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Chronische Sinusitis, OP ja oder nein?

d)efrx007


Hallo Jule,

Darf ich dich mal fragen wie sich bei dir die eitrige Entzündung zeigt? Also machst du das fest an Schmerzen oder etwa weil viel Eiter und Schleim fliesst?

Abgesaugt wurde bei mir nach der OP eigentlich täglich, erst jetzt sind es eher Nasenduschen welche ich anwende. Aber ein Abstrich wurde von mir noch nie genommen, das scheinen meine Ärzte überhaupt nicht mehr zu kennen. Mag auch daran liegen dass ich seltenst dicken, gelben Schleim aus der Nase abgesondert habe, meist war es einfach nur verstopft, zäh, der Schleim transparent.

Mein HNO hat beim letzten Kontrolltermin meine Beschwerden nicht weiter ernst genommen, eben viel Nasendusche und mit der Zeit wird das schon. Antibiotika verschreibt der eh so gut wie nie, weiß nicht so richtig ob zurecht oder nicht. Meine früheren Erfahrungen mit ABs waren auch meist die dass es kurz besser wurde und rasch wieder alles an Beschwerden da war. Es waren halt immer BreitbandABs, Abstriche wurden nie genommen. Wenn das Wort Allergie fällt, die ich ja habe, ist sowieso alles klar für die Docs.

Ich werde jetzt mal bissle abwarten und Tee trinken was passiert. Das die Schleimhäute eine Zeit brauchen um zu regenerieren, ist mir schon klar. Ich weiß halt nur nicht welche Zeitrahmen "normal" sind und ab wann ich mir Sorgen machen muß. Leider muß ich bei meinen Ärzteerfahrungen immer meist selber die Diagnosen mitbringen, um etwas zu erreichen. Ansonsten ist man so schnell wieder aus dem Behandlungszimmer wie man reingekommen ist, besonders wenn man das zweite mal im Quartal auftaucht... Da beruht auch immernoch meine Unsicherheit ob der Diagnose meiner Krankheit, da ich vielfältige Entzündungssymptome habe, aber noch keinen Arzt gefunden habe der mir alles im Zusammenhang erklâren konnte. Aber vielleicht können sie das auch einfach selber nicht, wollen es aber nur nicht zugeben?

Grüßle

J,ule0_4x8


Da beruht auch immernoch meine Unsicherheit ob der Diagnose meiner Krankheit, da ich vielfältige Entzündungssymptome habe, aber noch keinen Arzt gefunden habe der mir alles im Zusammenhang erklâren konnte. Aber vielleicht können sie das auch einfach selber nicht, wollen es aber nur nicht zugeben?

das denke ich sowieso :-).

es mag die guten ausnahmen geben, aber die muss man mit der lupe suchen. letztens las ich, dass die wissenschaft überhaupt noch nicht alles durchschaut, was bei nasennebenhöhlenentzündungen eine rolle spielt und was da genau passiert. deshalb denke ich, dass wir nur selbst unsere eigenen spezialisten werden müssen.

bei dir ist das ja sicher noch komplizierter wegen der allergie.

zu deiner frage: ich habe nicht sehr oft eine eitrige entzündung, aber wenn es so ist, dann ist das sekret quittegelb. ansonsten ist es wie bei dir: schmerzen und schleim. das könnte für eine virusinfektion sprechen, muss aber nicht, glaube ich. schmerzen können auch durch andere zusammenhänge entstehen.

guck mal hier : [[http://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=XN0pd0TMFBEC&oi=fnd&pg=PA133&dq=manual+of+endoscopic+sinus+surgery+rhinogener+kopfschmerz&ots=lmHw5gefNp&sig=mlfWw7vyPidEn5gG4Nqt-1fosNQ#v=onepage&q=rhinogener%20kopfschmerz&f=false]]

womit machst du die nasenspülungen?

