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Chronische Sinusitis, OP ja oder nein?

d(efery007 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle Betroffene!

Scheint ja eine Art Volkskrankheit zu sein (oder erst geworden zu sein...), daher hoffe ich mit meinem Fall auch vielen Anderen irgendwie weiterhelfen zu können. Leide nun seit Jahren (genauer gesagt wohl seit 2007) an einer chronischen Sinusitis. Angefangen hat das entweder aus einem nicht ausgeheilten Infekt, evtl. steht eine Zahnextraktion im Raum (bringe ich sehr nahe mit dem Beginn der chronischen Phase in Verbindung) oder am Ende ist und war es doch eine Allergie auf Hausstaubmilben. Ich denke dass so genau keiner von Euch weiß wie sich das zu Beginn entwickelt hat....

Es folgten nun alle möglichen Therapieansätze, die jeder von euch wohl zu genüge kennt: Antibiotika, Inhalation, Gelomyrtol, Kortisonspray, Ibuprofen, Nasenspülungen, auch etliche Mittel aus der Homöopadie, etc. pp.. Wirklich geholfen hat das alles wohl nur den Herstellern und Vertretern der jeweiligen Branche. Hier gilt wohl auch ähnlich wie bei Erkältungen das Motto: Gebe es auch nur ein Mittel, welches wirklich hilft, gebe es nicht so unzählig viele verschiedene in der Apotheke davon.

Inzwischen habe ich auch schon die gesamte Ärzteschaft damit bemüht, die Heilungsansätze waren meist grundverschieden: 1 HNO wollte operieren, 1 HNO hat mir nun drei Jahre lang eine Immuntherapie gegen den Milbenkot verabreicht, Hausärzte lieben Antibiotika über alles, der Zahnarzt empfohl eine Beißschiene. Also meist immer genau das, was im Lehrbuch steht und wo man nicht mehr allzu lange um die Ecke schauen muß. Ich denke, jeder von euch Sinusitisgeplagten hat zur genüge Erfahrung gesammelt mit Medizinern, die eine Sinusitis immernoch für ein Übel ansehen, welches am besten mit einer Jogurtdiät zu beseitigen wäre.

Wirklich weiter gekommen bin ich damit bisher nicht. Zwar haben sich die Beschwerden etwas gemildert, aber weg sind sie nicht: Phasen von chronischer Erkrankung lösen akute ab. Oft ist im Alltag nur die Nase dicht, der Schlaf ist nicht erholsam, Kopfschmerzen schleichen sich ein. Wenn eine akute Phase ansteht, dann dauert der Heilungsprozeß Wochen, Monate: Kaum Luft durch die Nase, Druckschmerzen in den Höhlen, Abgeschlagenheit unter den Augen (fühlt sich dann sehr häufig wie ein Migräneanfall an), Schmerzen an der Nase, die Ohren trocknen aus und schmerzen. So richtig krank werde ich aber auch nie, so wie ich es von früher noch kenne, mit 3 Tagen Sekretauslauf in großer Menge und danach ist Ruhe. Alles verstopft, verharrt. Wenn Sekret läuft, dann beständig den Rachen hinunter.

Also was tun?? Im Prinzip kann ich mit meiner Erkrankung auch leben, nur empfinde ich nicht mehr ausreichend Lebensqualität. Der Alltag geht ganz gut über die Runden, aber wenn ich mich für "mehr" benötige, liege ich meist gleich auf der Couch. Kennt ihr das auch? Da geht man Tag für Tag mit verstopfter Nase und Kopfschmerzen in die Arbeit und eigentlich fühlt man sich gar nicht so schlecht. Aber "droht" der lang ersehnte Urlaub oder es gibt eine Ausnahmesituation, dann entwickelt sich daraus wieder mehr. Das ist der Punkt, wo mit Sicherheit die Psyche ins Spiel kommt. Doch kann man diese nur schwer austricksen! Nicht die Psyche macht mich krank (bin mit meinem Leben eigentlich zufrieden!), sondern die Entzündungen machen wohl meine Psyche krank! Oder kann man dies gar nicht trennen und man lebt doch recht unglücklich und irgendwo muß es der Körper dann anzeigen? Aber wie herausfinden? Auf "Verdacht" Freundschaften oder Job kündigen? :=).

