein Reflux für eine Sinusitis verantwortlich sein soll. Die Magensäure läuft dir doch nicht in die Nase ???

Wie soll denn PPI den Schleimfluss in der Nase verbessern? Verstehe ich nicht ...

Sychne~enhexxe


Ich hatte eine Refluxösophagitis (gesichert durch eine ÖGD) und musste 4 Wochen Pantoprazol 40 nehmen, aber das wurde mir vom Arzt verordnet.

Ich habe mal gelesen, dass es bei Langzeiteinnahme anschließend zu einer Verschlimmerung kommen kann. :-/

Ich verstehe nur nicht wie ein Reflux für eine Sinusitis verantwortlich sein soll.

Verstehe ich auch nicht. Ein Kloßgefühl kann vielleicht möglich sein, oder auch sonstige Beschwerden im Hals und ein Druck hinter dem Brustbein, aber dass davon eine Sinusitis kommen kann ist mir ganz neu.

GJeor(ge1980


Man siehe folgende Seiten:

[[http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=dosierung+ppi+reflux+sinusitis+hno+m%C3%BCnchen&source=web&cd=4&ved=0CE8QFjAD&url=http%3A%2F%2Fedoc.ub.uni-muenchen.de%2F9480%2F1%2FKeller_Jeannette.pdf&ei=5wtpT7uhOOej4gSP2fmTCQ&usg=AFQjCNFZyRiDpf_IaddDvrtAV43dfNCUSg]]

Klinische Symptome des LPR

Die otorhinolaryngealen Symptome, die bei LPR auftreten, sind unspezifisch und lassen

daher nicht sofort auf das Vorliegen von LPR schließen. Zu diesen Symptomen zählen

chronischer Husten, Asthma, chronische Heiserkeit, Globusgefühl, Dysphagie,

chronischer Räusperzwang, Halsschmerzen, chronische Sinusitis, postnasale Sekretion

und Odynophagie [6, 8, 12, 35, 67]. Aus der Literatur ist bekannt, dass bei etwa 50 %

der Patienten mit Stimmveränderungen [7, 70] und sogar bei ca. 78 % der Patienten mit

chronischer Heiserkeit [70] ein proximaler Reflux die Ursache der Symptome darstellt.

Für den behandelnden Arzt kann eine genaue Diagnosestellung mitunter schwierig sein,

da die gleichen Symptome ebenfalls von viralen oder bakteriellen Infekten, starker

Stimmbeanspruchung (z.B. bei Sängern), Allergien, Rauchen oder Alkoholabusus

verursacht werden können [18]. Daher ist zur Diagnosestellung eines LPR eine mitunter

aufwendige und anspruchsvolle Diagnostik nötig.

d~olpJhinD79


Bei Heiserkeit macht das ja auch Sinn, weil die Magensäure hochsteigt. Aber die kommt doch nicht bis zu den NNH hoch. Das wird wohl eine andere Baustelle sein!

G"eorHge1x980


Aber die kommt doch nicht bis zu den NNH hoch.

Ich kann die verschiedenen Arten von Reflux nicht wirklich unterscheiden, GERD, NERD, LPR, aber es gibt definitiv einen Zusammenhang zu Sinusitis, schon wenn man das Zitat aus der o.g. wissenschaftlichen Veröffentlichung liest:

zu diesen Symptomen zählen ... chronische Sinusitis, ...

Wie gesagt, gebt mal beide Begriffe in eine Suchmaschine ein. Warum sollte der HNO bei der Diagnose Sinusitis auch sonst eine PPI-Therapie vorschlagen?

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