Mvons)ti


Hallo, Ihr NNH-Geplagten,

zunächst kurz zu meiner Vorgeschichte:

- Chonische Pansinusitis seit meinem 18. Lebensjahr (um 1970)

- erste Punktierungen und Spülungen fünf Jahre später

- erste Fensterung mit Septumbegradigung, aber keine Besserung (1990)

- viele Versuche mit Homöopathie, Akupunktur, Bioresonanztherapie u.a. alternativen Methoden

- Durchbruch des Eiters in die linke Augenhöhle mit folgender Orbitalphlegmone, Sehnervenentzündung und beginnender Meningitis - Katastrophe! (2001)

- Erneute Fensterung ein halbes Jahr später, aber leider weiterhin keine Besserung

Dann folgte aus ganz anderen Gründen eine große Darm-OP (okay, zwei OPs ...), womit ich den gesamten (Ich hatte sehr spät erkannten Morbus Hirschsprung) Dickdarm los wurde. Seitdem (Januar 2004) lebe ich ohne Dickdarm und mit einem Ileostoma (= künstlicher Dünndarmausgang) und bin die chronische Sinusitis tatsächlich los, d.h. numehr seit fast 9 Jahren! Zum ersten Mal seit über 30 Jahren hatte ich wieder ganz normale Erkältungen mit ein paar Tagen Husten, Schnupfen und Heiserkeit (oder so ähnlich). War ich früher im Jahr rd. 7 Monate lang richtig krank, bin ich es heute innerhalb von 2 Jahren vielleicht mal für 1 Woche. Das waren bisher alles nur banale grippale Infekte ohne die früheren Auswüchse.

Damit will ich natürlich nicht sagen, dass sich jetzt alle Geplagten den Dickdarm entfernen lassen sollen . Ich will damit sagen, dass therapieresistente Nebenhöhlen-Geschichten oft etwas mit chronischen Problem an anderen Stellen des Körpers im engen Zusammenhang stehen. Schafft man es, diese erfolgreich abzubauen, ist möglicherweise auch die Sinusitis beseitigt. Hilfreich kann hier ein ganzheitlich arbeitender Mediziner sein. Vielleicht kennt der eine oder andere von Euch ja auch seine anderen Problemstellen und kann dem mal gezielt nachgehen lassen. Dies als Anregung.

Gute Besserung an alle Geplagten!

d}efOr00x7


@ Jule:

Ich spüle die Nase mit einer ganz normalen Wasser-Salz-Lösung, habe hierfür noch die praktischen und völlig überteuerten Emser-Salz-Päckchen.

@ Monsti:

Glaube du bist sehr viel näher an der Lösung als die meisten HNO. Ich denke nämlich auch dass es bei solchen Entzündungsauswirkungen wie bei uns einen größeren Zusammenhang geben muß. Ich zweifle inzwischen auch an der Allergie als alles auslösender Faktor, haben doch 3 Jahre Sensibilisierung kaum etwas gebracht bei mir und wirken auch Antihistaminikatabletten kaum. Wenn sich mein Körper dazu entschieden hat, auf Entzündung zu schalten, dann zieht er das durch(und braucht dazu quälend lange). Ich habe dann so vielfältige Probleme; wobei die Sinusitis schon deutlich im Vordergrund steht. Die Schmerzen an der Nase und auf dem Oberkiefer sind manchmal so bohrend dass ich fast ohnmächtig davon werden könnte. Manchmal denke ich ich habe einen akuten Migräneanfall, aber auch das kann nicht sein helfen doch typische Migränemittel dann kaum weiter. Dazu kommen Schweissattacken und keine drei Sunden später ist es mir wieder kalt. Ausserdem Gliederschmerzen, manchmal auch Verdauungsprobleme, und nicht zu vergessen sind völlig ausgetrocknete und rötliche Flecken an Hand und Fuss, oftmals auch mit Druckschmerzen. Das gesamte Bild ist eben so diffus, wo ich mich seit Jahren frage: wie passt das alles zusammen? Natürlich kann eine verstopfte und schmerzhafte Nase große Probleme bereiten denke ich, liegt doch oft eine Sauerstoffunterversorgung vor?

Im Prinzip bräuchten wir alle einen Arzt, der sich Zeit nimmt und das große Ganze überblickt. Das geht vielleicht bei TV-Serien, in der Praxis muß es leider schnell gehen, und wenn sie dann etwas nicht zusammenbringen schiebt man alles auf die bereits bekannte Diagnose oder nimmt den Patienten nicht für ganz voll. Mein Hausarzt zB hat schon lange aufgegeben, seine einzige Lösung sind Schmerzmittel zu empfehlen.