Bleibt am Ende nur wieder die OP? Bei einem CT kam bei mir heraus: Verschattungen der NNH (insbesondere Kieferhöhle), dazu eine anatomisch sehr enge Nase (die halt sehr trocken ist). Aber ansonsten eigentlich nicht so dramatisch (Originalaussage Arzt: "habe schon schlimmeres gesehen"). Also was bringt diese OP? Wer von euch hat Erfahrungen damit gesammelt? Manchmal liest man: toll, jetzt kann ich endlich wieder durchatmen, 80 Prozent werden geheilt damit. Manchmal aber wieder: 6 Monate Ruhe, danach wieder das selbe. Ich bin eher ein ängstlicher Mensch, daher frage ich mich ob es das Risiko wegen der OP allgemein und der Nähe zu den Augen und die Unannehmlichkeiten Wert sind? Oder sollte man eher auf der psychischen Ebene arbeiten und seine "Einschränkungen" akzeptieren? Oder ist die OP doch ratsam, wenn sie am Ende heilen könnte (was heilt hat Recht!)?

Freue mich auf jeden Beitrag von euch, irgendwie müssen wir diese Last doch aus uns rausbekommen und das Leben wieder in vollen Zügen genießen können!

Antworten
GQeorLgeb198x0


Habe mir jetzt nicht deinen kompletten Beitrag durchgelesen. Nur so viel zur OP ja oder nein ...

Die OP der Kieferhöhlen, Infundibulotmoie und Nasenmuscheln soweie Septum ist jetzt ein gutes halbes Jahr her und seitdem habe ich häufiger akute Entzündungen. Hatte mich auch nicht wegen akuten Entzündungen operieren lassen, sondern wegem extremen Post Nasal Drip.

Die OP hat bislang eigentlich eher negative Auswirkungen, noch mehr Sekretfluss, alle 6-7 Wochen eine akute Sinusitis mit Infekt. Ist ja auch klar, weil mit der "Infundibulotomie" eine mechanische Barriere entfernt wird. Dadurch werden die NNH zwar wieder besser belüftet. Erreger nisten sich aber auch schneller ein. Allerdings brauch ich keine Antibiotika mehr, sondern Nasenduschen reichen, um die NNH-Entzündung wieder weg zu bekommen. Die NAsendusche kommt da an, wo sie hin soll. DAs ist gut.

Es dauert wohl bis zu einem Jahr, bis sich die NAsenschleimhaut komplett vo einer OP regeneriert hat. Ob ich es wieder machen lassen würde, STand heute nein, weil kein Effekt, aber vielleicht sage ich in einem Jahr etwas anderes. Da smit dem Job habe ich mir auch schon überlegt, ist auf jeden FAll ein Faktor, von wegen "die Nase voll von etwas haben".

d-efr"007


Hallo George,

danke für deine Infos. Die Frage ob OP oder nicht steht hier wirklich im Mittelpunkt... Ich schiebe diese nun seit 5 Jahren hinaus weil ich nicht sicher bin ob sie dauerhaft etwas bringt.

Möchte nicht unbedingt das Risiko einer OP eingehen wenn die Polypen danach wieder da sind und die Schleimhäute wie eh und je entzündet. Allerdings gehen mir einfach die sonstigen Therapieansätze aus, alles inklusive Kortisonspray hilft nicht wirklich.

Die Frage ist halt einfach ob es aufgrund meiner Allergie trotz vergrößterter Kanäle und fehlender Polypen wieder zum jetzigen Zustand kommt oder ob es eine Linderung bewirkt. Hierbei suche ich nach Erfahrungsberichten von Leuten, die diese OP schon gemacht haben und nicht nur darüber theoretisch spekulieren.