Gruß

J1ulec_4x8


Moin defr007,

versuche doch mal ein bisschen natron mit in die spüllösung zu tun. ich habe das bei einem HNO-Arzt gelesen und mir tut es sehr gut. Es verändert ja das bei einer entzündung eher saure milieu und das scheint ja vielleicht auch wirklich eines der zugrunde liegende probleme zu sein: die übersäuerung. jedenfalls bin ich da im moment von überzeugt und stelle meine ernährung um.

nimmst du eigentlich auch ein nasenöl? in der klinik haben wir das alle verordnet bekommen.

hier beziehe ich meine nasensalbe und das nasenöl, es ist für mich besser als gelositin oder coldastop: [[http://www.nasensalbe.com/]]

man kommt sich manchmal wie ein detektiv vor .

hast du mal beobachtet, ob diese erscheinungen, die du beschreibst mit bestimmten nahrungsmitteln in verbindung stehen. ich habe z.b. bei sehr stark histaminhaltigen lebensmitteln so ähnlich wie du reagiert (außer dieser flecken).

@ Monsti

oh, da hast du ja etwas hinter dir.

ich glaube , dass du recht haben könntest.

andererseits hat doch der darm sehr viel mit immunreaktionen im körper zu tun. ich habe , glaube ich, schon öfter auch gelesen, dass es menschen nach einer darmsanierung nasennebenhöhlenmäßig besser ging.

mein orthopäde bietet ja störfeldsuche an, muss man natürlich selbst bezahlen, ich habe es aus kostengründen nicht gemacht, aber auch weil ich von der methode nicht so überzeugt bin. aber das würde ja mglw. andere problemfelder aufzeigen. aber irgendwie hängt ja alles mit allem zusammen, nur ist die medizin da noch nicht so weit und in zeiten von zunehmenden einsparungen im gesundheitswesen entfernt sie sich zunehmend weiter von sinnvollem handeln.

alles gute für dich,

gruß jule

Sztefran2iex2


Hallo alle,

habe in den letzten Tagen angefangen mitzulesen, habe auch seit Jahrzehnten chron. Sinusitis links, bin jetzt 55 und bis jetzt immer haarscharf an einer OP vorbeigekommen, nehme das Übliche: Bromelain, Symbioflor, Gelomyrtol bzw. Soledum, Sinupret, Propolis, Rechtsregulat, Ingwertees, Manuka Honig (auch in die Nase), Salzspülungen, Inhalationen, Fußbäder mit Heublumen und Schlüsselblumen, manchmal hab ich es auch mit Zwiebel-bzw. Knoblauchsaft in die Nase probiert, um sie wieder frei zu bekommen (tut ziemlich weh), z.Zt. beende ich gerade wieder mal 10 Tage AB und baue den Darm wieder auf, sprühe Cortison und Salzwasser – ihr kennt das ja sicherlich alles.

Welche Erfahrungen gibt es denn bei den Cortison-Sprays? Mir wurde diesmal Avamys verschrieben, wäre Budes besser? Und was verwendet ihr zur Nasenpflege, welches Öl / Salbe / Spray? Habe von einer Mischung (Adeps lan.anh. 1,2; Menthol 0,03; Eucerin c.aqua 2,0; Privin 1:1000 2,0; Paraff.subl. ad20,0) gehört, kennt ihr die?

Auch bei den Inhalations-Zusätzen sagt jeder HNOler was anderes, z. Zt. nehme ich Salbei und OLBAS-Tropfen, was nehmt ihr?

Überlege auch, es mal mit diesem Locabiosol-Spray zu versuchen, hat das schon jemandem geholfen? Zwischendurch hat auch Luffanest gewirkt und Kaliumbichronicum, aber im Moment nicht.

Von Rinupret, Mometason, Turixim, Odonton hab ich bisher nur gelesen, hat jemand damit gute Erfahrungen gemacht?

Sorry, wenn einige Fragen hier vielleicht schon früher gestellt wurden, ich "arbeite" mich erst ein und freue mich auf Antworten.