War die OP wirklich so unangenehm wie viele schreiben? Wie lange warst du krankgeschrieben? Wenn du doch nun das ganze ohne ABs wegbekommst ist das doch schon mal ein rießen Erfolg, oder??

Gruß

SjchPlcitzaJugex67


Polypen sind eine Veranlagung. Sie können ebenso wiederkommen wie eine Sinusitis.

Das sind eben Schwachstellen im Körper. Wobei bei Polypen ein guter homöopathischer Arzt die mit Globuli tatsächlich wegkriegen kann.

Ich bin 10 mal an den Nasennebenhöhlen operiert worden, die 11. OP steht an, nicht weil ich Beschwerden hätte wie Kopfschmerzen oder so. Aber meine Lymphdrüsen um Halsbereich sind alles geschwollen und laut MRT sieht das nicht so sonderlich gut aus.

Die Nebenhöhlen sind verschattet und bevor ich nun alle Lymphknoten rausbekomme, soll ich erst noch einmal die NNH sanieren.

In jungen Jahren bekam überhaupt keine Luft durch die Nase, konnte nicht mal küssen, ohne nach Luft zu schnappen (durch den Mund).

Die ersten OP's waren Fensterungen und Nasenscheidenwandkorrekturen. Früher nicht mal mit Vollnarkose. Die Stirnhöhle wurde mit Black und Decker über der Augenbraue durchbohrt (Becksche Bohrung) mit einem Hohlnagel versehen und von außen.

Gebracht hat jede OP etwas. Irgendwann hat sich dann immer wieder die Schleimhaut zu hoch aufgebaut, es wurde erneut operiert. Die letzte OP war vor 13 Jahren, hat also lange gehalten.

Ich nehme beim ersten Auftauchen von ERkältungsanzeichen schon homöopathische Mittel: Eucalyptus D12 und Corallium rubrum D12. Alle Stunde Globuli. Meist kommt es gar nicht erst zu einem Ausbruch – und wenn doch einmal, lindern die Mittel enorm.

Trotzdem bleibt alles Veranlagung, die sich nicht wegzaubern läßt. Aber gegenüber ganz früher mit schrecklichen Kopfschmerzen und zähem gelbem Schleim im Rachen, den man nur mit ner Schere irgendwie hätte klein kriegen können, bin ich glücklich, das es jetzt so ist, wie es ist.

Hinterm Siebbein hat sich was aufgebaut bei mir. Ich werde das operieren lassen.

Also: ich finde Darmoperationen weitaus gefährlicher, weil die Gefahr von Komplikationen wesentlich größer ist.

NNH-Op's sind unangenehm wegen der Tampons, man bekommt dadurch gar keine Luft und wenn die das Reinigen nach der OP, ist das auch mal für 5 Sekunden schmerzhaft– aber ansonsten fehlt einem ja nix, es geht einem gut.

Eine NNH-OP hier als Drama hinzustellen, ist Kopfkino. Zumal so eine OP nur Vorteile bringt, sofern sie gut ausgeführt wurde.

Ich würde immer in eine Klinik gehen, wo solche OP's an der Tagesordnung sind. Keinesfalls in der Provinz, wo ein Belegarzt sich mit Belegbetten und OP's aufplüscht.

d%efrx007


Hallo Schlitzauge,

deine Ausführungen hören sich ja echt ziemlich hefitg an! Schön dass du trotzdem den Mut nicht verloren hast.

Habe mal noch eine Frage zu deiner letzten Ausführung: Ist das verallgemeinert gemeint oder hast du mit Belegärzten schon mal etwas negatives erlebt? Ich würde die OP nämlich gerne von meinem HNO-Arzt vor Ort machen lassen, der eben auch Belegarzt ist, von dem ich aber weiß dass er schon jahrzehntelange Erfahrungen gesammelt hat und diese Eingriffe regelmäßig macht (2-3 die Woche). Ich empfinde die klassischen Kliniken oftmals zu anonym und denke auch die Nachversorgung klappt besser wenn er es machen würde.

Was spricht also dagegen?

J=ul$e_44x8


Hallo defr007,

ich habe mich vor 2 wochen der OP unterzogen nach ca. 20 jahren leiden. angefangen hatte es bei mir mit einer nicht behandelten sinusitis. die letzten jahre hatte ich zwar sehr selten eitrige sinusitiden, aber permanent kopfschmerzen, abgeschlagenheit, druck über den augen etc. ich war bei 'zig HNO-ärzten und habe die verschiedensten ansätze gehört: vom sofortigen operieren der nasenscheidewand (die bei mir nur gering verformt ist) und der Concha Bullosa bis zur empfehlung zum psychiater zu gehen (dies allerdings ohne großartige untersuchung durch den HNO-Arzt).

irgendwann stellte ich mich in der spezialsprechstunde einer klinik vor und bekam die OP-empfehlung. da meine lebensqualität derart beeintträchtigt war, habe ich mich nach langem abwägen dafür entschieden. in der klinik wurde ich noch einmal gründlich untersucht und beraten, da ich zu den fällen gehöre, die keine großen befunde wie polypen, zysten ezc vorzuweisen haben, aber starke beschwerden.

ich bin in eine klinik gegangen, wo sie die diese OP sehr oft durchführen und die einen sehr guten ruf hat. nach der OP fühlte ich mich sofort putzmunter, gegen die schmerzen gab es ausreichend medis, so dass ich ziemlich schnell wieder fit war. unangenehm war das 2*tgl. absaugen und wirklich schrecklich war für mich das ziehen der tamponaden (bei mir waren es 4 stück und es erfolgte durch einen eher unerfahrenen assistenzarzt, vielleicht war es deshalb so unangenehm). aber überstehen lässt sich das auch, da es ja nur kurz dauert.

die Op hat eine fensterung der kieferhöhlen und die entfernung eines stücks der unteren nasenmuschel sowie die öffnung der pneumatisierten mittleren nasenmuscheln (?...da muss ich nochmal genauer nachfragen, aber der endgültige Brief war noch nicht fertig).

obwohl ich im moment mit einer infektion in einer kieferhöhle zu tun habe und die gänge auf einer seite noch sehr verschwollen sind, fühle ich mich schon wesentlich besser. ich bekomme besser luft, ich kann besser schlafen, ich habe keine kopfschmerzen und ich bin irgendwie klarer im kopf. mal sehen, wie sich das alles weiter entwickelt.

ob ich dir nun zuraten soll, weiß ich nicht, weil das was man über die langzeiterfolge so liest doch recht durchwachsen ist. selbst die meisten HNO-ärzte sind ja sehr zurückhaltend mit einer OP-empfehlung. andererseits , wenn du wirklich alles schon probiert hast,bleibt ja nicht mehr so viel.

mir fiele noch ein: neuraltherapie (das hat bei mir ein bisschen besserung gebracht ), akupunktur, die halswirbelsäule checken lassen, längerer urlaub am meer, milchprodukte weglassen, auf histaminunverträglichkeit achten.

ja soweit erst mal...

viele grüße

jule

P^au@l44x4


Bei chronischer Sinusitis über viele Jahre, evtl. noch in Verbindung mit Asthma, ist immer auch an einen Morbus Samter bzw. Samter Trias zu denken. Leider kennen sich auch viele HNO-Fachärzte damit nicht aus, der normale Hausarzt hat i.d.R. noch nie was davon gehört. Es handelt sich um eine Acetylsalicylsäure (ASS)- Unverträglichkeit. Was viele nicht wissen, ASS ist Bestandteil vieler Nahrungsmittel, z.B. von Obst und Gemüse. Im Netz gibt's viele Informationen dazu.

d=eforu00x7


Hallo liebe Forumsteilnehmer,

Habe mich nun letzte Woche unters Messer legen lassen, es wurde in einer grossen Klinik mit viel Erfahrung auf dem Gebiet gemacht: entfernung Schleimhautverdickung/Polypen in der Kiefernhöhle, Erweiterung der NNH-Kanäle und Begradigung der Nasenscheidewand. Gestern wurden die Tamponaden und Schienen gezogen und daraufhin wurde ich entlassen. Die Ärzte meinten meine Nase seischon gut verheilt. Allerdings ist mein Allgemeinzustand noch alles andere als gut.