Liebe Grüße an alle Mit-NNH-Geplagten,

Stefanie2

JBule&_48


@ Stefanie

willkommen im club :-)

Welche Erfahrungen gibt es denn bei den Cortison-Sprays? Mir wurde diesmal Avamys verschrieben, wäre Budes besser?

Ich habe nur kurze zeit nasonex genommen, habe da keinen wirklichen effekt gespürt. jetzt will meine ärztin es mir nicht mehr verordnen, weil ja in der histologie keine eosinophilie nachgewiesen wurde, will sagen, weil es keine allergische komponente bei mir gibt. ich finde das sehr fragwürdig, bestehe aber nicht darauf, weil meine schleimhäute eh schon sehr trocken sind.

Und was verwendet ihr zur Nasenpflege, welches Öl / Salbe / Spray? Habe von einer Mischung (Adeps lan.anh. 1,2; Menthol 0,03; Eucerin c.aqua 2,0; Privin 1:1000 2,0; Paraff.subl. ad20,0) gehört, kennt ihr die?

von dieser mischung habe ich noch nichts gehört.

ich nehme jetzt die nasensalbe und das nasenöl nach einer rezeptur von dr. dewes (die website habe ich oben verlinkt). außerdem hysan-pflegespray. wenn die nase droht dicht zu werden, nehme ich hin und wieder mal rinupret, das wirkt ganz gut bei mir, meist läuft dann der schleim wieder.

Auch bei den Inhalations-Zusätzen sagt jeder HNOler was anderes, z. Zt. nehme ich Salbei und OLBAS-Tropfen, was nehmt ihr?

ich mache im moment nur dampfbäder mit thymian, salbeitee nehme ich zum nasespülen (mit meersalz und natron).

Überlege auch, es mal mit diesem Locabiosol-Spray zu versuchen, hat das schon jemandem geholfen? Zwischendurch hat auch Luffanest gewirkt und Kaliumbichronicum, aber im Moment nicht.

Von Rinupret, Mometason, Turixim, Odonton hab ich bisher nur gelesen, hat jemand damit gute Erfahrungen gemacht?

außer rinupret kenne ich da nichts davon, muss ich mal recherchieren.

gruß jule

SptefaTni|e2


Vielen Dank für die schnell Antwort, Jule!

Werde gleich mal bei Dr. Dewes reinschauen. Nimmst du Öl und Salbe?

Gruß Stefanie

Jlule_x48


@ stefanie

ja, ich nehme beides.

d*efrx007


@ Jule:

Bin dir ja noch eine Antwort schuldig... also ehrlich gesagt kann ich bei mir überhaupt keinen genauen Zusammenhang ausfindig machen, wann die Beschwerden zunehmen, wann abnehmen. Schon gar nicht kann ich es zB mit dem Genuß eines bestimmten Lebensmittel bestimmen, wobei ich allerdings bei Rotwein und sehr reifem Käse schon eine deutliche Schwellung auch der Nasenschleimhaut feststelle. Aber viele Leute werden beim Genuß von Rotwein richtig rot im Gesicht, fangen an mit Schwitzen, bekommen deshalb aber nicht sofort eine NNH-Entzündung. Bei mir drehen sich die Beschwerden eigentlich immer im Kreis, mal ne Phase mit Schleimfluß in den Rachen, aber dann läufts und ist nicht so schlimm. Dann wieder eine Entzündungphase, wo alles oben pocht und drückt, dann keine Luft mehr durch die Nase, starke Schmerzen, kommt kaum Schleim raus. Das schleicht sich immer sehr, sehr langsam raus, immer in kleinen Schüben bis es wieder erträglich ist, aber irgendwann gehts wieder von vorne los. Aber auch in der Zeit wache ich nachts oft auf weil ich Kopfweh habe oder zu wenig Luft bekomme, genau da hoffe ich dass die OP etwas bewirken kann. Jetzt zwei Wochen nach der OP kann ich dazu aber noch kein Urteil bilden, erst wenn der jetzige Infekt ausgestanden ist weiß ich da wohl mehr zu.

@ Stefanie:

Also ich persönlich habe mit dem Nasonex nicht viel anfangen können, und ich bin Allergiker (also genau mir sollte es helfen). Mag sein dass es etwas hilft, die Nasenschleimhaut abzuschwellen, aber nach jeder Anwendung hatte ich extrem ausgetrocknete Schleimhäute, was gerade in der akuten Phase wo alles schmerzt, eher kontraproduktiv ist. Das geht mir mit konservativem Nasenspray aber genauso, nach der Anwendung sticht es bei mir immer in der Nase. Setze es daher immer rasch ab. Besser ist da die Nasenspülung, aber mehr als bisschen Linderung für kurze Zeit ist da auch bei mir nicht zu machen. Habe auch schon vieles durch, und bin doch recht frustriert, weil eigentlich nichts wirklich geholfen hat. Am ehesten noch Antibiotika, wobei es auch nicht dauerhaft hilft. Und akut auch mal Schmerzmittel.

Dem Problem ist einfach nicht beizukommen, glaube ich langsam. Da gilt wohl das selbe wie bei banalen Erkältungen: wenn es auch nur ein Mittel geben würde, das wirklich hilft, dann wäre nicht die ganze Apotheke voller Mittel gegen Erkältungen. Ich glaube ja eher langsam an die Umweltbedingungen oder auch genetische oder entzündliche Veranlagungen. Meine Hoffnung ist, weil davon auch viele berichtet haben, dass es sich irgendwann mal von alleine aus dem Körper schleicht. Ich zB hatte schon immer eine Hausstauballergie, in der Jugend wirkte sich das vorallem auf die unteren Atemwege aus (oft Bronchitis, 2 mal sogar Lungenentzündungen). Das ging 5 Jahre so, und irgendwann war auf einmal Schluß mit dem Problem. Dann war für ein paar Jahre Ruhe, nur die üblichen 1,2 Infekte, die innerhalb einer Woche ausgestanden waren (damals kam in der Zeit noch Schleim das es krachte, 3 Tage richtig fies krank, und am 4. plötzlich komplett geheilt – heute kommt kaum noch Schleim, alles sitzt fest bei mir, bleibt ewig, geht nie ganz, immer nie so richtig krank, aber auch nie gesund). Nun sitzt seit 5 Jahren die Sache in den oberen Atemwegen fest. Vielleicht entschließt es sich auch mal irgendwann wieder da raus zu kommen? Vielleicht wenn man nur einmal einen "richtigen" Infekt bekommt, oder per Zufall das richtige Medikament? Ich verstehe die ganzen Zusammenhänge nicht, und mir scheint als das dies bei den meisten Ärzten auch so ist.

Wir doktern halt nur an den Symptomen herum, die Ursache kennen wir in den wenigsten Fällen. Auch eine Allergie zB, oder Bluthochdruck ist ja letztlich auch nur ein Symptom für irgendetwas, was falsch läuft im Körper. Ich habe mir auch schon mal Gedanken darüber gemacht, ob man die Krankheiten, die man chronisch bekommt, zB einer Verändung im Leben zuordnen kann und so das Immunsystem aus dem Takt gebracht hat.

J#ule9_48


Hi defr007,

du kannst ja trotzdem wal unter histaminunverträglichkeit nachschauen und bestimmte lebensmittel mal meiden. meine beschwerden auf rotwein, käse, sauerkraut usw. waren so ähnlich wie bei dir.

Nun sitzt seit 5 Jahren die Sache in den oberen Atemwegen fest. Vielleicht entschließt es sich auch mal irgendwann wieder da raus zu kommen?

meine meinung dazu: die OP ist ein teilschritt, dass es besser werden kann. hinzu muss kommen:

- abklingen der chronischen entzündung

-bekämpfung der mglw. dort schon jahrelang sitzenden keime (z.b. habe ich über pseudomonas gelesen, dass die eine art biofilm bilden)

-ständigen schleimabfluss (sofern vorhanden) gewährleisten

– aufbau einer gesunden nasenschleimhaut

- meiden von faktoren, die schleimhautschwellungen bewirken (z.b.histaminunverträglichkeit, allergie...)