Habe in den Tagen nach der OP recht viel Schmierblutung aus der Nase gehabt, sehr unangenehm. Jetzt tropft es ab und an noch wenn sich der Schleim etwas löst. Meine Nase ist aber immernoch komplett dicht! Gestern hatte ich auch noch erhöhte Temperatur mit 38.5 Grad. Ansonsten fühlt es sich halt wie eine sehr intensive, akute NNH-Entzündung an. Morgen werde ich mal bei meinem HNO vorsprechen.

Ist das alles normal soweit? Manche schreiben sie würden sofort nach ziehen der Tamponaden super Luft bekommen, bei mir sitzt alles noch fest. Was tun mit dem blutigen Rotz, am besten schnäuzen oder nur runterlaufen lassen?Sollte Fieber Bedenken auslösen? In der Klinik meinten sie nur: trinken sie viel. Wann hörte bei euch Operierten die Schmierblutung auf? Habt ihr mir noch irgendwelche Tipps, zb wie oft ihr Nasenduschen gemacht habt, etc.?

Also bisher kann ich nur sagen: ein Spaziergang ist eine Nasen OP nicht gerade. Sicher bei jedem anders, aber für mich eine sehr schmerzhafte und unangenehme OP gewesen, insbesondere die Tamponaden und der Kopfdruck. Momentan leide ich aber auch noch sehr, eine entgültige Bewertung steht also noch aus.

Danke vorab.

Mlirkvo6x8


Habe seit frühester Jugend immer wieder akute NNH, jeder 4. Schnupfen "fiel" in die Nebenhöhlen. Geschoben wurde es auf eine schiefe Nasenscheidewand. Also wurde die operativ begradigt. Danach "fiel" jeder 3. Schnupfen in die Nebenhöhlen. Dann wurden die NNH operativ gefenstert, worauf jeder Schnupfen zur Sinusitis führte. Die Verbindung für die Viren und Bakterien stand jetzt nämlich weit offen. Bis zu 5 mal jährlich Antibiotika und mehrfache Spülungen waren die Folge. Mit dem Ergebnis einer Pilzinfektion im Mundraum sowie eines Reizdarmsyndroms.

Mir hat erst die ein Jahr dauernde Darmsanierung mit Symbioflor geholfen. Zusätzlich morgens und abends Nasendusche sowie im Infektfall eine Vitamin C Infusion. Weiterhin erhalte ich regelmäßig Procain in die NNH und Mandeln gespritzt. Ein homöopathischer Cocktail u.a. mit Luffa hat die Nase am Anfang frei gemacht und im Winter EUCELL immun.

Ergebnis: seit 2 Jahren keine Antibiotika, zweimal akute Sinusitis mit eher leichtem Verlauf. Laut meinem HNO muss die ganze Sache aus dem Körper "rauswachsen". Die Entzündungsneigung liegt primär im Körper und nicht in den NNH. Da spielt sicher auch die Psyche eine Rolle. Bei chronischer Form rechnet man mit einem Monat Behandlung je Jahr solange die Erkrankung schon bestanden hat.

Also aus meiner Sicht nie wieder OP.

dde"fr00x7


Hi Mirko,

Im Prinzip habe ich so auch bisher gedacht, also niemals eine OP! Aber bei mir sind und waren eben auch die nicht akuten Phasen immer mit einem Druckgefühl und Kopfschmerz verbunden, und nachts gab kaum erholsamen Schlaf weil zu wenig Luft ankam. Da erhoffe ich mir mit offeneren Zugängen schon eine gewisse Besserung, mal schauen.