- stärkung des immunsystems

-psychohygiene

du bist ja jetzt wirklich noch ganz frisch operiert. vielleicht solltest du ja auch mal angocin probieren?

ckharlTotttxe


Ich habe 15 Jahre unter Sinusitis gelitten. Nach etlichen, nutzlosen Therapieansätze habe ich eine OP selber erbeten. Die war sehr umfassend (diverse Polypen fanden sich) und die wochenlange Nachsorge war oft schmerzhaft.

Aber dann ... endlich keine Beschwerden mehr! Nur noch selten im Winter muss ich wieder mit Spülungen und nachts Gelositin arbeiten.

Wer wie ich sehr enge Nasengänge hat, dem kann ich die OP nur empfehlen. Bei mir liegt sie jetzt 17 Jahre zurück und ich ärgere mich nur, dass ich es nicht eher habe machen lassen!

c"hinedwara


Seit meiner Jugend litt ich ca. 2 x Jährlich an Nebenhöhlenentzündung. Vor drei Jahren hatte ich (59 jährig) buchstäblich die Nase voll und mein HNO verwies mich an eine sog. "Kapazität", der diese OP "am Fließband" macht. Natürlich riet der zu einer OP.

Sie wurde – volles Programm, ich bin Privatpatient – durchgeführt.

Damit begann mein Leidensweg: Seit drei Jahren immer verschleimt, ich könnte ständig "rotzen" wie ein chinesischer Kutscher.... Mittlerweile habe ich schon ein halbes Dutzend HNO Ärzte konsultiert, es wurden Aufnahmen gemacht usw. Alle sagen, alles i.O., da müssen sie mit leben....Das heißt: täglich Nasenduschen mit Salzlösung, Nasonex Spray, 3x tgl. Sinupret bzw. Soledum etc. Und keine Besserung.

Mein Fazit: OP nur nach Konsultation mehrerer "Kapizitäten", die übereinstimmend den Eingriff für unerlässlich halten. Ansonsten: Hände weg von dieser OP, die offenbar für gewisse Ärzte eine Goldgrube ist.

umser3x324


Hallo zusammen! :)z Nachfolgend mal meine Erfahrungen mit chronischer Sinusitis, Erkältungen & der OP.

Ich schreibe das hier jetzt nur unter einen aktuellen Threat und hoffe, dass es möglichst viele Unschlüssige erreichen wird ;-D

Angefangen hat alles so ca. mit 17 Jahren – im Laufe einer Erkältung war meine Nase immer recht zu. Damals habe ich noch wenig abschwellendes Spray benutzt, eher Nasenduschen & Co. Ab 18 hatte ich im Rahmen des Zivildienstes (in einem Altenheim) öfter Kontakt mit Erkältungswellen und war daher auch immer wieder krank – dies dann meist schon mit Antibiotikum. Nach Ende des Zivildienstes ging das dann leider so weiter – zwar nur 3 Mal im Jahr erkältet, jedoch immer wieder Antibiotikum. Zusätzlich bekam ich dann das wahrscheinlich allen bekannte grüne Kortison-Spray aufgrund von Polypen :-q :-q :-q

Während des Studiums habe ich dann gezwungenermaßen auch den HNO wechseln müssen. Die Ärztin hatte mir dann zur Eindämmung der Polypen mit Kortison-Tabletten und Spray geraten – was ich auch gemacht habe. Dies ging dann über ein paar Wochen – bei einer Erkältung trat aber immer wieder das gleiche Problem auf... also wieder zum Arzt, Antibiotikum & Co.

Ausgerechnet vor der Prüfungszeit erwischte mich dann eine Erkältung und es war so schlimm wie nie zuvor :=o Ich hatte permanenten Druck im Kopf und dumpfen Schmerz – Lernen war unmöglich. Gezwungenermaßen also wieder zur HNO. Dort bekam ich neben Tabletten auch eine Kortison-Infiusion (an 3 aufeinanderfolgenden Tagen), um das akute "Problem" zu beseitigen (wegen Prüfungen).