Bisher kann ich, ein paar Tage nach der OP nichts positives berichten, habe seit Tagen einen heftigen Infekt deshalb mit Fieber und immernoch viel Schleim und Blut aus der Nase, entweder das reinigende Gewitter oder eine klare Ansage?

Das aber nun die Infektgefahr noch grösser ist scheint so zu sein, werde deine Tipps mal genauer betrachten. Danke dafür.

s/chlCummpinxe


Hallo, habe von OPs bisher nie gutes gehoert! Bitte vorsicht, nicht gleich operieren lassen sondern erstmal alternativen suchen.

J@uleI_48


Hi defr007,

nun hast Du die OP also hinter Dir. wie geht es Dir denn jetzt?

warst Du beim HNO-Arzt?

Normal ist dein zustand nach der OP nicht, Fieber darfst du keines haben. ist ein abstrich gemacht worden?

ich hatte ja nach der Op eine schlimme wundinfektion bekommen. woher die keime kamen, wurde nie gefragt. Ich hatte zuerst an eine krankenhausinfektion gedacht, weil es so typische keime waren, denke aber mittlerweile, dass die einfach schon in meiner nase waren, vielleicht jahrzehntelang.

ich hatte dann nach der OP noch einmal eine eitrige Sinusitis, aber ich bin trotz allem froh, die OP gemacht zu haben.

Du musst jetzt viel geduld haben, aber ich habe gemerkt, man muss auch sehr viel selber tun, also herausfinden, was einem gut tut. die ärzte sind da zumeist keine hilfe. mein tägliches programm ist schon ziemlich umfangreich, aber es sorgt dafür, dass ich mich einigermaßen wohl fühle.

was Mirko schreibt, erscheint mir einleuchtend, dass es bei so einem jahrelangen verlauf einfach zeit braucht.

Also hab geduld,

ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung!

Jule

d.ef7r0x07


Hallo Jule,

wie war es denn nach deiner OP nach 2,3,4 Wochen? Also das Fieber ging dann schnell vorbei bei mir, mein HNO meinte: abwarten, erst Antibiotika wenn es nicht von alleine geht.

Jetzt zwei Wochen nach der OP hab ich noch folgende Beschwerden: Nase ist immernoch leicht geschwollen und druckempfindlich, wenngleich es von Tag zu Tag besser wird. Seit dem Wochenende "stinkt" es aus der Nase, wenn ich Rotz oder Blut herauslasse dann riecht dies ganz besonders "faulig". Mein HNO empfiehlt mir da nur die Nasendusche, um das eben rauszuspülen. Hattest du das Problem auch?

Dann sind die Schleimhäute noch geschwollen so dass ich ab und ab keine Luft durch die Nase bekomme und viel mit dem Mund atme. Mein HNO meint das sei völlig normal, 4 Wochen nach der OP sind die Schleimhäute auf jeden Fall noch entzündet. Im Prinzip habe ich nach der OP Symptome einer akuten Sinusitis, mit Gesichtsschmerzen (besonders überm Kiefer), verstopfter und schmerzhafter Nase, etc.pp.. Und so wie es eben auch davor immer war, dauert es ewig bis es sich wieder beruhigt (früher waren Krankheitsverläufe über 1,2 Monate normal).

Allerdings stelle ich auch eine Besserung bereits fest: Die Kopfschmerzen und das eingetrübte Gefühl ist nicht mehr so ausgeprägt vorhanden. Fühle mich irgendwie "frischer" im Kopf, mal schauen wie sich das entwickelt.

Kennst du die oben genannten Dinge nach deiner OP? Hast du mir vielleicht noch einen guten Tipp parat? Danke für deine Unterstützung, du hast recht, die Ärzte helfen kaum weiter, was über das Standardprogramm hinaus geht.