Als die Prüfungsphase vorbei war, habe ich mich dann mit dem Thema näher befasst :)D Ich muss dazu sagen, dass meine Mutter Biologin ist und sie mir oft gesagt hat, Kortison und Antibiotika auf Dauer sind sehr schlecht und belastend (ist ja kein Geheimnis). Da auch mir das alles sehr auf die Nerven ging (nicht nur, weil man bei jeder Erkältung zum HNO rennt und sich für 4 Stunden ohne Termin in den Warteraum setzen muss), habe ich mich letztes Jahr im Juni für die OP entschieden.

Durchgeführte OP: Nasenscheidewandbegradigung, Fächerung aller Nebenhöhlen, Erweiterung der Nasengänge, Entfernung der Polypen, Beseitigung von einer kleinen chronischen Entzündung bei der unteren rechten Kieferhöhle. Durchgeführt wurde die OP im HNO-Krankenhaus in Braunschweig (Niedersachsen). Ich habe eine sehr gute Beratung und Vorgespräche führen können, Eingriff selbst dauerte ca. 1,5 h (natürlich Vollnarkose).

Nach der OP fühlt man sich natürlich eher nicht so berauschend (war auch meine erste Narkose), das Tamponaden-Ziehen wurde bei mir ganz gut gemacht: Der Arzt war schon am rumfummeln und hatte die Pflaster gelöst, die die Nasenlöcher bedeckt hatten und meinte nur "Sooo, jetzt ziehe ich nachher mal die Tamponaden und mach Ihnen das hier schon mal locker" – in dem Moment hat er beide rausgezogen ;-D ;-D ;-D War ein Gefühl wie als würde einem das Gehirn rausgezogen – das ist aber nach 2 Sekunden vorbei und das ganze Sekret/alte Blut/usw. läuft raus. Danach hatte ich sogar kurz eine freie Nase :-o

Danach ist natürlich alles angeschwollen, ich war 5 Tage im Krankenhaus (hauptsächlich im Bett), durfte keine Treppen gehen etc. Täglich musste mindestens eine Tube von dieser Bepanthen Nasensalbe in die Nase (da gewöhnt man sich dran).

Nach den 5 Tagen wurde ich entlassen, keinerlei Probleme. Leider habe ich mich nicht an den Rat der Ärzte gehalten und habe Zuhause "eben mal kurz dies und jenes erledigt, warm geduscht, aufgeräumt" usw. – das war ein großer Fehler :=o :=o :=o

In der darauffolgenden Nacht bin ich durch warme Flüssigkeit im Halsbereich aufgewacht, was dann die Sturzblutung war, vor der ich gewarnt wurde ;-) Da Kopf zurücklegen, Nacken kühlen usw. nichts half, bin ich mit Krankenwagen zurück ins Krankenhaus. Dort habe ich dann eine neue Tamponade bekommen (Druckverband im Innern der Nase sozusagen), da sich durch die Anstrengung Zuhause wohl eine Blutkruste gelöst hatte und ein Schnitt frei lag. Das war das Unangenehmste der ganzen OP-Geschichte, da dir bei vollem Bewusstsein Tamponaden gelegt wurden.... Naja, dann war ich also wieder 5 Tage dort und habe mich nach Entlassung dann auch brav an die Vorgaben der Ärzte gehalten o:)

Täglich mehrmals Nasendusche, täglich eine Tube Bepanthen Nasensalbe (hab bestimmt insgesamt 20 von diesen Dingern verbraucht ;-D ), keine Belastung, kein Sport, kein Schnäuzen, wöchentliche Nachuntersuchung bei einer HNO-Ärztin.

Seit dem habe ich nie wieder eine NNH-Entzündung gehabt, generell bin ich seltener krank geworden (also Atemwege), der Verlauf ist auch nicht mehr so schlimm wie früher, ich bekomme durch das linke Nasenloch auch wieder Luft (durch schiefe Nasenscheidewand hatte ich dort weniger)!

Abschließend: Mir hat es sehr geholfen, es liegt aber sicherlich auch an den Ärzten, die man hat und der allgemeinen Betreuung! Ich führe jetzt auf jeden Fall ein beschwerdefreies Leben in Bezug auf Erkältungen und kann die HNO-Klinik in Braunschweig wegen meiner persönlichen Erfahrungen jedem ans Herz legen :)=

Viele Grüße und gute Genesung Euch! ;-)

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