Wo hattest du denn die Wundinfektion – in der Nase? Wie hat sich das geäußert? Was hast dagegen getan?

Gruß & bleib gesund!

M/aurig@hxa


So eine NHH OP ist keine einfache Sache und braucht doch viel Zeit zum Ausheilen. Wenn deine Nase jedoch ohnehin schlecht belüftet ist, kann die OP auf jeden Fall etwas bringen. Hast du es denn schon mit regelmäßigen Inhalationen, Nasenduschen und Nasensalbe versucht? Zu trockene Schleimhäute können ihre Funktion einfach nicht erfüllen. Nach einer NHH OP wirst du ohnehin täglich "Nasenpflege" (wie oben beschrieben) betreiben müssen, also kannst du es vorher auch einfach schon mal ausprobieren. Ich selbst hatte 2 OPs in der Nase und glaube, dass eine Mixtur aus OP und Pflege das beste Ergebnis zeigt. :-)

Jbule(_48


Hi defr007,

also, das ist jetzt 2 wochen her bei dir? wurde denn ambulant auch abgesaugt nach der OP?

bei mir ist es ja leider nicht so glatt gegangen, ich musste nach 2 wochen wieder ins krankenhaus, weil ich eine wundinfektion in einer kieferhöhle bekommen hatte. die schmerzen waren teilweise unerträgllich, weil der nerv mit reagierte. ich habe nur noch von schmerzmitteln gelebt. leider hat mich der ambulante HNO-arzt nicht ernst genommen und er hat m. E. die nachsorge nicht gut gemacht, kaum abgesaugt, ich sollte auch nicht spülen oder inhalieren. als es immer schlimmer wurde, wollte er auch keinen abstrich machen und auch das antibiotikum bekam ich erst von der rettungsstelle des KH. leider hatte ich zwei keimarten und die eine art war resistent gegen das AB, deshalb ging es mir auch in der klinik kaum besser. ich bekam dann noch ein anderes AB, dann wurde es besser. leider hatte ich kurze zeit später wieder den keim und wieder eine eitrige entzündung. das AB brachte nicht so viel, es ging mir immer schlechter, da habe ich als rosskur meine nase mit einem desinfektionsmittel gespült. würde ich aber niemandem ohne ärztlichen rat dazu raten. dann wurde es langsam besser und ich habe jetzt ein striktes programm, was ich jeden tag durchziehe.

naja langer rede kurzer sinn...wir können unsere fälle nicht so wirklich vergleichen.

mich wundert aber, dass du solche schmerzen hast und dieser faulige geruch...da würde ich auf alle fälle nochmal nachfragen.

darfst du nasenspülungen machen?

ein gutes zeichen ist doch, dass du dieses frische gefühl im koph hast.

als rat würde ich dir geben, dass du dich schonst, es ist keine so kleine sache, der körper braucht da seine zeit. ansonsten würde ich ganz viel tun, um deine abwehr zu stärken. ich trinke jetzt immer cistrosentee, das habe ich im netz bei einem HNO-arzt gelesen und der scheint wirklich sehr gut zu sein. hilfreich ist bestimmt auch ingwer und knoblauch. außerdem mache ich die nasenspülungen mit dünnem salbeitee, meersalz und natron und ich inhaliere mit thymian.

außerdem trinke ich sanddornsaft und esse granatäpfel. ich nehme auch bromelain zur schleimhautabschwellung, außerdem angosin, soledum und manchmal ACC.

und da ein großes problem meine trockenen schleimhäute sind nehme ich da salbe und pflegespray sowie nasenöl. wichtig ist auch den kopf warm zu halten, wenn man rausgeht.

mehr fällt mir gerade nicht ein,

in dem HNO-ärzte-forum kann man auch mal fragen loswerden bzw lesen, was da so an antworten schon steht: [[http://www.hno-forum.de/]]

gute besserung weiterhin ,

gruß jule

PS: auf jeden fall brauchen wir ganz viel geduld.

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